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July 7, 2010

Fußball-WM: Minirock-Meisjes werden nicht bestraft

Fußball-WM: Minirock-Meisjes werden nicht bestraft

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Veröffentlicht: 17:50, 7. Jul. 2010 (CEST)
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Johannesburg (Südafrika), 07.07.2010 – Die Justiz Südafrikas hat das Verfahren gegen zwei Niederländerinnen eingestellt, die des unerlaubten Ambush-Marketings beschuldigt wurden. Die beiden Frauen, die in Untersuchungshaft saßen, wurden freigelassen. Der Schritt erfolgte, nachdem die FIFA sich mit der niederländischen Brauerei „Bavaria“ geeinigt hatte, dass das Unternehmen bis 2022 nicht mehr die Auflagen der FIFA zu kommerziellen Aktivitäten verletzen wird.

Die beiden Frauen sollen eine Gruppe von 36 Fans angeführt haben, die beim Spiel Niederlande gegen Dänemark in orangefarbenen Minikleidern ins Stadion ging. Die FIFA hat kritisiert, dass an diese Kleidchen ein kleines Etikett mit dem Namen der Brauerei angenäht gewesen sei. Der Weltfußballverband hat der US-amerikanischen Brauerei Anheusser-Bush mit ihrer Marke „Budweiser“ das alleinige Werberecht in den Weltmeisterschaftsstadien verkauft.

Themenverwandte Artikel

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Fußball-Weltmeisterschaft 2010“.

Quellen

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July 19, 2005

Einstiegsalter für eine Alkohol-Karriere bei 15,5 Jahren

Einstiegsalter für eine Alkohol-Karriere bei 15,5 Jahren

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Berlin (Deutschland), 19.07.2005 – Das Durchschnittsalter für den ersten Alkoholrausch liegt in Deutschland bei 15,5 Jahren. Damit steigt die Gefahr des Einstiegs in eine Alkohol-Karriere. Entsprechendes gilt für den Tabakkonsum.

Immer mehr Mädchen und junge Frauen greifen früher zur Zigarette, obwohl insgesamt ein Rückgang der Raucherquote bei den 12- bis 17-Jährigen von 28 Prozent (2001) auf 20 Prozent (2005) festzustellen sei. Dies geht aus einem Fachgespräch über den Missbrauch von Suchtmitteln durch Kinder mit dem Leiter der Deutschen Hauptstelle für Suchtgefahren e.V., Prof. Dr. Jobst Böning, in der Kinderkommission des Deutschen Bundestages hervor.

Vor allem seien es zwei Gründe, warum Jugendliche besonders unter den Folgen einer Sucht zu leiden haben: Zum einen sei der jugendliche Organismus noch nicht ausgewachsen und daher anfälliger als der eines Erwachsenen, zum anderen seien Jugendliche seelisch labiler, weil sich in ihrem Leben so vieles ändere und ständig neue Orientierungen gefordert seien.

Die Kinderkommission hat daher einige Forderungen zur Drogenprävention formuliert:

  1. Konsequente Einhaltung der Jugendschutzgesetze.
  2. Weitere Auflagen für die Werbung für Suchtmittel aller Art.
  3. Verzicht auf Aufstellung von Zigarettenautomaten in Schulnähe als Selbstverpflichtung der Tabakindustrie.
  4. Fortführung und Ausbau der Präventionsmaßnahmen an Schulen und in Ausbildungsstätten (z.B. Bekenntnis zur rauchfreien Schule).

Besonderen Risiken seien Kinder und Jugendliche aus suchtkranken Familien ausgesetzt. Hier wird das Risiko selbst suchtkrank zu werden vier- bis achtfach höher eingeschätzt. In Deutschland leben zurzeit 2,65 Millionen Kinder in solchen Familien. Diesen Jugendlichen und Kindern müsse besonders geholfen werden.

In diesem Zusammenhang fordert die Kinderkommission des Bundestages mehr Aufklärung und Therapiemöglichkeiten auch für Familien und eine entsprechende Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Die Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe müsse verbessert werden.

Der frühe Tabakkonsum rührt unter anderem daher, dass der Tabak durch Zusatzstoffe angenehmer gemacht wird. Krebsforscher Heinz Walter Thielmann aus Heidelberg macht deutlich: „Ohne Dutzende Zusatzstoffe wie Gewürze, Fruchtextrakte, Zucker, Öle, Fette und Harze würden Zigaretten wie ‘Räubertabak’ schmecken – bitter, beißend.“

Die genauen Inhaltsstoffe der in Deutschland verkäuflichen Tabakprodukte können beim Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) eingesehen werden.

Quellen

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December 27, 2004

Hans Magnus Enzensberger und Eichborn gehen künftig getrennte Wege

Hans Magnus Enzensberger und Eichborn gehen künftig getrennte Wege

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München / Berlin (Deutschland), 27.12.2004 – Große Überraschung in Literaturkreisen. Der 75-jährige Münchener Dichter und Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger hat dem Eichborn Verlag in Berlin die Zusammenarbeit aufgekündigt. Enzensberger, auch unter dem Pseudonym „Andreas Thalmayr“ bekannt, war verantwortlich für die Buchreihe „Die Andere Bibliothek“, welche seit Januar 1985 vom Eichborn Verlag herausgegeben wurde. Der letzte Band dieser Reihe, der 249-igste, wird nach dem Willen Enzensbergers im September 2005 erscheinen.

Kenner der Literaturszene machen die jahrelangen Turbulenzen unter den Aktionären des Eichborn Verlages und Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Marketings für die Kündigung verantwortlich. Allgemein wird erwartet, dass das Ende der Zusammenarbeit vor Gericht ausgetragen werden muss. Eichborn ist mit dem Ende der Serie nicht einverstanden. Enzensberger jedoch möchte seinen Vertrag baldmöglichst zum Herbst 2005 auflösen, während der Verlag auf der vereinbarten Kündigungsfrist von drei Jahren, also Ende 2007, besteht.

Der Verlag ist mit Verhandlungen über einen Fortbestand der Buchreihe einverstanden. Er hofft, im gegenseitigen Einvernehmen mit Enzensberger einen Nachfolger für „Die Andere Bibliothek“ zu finden. Enzensberger jedoch verweist aufgrund der bevorstehenden gerichtlichen Auseinandersetzung an seine Anwälte.

Es ist nicht auszuschließen, dass Enzensberger zusammen mit einem anderen Verlagshaus eine neue Buchreihe herausgeben wird. Verhandlungen mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sind im Gespräch, ein neuer Vertrag ist aber noch nicht unterschrieben.

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Quellen

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