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September 19, 2015

Ukraine erhält Schuldenschnitt

Ukraine erhält Schuldenschnitt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Ukraine erhält Schuldenschnitt

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Veröffentlicht: 15:58, 19. Sep. 2015 (CEST)
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Kiew (Ukraine) / Brüssel (Belgien), 19.09.2015 – Die Ukraine hat sich mit ihren privaten Gläubigern auf einen Schuldenschnitt in Höhe von 20 Prozent der ausstehenden Forderungen geeinigt, dies entspricht einem Verzicht von ungefähr 20 Milliarden Euro. Die Umstrukturierung der Schuldenlast soll bis Ende Oktober 2015 abgeschlossen sein. Des Weiteren soll die Laufzeit der Kredite um vier Jahre gestreckt werden, und für die verbleibenden Schulden ist ein Zinssatz in Höhe von 7,75 Prozent vorgesehen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) machte diesen Schuldenschnitt zu einer Grundbedingung für ein Hilfspaket in Höhe von 40 Milliarden Euro. Dies dient dazu, das derzeitige Haushaltsloch in Höhe von 15 Milliarden Euro zu schließen. Gleichzeitig lehnte Russland aber die Teilnahme am Schuldenschnitt ab, obwohl IWF-Chefin Christine Lagarde alle Gläubiger dazu aufforderte. Die russische Regierung behauptet, dass dieses Geld für Infrastrukturprojekte in Russland selbst benötigt würde.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker lobte die Vereinbarung zwischen der Ukraine und den privaten Gläubigern. Juncker verwies darauf, dass die Ukraine nun Zeit für notwendige Reformen bekomme.

Derzeit ist die Ukraine aufgrund des Konflikts in der Ostukraine mit von Russland unterstützten Rebellen und der insgesamt schlechten wirtschaftlichen Lage aufgrund von Korruption und Vetternwirtschaft von einer Staatspleite bedroht.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Portal:Ukraine Portal:Wirtschaft

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January 15, 2015

Schlagabtausch in den Medien: die FAZ und die „Putinversteher“

Schlagabtausch in den Medien: die FAZ und die „Putinversteher“

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Veröffentlicht: 09:11, 15.01.2015 (CET)
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Ein Redakteur der 1949 gegründeten FAZ steht in der Kritik

Frankfurt am Main (Deutschland), 14.01.2015 – „Rassistische Esoterik“, „Falschdarstellungen“ und „böswillige Unterstellungen“ – mit diesen vorwurfsvollen Worten zieht ein Rezensent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) gegen das Buch „Wir sind die Guten. Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren“ zu Felde. Und um das gleich am Anfang zu belegen, bringt er ein Zitat aus dem Buch über die ukrainische Sprache, die „als Bauernsprache keine Worte für die Tiere hat, die nicht auf Feld und Flur leben“. Doch schon ein Blick in das Buch, das im September vergangenen Jahres im Frankfurter Westend-Verlag erschien, beweist, welcher Zitiermethode sich Reinhard Veser als Redakteur der ansonsten seriösen Tageszeitung bedient. Das von ihm gebrachte Zitat stammt nicht von Mathias Bröckers und Paul Schreyer, den Verfassern des Buches, sondern von dem russischen Schriftsteller Michail Bulgakow, der „den entstehenden ukrainischen Nationalismus aber noch viel furchtbarer findet“, wie die beiden Autor in ihrem aktuellen Blog schreiben. Bulgakow ist hauptsächlich als Satiriker bekannt.

Der russische Satiriker Bulgakow

Doch der Blog beschränkt sich nicht auf die Auseinandersetzung um das Buch. Reinhard Veser werfen die beiden Buchautoren vor, er habe seit längerer Zeit „mit Verve in Dutzenden von Artikeln und Kommentaren verbal gegen die russische Politik zu Felde“ gezogen. Außerdem habe er schon im November 2013 gefordert, Putin bei den Verhandlungen über die Ukraine auszuschließen.

