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October 22, 2010

Stiftung Warentest schlägt Alarm: Schadstoffe im Kinderspielzeug

Stiftung Warentest schlägt Alarm: Schadstoffe im Kinderspielzeug

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Veröffentlicht: 18:48, 22. Okt. 2010 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 22.10.2010 – 42 von 50 getesteten Spielsachen für Kleinkinder sind mit Schadstoffen belastet. Das berichtet die Stiftung Warentest in der November-Ausgabe ihrer Zeitschrift. Dabei machte es keinen nennenswerten Unterschied aus, ob die Ware von einem der renommierten Markenhersteller kam oder ein Noname-Produkt war. Besonders erstaunlich: Plastikspielzeug schnitt besser ab als Holzspielzeug. Keines der getesteten Holzspielzeuge war schadstofffrei. Über die Hälfte des getesteten Spielzeugs kam aus China, aber auch die Produkte der europäischen Hersteller schnitten schlecht ab. Das CE-Zeichen für geprüfte Sicherheit, das alle getesteten Spielzeuge europäischer Hersteller präsentierten, bot keine Garantie für Schadstofffreiheit.

Die Liste der gefundenen Schadstoffe bildet eine Liste für einen bunten Cocktail: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Phthalate, Formaldehyd, Nonylphenol, Schwermetalle und zinnorganische Verbindungen fanden die Tester. Für Kleinkinder ist die Schadstoffbelastung der Spielzeuge aus zwei Gründen ein besonderes Problem, schreibt die Stiftung Warentest. Erstens seien Kleinkinder besonders empfindlich gegenüber solchen Chemikalien, zweitens läge es in der Natur der kleinen Kinder, dass sie ihre Umwelt mit dem Mund erkundeten. Sie nähmen gerne ihr Spielzeug in den Mund.

Einige der gefundenen Stoffe stehen unter dem Verdacht krebserzeugend zu sein oder das Erbgut zu schädigen. Hinzu kamen mechanische Mängel an den getesteten Spielzeugen. Abfallende Ohren bei Plüschtieren, lose Klettverschlüsse und andere ablösbare Kleinteile bergen das Risiko von den Kindern verschluckt zu werden.

Kritik übt die Stiftung auch an den gesetzlichen Bestimmungen, die den Herstellern großzügige Spielräume lassen. So soll beispielsweise bei den polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), deren gesundheitsschädliche Wirkung noch nicht bewiesen ist, ab 2013 ein Grenzwert von 1.000 Milligramm zulässig sein. Beim Benzo(a)pyren, das krebserzeugend sein soll, ist in der Spielzeugrichtlinie ein Grenzwert von 100 Milligramm vorgesehen. Stiftung Warentest weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung auf EU-Ebene dafür eintritt, dass für die Stoffe der PAK-Gruppe in Produkten ein Grenzwert von 0,2 Milli­gramm je Kilogramm nicht überschritten wird.

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January 10, 2006

Vier WM-Stadien 2006 durch Stiftung Warentest beanstandet

Vier WM-Stadien 2006 durch Stiftung Warentest beanstandet

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Artikelstatus: Fertig 17:21, 10. Jan. 2006 (CET)
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Berlin (Deutschland), 10.01.2006 – Im Juni 2006 beginnt die Fußball-WM in Deutschland. Die Stiftung Warentest hat im Vorfeld die deutschen WM-Stadien auf Sicherheitsaspekte hin begutachtet.

Heute hat die Stiftung Warentest in einer Pressekonferenz das Ergebnis dieser Untersuchungen bekannt gegeben. Ergebnis: Die Stadien in Berlin, Gelsenkirchen, Leipzig und Kaiserslautern weisen erhebliche Gefahren auf, sei es in Sicherheitspunkten oder im Bereich Brandschutz. Aus Sicht der Stiftung Warentest erfüllen die Stadien nicht die Sicherheits-Richtlinien des Fußball-Weltverbandes FIFA. Das WM-Endspiel 2006 ist nach dem WM-Endspiel 1974 das zweite im Berliner Olympiastadion.

Im Sicherheitsbereich wurde überprüft, ob die Zuschauer unbeschadet einen gefahrenfreien Raum erreichen können. Es wurde geprüft, ob die Einrichtungsgegenstände in den Stadien abmontiert und als Waffen bzw. Wurfgeschosse genutzt werden könnten. Der gefahrenfreie Raum ist insbesondere im Falle einer Panik unter den Zuschauern wichtig.

Bei allen getesteten Stadien waren Mängel festzustellen, den oben genannten vieren am meisten. Die wenigsten Mängel hatten die Stadien in München, Hannover, Nürnberg und Köln aufzuweisen.

Die Betreiber der Stadien haben nun fünf Monate bzw. 150 Tage Zeit, die Mängel zu beheben.

