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July 31, 2012

London: Erste Olympia-Medaillen für Deutschland erkämpft

London: Erste Olympia-Medaillen für Deutschland erkämpft

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Veröffentlicht: 20:18, 31. Jul. 2012 (CEST)
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London (Vereinigtes Königreich), 31.07.2012 – Nachdem Fechterin Britta Heidemann gestern mit ihrer Silbermedaille das Eis für Deutschland gebrochen hatte, folgten nun die ersten Goldmedaillen: im Reiten.

Britta Heidemann holte bereits 2008 in China die Goldmedaille für Deutschland. Jetzt hat sie es wieder versucht, scheiterte jedoch mit 8:9 nach Verlängerung an der Ukrainerin Yana Shemyakina. Obwohl sie „nur“ Silber holte, war ihre Medaille enorm wichtig für die deutschen Olympioniken – denn es war die erste bei diesen Spielen.

Heute sorgten dann die deutschen Vielseitigkeitsreiter fürs erste Gold. Vermutlich vermiesten die fünf Deutschen der britischen Königsfamilie damit den Tag, denn sie verwiesen die britischen Reiter vor den Augen der Royals auf Platz 2. Bronze ging an Neuseeland. Das Reiterteam aus Deutschland galt als Favorit, es hatte bereits bei den Olympischen Spielen in Hongkong 2008 gewonnen. Auf den Sieg in der Teamdisziplin folgte schnell die zweite Goldmedaille: Michael Jung konnte auch beim Einzel überzeugen und errang damit die zweite Medaille des Tages für Deutschland.

Quellen[Bearbeiten]

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July 30, 2012

Olympia Tag 2: Noch keine Medaillen für deutsche Athleten

Olympia Tag 2: Noch keine Medaillen für deutsche Athleten

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Veröffentlicht: 13:50, 30. Jul. 2012 (CEST)
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London (Vereinigtes Königreich), 30.07.2012 – Bis zum Ende des zweiten Tages der 30. Olympischen Spiele hat sich noch immer kein Deutscher eine Medaille erkämpft. Am erfolgreichsten war mit bis jetzt sechs Goldmedaillen das bevölkerungsreichste Land der Welt: die Volksrepublik China. Besondere Enttäuschung macht sich bei den deutschen Schwimmern breit: Hier waren bereits am ersten Tag mehrere Medaillen erwartet worden. Bei den Radfahrerinnen landete Deutschland auf dem vierten Platz.

Der Medaillenspiegel[Bearbeiten]

Medaillenspiegel (nach 19 von 302 Entscheidungen)
Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
01 :w:China:w:China China 6 3 2 11
02 :w:Vereinigte Staaten:w:Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 3 4 3 10
03 :w:Italien:w:Italien Italien 2 3 2 7
04 KasachstanKasachstan Kasachstan 2 2
05 Korea SudSüdkorea Südkorea 1 1 2 4
06 BrasilienBrasilien Brasilien 1 1 1 3
07 NiederlandeNiederlande Niederlande 1 1 2
08 Korea NordNordkorea Nordkorea 1 1 2
08 RusslandRussland Russland 1 1 2
10 :w:Australien:w:Australien Australien 1 1
10 GeorgienGeorgien Georgien 1 0 0 1
12 JapanJapan Japan 2 2 4
13 FrankreichFrankreich Frankreich 1 1 2
13 UngarnUngarn Ungarn 1 1 2
15 RumänienRumänien Rumänien 1 1
15 Chinese TaipeiChinese Taipei Chinese Taipei 1 1
15 PolenPolen Polen 1 1
15 KolumbienKolumbien Kolumbien 1 1
15 KubaKuba Kuba 1 1
15 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1 1
21 UkraineUkraine Ukraine 1 1
21 SlowakeiSlowakei Slowakei 1 1
21 BelgienBelgien Belgien 1 1
21 KanadaKanada Kanada 1 1
21 NorwegenNorwegen Norwegen 1 1
21 SerbienSerbien Serbien 1 1
21 UsbekistanUsbekistan Usbekistan 1 1
21 MoldawienMoldawien Moldawien 1 1

