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July 19, 2014

Gazastreifen: Israel beginnt mit Bodenoffensive

Gazastreifen: Israel beginnt mit Bodenoffensive

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Veröffentlicht: 16:04, 19. Jul. 2014 (CEST)
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Jerusalem (Israel) / Gaza (Stadt), 19.07.2014 – Die israelische Armee hat am späten Donnerstagabend mit einer Bodenoffensive gegen die Hamas im Gazastreifen begonnen. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hatte die Militäraktion befohlen. Es solle erreicht werden, dass die „Bewohner Israels in Sicherheit leben können“ und gleichzeitig „ein bedeutender Schlag“ gegen die Infrastruktur der Hamas geführt werden. Man wolle insbesondere Tunnel zerstören, die von Hamas unter der Grenze gegraben wurden, um in Israel Terroranschläge auszuführen, hieß es. Die „Operation Fels in der Brandung“ begann am zehnten Tag intensiver Gefechte zwischen Israel und Hamas. Der Konflikt war erneut aufgebrochen, nachdem im Westjordanland drei israelische Jugendliche und danach, vermutlich in einer Vergeltungsaktion durch jüdische Extremisten, ein junger Palästinenser in Ost-Jerusalem ermordet wurden.

Seit Beginn der Kämpfe wurden mehr als 260 Palästinenser getötet und mehr als 2000 weitere verletzt, darunter viele Zivilisten. Nach israelischen Angaben haben militante Palästinenser in diesem Zeitraum über 1300 Raketen auf Israel abgefeuert. Die meisten dieser Raketen werden von dem Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen. Im Gegenzug zu den Raketenangriffen haben israelische Flugzeuge 1500 Ziele im Gazastreifen angegriffen und dabei mehr als 1500 Tonnen Sprengstoff eingesetzt. Israelische Sicherheitsexperten glauben, dass durch die Angriffe nur ein Drittel oder die Hälfte des palästinensischen Raketenarsenals vernichtet wurden, da der größte Teil davon unterirdisch gelagert werde.

Israelische Truppen rückten zu Wasser, zu Land und in der Luft auf Beit Hanun und Beit Lahia vor. Auch im Süden des Gazastreifens rücken die Truppen vor. Die Regierung hat insgesamt 60.000 Reservisten mobilisiert. Die Führung der israelischen Streikräfte glaubt, dass die Hamas gut auf einen israelischen Angriff vorbereitet ist und rechnet mit Sprengfallen und Attacken aus unterirdischen Einrichtungen. Bislang ist ein israelischer Soldat bei den Kämpfen getötet worden.

Start einer Iron Dom Abfangrakete

Hamas drohte Israel damit, es werde „einen hohen Preis“ für den Angriff bezahlen. Ein Sprecher der israelischen Streitkräfte rechtfertigte den Einsatz damit, dass Hamas jedes Mal, wenn Israel den Versuch einer Deeskalation unternommen habe, Raketen auf Israel abgeschossen hat. In der Türkei hat die Militäraktion zu Ausschreitungen geführt. Bei den Demonstrationen, zu denen islamistische Organisationen aufgerufen hatten, wurden Fenster des israelischen Generalkonsulats in Istanbul eingeworfen. In Ankara beteiligten sich bei der Demonstration vor der israelischen Botschaft Angehörige der Regierungspartei AKP. Deren Vorsitzender und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan hatte zuvor Israel „Staatsterrorismus“ und den „Versuch des systematischen Völkermordes“ vorgeworfen. Außenminister Ahmet Davutoğlu verlangte ein „sofortiges Ende der israelischen Angriffe“ und forderte Sondersitzungen des UN-Sicherheitsrats, des UN-Menschenrechtsrates und der Organisation für Islamische Zusammenarbeit. Das Verhältnis zwischen den einstigen Verbündeten Israel und Türkei ist zerrüttet, seitdem Israel eine Hilfsflottille für Gaza gewaltsam aufgebracht hatte. Bei dem sogenannten Ship-to-Gaza-Zwischenfall wurden im Mai 2010 neun türkische Aktivisten getötet.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte: „Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung“, forderte allerdings ein angemessenes Vorgehen. „Jedes Land muss sich, wenn es so angegriffen wird, wehren“, stellte die Kanzlerin fest. Die Bundesregierung setze sich weiterhin für eine Zweistaatenlösung ein. Der amerikanische Außenminister John Kerry forderte, dass die israelische Militäraktion „zielgerichtet“ auf die Zerstörung der Tunnels durchgeführt und „so schnell wie möglich“ wieder ein Waffenstillstand erreicht werde. Ägyptens Außenminister Samech Schukri kritisierte sowohl die israelische Invasion als auch die Hamas: „Hätte die Hamas die ägyptischen Vorschläge akzeptiert, wäre seitdem das Leben Dutzender Palästinenser verschont geblieben.“ Hamas hatte am Dienstag einen Vermittlungsvorschlag der ägyptischen Regierung abgelehnt. UN-Generalsekretär Ban Ki-mun verlangte das Ende der Kämpfe. „Ich bedaure, dass trotz meines wiederholten Drängens und dem zahlreicher anderer Politiker ein schon gefährlicher Konflikt weiter eskaliert ist“, sagte der UN-Generalsekretär. „Es kann aber keine militärische Lösung dieses Konfliktes geben.“ Doch Premier Netanjahu droht bislang mit einer Ausweitung der Militäraktion.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Operation Protective Edge“.

