WikiNews de

February 14, 2009

„Moorhuhn-Prozess“: Haftstrafen gegen zwei ehemalige Phenomedia-Vorstände

„Moorhuhn-Prozess“: Haftstrafen gegen zwei ehemalige Phenomedia-Vorstände

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:06, 14. Feb. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Bochum (Deutschland), 14.02.2009 – Im so genannten Moorhuhn-Prozess wurden am 13. Februar 2009 vom Bochumer Landgericht zwei frühere Vorstände des insolventen Computerspielentwicklers phenomedia publishing Gmbh (vormals Phenomedia AG) wegen verschiedener Betrugsdelikte für schuldig befunden und zu Freiheitsstrafen verurteilt. Der Insolvenzantrag wurde 2002 angestrengt und das Vermögen durch den Insolvenzverwalter verwertet, dieses Verfahren läuft noch weiter.

Zuletzt blieben noch zwei der sechs Angeklagten übrig, die Verfahren gegen zwei Mitangeklagte waren im Laufe des viereinhalb Jahre dauernden Prozesses gegen Auflagen oder Geldstrafen eingestellt worden. Zwei weitere Angeklagte waren bereits zuvor zu Bewährungsstrafen verurteilt worden.

Nach 117 Prozesstagen wurden die anderen beiden Beschuldigten, ein früherer Vorstandschef und ehemaliger Finanzvorstand, wegen Bilanzfälschung, Kreditbetruges und Untreue zu Freiheitsstrafen von drei Jahren und zehn Monaten respektive drei Jahren verurteilt. Nach Angaben eines Sprechers des Bochumer Landgerichts wird die Strafvollstreckung im offenen Vollzug stattfinden, wodurch die Verurteilten tagsüber normal arbeiten können und die Nacht in Haft verbringen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Gerichtsurteile

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 30, 2005

Ehemann wurde im Mordfall Bochum-Hordel zu lebenslanger Haft verurteilt

Ehemann wurde im Mordfall Bochum-Hordel zu lebenslanger Haft verurteilt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 12:30, 30. Sep. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Bochum (Deutschland), 30.09.2005 – Das Landgericht Bochum verurteilte am Mittwoch einen 24-jährigen ehemaligen Altenpflege-Azubi wegen Mordes zu lebenslanger Haft.

Der Auszubildende hatte am Abend des 23. November 2004 seine auf dem Sofa schlafende Ehefrau (26) erwürgt und war anschließend auf die Reeperbahn in Hamburg geflüchtet. Dort wurde er von der Polizei gefasst und nach Bochum überführt.

Über das Motiv der Tat herrscht weiterhin Unklarheit. Der Angeklagte gibt an, er habe es nicht ertragen können, dass seine Frau ruhig auf dem Sofa schliefe, während er vor Sorgen weder ein noch aus wisse. Vor Gericht bereute er die Tat: „Ich vermisse sie so stark, dass es mein Herz zerreißt. Ich würde mein Leben hergeben, wenn sie dadurch wieder da wäre.“

Das Landgericht sah jedoch neben Totschlag auch das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an, da das Opfer zum Tatzeitpunkt wehrlos war. Aufgrund der Situation des Angeklagten bei der Tat hat das Gericht jedoch entgegen dem Wortlaut des Gesetzes keine lebenslange Freiheitsstrafe, sondern nur eine Maximalfreiheitsstrafe von 15 Jahren festgesetzt, da es die besondere Schwere der Schuld, die nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts für eine lebenslange Bestrafung notwendig ist, verneint hat.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.