Bereits im Vorfeld der Pressekonferenz äußerte sich Franz Beckenbauer, Präsident des deutschen WM-Organisationskomitees, zu der Untersuchung der Stiftung Warentest. Er sagte in einem Interview wörtlich: „Die Stiftung Warentest kennt sich vielleicht mit Gesichtscreme, Olivenöl und Staubsaugern aus. Dabei sollen sie bleiben.“

Nach der Pressekonferenz beschwerte sich Beckenbauer öffentlich über die Stiftung Warentest und leistete heftigste Kritik. Er bezeichnete die Verbraucherschutzorganisation als „Besserwisser“, die nur die Zeit stehlen würden. Konkret sagte er: „Also ganz ehrlich, mir reicht’s jetzt mit diesem Heer der Besserwisser und Wichtigtuer, die sich über die WM profilieren wollen.“ Er unterstellte der Stiftung Warentest, sie wollten mit dem Bericht lediglich Werbung für ihre Organisation machen.

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September 29, 2005

Laut Stiftung Warentest sind viele alternative Heilverfahren unwirksam

Laut Stiftung Warentest sind viele alternative Heilverfahren unwirksam

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Artikelstatus: Fertig 16:53, 4. Okt. 2005 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 29.09.2005 – Zwei Drittel aller alternativen Diagnose- und Heilmethoden sind unwirksam, so das Ergebnis einer gestern vorgestellten Studie mit dem Titel „Die Andere Medizin“ der Stiftung Warentest, in der Autorin Vera Herbst fast 50 Methoden untersucht hat.

Kritik an der Studie kam vom Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte und vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Der Hauptgeschäftsführer des BPI nannte sie „fahrlässig“ und verwies auf Studien der Berliner Charité, nach denen Homöopathie der Schulmedizin oft ebenbürtig sei.

Hubert Primus, der bei Stiftung Warentest für den Bereich Publikation verantwortlich ist, wies den Vorwurf zurück. In Zeiten knapper Kassen sei die Studie richtig. Die Krankenkassen brächten etwa 2 Milliarden Euro jährlich für alternative Medikamente und Heilverfahren auf. Der Leistungskatalog in diesem Bereich müsse überprüft werden, forderte er vom Gemeinsamen Bundesausschuss.

Zu den getesteten Verfahren zählten neben den klassischen Naturheilverfahren alle, in denen sich Ärzte für verschiedene Zusatzbezeichnungen ausbilden lassen können oder die in der Ausbildung zum Heilpraktiker vermittelt werden. Bewertet wurde auf Basis der Erfahrungen von Ärzten und gesicherter Forschung. Dazu wurden unter anderem klinische Studien aus dem deutschen Sprachraum, Angaben der Hersteller von Arzneimitteln und Geräten sowie medizinische Datenbanken zu Rate gezogen.

Positiv schnitt zum Beispiel die Aromaöltherapie ab, und auch andere Verfahren wurden zumindest für Teilbereiche als geeignet eingestuft. Allerdings gebe es auch schädliche Therapien, die gefährliche Nebenwirkungen bis hin zu Schlaganfällen begünstigten, so die Studie.

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July 13, 2005

Stiftung Warentest warnt vor Bauknecht-Waschmaschinen

Stiftung Warentest warnt vor Bauknecht-Waschmaschinen

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Berlin (Deutschland), 13.07.2005 – Die unabhängige Stiftung Warentest hat im Rahmen eines simulierten Langzeittests von Waschmaschinen, bei dem die Waschmaschinen 1.840 Waschgänge durchhalten müssten, nach eigenen Angaben schwere Mängel bei Waschmaschinen des Typs Bauknecht WAK 8788 gefunden.

So sei bei allen drei im Test befindlichen Maschinen die Isolierung des Heizstabes durch den langandauernden Gebrauch derart geschädigt worden, dass die Waschlauge an die Heizstäbe gelangen konnte, was bei unzureichend abgesicherten Haushaltsstromkreisen zu Stromschlägen am Gehäuse führen könne. Dabei versagten die Geräte zu unterschiedlichen Zeitpunkten des simulierten Tests.

Die Stiftung Warentest führt aus, den Hersteller auf diese Gefahren hingewiesen zu haben, Bauknecht sehe jedoch keine Gefährdung der Kunden und keinen Grund für einen Rückruf.

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April 14, 2005

Niederlage für Uschi Glas

Niederlage für Uschi Glas – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Niederlage für Uschi Glas

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Berlin (Deutschland), 14.04.2005 – Die Schauspielerin Uschi Glas hat heute vor dem Berliner Landgericht eine Niederlage erlitten. Die Herstellerfirma ihrer Hautcreme „Uschi Glas hautnah Face Cream“ hatte gegen die Stiftung Warentest eine Schadensersatzklage angestrengt. Heute fiel in Berlin das Urteil.

Nach Aussagen des Gerichtes darf die Hautcreme nach wie vor als „mangelhaft“ bezeichnet werden. Bereits vor einem Jahr hatte die Stiftung Warentest in einem Testbericht die Creme negativ bewertet. Damit hat Uschi Glas zusammen mit der Herstellerfirma 4S-Marketing den Prozess verloren, die Klage wurde abgewiesen.

