WikiNews de

November 7, 2005

Ehra-Lessien: Freispruch nach Wildschweinjagd im Maisfeld

Ehra-Lessien: Freispruch nach Wildschweinjagd im Maisfeld

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ehra-Lessien (Deutschland), 07.11.2005 – Ein Gerichtsverfahren wegen eines vermuteten Versicherungsbetrugs im niedersächsischen Ort Ehra-Lessien wegen Betrugs endete mit Freispruch. Der Richter konnte den Angeklagten aufgrund der Beweislage nicht verurteilen, war sich aber sicher, dass er die wahren Hintergründe des Vorgangs während der Gerichtsverhandlung nicht erfahren hatte. Der Richter sagte zum Angeklagten: „Sie haben mich heute zunehmend nachdenklich erlebt. Der Freispruch ist eindeutig. Ich wüsste aber gerne, wie es wirklich war.“

Die Frage, die den Richter beschäftigt hatte, ging auf eine Wildschweinjagd am 16. Oktober 2005 zurück. Bei dieser Jagd wurde in einem Maisfeld mit Schrotkugeln geschossen. Offen blieb, wer geschossen hatte. Klar war nur, Schrotkugeln eignen sich nicht für die Jagd auf Schwarzwild, dafür werden Brennecke-Geschosse verwandt.

Tatsache war auch, dass die Jäger nach Ende der Jagd an zwei Fahrzeugen Beschädigungen festgestellt hatten. Sie fanden Beulen und eine kaputte Fensterscheibe vor. Einer der beiden Autobesitzer hatte den Schaden daraufhin bei seiner Versicherung gemeldet. Diese wiederum zeigte ihn wegen Versicherungsbetrugs an. Der Prozess wurde vor dem zuständigen Amtsgericht geführt. Die an der Jagd beteiligten Jäger wurden als Zeugen zum Prozess geladen. Sie hatten gesehen, wer der Schütze war, denn sie hatten übereinstimmend ausgesagt, jener Jäger habe ausschließlich auf das Wildschwein gezielt. Die Autos hätten nicht getroffen werden können.

Am ersten der beiden Prozesstage gab es jedoch eine Wendung in dem Fall. Durch die Aussage der Lebensgefährtin des Angeklagten, einer 21-jährigen Landwirtin, wurde ein anderer Ablauf des Geschehens aufgezeigt. Dadurch konnte der Richter dem Angeklagten die Schuld nicht mehr einwandfrei nachweisen und sprach ihn frei.

Themenverwandte Artikel

  • Themenportal Mais, Kraut und Rüben

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 22, 2005

Nach Tierflucht aus dem Maisfeld: Jäger schießen aus fahrbaren Hochständen

Nach Tierflucht aus dem Maisfeld: Jäger schießen aus fahrbaren Hochständen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 20:39, 27. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Melle (Deutschland), 22.10.2005 – Über seltsame Jagdmethoden hat sich der Komiker Dietmar Wischmeyer in seiner Heimatstadt Melle mokiert. Sobald die Erntemaschinen anfangen, die Maisfelder abzuernten, benutzen nach seiner Beobachtung die Jäger fahrbare Hochsitze, um so besser die flüchtenden Tiere aus den Maisfeldern zu treffen.

Der zuständige Jägermeister Fritz Mithöfer bleibt jedoch gelassen und meint gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung: „Sonst würden wir mit Hunden durchgehen.“ Die Wildschweinbestände hätten zu stark zugenommen, so dass durchaus eine Notwendigkeit der Jagd bestehe. Originalton: „Daher müssen wir das Schwarzwild intensiv bejagen, und die Maisernte bietet eine gute Gelegenheit dazu.“

Themenverwandte Artikel

  • Themenportal Mais, Kraut und Rüben

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.