Die FAZ verfügt über eines der größten Korrespondentennetzwerke der Welt und gilt bisher eher als bürgerlich-konservatives Medium. Mathias Bröckers schreibt für die linke taz und das Magazin Telepolis. Paul Schreyer ist ein freier Journalist, der ebenfalls für Telepolis schreibt. Bekannt wurden die Autoren durch voneinander unabhängige Recherchen zu den Hintergründen der Ereignisse vom 11. September 2001.

Themenverwandte Artikel

Wikinews-logo.svg   Portal:Russland

Quellen

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July 18, 2014

Malaysia-Airlines-Flug 17 über dem Osten der Ukraine offenbar abgeschossen

Malaysia-Airlines-Flug 17 über dem Osten der Ukraine offenbar abgeschossen

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Veröffentlicht: 19:30, 18. Jul. 2014 (CEST)
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Die abgeschossene Maschine 2010 in Perth, West-Australien

Kiew / Donezk (Ukraine), 18.07.2014 – Bei Grabowo, östlich der Millionenstadt Donezk ist ein Flugzeug der Malaysian Airlies vom Typ Boeing 777-200ER, das auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur in Malaysia war, mit ca. 300 Menschen an Bord abgestürzt. Nach Angaben des amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden handele es sich „offensichtlich“ bei dem Zwischenfall um „keinen Unfall“, sondern das Flugzeug wurde „vom Himmel geholt“. Ukrainische Regierung und prorussische Separatisten werfen sich gegenseitig vor, das Flugzeug abgeschossen zu haben. Die Separatisten beschuldigten die ukrainische Armee einer „Provokation“, während es nicht unbedingt eine Erklärung dafür gibt, warum die ukrainische Armee Flugabwehrraketen gegen die Separatisten einsetzen sollte, wenn diese gar nicht über Flugzeuge verfügen. Nach Angaben der Separatisten seien sie selbst nicht in der Lage, Flugzeuge in solcher Höhe abzuschießen, da ihnen entsprechende Waffen fehlen würden. Die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS hatte allerdings bereits im Juni gemeldet, dass die Separatisten über Raketen des russischen Systems Buk verfügen. Die Seperatisten dementieren jedoch weiterhin heftig, sie hätten die Maschine abgeschossen und wollen internationale Experten die Ursache untersuchen lassen.

Der amerikanische Präsident Barack Obama telefonierte inzwischen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und dem malaysischen Premierminister Najib Razak. Dieser hatte in einer Pressekonferenz gefordert, dass alle Trümmer an Ort und Stelle zu verbleiben hätten, bis eine internationale Ermittlergruppe Beweise gesammelt hätte. Zuvor war gemeldet worden, dass die Flugschreiber gefunden und von den Separatisten sichergestellt wurden. Über den Verbleib der Geräte gibt es keine näheren Angaben. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton verlangte ungehinderten Zugang in das Gebiet, in dem die Trümmer des Flugzeuges verteilt sind.

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Augenzeugen gaben an, es habe eine Explosion in der Luft gegeben. Prorussische Separatisten sagen, ebenfalls unter Berufung auf Augenzeugen, dass das Flugzeug von einem ukrainischen Kampfflugzeug abgeschossen wurde und dann in zwei Teile zerbrochen sei. Danach habe man das ukrainische Kampfflugzeug ebenfalls abgeschossen.

Beide Seiten im ukrainischen Bürgerkrieg beschuldigten sich gegenseitig und verdächtigten die jeweils andere Seite, das Flugzeug abgeschossen zu haben: Die Signale des Flugzeugs endeten Angaben von Flighttrackingseiten zufolge gegen 13:20 Uhr UTC(15:20 MESZ), die Fluglinie sprach hingegen von Kontaktverlust um „1415 (GMT)“. Die Verkehrsmaschine war in etwa 10.000 Metern Flughöhe unterwegs. An Bord waren nach letzten Meldungen 283 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder. Bei einer Pressekonferenz in Amsterdam gab die Fluggesellschaft bekannt, unter den Reisenden seien 154 Niederländer, 27 Australier, 23 Malaysier, elf Indonesier, sechs Briten, vier Belgier und vier Deutsche sowie drei Philippiner und ein Kanadier gewesen. Damit handelt es sich um die tödlichste Flugzeugkatastrophe seit dem 11. September 2001.