Der zuständige Richter Michael Mauck begründete das Urteil damit, die Firma 4S-Marketing hätte nicht beweisen können, dass die Creme fehlerhaft getestet wurde. Die Anwältin der Firma 4S-Marketing, Tanja Irion, war bei der heutigen Urteilsverkündung nicht anwesend. Sie hat aber angekündigt, höchstwahrscheinlich Berufung gegen das Urteil einlegen zu wollen.

Stiftung Warentest zeigte sich erleichtert über das Gerichtsurteil und gab bereits eine erste Erklärung ab. Demnach sieht sich die Testfirma bestätigt, die Neutralität ihrer Tests sei damit bewiesen.

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April 5, 2005

Einstweilige Verfügung gegen Stiftung Warentest

Einstweilige Verfügung gegen Stiftung Warentest

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Berlin / Hamburg (Deutschland), 05.04.2005 – Die Herstellerfirma der umstrittenen Hautcreme von Schauspielerin Uschi Glas hat nach Angaben des Unternehmens eine einstweilige Verfügung erwirkt.

Daraufhin erließ das Landgericht Hamburg einen Beschluss, nach dem es der Stiftung Warentest ab sofort verboten ist, eine genau definierte Passage aus einer Pressemitteilung vom 17.03.2005 weiterhin zu veröffentlichen.

In dieser Passage wurde von der Stiftung Warentest hervorgehoben, die Hautreaktionen wie Brennen, Schuppungen, Rötungen, Trockenheit und Juckreiz wären beim Test der Creme nur bei Testpersonen festzustellen gewesen, welche die Marke „Uschi Glas hautnah Face Cream“ verwendet hätten. Weiter hieß es in der Beschreibung: „Alle anderen 240 Anwenderinnen, die nach den gleichen Kriterien für den Test ausgewählt wurden und die anderen acht Versandkosmetika getestet haben, zeigten diese Hautauffälligkeiten nicht“.

In der Ausgabe vom April 2004 der Zeitschrift „Test“ hatte die Stiftung Warentest dem Produkt in der Bewertung ein „mangelhaft“ zugewiesen. Die Herstellerfirma klagte daraufhin vor dem Berliner Landgericht auf Schadensersatz. Die Firma gab an, wegen des Testurteils Umsatzeinbrüche im sechs-stelligen Euro-Bereich gehabt zu haben.

Das Berliner Landgericht hatte Anfang März 2005 die Verhandlung auf den 14.04.2005 vertagt. Beide Seiten sollten dann Gelegenheit erhalten, Stellungnahmen in obiger Angelegenheit abgeben zu können. Nach wie vor ist unklar, ob an diesem erneuten Termin bereits ein Urteil gefällt wird.

Themenverwandte Artikel

  • 40. Jahrestag der Gründung von Stiftung Warentest (04.12.2004)
  • Streit um Hautcreme von Uschi Glas eskaliert (10.03.2005)
  • Niederlage für Uschi Glas (14.04.2005)

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March 10, 2005

Streit um Hautcreme von Uschi Glas eskaliert

Streit um Hautcreme von Uschi Glas eskaliert

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Berlin (Deutschland), 10.03.2005 – Heute fand im Berliner Landgericht die Verhandlung wegen einer von der Schauspielerin Uschi Glas vermarkteten Hautcreme statt. Die Stiftung Warentest hatte bei einem ihrer Testergebnisse diese Hautcreme mit Hinweis auf die Qualität als mangelhaft eingestuft. Die Herstellerfirma dieser Creme, die Firma 4S-Marketing GmbH, hat daraufhin Klage gegen die Stiftung Warentest eingereicht und möchte Schadenersatz erhalten.

Prozessbeobachter berichteten nach der Verhandlung von einem heftigen Streit zwischen den Parteien. Die Firma, vertreten durch Frau Anwältin Tanja Irion, wies auf unseriöse Prüfungsmethoden hin. Als Begründung dafür gab sie an, die Pflicht der Stiftung Warentest zur Neutralität sei verletzt worden. Die Stiftung Warentest wiederum wies diesen Vorwurf strikt zurück, denn der Hersteller wäre verpflichtet, nach unverträglichen Stoffen zu suchen, nicht das Testunternehmen.

4S-Marketing gab an, der Verkaufsverlust für die Creme würde sich im sechsstelligen Euro-Bereich bewegen. Der Imageschaden für Uschi Glas wäre noch wesentlich höher. Uschi Glas ist zur Verhandlung nicht persönlich erschienen.

Eine Einigung konnte nicht erzielt werden. Es wurde für den 14. April ein neuer Termin vereinbart. An diesem Tag wird jedoch nicht weiter verhandelt, sondern das Gericht gibt dann eine Entscheidung bekannt, welche aber kein abschließendes Urteil darstellt.

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