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February 26, 2008

Südafrika erlaubt Abschuss von Elefanten

Südafrika erlaubt Abschuss von Elefanten

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Veröffentlicht: 21:10 Uhr, 26. Feb. 2008 (CET)
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Elefant: Zum Abschuss freigegeben

Pretoria (Südafrika), 26.02.2008 – Nach mehrjährigen Debatten hat der südafrikanische Umweltminister Marthinus van Schalkwyk am Montag, dem 25. Februar, eine „Verordnung zum Elefanten-Management in Südafrika“ vorgelegt, durch die das gezielte Abschießen der Dickhäuter in Nationalparks und Wildreservaten erstmals seit 1994 wieder erlaubt wird. Der Verkauf von Elfenbein soll allerdings verboten bleiben. Van Schalkwyk betont, es sei keineswegs beabsichtigt, „eine Massenschlachtung zu beginnen“. Die Abschussfreigabe sei „nur ein Instrument der Bestandskontrolle ist, der letzte Ausweg“. Weitere Maßnahmen, um das Populationswachstum einzuschränken, wie Umsiedlung, Geburtenkontrolle und die Ausweisung größerer Parks, seien geplant. Außerdem sollen die Abschussquoten nicht erhöht werden.

Nach Angaben von Professor Bob Scholes, Systemökologe am halbstaatlichen Institut für Wissenschaftliche und Industrielle Forschung (CSIR), Leiter einer wissenschaftlichen Studie zum so genannten Elefanten-Management, gibt es in Südafrika derzeit ungefähr 18.000 Elefanten, von den allein 14.000 im Krüger-Nationalpark leben. Damit habe sich der Zahl der Individuen seit 1994 verdoppelt. Abschussbefürworter verweisen auf die großen Schäden, die die Pflanzenfresser anrichten können. Tierschützer protestieren gegen die Aufhebung des Tötungsverbotes und drohen mit einem Aufruf zu einem Reiseboykott und mit einer Klage gegen die neue Verordnung.

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July 18, 2007

Elefantenbaby Tika begeistert Wuppertal und die Welt

Filed under: Elefant,Vermischtes,Veröffentlicht,Wuppertal — admin @ 5:00 am

Elefantenbaby Tika begeistert Wuppertal und die Welt

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Veröffentlicht: 11:28, 18. Jul. 2007 (CEST)
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Wuppertal (Deutschland), 18.07.2007 – Ist der Nachfolger für Knut, den Eisbären, gefunden? Zurzeit erfreut sich das Elefantenbaby Tika großer Beliebtheit. Es wurde am 13. Juli um 2.40 Uhr im Wuppertaler Zoo geboren und wog zu diesem Zeitpunkt 75 Kilogramm. Die Schulterhöhe betrug 82 Zentimeter. Sowohl Tika als auch die Mutter Sabie sind wohlauf; das sagte der stellvertretende Zoo-Direktor Arne Lawrenz. Schon drei Stunden nach ihrer komplizierten Geburt überkam Tika der Durst: Sie fing selbstständig an, Wasser zu sich zu nehmen. Die Mutter Sabie war insgesamt 655 Tage trächtig.

Tika hat es in kurzer Zeit auf die „Seite 1“ des Wuppertaler Zoos gebracht. Ihr Bild befindet sich bereits auf der Eingangsseite der Website.

Den ersten Nachwuchs bei den Elefanten im Wuppertaler Zoo gab es übrigens am 3. Juni 2005. Das Elefantenmädchen, das bei der Geburt 106 Kilogramm wog und 87 Zentimeter hoch war, erhielt den Namen Bongi.

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December 15, 2006

Elefant „Osama“ zum Abschuss freigegeben

Elefant „Osama“ zum Abschuss freigegeben

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Artikelstatus: Fertig 21:56, 15. Dez. 2006 (CET)
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Lage von Assam in Indien

Dispur (Indien), 15.12.2006 – Der indische Elefant „Osama“ aus dem indischen Bundesstaat Assam ist am Donnerstag von den Behörden zum Abschuss freigegeben worden. Das Tier soll in den letzten zwei Monaten bereits zwölf Menschen getötet haben, was ihm auch seinen Namen eingebracht hat.

In einer Parlamentssitzung wurde beschlossen, dass der Elefant bis Ende des Jahres abgeschossen werden soll. Das Forstamt hat dazu den Elefanten als „Schurken-Elefant“ eingestuft und einen Jäger (laut anderer Quelle zwei Jäger) angeheuert, um das Tier zu abzuschießen. Ein Problem dabei ist, dass von den (einschließlich „Osama“) fünf „Schurken-Elefanten“, die in den vergangenen drei Jahren als solche eingestuft wurde, nur einer (nach Angaben einer anderen Quelle kein einziger) abgeschossen wurde. Sollte der Abschuss nicht bis zum 31. Dezember erfolgen, muss ein weiterer Versuch erneut vom Parlament genehmigt werden.