Der Luftraum in der Ostukraine, der vor dem Zwischenfall nur unterhalb von 8.000 Metern gesperrt war, wird üblicherweise täglich von mehreren hundert Flugzeugen überflogen. Inzwischen wurde der Luftraum in der Oblast Donezk vollständig geschlossen und Flüge entsprechend umgeleitet.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Malaysia-Airlines-Flug 17“.

Quellen[Bearbeiten]

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May 30, 2014

EU-Energiekommissar Oettinger führt Verhandlungen zwischen Russland und Ukraine

EU-Energiekommissar Oettinger führt Verhandlungen zwischen Russland und Ukraine

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Günther Oettinger 2013

Berlin (Deutschland), 30.05.2014 – EU-Energiekommissar Oettinger führt Verhandlungen zwischen Russland und Ukraine im Streit um weitere Gaslieferungen von Russland an die Ukraine, da die Ukraine ihre Schulden bei Russland nicht beglichen hat. Laut Aussage des EU-Kommissars werden die Verhandlungen durch den schwelenden Konflikt in der Ostukraine erschwert. Des Weiteren teilt er mit, dass Russland ab Juni nur Gas gegen Vorkasse in die Ukraine liefern wolle. Zudem zeigt sich Oettinger beunruhigt über einen möglichen Lieferstopp russischen Gases für die Ukraine, da dann nicht sichergestellt sei, ob die Ukraine weiterhin als Transitland zwischen der EU und Russland fungieren werde. Bei den Verhandlungen bezeichnete EU-Energiekommissar Oettinger den Gaspreis von 485 Dollar für 1.000 Kubikmeter Gas den Russland aktuell von der Regierung in Kiew verlangt als “unzumutbar”, in der EU liegt dieser Wert zwischen 350 und 390 Dollar. Gleichzeitig forderte er die Ukrainische Regierung zu einer Anzahlung an Russland auf, um damit zu beginnen die Gasschulden zu verringern. Im Laufe des Nachmittags haben sich die Konfliktparteien auf Vermittlung von EU-Kommissar Oettinger vorerst verständigt, der ukrainische Versorger Naftogas hat 786 Mio. € überwiesen, dies stellt eine erste Anzahlung der Schulden in Höhe von 5,2 Mrd. Dollar dar. Am Montag sollen die Verhandlungen dann in Brüssel fortgesetzt werden.

Quellen[Bearbeiten]

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March 27, 2014

G8 der Industrie schließen Russland aus und sorgen damit für Diskussionen auch beim Atomgipfel

G8 der Industrie schließen Russland aus und sorgen damit für Diskussionen auch beim Atomgipfel

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Veröffentlicht: 14:16, 28. Mär. 2014 (CET)
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Sperre aufgrund des G8 in Den Haag.

Den Haag (Niederlande), 27.03.2014 – Die Gruppe der Acht führenden Industrienationen (G8) schloss beim internationalen Doppelgipfel in Den Haag am 24. März Russland aus Ihrer Gruppe aus. Somit gibt es wieder die G7, die 1998 mit dem Beitritt Russlands in G8 umgenannt wurde. Zudem wird der ursprünglich für Anfang Juni 2014 geplante G8-Gipfel im russischen Sotschi unter Führung der Russischen Föderation abgesagt. Als Ersatz wollen die G7-Staaten sich nun in Brüssel bei einem Gipfel treffen. Eine erneute Aufnahme sei erst möglich, wenn Russland seinen Kurs wieder ändere.

