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December 9, 2007

Ehemaliger Präsident von Liberia verhaftet

Ehemaliger Präsident von Liberia verhaftet

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Veröffentlicht: 10:43, 9. Dez. 2007 (CET)
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Monrovia (Liberia), 09.12.2007 – Der ehemalige Übergangspräsident von Liberia, Gyude Bryant, wurde von der Polizei verhaftet, nachdem er es versäumt hatte, vor Gericht zu erscheinen.

Ihm wird Unterschlagung in Millionenhöhe während seiner zweijährigen Amtszeit vorgeworfen, was Bryant jedoch bestreitet. Bei einer Untersuchung der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas wurden Beweise für Korruption von Bryant entdeckt. Bei der letzten Wahl im vergangen Jahr siegte Ellen Johnson-Sirleaf, die versprochen hatte, Bestechung zu bekämpfen.

Auf dem Weg ins Gefängnis sagte Bryant, dies sei „ein sehr sehr schwarzer Tag für Liberia“ und der Dank dafür, dass er Frieden und die Demokratie in Liberia wiederhergestellt habe. Nach 14 Jahren Bürgerkrieg hatte der Politiker das Amt im Jahr 2003 von Charles Taylor übernommen, als Rebellen in die Außenbezirke der Hauptstadt Monrovia eindrangen. Taylor soll wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden.

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Quellen

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March 29, 2006

Ex-Präsident von Liberia in Nigeria festgenommen

Ex-Präsident von Liberia in Nigeria festgenommen

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Artikelstatus: Fertig 15:06, 29. Mrz. 2006 (CEST)
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Monrovia (Liberia) / Abuja (Nigeria), 29.03.2006 – Nach Polizeiangaben wurde der frühere liberianische Präsident Charles Taylor heute im Bundesstaat Borno, im Norden Nigerias, an der Grenze zu Kamerun festgenommen. Nigerias Präsident Olusegun Obasanjo will Charles Taylor nun an Liberia ausliefern lassen. Der Ort, an dem Charles Tayler festgenommen wurde, ist mehr als 1.500 km von Calabar entfernt, wo sich der liberianische Ex-Präsident seit 2003 aufhielt.

Nach Angaben von lokalen Regierungsbeamten war Charles Tayler mit einem Jeep unterwegs. Charles Tayler soll viele US-Dollars in einem großen Koffer bei sich getragen haben. Die amtierende liberianische Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf hatte unter dem Druck der US-Regierung im März dieses Jahres von Nigeria die Auslieferung des Ex-Präsidenten gefordert. In der letzten Woche hatte die liberianische Präsidentin ihre Forderung erneuert. Sie will, dass sich Taylor in Sierra Leone einem Gericht stellt. In Sierra Leone ist Charles Tayler wegen der Unterstützung von Rebellen angeklagt.

Am Montagabend war der Staatschef Liberias, Charles Taylor, verschwunden. Vor zwei Jahren, im Jahr 2003, wurde er vom Amt enthoben. Er ging damals ins Exil nach Nigeria. Inzwischen wurde er als Kriegsverbrecher angeklagt. Wie und warum Taylor untergetaucht ist, war mysteriös, denn für ihn waren fünf Sicherheitsleute zu seiner persönlichen Bewachung abgestellt. Nigerias Präsident Olusegun Obasanjo hatte angeordnet, das Verschwinden Taylors aufzuklären, da auch eine Entführung in Frage kommen könne.

Am heutigen Mittwoch weilte Präsident Olusegun Obasanjo in Washington. Ob ihn George W. Bush empfangen würde, wie es geplant war, ist nicht bekannt.

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  • Fußballstar George Weah stellte sich in Liberia zur Wahl (11.10.2005)

Quellen

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November 12, 2005

Liberia: Forderung nach Wiederholung der Präsidentschaftswahl

Liberia: Forderung nach Wiederholung der Präsidentschaftswahl

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Artikelstatus: Fertig 17:46, 12 November 2005 (CET)
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Monrovia (Liberia), 12.11.2005 – Die Partei von George Weah forderte am Samstag die Wiederholung der Stichwahl um das Amt des liberianischen Präsidenten. In der Stichwahl hatte sich die ehemalige Finanzministerin Ellen Johnson-Sirleaf gegen den ehemaligen Fußballprofi George Weah durchgesetzt.

Nach Auszählung der Stimmen aus 97 Prozent aller Wahllokale kommt Ellen Johnson-Sirleaf auf 59,4 Prozent der Stimmen. Die Partei „Congress for Democratic Change“ (CDC) von George Weah bezeichnet die Wahl als das Gegenteil einer freien und fairen Wahl. Bei der Wahl ist es nach Meinung der Partei des unterlegenen Kandidaten zu schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten gekommen. George Weah hat beim obersten Gerichtshof Liberias eine Klage eingereicht, mit der er einen Abbruch der Stimmenauszählung erreichen will. Internationale Wahlbeobachter hatten die Wahl als grundsätzlich frei und fair bezeichnet. Die Wahl sollte einen Schlussstrich unter den Bürgerkrieg in Liberia ziehen.

Am Freitag demonstrierten Anhänger Weahs in Monrovia gegen das Wahlergebnis. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit UN-Blauhelmsoldaten. Mehrere hundert Menschen zogen von der Parteizentrale der CDC zur Wahlkommission und zur US-Botschaft. Paul Risley, Sprecher der UN-Mission in Liberia, sagte, die Demonstranten hätten mit Steinen geworfen, worauf die UN-Soldaten Tränengas eingesetzt hätten. Bei den Zusammenstößen verletzten sich zwei Menschen. George Weah forderte seine Anhänger im Anschluss zum Verzicht auf Gewalt auf.

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Quellen

  • Irinnews: „LIBERIA: Tear gas fired as Weah supporters take to streets“ (englischsprachige Quelle) (11.11.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Reuters: „Weah party demands election rerun“ (englischsprachige Quelle) (12.11.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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October 11, 2005

Fußballstar George Weah stellte sich in Liberia zur Wahl

Fußballstar George Weah stellte sich in Liberia zur Wahl

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Artikelstatus: Fertig 14:04, 12. Okt. 2005 (CEST)
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Monrovia (Liberia), 11.10.2005 – Im westafrikanischen Staat Liberia findet heute die Wahl des Staatspräsidenten sowie eines neuen Parlaments statt. Auf der Wahlliste stehen 22 Kandidaten, darunter auch George Weah, Weltfußballer des Jahres 1995.

Mit dieser Wahl, zu der rund 1,3 Millionen Menschen aufgerufen sind, geht in Liberia eine Übergangszeit zu Ende. Vor zwei Jahren, im Jahr 2003, wurde der damalige Staatschef Charles Taylor aus dem Amt enthoben. Er ging damals ins Exil nach Nigeria. Seit diesem Zeitpunkt halten sich 15.000 Friedenssoldaten der UNO in Liberia auf, die UNOMIL-UN-Mission. Sie sollen die Sicherheit im Land garantieren. Vorher herrschte 14 Jahre lang Bürgerkrieg in Liberia.

Der neu gewählte Staatspräsident hat schwierige Aufgaben vor sich. Er muss das verarmte Land wieder aufbauen und Stabilität in die politische Lage bringen.

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Quellen

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