Ein damit im Zusammenhang stehendes Thema in der Parlamentssitzung war auch die Zahlung von Entschädigungen für durch Elefanten zerstörte Häuser. Seit 9. Dezember wurden allein im Gebiet Narayanpur 300 Häuser durch Elefanten zerstört und in Majuli 72 Häuser. Der zuständige Minister für Forstwirtschaft, Rokybul Hussain, sieht den Grund für den Anstieg von Zwischenfällen mit Elefanten in der Zerstörung deren natürlichen Lebensraumes. Als längerfristige Lösung sollen deshalb in einigen Reservaten Bäume gepflanzt werden. Die Zahl der in Assam lebenden Elefanten nahm zwischen 1993 und 2002 von 5.524 Tieren auf 5.246 Tiere ab.

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November 15, 2006

Indien: Drei wilde Elefanten durch Stromschlag getötet

Indien: Drei wilde Elefanten durch Stromschlag getötet

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Artikelstatus: Fertig 21:48, 15. Nov. 2006 (CET)
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Dispur (Indien), 15.11.2006 – In Assam starben in der vergangene Woche drei Elefanten, als sie in eine umgefallene Hochspannungsleitung an einer Teeplantage gerieten. Ein Beamter sagte gegenüber einer indischen Nachrichtenagentur: „Durch die Hochspannungsleitung starb zuerst ein erwachsener weiblicher Elefant und sofort darauf zwei ihrer Jungen, als sie sie befreien wollten. Es war ein berührender Anblick, als die übrige Herde buchstäblich in Tränen die toten Elefanten umringte, von Zeit zu Zeit trompetete und sie häufig ableckte.“

In Assam befindet sich die größte Population von asiatischen Elefanten in Indien, mit schätzungsweise 5.300 Tieren. Durch die Verkleinerung der Lebensräume kommt es immer mehr zu Konflikten mit der Bevölkerung. In Assam allein wurden in den vergangenen fünf Jahren 240 Menschen durch Elefanten getötet, 265 Elefanten starben im selben Zeitraum, oft in Racheakten der Bevölkerung. Auch in diesem Fall soll es Untersuchungen geben, ob der umgefallene Strommast eine absichtliche Aktion war.

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November 1, 2006

Elefant erkennt sich im Spiegel

Elefant erkennt sich im Spiegel – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Elefant erkennt sich im Spiegel

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Artikelstatus: Fertig 15:27, 1. Nov. 2006 (CET)
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Archivbild Asiatische Elefanten

New York (Vereinigte Staaten), 01.11.2006 – Forscher haben bei Versuchen im Bronx Zoo in New York eine neue Erkenntnis über Elefanten erlangt: Sie können sich selbst im Spiegel erkennen. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler von der Emory University in Atlanta in ihrer Veröffentlichung in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“ vom 30. Oktober. Zumindest eines von drei Versuchstieren versuchte, einen auf seinem Kopf aufgemalten Fleck, der im Spiegelbild zu sehen war, zu entfernen. Bisher war unter anderem von Affen, Delfinen und Elstern ein ähnliches Verhalten bekannt. Und auch bei diesen reagierten nicht immer alle Versuchstiere auf einen Spiegel.

Das Gehirn von Elefanten wiegt mehr als dreimal so viel wie das eines Menschen, und sie besitzen ein komplexes Sozialverhalten. Außerdem lassen sie sich gut dressieren. Laut Joshua Plotnik, einem Autor der Studie, macht sie das zu „logischen Kandidaten für Spiegeltests“. Es gab auch schon in der Vergangenheit solche Tests mit Elefanten, die aber auf keine Selbsterkenntnis schließen ließen. Den Grund sieht Frans de Waal, ebenfalls ein Autor der Studie, im Versuchsaufbau: „Das große Problem ist, einen Spiegel zu haben, der ‚elefantenfest‘ ist.“ Frühere Versuche hätten zu kleine und zu schwer zugängliche Spiegel verwendet. Die Elefanten aber wollten „dagegen knallen, dahinter schauen, die Sache ausprobieren, bevor sie verstehen, was vor sich geht“.