bisherige G8-Staaten

Aufgrund des anhaltenden Konflikts in der Ukraine war es nach einem von Präsident Putin unterstützten Referendum über den Status der Krim am 16. März zur Eingliederung der Halbinsel Krim in die russische Föderation gekommen. Der Ausschluss aus den G8-Staaten erfolgte als Reaktion auf die im Völkerrecht bisher nicht vorgesehene vollständige Abspaltung der bis zu diesem Zeitpunkt autonomen Republik Krim vom ukrainischen Staat. Weder die G8, noch die EU oder die Ukraine erkennen diese Entwicklung an, da das Selbstbestimmungsrecht der Krimbewohner/-innen hier mit der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine kollidiert, die zudem vom Herrschaftsanspruch Russlands über die Krim verletzt werde. Anerkannte Regelungen für Abspaltungen von Staaten sind bisher im Völkerrecht nicht entwickelt – es sei denn, sie sind in der Verfassung des jeweiligen Staates dauerhaft verankert, so wie beim Unabhängigkeitsreferendum in Montenegro 2006. Das katalanische Unabhängigkeitsreferendum wurde gerade kürzlich mit einem Urteil vom 25. März 2014 vom spanischen Verfassungsgericht deswegen für unzulässig erklärt.

Der auf der Konferenz für nukleare Sicherheit anwesende Außenminister der Russischen Föderation Sergei Lawrow reagierte gelassen: Mit den Worten „Jetzt werden alle wichtigen Fragen in der G20 diskutiert“, richtete er seinen Blick auf einen grösseren Kreis der Weltgemeinschaft zur gemeinsamen Lösung globaler Fragen.

NSS-Teilnehmerstaaten (rot=Gastgeberland Niederlande)

Der „Nuclear Security Summit“ (NSS), ein Atomgipfel der Staats- und Regierungschefs zu Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit radioaktivem Material, war bereits schon länger in Den Haag geplant. Auf Einladung von US-Präsident Barack Obama war es kurzfristig vor Beginn der Konferenz am 24. März auch zu einem einstündigen Treffen des kleinen Kreises der G7-Staatenlenker im Catshuis gekommen, der Dienstwohnung des niederländischen Ministerpräsidenten.

Bildergalerie zum Doppelgipfel:

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „NSS-Atomsicherheitsgipfel 2014“.
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „2014 Nuclear Security Summit“ (englischsprachig).
  • Japan wird nukleares Material in die USA exportieren (27.03.2014)
  • Volksabstimmung auf der Krim: Mehr als 96 Prozent stimmen für Anschluss an russische Föderation (18.03.2014)

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March 18, 2014

Volksabstimmung auf der Krim: Mehr als 96 Prozent stimmen für Anschluss an russische Föderation

Volksabstimmung auf der Krim: Mehr als 96 Prozent stimmen für Anschluss an russische Föderation

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Veröffentlicht: 19:08, 18. Mär. 2014 (CET)
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Lage der Krim (dunkelgrün) in Relation zur Ukraine (grün) und zur russischen Föderation (braun)

Simferopol (Ukraine), 18.03.2014 – Nach Angaben der Wahlkommission der Regionalregierung der Autonomen Republik Krim haben im Volksentscheid am 16. März 96,6% für den Anschluss an Russland gestimmt. Für den Status quo konnte nicht gestimmt werden. Zur Wahl standen ein Anschluss an die russische Föderation und eine erweiterte Autonomie innerhalb der Ukraine.

Nach ersten Angaben soll die Wahlbeteiligung zwischen 80 und 85 Prozent betragen haben. Die EU und die USA verurteilten die Modalitäten des Volksentscheids als Bruch des Völkerrechts. Auch die Ukraine erkennt das Ergebnis nicht an. Sergej Aksjonow, der Regierungsschef der Krim, kündigte an, alles juristisch Notwendige zu tun, um einen raschen Anschluss der Krim an Russland zu ermöglichen.

Seit Ende des 18. Jahrhunderts hatte die Krim zu Russland gehört, im Jahre 1954 war die Halbinsel anlässlich des 300-jährigen Jubiläums des Vertrags von Perejaslaw der Ukraine angegliedert worden. Sie hatte den Status einer autonomen Republik in der Ukraine inne. Insbesondere nach den Euromaidan-Protesten mit dem Sturz Janukowytschs kam es zu teils bewaffneten Unruhen (Krimkrise 2014).

Am 17. März erließen sowohl die europäische Union als auch die USA Sanktionen gegen Russland. Unter anderem wurden Konten eingefroren und bestimmten ranghohen Personen aus Russland und Ukraine die Einreise verboten, u. a. auch dem früheren ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch. Die Bundesregierung verurteilte die Vorgänge auf der Krim scharf.

