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March 21, 2009

Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis 2009 an Elizabeth Blackburn und Carol W. Greider vergeben

Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis 2009 an Elizabeth Blackburn und Carol W. Greider vergeben

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Veröffentlicht: 11:43, 21. Mär. 2009 (CET)
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Elizabeth Blackburn

Frankfurt am Main (Deutschland), 21.03.2009 – Am vergangenen Samstag, den 14. März wurde Elizabeth Blackburn und Carol W. Greider der Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis 2009 verliehen. Die beiden Biologinnen erhielten den mit 100.000 Euro dotierten Preis für herausragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Zellteilung und Zellalterung.

Carol W. Greider

Die Enden von Chromosomen werden durch so genannte Telomere geschützt, die diese wie ein Plastikring am Ende eines Schnürsenkels umschließen. Bei jeder Zellteilung werden die Telomere geringfügig kürzer. Bei Unterschreitung einer gewissen Mindestlänge teilen sich die Zellen nicht mehr oder sterben ab. Telomerase ist ein Enzym, das die Verkürzung der Telomere verhindern kann. Nach der Zellteilung verlängert es die Chromosomen-Enden mit Hilfe von weiteren DNA-Bausteinen, so dass die Telomere insgesamt wieder länger werden. Damit wirkt die Telomerase der Zellalterung entgegen. Entdeckt haben die Telomerase Elizabeth Blackburn und ihre damalige Doktorandin Carol Greider in einzelligen Wimperntierchen der Gattung Tetrahymena im Jahre 1984.

Blackburn, die am 26. November 1948 in Hobart in Australien geboren wurde, ist an der Universität von Kalifornien in San Francisco im Bereich der Biochemie beschäftigt. Greider, die am 15. April 1961 im kalifornischen San Diego in den Vereinigten Staaten geboren wurde, ist gegenwärtig Direktorin der Abteilung für Molekularbiologie und Genetik an der Universität in Baltimore.

Der Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis wird seit 1952 traditionell am 14. März, dem Geburtstag Paul Ehrlichs, in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Mit ihm werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet, die auf dem Forschungsgebiet von Paul Ehrlich besondere Erfolge erzielt haben. Insbesondere handelt es sich dabei um Forschung im Bereich der Immunologie, der Hämatologie, der Mikrobiologie, der Chemotherapie sowie Krebsforschung. Der Deutsche Paul Ehrlich (1854–1915) war Mediziner und Nobelpreisträger und gilt als Begründer der Chemotherapie. Der zweite Teil des Namens erinnert an den Berliner Wissenschaftshistoriker Ludwig Darmstaedter (1846–1927), der mit Ehrlich befreundet war.

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Quellen

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October 2, 2006

Nobelpreis für Medizin 2006 an Fire und Mello

Nobelpreis für Medizin 2006 an Fire und Mello

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Artikelstatus: Fertig 17:51, 2. Okt. 2006 (CEST)
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Stockholm (Schweden), 02.10.2006 – Die beiden US-Mediziner Andrew Z. Fire und Craig C. Mello, die im März 2006 den Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis erhielten, wurden am Wochenende in Stockholm für den Nobelpreis für Medizin 2006 nominiert.

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April 9, 2006

Ein Schatten auf der Verleihung des Paul-Ehrlich-Preises 2005

Ein Schatten auf der Verleihung des Paul-Ehrlich-Preises 2005

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Artikelstatus: Fertig 13:06, 9. Apr. 2006 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 09.04.2006 – Am 14. März 2005 wurde Professor Ian Wilmut in der Frankfurter Paulskirche trotz Protestes von Genforschungsgegnern den Paul-Ehrlich-Preis verliehen. Wilmut galt als der „geistige Vater“ von Klonschaf Dolly und wurde für seine Forschungen im Bereich Genetik ausgezeichnet. Die Genforschungsgegner hatten gegen Wilmut Einwände erhoben, weil er seine wissenschaftliche Arbeit auf Menschenversuche mit Embryos aufbaut. Diese sind jedoch in Deutschland verboten und somit illegal.

Schon damals wurden Forderungen laut, Wilmut den Preis wieder abzuerkennen. Ein Jahr später, im März 2006, gelangte ein weiterer Schatten auf die letztjährige Preisverleihung. Wilmut wurde im schottischen Edinburgh vorgeworfen, er sei nicht der Urheber Dollys, das Mitte der 1990-er Jahre auf die Welt kam. Vor einem Untersuchungsausschuss gab Wilmut diese Falschbehauptung zu. Er wies darauf hin, dass die grundlegenden Experimente wegen Dolly ein Kollege durchgeführt habe, der einer Forschergruppe angehöre, deren Chef Wilmut gewesen sei.

Die Gegner Wilmuts sehen in der Aussage einen Skandal. Jetzt fordern sie erneut die Rückgabe des Preises an die Paul-Ehrlich-Stiftung.