Quellen[Bearbeiten]

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February 12, 2009

Amnesty: Hamas tötete „Kollaborateure“ im Gazastreifen

Amnesty: Hamas tötete „Kollaborateure“ im Gazastreifen

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Veröffentlicht: 18:37, 12. Feb. 2009 (CET)
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Gaza-Stadt (Gazastreifen), 12.02.2009 – Während der Operation Gegossenes Blei der israelischen Armee gegen die Stellungen der Hamas und gegen Infrastruktureinrichtungen im Gazastreifen Ende Dezember 2008 / Anfang Januar 2009 kämpfte die Hamas noch an einer anderen Front und zwar gegen so genannte Kollaborateure sowie politische Gegner in den eigenen palästinesischen Reihen. Mindestens 24 Männer wurden einem Bericht von amnesty international (ai) zufolge von Angehörigen der Hamas erschossen. Weitere Personen wurden vorsätzlich schwer verletzt, unter anderem durch gezielte Schüsse in die Beine oder direkt in die Kniescheibe. Diese Menschen sollten so getroffen werden, dass sie fortan mit einer dauerhaften Behinderung leben müssen. Auch von Folter berichtet amnesty.

Wie die Gefangenenhilfsorganisation berichtet, begann mit der israelischen Militäroffensive am 27. Dezember 2008 ein regelrechter Feldzug gegen ehemalige palästinensische Häftlinge, denen vorgeworfen wurde, mit Israel kollaboriert zu haben. Außerdem gerieten ehemalige Angehörige der Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) aus den Reihen der verfeindeten Palästinenserorganisation Fatah des Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, ins Fadenkreuz der Hamas-Killerbrigaden. Dabei gingen die Hamas-Aktivisten ganz offen vor. Sie holten ihre Zielpersonen direkt aus ihren Häusern, einige wurden sogar direkt in Krankenhäusern erschossen, wo sie sich zur Behandlung von Verletzungen durch israelische Angriffe aufhielten.

Amnesty gelangte an diese Erkenntnisse durch ein eigenes Ermittlungsteam, das sich während der Militäroffensive Israels im Gazastreifen aufhielt. Außerdem wirft amnesty beiden kriegführenden Parteien Kriegsverbrechen und andere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht vor. Der UN-Sicherheitsrat wurde aufgefordert, die aufgedeckten Vorfälle zu untersuchen. Amnesty fordert die Verhängung eines Waffenembargos gegen die verfeindeten kriegführenden Parteien.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nahostkonflikt
  • Portal:Amnesty International
  • Foltervorwurf gegen die Hamas (31.01.2009)

Quellen

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January 31, 2009

Foltervorwurf gegen die Hamas

Foltervorwurf gegen die Hamas – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Foltervorwurf gegen die Hamas

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Veröffentlicht: 12:35, 31. Jan. 2009 (CET)
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Gaza-Stadt (Gazastreifen), 31.01.2009 – Die israelische Zeitung Haaretz berichtete am Donnerstag, dass die Hamas einige Dutzend Fatah-Aktivisten und andere Zivilisten während eines israelischen Angriffs auf Gaza exekutiert hätte.

