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December 6, 2010

Frankreich: Streit um Vorwahlen der Sozialisten

Frankreich: Streit um Vorwahlen der Sozialisten

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Veröffentlicht: 19:25, 6. Dez. 2010 (CET)
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Sieht ihrem Vater, dem ehemaligen EU-Kommissionsvorsitzenden Jaques Delors, erstaunlich ähnlich: Martine Aubry, Vorsitzende der PS

Paris (Frankreich), 06.12.2010 – In Frankreich ist in der sozialdemokratischen „Parti socialiste“ (PS) ein Streit um den Zeitplan der anstehenden Vorwahl des Herausforderers Nicolas Sarkozys bei der Wahl des Präsidenten der Republik 2012 ausgebrochen.

In der vergangenen Woche haben bereits erste Kandidaten den Hut in den Ring geworfen, und zwar neben der Kandidatin von 2007, der Vorsitzenden des Regionalparlaments von Poitou-Charentes und stellvertretenden Vorsitzenden der Sozialistischen Internationale, Ségolène Royal, auch der stellvertretende Bürgermeister von Evry (Département Essonne im Großraum Paris) Manuel Valls, sowie der Abgeordnete Arnaud Montebourg (Département Saône-et-Loire in der Region Burgund).

Der Fahrplan für die Vorwahlen sieht den Juni 2011 als Zeitpunkt für die individuellen Kandidaturen vor und den Herbst 2011 als Zeitpunkt der für alle Franzosen offenen Vorwahl. Die Parteivorsitzende Martine Aubry hat die frühen Kandidaturen kritisiert. Sie selber will sich erst im Juni festlegen, ob sie an der Vorwahl teilnimmt. Bis dahin will sie die Vorbereitung einer erfolgreichen Herausforderung Sarkozys organisatorisch betreuen. Die bereits erfolgten Kandidaturen betrachtet sie dabei als störend.

Die in dieser Frage mit Martine Aubry nicht übereinstimmenden Kräfte in der Partei führen das Argument an, ein Abwarten bis zum Juni sei ein Arrangement zugunsten des kolportierten Kandidaten Dominique Strauss-Kahn, damit dieser noch bis dahin das Amt des Direktors des Internationalen Währungsfonds ausüben könne. Beobachter rechnen allgemein damit, dass „DSK“ kandidieren wird. In einer kürzlichen Umfrage hat er sich als Favorit für den Fall, dass er, Aubry und Royal antreten, herausgestellt (Wikinews berichtete).

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November 23, 2008

Frankreich: Machtkampf in der Sozialistischen Partei um die Führungsspitze

Frankreich: Machtkampf in der Sozialistischen Partei um die Führungsspitze

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Veröffentlicht: 23:15, 23. Nov. 2008 (CET)
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Paris (Frankreich), 23.11.2008 – In der französischen „Parti Socialiste“ (PS) ist ein Machtkampf um die neue Parteiführung entbrannt. Das Ergebnis einer Stichwahl zum Ersten Sekretär der Partei konnte zwar Martine Aubry mit 42 Stimmen Vorsprung überraschend für sich entscheiden, ihr Wahlsieg wird jedoch von ihrer parteiinternen Kontrahentin und ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal nicht anerkannt. Sie fordert eine Neuwahl, da es in den Hochburgen Aubrys einige Unregelmäßigkeiten gegeben habe. Royals Lager fordert die rund 230.000 stimmberechtigten Parteimitglieder der PS am Donnerstag erneut auf, zwischen Aubry und Royal abstimmen zu lassen. Martine Aubry wies, wie auch der scheidende Parteichef François Hollande, die Forderung zurück. Die Mitglieder hätten sich ja entschieden.

Neben der Führungsfrage geht es auch um die zukünftige politische Ausrichtung der Partei. Aubry vertritt einen eher linksgerichteten Kurs, während Royal einen Kurs zur Mitte möchte.

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February 25, 2006

Eine Frau strebt das Amt des französischen Staatspräsidenten an

Eine Frau strebt das Amt des französischen Staatspräsidenten an

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Artikelstatus: Fertig 15:05, 25. Feb. 2006 (CET)
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Ségolène Royal

Poitou-Charentes (Frankreich), 25.02.2006 – Ihr politischer Ziehvater ist der ehemalige französische Staatspräsident François Mitterrand. Jetzt denkt die 52-Jährige selbst an das Amt des obersten französischen Politikers: Ségolène Royal, die derzeitige Präsidentin der Atlantik-Region Poitou-Charente und Mitglied der Partei Parti socialiste français (PS).

Mitterand schlug „Ségo“ im Jahr 1988 bei Wahlen in Westfrankreich als Kandidatin vor. Sie gewann die Wahl sofort und ist seitdem Abgeordnete dieses Wahlkreises. Dann übernahm sie das Amt des Präsidenten der westfranzösischen Region Poitou-Charentes. Vor etwa drei Monaten wurde Royal dann auf die mögliche Kandidatenliste linker Politiker Frankreichs gesetzt. Nicht allen Kollegen ihrer eigenen Partei gefiel dieser Aufstieg. Sie hatten die Durchsetzungskraft von Royal unterschätzt und müssen nun eingestehen, dass sie es geschafft hat. Öffentliche Anfeindungen sind mittlerweile verstummt.

Falls „Ségo“ wirklich nominiert wird, wird der derzeitige französischen Innenminister Nicolas Sarkozy (UMP) voraussichtlich ihr Kontrahent. Er soll bei den Wahlen um die Nachfolge für den derzeitigen Staatspräsidenten Jacques Chirac der Kandidat des rechten Lagers werden.

Quellen

  • DiePresse.com: „”Ségo” erobert die Herzen“ (24.02.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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