Deshalb wurde diesmal ein 2,5 mal 2,5 Meter großer Spiegel in einem Elefantengehege mit drei weiblichen Asiatischen Elefanten montiert, der stabil genug für ausgiebige Untersuchungen durch die Tiere war. Bei ähnlichen Tests mit Affen und Delfinen gibt es normalerweise vier Phasen der Erkenntnis im Spiegel: Zuerst der Versuch der Kommunikation mit dem vermeintlichen Artgenossen, dann eine physische Inspektion des Spiegels, ein Testen des Verhaltens des Spiegelbilds und schließlich die Selbsterkenntnis. Die Elefanten übersprangen die erste Phase und schauten in Phase zwei hinter den Spiegel und griffen auch mit dem Rüssel dahinter. In Phase drei führten sie verschiedene Bewegungen durch und verglichen sie mit denen des Spiegelbildes. Auch wenn sich dann nur eines der Tiere selbst erkannte, indem es den aufgemalten Fleck untersuchte, und nach einiger Zeit dann auch das Interesse an dem Fleck verlor, sehen die Wissenschaftler das Ergebnis als eindeutigen Beweis für die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis. Als nächstes wollen sie die Fähigkeiten von Elefanten auch in ihrer natürlichen Umgebung weiter erforschen.

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October 27, 2006

Nepal: Fünf Tote durch randalierenden Elefanten

Nepal: Fünf Tote durch randalierenden Elefanten

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Artikelstatus: Fertig 14:37, 27. Okt. 2006 (CEST)
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Kathmandu (Nepal), 27.10.2006 – Laut Behördenangaben starben in der vergangenen Woche in Nepal fünf Menschen durch einen randalierenden Elefanten. Einheimische hatten zuvor noch versucht, das Tier duch Feuer und Feuerwerkskörper zu vertreiben. Ein Polizist sagte: „Das Tier randaliert in der Nacht, und verschwindet dann wieder im Dschungel.“

Umweltschützer machen die Zerstörung der natürlichen Lebensräume der Elefanten für solche Vorfälle verantwortlich. Dadurch würden die Tiere gezwungen, auf Feldern nach Nahrung zu suchen, was zum Konflikt mit der Bevölkerung führt. Einer Studie des WWF zufolge leben nur noch um die 100 Elefanten in Nepal.

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May 7, 2005

Größtes Dinosaurierskelett der Welt wächst noch

Größtes Dinosaurierskelett der Welt wächst noch

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SBB

Berlin (Deutschland), 07.05.2005 – Das größte in einem Museum ausgestellte Dinosaurierskelett der Welt, ein rund zwölf Meter hoher und 23 Meter langer, giraffenartiger Brachiosaurus brancai aus Tansania (Afrika), kann bis Mitte 2007 nicht mehr in Berlin bewundert werden. Der Gigant aus der Jurazeit vor etwa 150 Millionen Jahren muss wegen Renovierungsarbeiten im Berliner Naturkundemuseum zerlegt, sicher verpackt und bis zum Wiederaufbau in einer Lagerhalle aufbewahrt werden.

Den wissenschaftlichen Namen „Brachiosaurus brancai“ hat 1914 der Berliner Paläontologe Werner Janensch (1887-1968) geprägt. Der Gattungsname Brachiosaurus („Arm-Echse“) bezieht sich darauf, dass die Vorderextremitäten dieses Dinosauriers deutlich länger sind als die Hinterbeine. Mit dem Artnamen brancai wurde der Direktor des Geologisch-Paläontologischen Instituts und Museums der Berliner Universität, Professor Wilhelm Branca (1844-1928), geehrt, der wesentlich an der Förderung der so genannten Tendaguru-Expedition beteiligt war, bei der man diesen Dinosaurier barg.

Die Gattung Brachiosaurus existierte – nach Funden zu schließen – in der oberen Jurazeit vor etwa 150 Millionen Jahren in Ostafrika (Tansania) und in den USA (Colorado). Dies ist die Zeit, zu der in Bayern Urvögel (Archaeopteryx), Flugsaurier und der kleinste Dinosaurier der Erde, der nur zirka 70 Zentimeter lange Compsognathus, lebten.

Brachiosaurus gehört zu den so genannten Sauropoden – auch Elefantenfuß-Dinosaurier genannt –, für die ein kleiner Kopf, ein langer, schlangenartiger Hals, vier elefantenartige Beine und ein langer peitschenartiger Schwanz typisch sind. Dank seines aus 14 Wirbeln bestehenden langen Halses konnte Brachiosaurus hoch in den Bäumen pflanzliche Nahrung suchen und verzehren. Täglich benötigte er etwa eine Tonne Futter.

Entdeckungen riesiger fossiler Einzelknochen von Brachiosaurus, die etwa anderthalbmal so groß sind wie die des Berliner Dinosauriers, belegten, dass die „Arm-Echse“ eines der gewaltigsten Landwirbeltiere aller Zeiten war. Die stattlichsten Brachiosaurier erreichten eine Höhe von sage und schreibe 16 Metern und eine Länge von vielleicht bis zu 27 Metern. Von der eindrucksvollen Gesamthöhe machte der Hals mehr als die Hälfte aus.