Ein palästinensicher Lehrer, Osama Atallah, wurde laut seinem Bruder Bassam am Dienstag von maskierten Hamas-Sicherheitskräften aus seinem Haus abgeholt und sollte innerhalb von Stunden wieder freigelassen werden. Die Familie erfuhr jedoch später aus einem Krankenhaus, dass Osama Atallah im kritischen Zustand in das Krankenhaus eingeliefert worden sei.

Kurz darauf starb Osama Atallah. Die Hamas-Sicherheitskräfte hatten sich als Mitglieder der „internen Sicherheit“ identifiziert und verhafteten den Lehrer, der als Fatah-Aktivist bekannt war. Ein Hamas-Regierungsvertreter, der ebenfalls Mitlied der Atallah-Familie ist, dementierte, dass der Beschuldigte in Haft gewesen sei.

Ein Sprecher des Hamas-Innenministeriums, Ehab al-Ghsain, sagte die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen, aber die Schuldigen würden zur Rechenschaft gezogen werden. Fatah-Quellen gaben an, der Aktivist sei von der Hamas wegen seiner andauernden Kritik am Verhalten der Hamas-Milizen bedroht worden. Der Hamas wird vorgeworfen Osama Atallah „erheblich gefoltert und erwürgt“ zu haben. Kugeln im Körper des Opfers könnten ihn auch nach dessen Tod getroffen haben.

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January 27, 2009

Bruch des Waffenstillstands am Gazastreifen

Bruch des Waffenstillstands am Gazastreifen

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Veröffentlicht: 22:09, 27. Jan. 2009 (CET)
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Karte des Gazastreifens, darin der Grenzübergang bei Kissufim

Gaza-Stadt (Gazastreifen), 27.01.2009 – Mit einem tödlichen Angriff auf eine israelische Grenzpatrouille in der Nähe des israelischen Grenzortes Kissufim am Gazastreifen kam es am Dienstagnachmittag zum ersten schweren Zwischenfall nach dem Ende der israelischen Militäroperation Gegossenes Blei vor zehn Tagen und dem Beginn einer Waffenruhe, die bisher im Wesentlichen von beiden Seiten eingehalten worden war. Nach dem Vorfall am ehemaligen Grenzübergang Kissufim schloss Israel die Grenzübergänge zum Gazastreifen.

Ein israelischer Unteroffizier wurde nach Angaben der israelischen Nachrichtenplattform haaretz.com durch die Explosion einer am Straßenrand deponierten Bombe getötet und drei weitere israelische Soldaten schwer verletzt. Laut Zeugenaussagen wurden später israelische Panzer beim Einrücken in den Gazastreifen beobachtet. Auch Hubschrauber waren im Einsatz, aus denen Maschinengewehrsalven abgefeuert wurden. Außerdem wurde über Feuergefechte zwischen israelischen Soldaten und palästinesischen bewaffneten Kämpfern berichtet. Später wurde bekannt, dass bei den Auseinandersetzungen ein Palästinenser getötet wurde. Dr. Moaiya Hassanain vom Gesundheitsministerium im Gazastreifen bestätigte den Tod des Palästinensers; bei dem Getöteten habe es sich um einen 27-jährigen palästinensischen Bauern gehandelt. Zu dem Anschlag auf die israelischen Soldaten bekannte sich keine palästinensische Organisation. Obwohl die Hamas eine Verantwortung für den Vorfall ablehnte, gab Hamasführer Mushir al-Masri Israel die Schuld an dem Blutvergießen: „Die Zionisten sind für jede Aggression verantwortlich.“ Ein weiterer Palästinenser, ein Hamasmitglied, der in der Stadt Chan Yunis im Gazastreifen auf einem Motorrad unterwegs war, wurde ebenfalls am Dienstagnachmittag durch einen israelischen Luftangriff getötet. Ein weiterer Palästinenser wurde bei dem Angriff verletzt.