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Olympische Sommerspiele

Quellen[Bearbeiten]

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June 22, 2012

Mutter des ersten Retortenbabys verstorben

Mutter des ersten Retortenbabys verstorben

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Veröffentlicht: 00:42, 22. Jun. 2012 (CEST)
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Bristol (Großbritannien), 22.06.2012 – Lesley Brown, die am 25. Juli 1978 das erste im Wege künstlicher Befruchtung gezeugte Kind zur Welt brachte, ist bereits am 6. Juni 2012 im Alter von 64 Jahren nach einer kurzen Krankheit in Bristol verstorben. Das gab ihre Tochter Louise Brown bekannt. Lesley Brown war am 20. Juni 2012 in engsten Familienkreis in Bristol beigesetzt worden.

Louise Brown beschrieb ihre Mutter als einen ruhigen und sehr zurückgezogen lebenden Menschen. Ihr Vater John Brown lebte schon seit fünf Jahren nicht mehr. Louise Brown sagte, ihre Mutter sei nur deshalb ins Rampenlicht der Öffentlichkeit geraten, weil sie sich so sehr eine Familie gewünscht habe.

Das Paar hatte neun Jahre lang erfolglos versucht, ein Kind zu bekommen, als sie sich entschlossen, es mit einer künstlichen Befruchtung zu versuchen. Die Schwangerschaft war zuvor an verklebten Eileitern gescheitert. In einem Interview im Jahr 2008 sagte Lesley Brown, die In-vitro-Fertilisation sei damals eine ganz andere Behandlung gewesen als heutzutage. Befürchtungen, wonach das Kind behindert sein könnte, erwiesen sich rasch als unbegründet. Sie war damals in Behandlung bei Patrick Steptoe und Robert Edwards. Letzterer war im Jahr 2010 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet worden. Edwards erzählte ebenfalls in einem Interview im Jahr 2008, sein Kollege Steptoe habe seine Patientin seinerzeit nach der Entbindung ins Haus seiner Mutter gefahren, um Lesley Brown vor der Presse zu schützen, die sie verfolgt habe.

Lesley Brown hatte noch ein weiteres Kind, Natalie, das vier Jahre nach Louise ebenfalls nach einer künstlichen Befruchtung geboren worden war, sowie eine Stieftochter namens Sharon. Außerdem war sie fünffache Großmutter.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Vor 25 Jahren: Erstes deutsches Retortenbaby erblickt das Licht der Welt (11.04.2007)

Quellen[Bearbeiten]

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March 18, 2012

FA-Cup Viertelfinal-Begegnungen 2012

FA-Cup Viertelfinal-Begegnungen 2012 – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

FA-Cup Viertelfinal-Begegnungen 2012

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Veröffentlicht: 20:31, 18. Mär. 2012 (CET)
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Europa, 18.03.2012 – In Italien und Österreich konnten sich die Spitzenreiter etwas absetzen. In England wurde ein FA-Cup-Viertelfinale abgebrochen und in Frankreich konnte das Spitzenduo nicht gewinnen.

Im Eröffnungsspiel des 28.Spieltages in der italienischen Serie A gewann der AC Milan 2:0 in Parma. Durch die Niederlage rutschte der FC Parma auf den 17. Rang und hat nur noch sechs Punkte Abstand auf die Abstiegsplätze.Der Vorsprung Milans auf Juventus Turin wuchs durch den Sieg auf sieben Punkte an. Juventus Turin siegte anschließend 5:0 in Florenz.

In Österreich konnte sich der FC Salzburg von seinen Verfolgern absetzen. Während die beiden Wiener Klubs nur Unentschieden spielten, Rapid zu hause gegen den SV Mattersburg 1:1 und die AUstria auswärts beim SC Wiener Neustadt 0:0, gewannen die Salzburger mit 1:0 in Karpfenberg. Wacker Innsbruck und der SV Ried trennten sich mit 0:0.