Das Lebendgewicht von Brachiosaurus wird von Experten auf maximal etwa 80 Tonnen geschätzt, was rund 20 heutigen Elefantenkühen oder 12 erwachsenen Elefantenbullen entspricht. Ein ähnliches Gewicht hat heute nur noch der maximal 30 Meter lange Blauwal (Balaenoptera musculus). Nach Berechnungen von Wissenschaftlern wog allein das Herz eines lebenden Brachiosaurus zwischen 230 und 386 Kilogramm. Die Berliner „Arm-Echse“ hat eine Schulterhöhe von mehr als sechs Metern und besaß bis zu 2,55 Meter lange Rippen.

Der Berliner Brachiosaurus wurde bei einer großen Grabungsexpedition deutscher Paläontologen unter Leitung von Werner Janensch in den Jahren 1909 bis 1913 am Tendaguru-Hügel in Tansania, das damals Deutsch-Ostafrika hieß, entdeckt. Die meisten Knochen dieses Skeletts stammen von einem einzigen Dinosaurier; nur die Schwanzwirbelsäule wurde von einem zweiten, annähernd gleich großen Saurier hinzugefügt. In Tendaguru barg man auch fossile Reste der Dinosaurier Dicraeosaurus („Gegabelte Echse“), Kentrurosaurus („Stachelige Echse“), Elaphrosaurus („Leichte Echse“) und Dysaltosaurus (heute Dryosaurus beziehungsweise „Eichen-Reptil“).

Nach der Entdeckung mussten die teilweise zentnerschweren Knochen des Berliner Brachiosaurus zu Fuß von Menschen etwa 50 Kilometer weit bis an die Küste Ostafrikas getragen werden. Von dort aus transportierte man die Dinosaurierknochen per Schiff nach Deutschland.

Die Präparation und Aufstellung dieses riesigen Dinosauriers in Berlin dauerte 26 Jahre: von 1911 bis 1937. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges musste man das Skelett bereits 1939 wieder abmontieren. Erst ab Herbst 1952 wurde das ungewöhnliche Schauobjekt wieder der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Abbau des Berliner Dinosauriers im Mai 2005 wird von der kanadischen Spezial-Firma Research Casting International (RCI) aus Ontario vorgenommen. Diese hat bereits mehr als 100 Dinosaurier auseinandergenommen und wieder zusammengefügt. Dabei sei noch nie etwas verlorengegangen, erklärte RCI-Spezialistin Carla Mackie.

Das größte Dinosaurierskelett der Welt besteht aus rund 200 Knochen. Davon sind etwa die Hälfte Originale, der Rest wurde ergänzt. Um die Stabilität nicht zu gefährden, ersetzte man den schweren Originalschädel durch eine leichtere Gipskopie. Der aus Gips nachgebildete Schädel wiegt etwa 50 Kilogramm, ein zirka 2,20 Meter langer Oberarmknochen zirka 300 Kilogramm. Im Naturkundemuseum wird Brachiosaurus brancai scherzhaft „Langhals“ genannt, verriet Dr. Wolf-Dieter Heinrich, Kustos für Wirbeltiere.

Der Zusammenbau des Berliner Brachiosaurus soll nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen erfolgen. Der Hals der „Arm-Echse“ wird ab Mitte 2007 gestreckter und die Beinstellung nicht mehr o-beinig sein. Der Schwanz liegt dann nicht mehr auf dem Boden, sondern wird elegant angehoben. Fossile Dinosaurier-Fährten bewiesen nämlich, dass der Schwanz der Sauropoden im Gegensatz zu Krokodilen nicht am Boden eine Schwanzrinne hinterließ. Durch diese Änderungen wächst der Berliner Rekord-Dinosaurier noch ein wenig: Er wird ab Mitte 2007 etwa ein Meter größer sein als vorher.

Das Berliner Naturkundemuseum wird innerhalb der nächsten zwei Jahre modernen konservatorischen Anforderungen für die wertvollen Sammlungen angepasst. Unter anderem erneuert man das Glasdach der historischen Saurierhalle, in der Brachiosaurus brancai und andere Dinosaurier präsentiert wurden. Um Beschädigungen zu vermeiden, werden die Giganten der Urzeit abmontiert. Im Museum liegen bereits Anfragen von Paläontologen aus aller Welt vor, welche die Berliner Brachiosaurus-Originalknochen untersuchen möchten.

Themenverwandte Artikel

  • Urvögel werden oft fehlgedeutet (24.04.2005)

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