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June 25, 2006

Mühlhausen: Berufungsverfahren wegen mehrfacher Vergewaltigung

Mühlhausen: Berufungsverfahren wegen mehrfacher Vergewaltigung

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Artikelstatus: Fertig 13:44, 25. Jun. 2006 (CEST)
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Mühlhausen / Eisenach (Deutschland), 25.06.2006 – Am Freitag, den 23. Juni, endete der zweite Prozess eines Berufungsverfahrens wegen mehrfacher Vergewaltigung einer 23-jährigen Frau während einer Aprilnacht des Jahres 2005. Das Verfahren vor dem Landgericht Mühlhausen lief an insgesamt 13 Verhandlungstagen seit Februar 2006.

Der erste Prozess fand im September 2005 vor dem Amtsgericht Eisenach statt. Der Angeklagte, ein 39-jähriger Mann, legte Berufung gegen das damalige Urteil ein. Jetzt hat das Mühlhausener Landgericht das Urteil von 2005 bestätigt. Im Urteil wird der Angeklagte wegen zweifacher Körperverletzung und dreifacher Vergewaltigung zu vier Jahren Haft und einem Schmerzensgeld in Höhe von 6.000 Euro verurteilt.

Der Vorsitzende Richter Michael Krämer strebte eigentlich eine höhere Strafe an. Er sagte, „tat- und schuldangemessen“ sei das Urteil nicht. „Es geht nicht an, dass sich der Mann etwas nimmt, was ihm eine Frau verweigert.“ Das Urteil orientiert sich aber an den vorgegebenen Höchststrafen, und das Strafmaß kann nicht erhöht werden.

Der im Rotlichtmilieu von Eisenach lebende Angeklagte stritt bis zum Schluss die ihm gemachten Vorwürfe ab. Er will aber entgegen den Behauptungen der Anklage nichts mit Zuhälterei zu tun haben. Sein Anwalt betonte, sein Mandant habe die 23-jährige Frau zu nichts „gezwungen“. Das Gericht sah den zehnstündigen Missbrauch mit Körperverletzung jedoch als erwiesen an. Zahlreiche Gutachter hatten den Aussagen der Frau Glauben geschenkt.

Quellen

  • thueringer-allgemeine.de: „Zehnstündige Tortur“ (24.06.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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March 25, 2006

Urteil wegen versuchten Anschlags auf ein Weltjugendtags-Camp

Urteil wegen versuchten Anschlags auf ein Weltjugendtags-Camp

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Artikelstatus: Fertig 14:03, 25. Mrz. 2006 (CET)
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Mühlhausen (Deutschland), 25.03.2006 – Im letzten Jahr haben drei junge Männer in einem Weltjugendtagscamp in Volkenroda, einem Ortsteil von Körner, randaliert. Die Täter trugen bei ihrer Festnahme außerdem mehrere Molotowcocktails bei sich, weswegen sie wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung und versuchter schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht gestellt wurden. Die 16- und 18-jährigen Täter wurden bereits zu Bewährungsstrafen verurteilt. Der 21-jährige Täter wurde am Mittwoch, den 22. März vom Amtsgericht Mühlhausen in allen Anklagepunkten für schuldig befunden und zu zwei Jahren Haft verurteilt.

Themenverwandte Artkel

  • Weltjugendtag: Mutmaßliche Täter des Brandanschlages vor Gericht (03.03.2006)
  • Weltjugendtag: Bistumstag und vereitelter Brandanschlag (13.08.2005)

Quellen

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March 6, 2006

Rettung für „Tegros“ in Sicht

Rettung für „Tegros“ in Sicht – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Rettung für „Tegros“ in Sicht

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Tangermünde / Mühlhausen (Deutschland), 06.03.2006 – Die „Tegros Vertrieb GmbH“ in Tangermünde und Mühlhausen hatte am 1. September 2005 Insolvenz angemeldet. Bekannt wurde die Firma unter ihrem früheren Namen „Mühlhäuser Konfitüren GmbH & Co KG“ durch das „Mühlhäuser Pflaumenmus“. Jetzt ist Rettung in Sicht.

Eine Firma aus Spanien, die „Helios-Gruppe“, hat Tegros gekauft. Helios ist der Marktführer in der Konfitürenherstellung in Spanien.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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September 1, 2005

„Mühlhäuser“ ist insolvent

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„Mühlhäuser“ ist insolvent

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Tangermünde / Mühlhausen (Deutschland), 01.09.2005 – Die Geschäftsführung der Mühlhäuser Konfitüren GmbH in Tangermünde und die Mühlhäuser Pflaumenmus GmbH haben heute ihre Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Die 70 Arbeiter in Tangermünde haben am Dienstag eine Stundung ihrer Löhne abgelehnt und die Arbeit niedergelegt. Die Entscheidung wurde jedoch aufgehoben, so dass ab Freitag die Arbeit wieder aufgenommen wird. Die Mitarbeiter in Mühlhausen haben ohne Unterbrechung weiter abgefüllt. Sie werden auf einen Monatslohn verzichten.