Unterdessen erklärte Wladimir Putin, den Willen der Krim-Bürger respektieren zu wollen. Sergej Newerow, der Vizechef der russischen Duma kündigte an, dass Moskau nun die rechtlichen Voraussetzungen für den Beitritt der Krim schaffen werde.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

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February 14, 2013

Ukraine: Tote bei Flugzeugunglück

Ukraine: Tote bei Flugzeugunglück – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Ukraine: Tote bei Flugzeugunglück

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Veröffentlicht: 19:31, 14. Feb. 2013 (CET)
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Die Unglücksmaschine war vom Typ Antonow An-24

Donezk (Ukraine), 14.02.2013 – Bei einer Bruchlandung eines Passagierflugzeugs auf dem Flughafen der ukrainischen Stadt Donezk sind am Mittwochabend mindestens fünf Menschen getötet, weitere zwölf verletzt worden.

Nach Behördenangaben ist die aus Odessa kommende Maschine des Typs Antonow An-24 der ukrainischen Gesellschaft South Airlines beim Landeanflug in dichtem Nebel rund 700 Meter über die Landebahn hinausgeschossen. Anschließend habe sich das Flugzeug überschlagen und sei schließlich auf einem nahen Feld zerbrochen.

Nach dem Unglück waren etwa 100 Rettungskräfte im Einsatz. Die mit mehreren Fahrzeugen angerückte Feuerwehr konnte den ausgebrochenen Brand aber schnell löschen, hieß es. Die meisten Überlebenden hätten eigenständig das Flugzeug verlassen können, berichtete eine Sprecherin des Notfallministeriums. Ihren Angaben zufolge war die Unglücksursache zunächst noch unklar. Diese solle nun eine Sonderkommission untersuchen, sagte ein Regierungssprecher.

Insgesamt waren 45 Reisende, davon 39 Passagiere und sechs Crewmitglieder an Bord der Unglücksmaschine. Nach Angaben eines Flughafensprechers wollte die Mehrheit der Passagiere als Fans des Fußballclubs Schachtar Donezk dessen Achtelfinalspiel der UEFA Champions League gegen Borussia Dortmund besuchen. Es habe sich um einen Inland-Charterflug von den Angehörigen des Stadtrats von Odessa gehandelt. Das für 20.45 Uhr angesetzte Fußballspiel in der Donbass Arena begann mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Luftfahrt
  • Portal:Ukraine

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September 30, 2012

Ukraine: Aufruf zur Revolution durch inhaftierte Timoschenko

Ukraine: Aufruf zur Revolution durch inhaftierte Timoschenko

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Veröffentlicht: 13:27, 30. Sep. 2012 (CEST)
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Julia Timoschenko (2009)

Kiew (Ukraine), 30.09.2012 – Am 28. Oktober 2012 sollen in der Ukraine die Parlamentswahlen stattfinden. Die inhaftierte ukrainische Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko hat zum Umsturz der Regierung aufgerufen. Von ihrer Partei „Batkiwschtschyna“ wird ein Video mit dem Aufruf verbreitet.

In dem Video, das eine schlechte Quallität hat, wirft sie Wiktor Janukowytsch vor, er habe einen korrupten Staat geschaffen, er diene der Bereicherung einer kleinen mafiösen Gruppe. Das Video wurde in dem Krankenhaus ausgenommen, in das sie bei einem Hungerstreik zwangsweise verlegt wurde. Auch dort steht sie unter Bewachung. In ihrer Botschaft sagt sie wörtlich: „Ich wende mich an alle! Wenn Ihr jetzt nicht begreift, dass das Verbrechen und die Mafia in der Ukraine regieren, wird euch später nichts mehr schützen können!“ Timoschenko warf Janukowitsch in der Videobotschaft vor, jeden Tag werde sie psychologisch und körperlich unter Druck gesetzt, das Leben werde ihr zur Hölle gemacht.