Unterdessen wurden die diplomatischen Bemühungen fortgesetzt, um einen stabilen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas zu erreichen. Der neugewählte US-Präsident Barack Obama entsandte seinen kürzlich ernannten neuen Beauftragten für den Nahostkonflikt, George Mitchell, zu Gesprächen in den Nahen Osten. Intensiv bemüht sich insbesondere Ägypten um eine Vermittlung in dem Konflikt. Am Dienstag trafen deutsche Spezialisten in Ägypten ein, die dem Land dabei helfen sollen, den Waffenschmuggel militanter Palästinenser über die ägyptische Grenze in den Gazastreifen zu unterbinden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nahostkonflikt

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January 19, 2009

Weiterhin Demonstrationen gegen Israels Gaza-Militäroffensive

Weiterhin Demonstrationen gegen Israels Gaza-Militäroffensive

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Veröffentlicht: 11:28, 19. Jan. 2009 (CET)
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Gaza-Stadt (Gazastreifen) / Tel Aviv (Israel), 19.01.2009 – Auch am Wochenende vom 17. zum 18. Januar 2009 gab es wieder in zahlreichen Städten Demonstrationen gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen, so in London, Beirut, Rom, Athen, Genf, Bern. In Berlin gingen 6.000 Menschen, teils israelfeindliche Hamas-Anhänger, auf die Straße. Der Versuch des Berliner Innenministers Erhard Körting, mit einer Auflage das Zeigen von Hamas-Symbolen während des Protestmarsches zu verbieten, scheiterte am Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg. In Frankfurt am Main und Bochum protestierten insgesamt rund 6.000 Personen. Vereinzelt kam es zu Rangeleien mit pro-israelischen Gegendemonstranten, so in Duisburg und Kassel. Auch in zahlreichen kleineren Städten wie Worms, Gladbeck, Heidelberg, gab es Demonstrationen gegen die israelische Offensive.

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January 18, 2009

Israel und Hamas rufen einwöchige Waffenruhe im Gazastreifen aus

Israel und Hamas rufen einwöchige Waffenruhe im Gazastreifen aus

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Veröffentlicht: 23:54, 18. Jan. 2009 (CET)
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Gaza-Stadt (Gazastreifen) / Tel Aviv (Israel), 18.01.2009 – Am Samstag, den 17. Januar 2009 (Tag 22 des Krieges im Gazastreifen) kündigte die Führung Israels einen Waffenstillstand an. Ab ein Uhr in der Nacht zum Sonntag sollten die Waffen schweigen. Zuvor war das israelische Sicherheitskabinett unter Leitung von Ministerpräsident Ehud Olmert in Tel-Aviv zusammengetreten.

Minuten nach der Bekanntgabe schlugen im Süden Israels Raketen der Hamas ein. Im Gazastreifen hingegen gab es eine verhältnismäßig ruhige Nacht. Die israelische Luftwaffe setzte lediglich unbemannte Aufklärungsdrohnen über dem Zentrum von Gaza-Stadt ein.

Die Hamas erkannte die einseitige Waffenruhe zunächst nicht an und beschoss die israelische Stadt Sderot mit fünf Raketen. Sie erklärte den Abzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen zur Vorbedingung eines Waffenstillstandes. Die Hamas werde „nicht einen zionistischen Soldaten auf unserem Land akzeptieren, wie hoch auch immer der Preis dafür ist.“ Israel gab seinerseits den Befehl „feindliches Feuer“ zu erwidern. Sie beantwortete die Raketenangriffe der Hamas mit Luftangriffen.

Zwischenzeitlich hat die Hamas ihrerseits eine sofortige einwöchige Waffenruhe verkündet, diese jedoch mit einem Ultimatum an Israel verknüpft. Danach hat Israel eine Woche Zeit um seine Truppen aus dem Gazastreifen zurückzuziehen. Wenn diese Bedingung erfüllt ist, werde sich die Hamas auch danach an die Waffenruhe halten. Außerdem forderte die Hamas die Öffnung der Grenzen zwischen dem Gazastreifen und Israel sowie die Öffnung des Grenzübergangs zu Ägypten bei Rafah. Island hat einen Teil seiner Truppen aus dem Gaza-Streifen zurückgezogen, um den Waffenstillstand zu sichern.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel reiste derweil nach Ägypten um sich für einen baldigen, längerfristigen Waffenstillstand einzusetzen. Sie wird dort an einer Konferenz in dem ägyptischen Badeort Scharm El-Scheich teilnehmen, bei der der Gaza-Konflikt auf der Tagesordnung steht und bei der außerdem der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy sowie der britische Premierminister Gordon Brown mit dem israelischen Ministerpräsidenten Olmert zusammentreffen werden. Gastgeber ist der ägyptische Staatspräsident Husni Mubarak.