Themenverwandte Artikel

  • Proteste gegen Preisverleihung an britischen Wissenschaftler (14.03.2005)
  • Portal:Gentechnik

Quellen

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March 20, 2006

Verleihung des Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preises 2006

Verleihung des Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preises 2006

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Artikelstatus: Fertig 22:46, 20. Mrz. 2006 (CET)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 20.03.2006 – Alljährlich am 14. März, dem Geburtstag des Mediziners Paul Ehrlich, wird in der Frankfurter Paulskirche der Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis verliehen. Am vergangenen Dienstag wurde erstmalig auch ein Nachwuchspreis verliehen. Die für den Nachwuchspreis ausgezeichneten Wissenschaftler dürfen nicht älter als 40 Jahre sein.

Der Hauptpreis 2006, der mit 100.000 Euro dotiert ist, ging an die US-amerikanischen Wissenschaftler Andrew Z. Fire und Craig Mello. Sie wurden für ihre herausragende Forschung in der Genetik geehrt. Von den 100.000 Euro finanzierte 42.500 Euro das Bundesministerium für Gesundheit.

Prof. Dr. Craig C. Mello ist 44 Jahre alt und arbeitet als Biochemiker am Medical Institute der Massachusetts Medical School in Worcester, USA. Sein Kollege Prof. Dr. Andrew Z. Fire ist 46 und Biologe. Er arbeitet an der School of Medicine der Stanford University, Kalifornien, USA.

Den Nachwuchspreis erhielt Dr. Ana Martin-Villalba. Sie ist Spanierin, praktiziert jedoch in Heidelberg. Die 34-jährige Wissenschaftlerin arbeitet im Bereich der Nervenforschung und hat mit ihrem Wirken bereits großes Aufsehen erregt. Dieser neue Nachwuchspreis ist mit 60.000 Euro dotiert.

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March 14, 2005

Proteste gegen Preisverleihung an britischen Wissenschaftler

Proteste gegen Preisverleihung an britischen Wissenschaftler

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Artikelstatus: Fertig 14. Mär. 2005 (CET)
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Paulskirche Frankfurt

Frankfurt am Main (Deutschland), 14.03.2005 – Der „geistige Vater“ von Klonschaf Dolly, Professor Ian Wilmut, bekam heute den Paul-Ehrlich-Preis verliehen. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert. Verliehen wird er traditionell immer am 14. März jedes Jahres, am Geburtstag Paul Ehrlichs, in der Frankfurter Paulskirche.

Wilmut erhält den Preis für hervorragende Leistungen im Bereich der Embryologie. Er hat während seiner Forschungsarbeit das am 5. Juli 1996 geborene Schaf Dolly mit Hilfe des Kerns einer adulten Zelle geklont. Bei diesem Versuch ist es erstmals gelungen, Säugetiere zu klonen. Vorher wurde dies nur bei Amphibien erfolgreich durchgeführt. Wilmut wurde nach diesem Erfolg nachgesagt, er habe die Welt der Embryologie nachhaltig revolutioniert.

Nun hat die Preisverleihung die Gegner des menschlichen Klonens auf den Plan gerufen. Kritiker laufen Sturm gegen die Ehrung. Während der Preisverleihung wurden in Frankfurt Demonstrationen angekündigt. Unter Klongegnern ist die Forschungsarbeit Wilmuts sehr umstritten, denn im April 2004 reichte Wilmut bei der zuständigen Behörde, der Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA), einen Antrag für das Klonen menschlicher Embryos ein. Sein Ziel ist es, Embryos zum Zweck der Stammzellenforschung zu klonen. Wilmut begründete seinen Antrag damit, dass er dadurch Therapien gegen tödliche Nervenleiden entwickeln wolle, womit das Klonen aus medizinischer Sicht durchaus gerechtfertigt sei. Am 8. Februar 2005 wurde ihm von der HFEA die Lizenz zum Klonen menschlicher Embryonen erteilt.

Die Proteste gegen Wilmut kommen von verschiedenen Seiten. Politiker und Kirchenvertreter äußern Unverständnis darüber, dass das Bundesgesundheitsministerium einen Preis für einen Wissenschaftler mitfinanziert, der nach deutscher Gesetzgebung strafbare Handlungen begeht. Der Vizevorsitzende der Bioethik-Enquete-Kommission Hubert Hüppe (CDU) zeigte sich ebenfalls besorgt: Er nannte die Verleihung einen „unverständlichen Affront“.

Bundespräsident Horst Köhler wird an den Feierlichkeiten nicht teilnehmen, obwohl er als Bundespräsident gleichzeitig Ehrenpräsident der 1929 eingerichteten Paul-Ehrlich-Stiftung in Frankfurt ist.

Der Wissenschaftler Paul Ehrlich, Chemiker, Mediziner und Serologe mit Schwerpunkt der modernen Chemotherapie, dürfte einigen Bundesbürgern durch sein Konterfei auf der alten 200 DM Banknote bekannt sein. Zu seinen Lebzeiten (1854 – 1915) dachte sicherlich noch kein Forscher an das Thema „Klonen“.

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