Auch die Justizverwaltung veröffentlichte ein Video. In diesem ist die Gefangene Timoschenko zu sehen, darin pocht sie auf ihr Recht auf Besuch. Die Kameraführung lässt darauf schließen, dass man darstellen will, dass Timoschenko längst nicht so krank ist wie sie vorgibt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • weitere Artikel zu Julia Timoschnko auf Wikinews
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Ukrainische Parlamentswahlen 2012“.

Quellen[Bearbeiten]

Link[Bearbeiten]

Video

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June 24, 2012

Chinesischer EM-Fan stirbt nach 11 Fußball-Nächten

Chinesischer EM-Fan stirbt nach 11 Fußball-Nächten

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Veröffentlicht: 23:57, 24. Jun. 2012 (CEST)
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Peking (Volksrepublik China), 24.06.2012 – Britische und asiatische Zeitungen berichteten übereinstimmend, dass der 26-Jährige Jiang Xiaoshan ein großer Fan der englischen Nationalmannschaft war. Am gestrigen Samstag wurde erst bekannt, dass Xiaoshan am vergangenen Dienstag in Changsha starb.

Wegen der Zeitverschiebung konnten Xiaoshan und seine Freunde die Fußball-EM erst mitten in der Nacht sehen. Der 26-Jährige Chinese ging tagsüber trotzdem wie gewohnt zur Arbeit. Nach 11 Nächten war sein Körper zu sehr überlastet und machte das alles nicht mehr mit.

Seinen Ärzten in Changsha zufolge hatten der ständige Schlafmangel, der erhöhte Konsum von alkoholischen Getränken und das Rauchen sein Immunsystem angegriffen. Jiang Xiaoshans Tod ist auf Herzversagen zurückzuführen.

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June 15, 2012

UEFA Euro 2012: Deutschland nach 2:1 gegen die Niederlande mit einem Bein im Viertelfinale

UEFA Euro 2012: Deutschland nach 2:1 gegen die Niederlande mit einem Bein im Viertelfinale

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Veröffentlicht: 13:21, 15. Jun. 2012 (CEST)
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Charkow (Ukraine), 15.06.2012 – Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat nach dem 2:1-Sieg gegen die Niederlande ein Bein im Viertelfinale. Deutschland trifft nun im letzten Gruppenspiel auf Dänemark, das gegen Portugal 2:3 unterlag. Die beiden Tore für Deutschland schoss Mario Gomez, der alle bisherigen deutschen Tore im Turnier erzielte.

Niederlande – Deutschland
1:2 (0:2)

Beide Mannschaften liefen zunächst in derselben Formation auf wie bei ihren jeweiligen Eröffnungsspielen gegen Portugal bzw. Dänemark und starteten die Partie mit einer offensiven Spielweise. Robin van Persie konnte zwei Chancen in der ersten Viertelstunde nicht verwerten, während Mesut Özil auf der Gegenseite nur den Pfosten traf. In der 24. Minute schoss dann Gomez zum Führungstreffer ein. Knapp eine Viertelstunde später, in der 38. Minute, gelang Gomez, wieder nach einer Vorlage von Bastian Schweinsteiger, der Treffer zum 2:0.

Nach der Pause wechselte der niederländische Trainer Bert van Marwijk mit Klaas-Jan Huntelaar und Rafael van der Vaart für Mark van Bommel und Ibrahim Afellay offensive Spieler ins Team, Deutschland wurde in der Folge defensiver. Die Bemühungen der Niederländer führten in der 74. Minute durch Robin van Persie zum Anschlusstreffer, doch gelang dank der Leistungen der deutschen Abwehr und des Torwarts Manuel Neuer der Ausgleich nicht.

Das Spiel in Charkow sahen 37.750 Zuschauer. In der vom schwedischen Schiedsrichter Jonas Eriksson geleiteten Partei gab es drei Gelbe Karten, auf deutscher Seite für Boateng und in der niederländischen Mannschaft für de Jong und Willems.