In vielen deutschen Städten gab es am 17. und 18. Januar 2009 Demonstrationen gegen das Vorgehen Israels.

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  • Portal:Nahostkonflikt

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January 16, 2009

Gazakrieg: Israelische Granaten treffen UN-Gelände – Hamas-Innenminister getötet

Gazakrieg: Israelische Granaten treffen UN-Gelände – Hamas-Innenminister getötet

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Veröffentlicht: 18:54, 16. Jan. 2009 (CET)
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Gaza-Stadt (Gazastreifen), 16.01.2009 – Berichten zufolge sind am gestrigen Donnerstag israelische Granaten auf einem UN-Areal eingeschlagen. Dort befinden sich neben dem Hauptquartier des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) auch eine Schule sowie Lagerräume für Hilfsgüter und Treibstoff. Zum Zeitpunkt des Angriffs hielten sich nach Angaben eines UN-Sprechers auch palästinensische Flüchtlinge auf dem Gelände auf. Bei dem Angriff ging ein Gebäude in Flammen auf, drei UN-Mitarbeiter wurden verletzt. Der Sachschaden lasse sich aufgrund der starken Rauchentwicklung noch nicht genauer beziffern, so der Sprecher weiter. Israels Verteidigungsminister Ehud Barack entschuldigte sich für den Vorfall und versicherte, dass sich so etwas nicht wiederholen werde.

Unterdessen gaben die israelischen Streitkräfte bekannt, dass sie Said Siam, den Innenminister der Hamas, getötet hätten. Dies wurde seitens der Hamas bestätigt. Siyam war seit 2006 Innenminister, zunächst in der Regierung der palästinensischen Autonomiegebiete und später in der Hamas-Regierung des Gazastreifens. Ihm unterstand eine 13.500 Mann starke paramilitärische Truppe, die eine wesentliche Rolle bei dem Machtkampf um Gaza spielte.

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  • Portal:Nahostkonflikt

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January 14, 2009

Tag 18 der Offensive: Im Gazastreifen nichts Neues

Tag 18 der Offensive: Im Gazastreifen nichts Neues

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Veröffentlicht: 08:01, 14. Jan. 2009 (CET)
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Rauch über Gaza-Stadt
Foto: Giorgio Montersino

Gaza-Stadt (Gazastreifen) / Tel Aviv (Israel), 14.01.2009 – Die israelischen Streitkräfte und militante Palästinenser lieferten sich auch am 18. Tag der israelischen Offensive teilweise heftige Gefechte. Die diplomatischen Bemühungen um eine Waffenruhe gingen unterdessen weiter. Offenbar ist einer Fernsehbotschaft von Hamas-Führer Ismail Haniyya zufolge auch die Hamas an einer Beendigung des Blutvergießens interessiert. Haniyya nannte als Grundvoraussetzung einen Rückzug der Tzahal sowie die Öffnung aller Grenzübergänge. Allerdings teilten Politiker im Libanon mit, eine Ablehnung der ägyptischen Vorschläge durch die Hamas stehe bevor. Zu Streitigkeiten gibt offenbar die Frage Anlass, ob einer Waffenruhe zunächst der Abzug der Israelis vorausgehen müsse.

In der Nacht zum 13. Januar hat die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben 60 Ziele angegriffen, darunter erneut Tunnels zum Schmuggel von Waffen an der Grenze zu Ägypten. Dabei wurden nach Auskunft von Sanitätern zwölf bewaffnete Palästinenser getötet. Militante feuerten 13 Raketen nach Israel ab. In die Kämpfe griffen auch Boote der israelischen Marine ein. Israelische Truppen drangen weiter in die Vororte von Gaza-Stadt ein. Durch eine Sprengstofffalle wurde ein Offizier lebensgefährlich verletzt.

Al-Dschasira berichtete, dass israelische Einheiten Gaza-Stadt vollkommen umzingelt hätten. Der Nachrichtensender zeigte Explosionen und Rauchschwaden. Die intensiven Kämpfe wurden durch die israelischen Streitkräfte (IDF) bestätigt, das Militär machte aber keine konkreten Angaben.