In Frankreich konnte Spitzenreiter Paris Saint-Germain die zwischenzeitliche 2:1-Führung der Heimmannschaft nur noch ausgleichen, während Verfolger Montpellier sein Spiel in Nancy 1:0 verlor. Der Abstand auf den Tabellenführer beträgt nun zwei Punkte. Der Abstand auf Platz 3, der statt zur Teilnahme an der Champions-League-Gruppenphase nur zur Teilnahme an der Qualifikation berechtigt, beträgt vor den Spielen von AS Saint-Etienne und Lille OSC zehn Punkte.

Der amtierende spanische Meister FC Barcelona gewann 2:0 in Sevilla und verkürzte seinen Rückstand auf Tabellenführer Real Madrid zumindest für einen Tag auf sieben Punkte. Real Madrid spielt morgen Abend gegen den FC Malaga. Der FC Getafe besiegte Real Sociedad San Sebastian mit 1:0, der FC Granada Sporting Gijon mit 2:1. Real Saragossa und CA Osasuna trennten sich mit 1:1.

In der Premier League gewann Swansea City aus Wales am 29.Spieltag 3:0 beim Londoner Verein FC Fulham. Während Fulham auf den 11. Platz abrutschte, stieg Swansea vorrübergehend auf Platz acht. Wighan Athletic und West Bromwich Albion trennten sich 1:1. Im FA-Cup-Viertelfinale trennten sich der FC Everton und AFC Sunderland 1:1. Das FA-Cup Viertelfinale zwischen dem FC Tottenham und den Bolton Wanderers wurde in der 41.Minute abgebrochen, weil der Fabrice Muamba zusammengebrochen war und im Stadion nicht wiederbelebt werden konnte. Nach Informationen der BBC gibt es bisher keine Informationen über seinen derzeitigen Zustand. Die Zuschauer beider Mannschaften sollen seinen Namen gerufen haben, als er aus dem Stadion gebracht wurde.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Fußball

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July 29, 2011

A 95 bei München: 35 Kilogramm Haschisch im Kofferraum

A 95 bei München: 35 Kilogramm Haschisch im Kofferraum

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Veröffentlicht: 22:47, 29. Jul. 2011 (CEST)
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München (Deutschland), 29.07.2011 – Bereits am Mittwochmorgen des 27. Juli wurde ein Brite in einem Mietwagen auf der Autobahn A 95 kontrolliert. Der unter Drogeneinfluss stehende Mann hatte 35 Kilogramm Haschisch im Kofferraum.

Der Chevrolet war einer Polizeistreife aufgefallen, da er außergewöhnlich langsam auf der Autobahn unterwegs war. Bei der Kontrolle bemerkten die Streifenbeamten, dass der Mann erhebliche Konzentrations- und Koordinationsschwierigkeiten hatte. Der Mann musste sich einem Drogentest unterziehen. Ergebnis: Der Mann stand unter dem Einfluss von Tetrahydrocannabinol (THC). Dies ist der berauschende Wirkstoff der Cannabispflanze, aus deren Harz Haschisch gewonnen wird. Schon damit hatte er sich ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingehandelt. Wer unter Drogeneinfluss fährt, handelt sich regelmäßig ein Ermittlungsverfahren gemäß Trunkenheit im Verkehr ein, da hier nicht nur das Fahren unter Alkoholeinfluss unter Strafe steht.

Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs wurden mit Unterstützung eines Rauschgifthundes 35 Kilogramm Haschisch, teilweise mit Kaffeeverpackungen umhüllt, aufgefunden.