Die Geschäftsführung hat als Grund der Insolvenz Absatzprobleme angeführt.

In Tangermünde wird schon seit 1903 Konfitüre und in Mühlhausen seit 1908 Pflaumenmus hergestellt. Noch heute ist Mühlhäuser der Marktführer für Pflaumenmus auf dem Thüringer Markt. Beide Standorte zusammen erwirtschaften etwa 35 Millionen Euro Umsatz im Jahr.

Quellen

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April 28, 2005

Eisenach: Polizei verhindert Treffen von Neonazis

Eisenach: Polizei verhindert Treffen von Neonazis

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Eisenach

Eisenach (Deutschland), 28.04.2005 – Im Hinterzimmer einer Gaststätte in der Eisenacher Innenstadt trafen sich anläßlich des Geburtstages von Adolf Hitler am Mittwochabend mehrere Neonazis, um nach eigenen Angaben bei einer geschlossenen Veranstaltung einem wissenschaftlichen Vortrag zu lauschen. Die Rechtsextremisten gehörten überwiegend zum Umfeld der „Kameradschaft Eisenach“, einer der aktivsten Freien Kameradschaften in Thüringen, die Ende der 1990er Jahre von dem deutschlandweit agierenden jungen Neonazikader Patrick Wieschke gegründet worden war.

Nach Angaben der Polizeidirektion Gotha konnten „durch Aufklärung vor Ort … öffentlich wahrnehmbare eindeutig rechtsradikale Äußerungen festgestellt werden“. Daraufhin löste die Polizei die Versammlung auf und nahm 16 Personen wegen Volksverhetzung nach § 130 StGB vorläufig fest. In der Gaststätte wurde umfangreiches Propagandamaterial sichergestellt, darunter eine Hakenkreuzfahne, eine Hitler-Büste, verschiedene Blätter mit rechtsradikalen Liedtexten, CDs und Videokassetten. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen wurde eingeschaltet und weitere Ermittlungen werden geführt.

Bereits am 23. Februar 2005 war in der siebten Stadtratssitzung einstimmig ein gemeinsamer Antrag der Stadtratsfraktionen der CDU, PDS, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, BfE und EA unter dem Titel „Bekenntnis der Stadt Eisenach gegen Rechtsextremismus“ verabschiedet worden, in dem erklärt wurde:

  • „Der Stadtrat der Stadt Eisenach missbilligt das öffentliche Auftreten und alle Aktionen rechtsextremistischer Gruppen und Gruppierungen in unserer Stadt und unterstützt ausdrücklich das parteiübergreifende Bündnis gegen Rechtsextremismus.“
  • „Der Oberbürgermeister wird beauftragt, mit einer Prüfbitte beim zuständigen Ministerium vorstellig zu werden, um ein Verfahren zur Prüfung der Verfassungsfeindlichkeit und damit eines Verbotes der „Kameradschaft Eisenach“ und des von dieser mitgetragenen „Aktionsbüro Thüringen“ einzuleiten.“
  • „Das Auftreten und die von diesen Organisationen verbreiteten Aussagen auf Kundgebungen und im Internet geben Anlass dazu deren Verfassungsgemäßheit zu bezweifeln und stellen aus unserer Sicht ein Verstoß gegen das Grundgesetz dar.“

Die Feier des so genannten „Führergeburtstages“ ist ein weiterer Beleg für das offene neonazistische Auftreten der „Kameradschaft Eisenach“. Bereits im Jahr 2001 war sie zusammen mit dem wesentlich von der Kameradschaft mitgetragenen “Nationalen und Sozialen Aktionsbündnis Westthüringen” (NSAW) in die Schlagzeilen geraten, da sie ebenfalls am 20. April in Weimar einen Aufmarsch unter dem Tarnmotto „Meinungsfreiheit für Deutsche, jetzt und überall“ angemeldet hatten.

Ähnliche Feiern sind jedoch auch von anderen Freien Kameradschaften nicht nur in Thüringen bekannt. Die „Kameradschaft Jena-Ost“ (KJO), Sektion des „Nationalen Widerstandes Jena“ (NWJ), beging 2004 laut eigenen Angaben in ihrem Jahresbericht den Geburtstag des „Führers“ mit 35 Neonazis. Auch für 2005 planten sie die „Geburtstagsfeier eines bekannten Österreichers, die KJO feiert bestimmt mit… . “

Sowohl der „Nationale Widerstand Jena“ als auch die „Sektion Jena-Ost“ bzw. „Kameradschaft Jena-Ost“ sollen bei einem für den 11. Juni in Jena geplanten europaweiten Neonazifest mit Informationsständen vertreten sein. Der NWJ ist zugleich Ausrichter des „Festes der Völker“. Neben diesen beiden Kameradschaften und dem „Aktionsbüro Thüringen” ist auch ein Infostand der „Kameradschaft Eisenach + AG Frauen“ angekündigt. Der Organisator und Chef der Kameradschaft Eisenach, Patrick Wieschke, ist außerdem für diese Veranstaltung als Redner vorgesehen.

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Quellen

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