Hoffnungen auf einen schnellen Waffenstillstand erteilten israelische Politiker eine Absage. Man sei „sehr, sehr kurz“ vor der Erreichung des Ziels der Offensive, so Verkehrsminister Schaul Mofas. Nach Aussage des Generalstabschefs Gabi Aschkenasi hat man einige der Ziele der Offensive erreicht. Diese war von Israel damit begründet worden, dass vom Gazastreifen aus seit Jahren Raketen auf die Orte in der westlichen Negev abgeschossen werden.

Inzwischen wird Israel wegen der Situation im Gazastreifen auch von der Europäischen Kommission kritisiert. Nach EU-Entwicklungskommissar Louis Michel missachtet Israel das humanitäre Völkerrecht, weil es nicht für den Schutz und die Ernährung der Zivilbevölkerung in dem schmalen Küstenstreifen sorgt. Rund eineinhalb Millionen Menschen leben auf einem Gebiet, das in etwa der Fläche Bremens entspricht.

Während der täglichen dreistündigen Feuerpause ließ Israel mehr als einhundert Lastkraftwagen den Grenzübergang Karni passieren. Die militanten Palästinenser setzten unterdessen ihre Angriffe fort. Die tägliche Feuerpause ist unzureichend, um die hilfsbedürftige Bevölkerung von Gaza zu versorgen. Es fehlt nach Angaben des UN-Nothilfekoordinators (OCHA) an Grundnahrungsmitteln wie Milch, Fleisch und Brot. Nach OCHA-Angaben sind 1,2 Millionen Einwohner des Gazastreifens auf Hilfslieferungen angewiesen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 30.000 Einwohner des Gazastreifens auf Notunterkünfte angewiesen; die palästinensische Organisation al-Mizan bezifferte die Zahl der Flüchtlinge auf mehr als 90.000 Personen, viele von ihnen seien aber bei Nachbarn und Verwandten untergekommen. Die UN sagte, dass es seit dem Sechstagekrieg nicht mehr so viele Flüchtlinge gegeben habe. Im Verlauf der israelischen Offensive wurden nach Angaben aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen mehr als 920 Menschen getötet und mehr als 4.300 verletzt. Unter den Opfern sollen demnach 292 Kinder und 75 Frauen sein. Die Zahl der israelischen Opfer wird von den Behörden mit 13 angegeben, darunter drei Zivilpersonen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte inzwischen vor dem Ausbruch von Seuchen, weil die Müllabfuhr nicht mehr funktioniere, auch die Abwasseraufbereitung funktioniere nicht vollständig. Mehr als zwei Drittel der Patienten mit chronischen Krankheiten werde nicht mehr behandelt, sagt die WHO.

Der UN-Sicherheitsrat kam am 13. Januar zu einer weiteren Sondersitzung zur Situation im Nahen Osten zusammen. Unterdessen hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon seine Forderung an die Konfliktparteien gestellt: „Meine Aussage ist schlicht, einfach und kommt auf den Punkt: Die Kämpfe müssen aufhören.“

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January 13, 2009

Vorstoß auf Gaza-Stadt geht weiter

Vorstoß auf Gaza-Stadt geht weiter – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Vorstoß auf Gaza-Stadt geht weiter

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Veröffentlicht: 16:20, 13. Jan. 2009 (CET)
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Lage der Stadt Chan Yunis im Gazastreifen

Gaza-Stadt (Gazastreifen), 13.01.2009 – Der Vorstoß der israelischen Armee auf Gaza-Stadt ging auch am 12. Januar weiter, dem 17. Tag der Offensive. Eine große Anzahl von Panzern und Streitkräften rückten auf die Ortschaft Chan Yunis zu. In Israel wurden auch wieder abgefeuerte Geschosse der Hamas registriert. Nach Angaben der israelischen Armee liegt der Schwerpunkt der Kämpfe im Norden und Osten von Gaza-Stadt, wobei erstmals auch Reservisten zum Einsatz gekommen sein sollen. Infanteriesoldaten und Kampfpanzer sind inzwischen bis auf einen Kilometer an Gaza-Stadt herangekommen. Von der Luftwaffe sollen 30 Angriffe geflogen worden sein.