Dänemark – Portugal
2:3 (1:2)

Im Spiel der Portugiesen gegen die Dänen hatte es noch bis kurz vor der Halbzeitpause nach einer klaren Sache für Portugal ausgesehen. Die erste Chance in Lemberg hatten allerdings in der vierten Minute die Dänen durch Christian Eriksen, doch danach wurde es ruhig im Spiel der Dänen, die auf ihre Abwehrkette setzten. Zunächst kam Portugal kaum durch die dänische Abwehr, ein Distanzschuss von Miguel Velosos in der 13. Minute war die erste gefährliche Situation vor dem dänischen Tor. Ein theatralisch inszenierter Freistoß von Cristiano Ronaldo ging weit über das Tor. Eine Standardsituation sorgte in Minute 25 schließlich für den portugiesischen Führungstreffer. Der bei Real Madrid unter Vertrag stehende Abwehrspieler Pepe war nach einem Eckball per Kopfball erfolgreich.

Das 1:0 änderte an der dänischen Spieltaktik nichts, und so kam es in der 36. Minute zum zweiten Tor der Portugiesen. Hélder Postiga verwandelte eine Flanke von Nani mit einem Treffer unter der Querlatte. Die Dänen wurden nun offensiver. Nicklas Bendtner gelang nach einer Flanke von Michael Krohn-Dehli schließlich vier Minuten vor der Halbzeitpause der Anschlusstreffer.

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel hatte Ronaldo schließlich die Möglichkeit, zum 3:1 zu erhöhen, doch schloss er seine Großchance mit einem schwachen Schuss ab, den Dänemarks Torhüter Stephan Andersen abwehren konnte. In der 62. Minute hatte William Kvist die Möglichkeit zum Ausgleichstreffer, doch sein Volleyschuss ging knapp neben dem Pfosten ins Aus. In der 72. Minute verfehlte Bendtner ebenfalls das Tor. Auf der anderen Seite war es wieder Ronaldo, der eine Chance vergab. Den Paß von Nani konnte er, frei vor Torhüter Andersen stehend, nicht verwandeln. „Er ist einer der besten Spieler der Welt, ein sehr guter Kapitän. Irgendwann wird er treffen“, sagte Mitspieler Pepe nach dem Spiel.

Den Ausgleichstreffer für Dänemark besorgte schließlich in der 80. Minute Bendtner mit seinem zweiten Tor. Die Skandinavier jubelten, doch zu früh, denn kurz vor Schluss gelang in der 87. Minute dem kurz zuvor für Merales eingewechselte Varela. „Es ist ein schreckliches Gefühl, so kurz vor Schluss zu verlieren“, kommentierte der dänische Trainer Morten Olsen später die Niederlage. In dem von dem schottischen Schiedsrichter Thomson geleiteten Spiel vor 30.000 Zuschauern in Lemberg sahen mit Jacobsen und J. Poulsen sowie Meireles und Cristiano Ronaldo jeweils zwei Spieler beider Mannschaften Gelbe Karten.

Rang Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
1 Flag of Germany.svg Deutschland 2 2 0 0 3:1 +2 6
2 Flag of Portugal.svg Portugal 2 1 0 1 3:3 ±0 3
3 Flag of Denmark.svg Dänemark 2 1 0 1 3:3 ±0 3
4 Flag of the Netherlands.svg Niederlande 2 0 0 2 1:3 −2 0
Tabellensituation

In der Tabelle führt die Bundeself mit sechs Punkten, jeweils drei Punkte haben Portugal und Dänemark, die Niederlande sind mit noch keinem Punkt vor dem letzten Gruppenspieltag in der Gruppe B Tabellenletzter. Deutschland reicht ein Unentschieden im letzten Spiel gegen Dänemark, um das Viertelfinale zu erreichen.

Rein rechnerisch ist ein Ausscheiden des deutschen Teams zwar noch möglich, doch dazu müssten die Niederländer in ihrem letzten Spiel gegen Portugal verlieren und gleichzeitig Dänemark das Team von Bundestrainer Joachim Low schlagen. Dass die Niederländer sich jedoch kampflos geschlagen geben, ist unwahrscheinlich, zumal sie bei einem Sieg gegen die Portugiesen noch die Chance auf ein Weiterkommen haben, falls Deutschland gegen Dänemark gewinnt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Fußball-Europameisterschaft 2012“.

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