Ein israelischer Militärsprecher teilte mit, dass Bodentruppen in zahlreiche Gefechte mit palästinensischen Freischärlern verwickelt seien. Die israelische Armee bekämpfe derzeit gezielt die Tunnels an der Grenze zu Ägypten, durch die Waffen in den Gazastreifen geschmuggelt würden.

Hamas-Führer Ismail Haniyya verkündete in einer Fernsehansprache, dass Gaza nicht zusammenbrechen werde. Im Gegenteil, der Sieg sei nah.

Im Zusammenhang mit den Kämpfen forderte der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sowohl Israel als auch die Palästinenser eindringlich auf, einem Waffenstillstand zuzustimmen.

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Gazastreifen: Israel weist Kritik der Weltgemeinschaft zurück

Gazastreifen: Israel weist Kritik der Weltgemeinschaft zurück

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Veröffentlicht: 18:14, 13. Jan. 2009 (CET)
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Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert

Gaza-Stadt (Gazastreifen) / Tel Aviv (Israel), 13.01.2009 – Israel hat die Kritik der Weltgemeinschaft an der Kriegsführung im Gazastreifen vehement zurückgewiesen. Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert sagte in einer Rede am Montag: „Es gibt niemanden auf der Welt, der die moralische Autorität hat, uns zu predigen und uns zu sagen, ob wir kämpfen dürfen, um unsere Bürger zu verteidigen. Dies ist unsere Entscheidung und nicht die von anderen.“

Olmert kritisierte die Berichterstattung der weltweiten Medien, die nach seiner Ansicht reagierten, als ob Israel die Operation Gegossenes Blei grundlos begonnen hätte. Die Presse würde verschweigen, dass israelische Zivilisten seit Jahren vom Gazastreifen aus mit Raketen beschossen würden. Olmert stellte zwei Bedingungen für die Beendigung der Offensive: einen dauerhaften Waffenstillstand und die Unterbindung des Waffenschmuggels.

Er hoffe, dass die Kämpfe schnell beendet würden. Israel führe keinen Krieg gegen die Bewohner des Gazastreifens, sondern gegen diejenigen, die von dort aus Raketen auf Israel abfeuerten und für die Tötung israelischer Bürger verantwortlich seien. Diese Bedrohung wolle Israel ein für alle Mal beenden. Olmert bezeichnete George W. Bush in der Rede als „wahren Freund des Staates Israels und des israelischen Volkes“.

Die israelische Außenministerin Tzipi Livni

Ebenfalls sehr deutlich hat Außenministerin Tzipi Livni eine Einmischung der Vereinten Nationen zurückgewiesen. In einer von Israel Radio gesendeten Stellungnahme erklärte Livni: „Ich akzeptiere nicht, dass die Vereinten Nationen bei einem Krieg gegen den Terror entscheiden, wann er beendet wird.“

Livni erklärte, trotz einiger Fortschritte bei den von Ägypten vermittelten Verhandlungen gebe es bei den Gesprächen zu einem Waffenstillstand noch Hindernisse. Die für Montag, den 12. Januar geplante Reise des Sondergesandten Amos Gilad nach Ägypten, der dort mit Geheimdienstchef Omar Suleiman verhandeln sollte, fiel aus.

Die staatliche ägyptische Nachrichtenagentur Mena berichtete, dass die Gespräche zwischen Geheimdienstchef Suleiman und fünf hohen Hamas-Funktionären einen „positiven“ Verlauf gehabt hätten. Der ägyptische Präsident Husni Mubarak hatte der Hamas vorgeschlagen, dass einer sofortigen Feuerpause eine neue Waffenstillstandsvereinbarung mit Israel und die Aussöhnung mit der Fatah folgen sollte.

Der deutsche Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bezeichnete die humanitäre Lage der Bewohner des Gazastreifens als „von Tag zu Tag besorgniserregender“. Die Aussichten auf eine Waffenruhe seien aber dennoch besser geworden. Sowohl Ägypten als auch Israel haben Steinmeiers Vorschläge zur Verbesserung der Kontrolle der ägyptischen Grenze zum Gazastreifen akzeptiert. Steinmeier war in Israel mit Tripi Livni und Israels Staatspräsident Schimon Peres zusammen getroffen. Peres sagte nach seinem Gespräch mit Steinmeier: „Wir wollen keinen endlosen Krieg.“ Israel bekämpfe konkrete Ziele und wolle nicht die Geographie ändern.

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