Der Brite wurde festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen wurde von der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Südbayern (GER) übernommen. Dem Mann droht eine langjährige Freiheitsstrafe wegen eines Verbrechens nach § 29 a des Betäubungsmittelgesetzes.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

Quellen

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April 10, 2011

Volksentscheid in Island: Entschädigungszahlung für Pleitebank abgelehnt

Volksentscheid in Island: Entschädigungszahlung für Pleitebank abgelehnt

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Veröffentlicht: 15:40, 10. Apr. 2011 (CEST)
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Reykjavík (Island), 10.04.2011 – Auch in der zweiten Abstimmung lehnte das isländische Volk Entschädigungszahlungen an London und Den Haag ab. Laut TV-Sender Ríkisútvarpið (RUV) haben sich 58 Prozent gegen die von der Regierung ausgehandelte Schuldenrückzahlung ausgesprochen. Obwohl zu diesem Zeitpunkt erst zwei Drittel der Stimmen ausgezählt waren, ist nicht mehr mit einer Zustimmung zu rechnen – ein Schock für das Parlament, dass dem Entschädigungsgesetz mit 70 Prozent zugestimmt hatte.

Am 7. Oktober 2008 musste die isländische Onlinebank Icesave Insolvenz anmelden. Kunden hatte die Bank in England, den Niederlanden und in Island. Nach dem Zusammenbruch der Bank entschädigte Island nur die Kunden aus dem eigenen Land. Für die rund 340.000 Kunden aus England und den Niederlanden sprangen die eigenen Regierungen ein.

Bereits im März 2010 hatten die Isländer über die Entschädigung der Icesave-Kunden abgestimmt und diese mit 93 Prozent der abgegebenen Stimmen abgelehnt. Hauptargument waren damals die hohen Zinsen, die für die Rückzahlung vereinbart worden waren. Es folgten neue Verhandlungen mit England und den Niederlanden. Man einigte sich auf eine Rückzahlung bis zum Jahr 2046. Für die 1,3 Milliarden Euro für die Niederlande sollten ein Zinssatz von drei Prozent gelten, für die 2,6 Milliarden Euro für England ein Zinssatz von 3,3 Prozent. Dies stellte eine Verbesserung der Rückzahlungsbedingungen dar. Im zweiten Volksentscheid lehnten die Bürger auch diese Vereinbarung ab, wenn auch nicht mehr mit so deutlicher Mehrheit. Hauptargument war jetzt, dass das Land nicht für die Verbindlichkeiten einer Privatbank einstehen müsse.

Die zweite Volksabstimmung war notwendig geworden, nachdem der Staatspräsident Ólafur Ragnar Grímsson im Februar 2011 eine Ratifizierung des Entschädigungsgesetzes abgelehnt hatte. Ministerpräsidentin Johanna Sigurdardottir zeigte sich enttäuscht vom voraussichtlichen Ergebnis der Volksabstimmung. Man hatte gehofft, so einen Weg aus dem Konflikt zu finden. Jetzt wird sich die EU-Gerichtsbarkeit mit den Standpunkten der Länder beschäftigen und klären müssen, ob eine Verpflichtung von Island gegenüber England und den Niederlanden besteht, die Zahlungen zu leisten. Wirtschaftsminister Arni Pall Arnason sagte in der Nacht auf Sonntag, er werde diesbezüglich am Montag Kontakt mit dem EFTA-Gerichtshof in Luxemburg aufnehmen. Die im Raum stehende hohe Schuldenlast für die 318.236 Bürger von Island ist somit durch die Abstimmung nicht vom Tisch.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Wirtschaft

Quellen

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March 11, 2011

München: High nach 30 Stunden Fahrt auf dem Truck

München: High nach 30 Stunden Fahrt auf dem Truck

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Veröffentlicht: 21:39, 11. Mär. 2011 (CET)
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München (Deutschland), 11.03.2011 – Am Donnerstagnachmittag stoppte die Münchner Polizei einen britischen Lkw. Der 23-jährige irische Fahrer war von Streatham (England) nach München gefahren. Auf der 1500 km langen Fahrt legte er lediglich die Zwangspause zum Übersetzen über den Ärmelkanal ein. Als die Beamten drogentypische Merkmale feststellten folgte ein Test, bei dem Tetrahydrocannabinol (THC) festgestellt wurde. THC ist der Hauptwirkstoff von Marihuana. Damit war der Mann aus Irland unter dem Einfluss eines Joints am Steuer.

Im Institut für Rechtsmedizin wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Wegen der Lenkzeitüberschreitung und Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB) wurde eine Sicherheitsleistung von 2000 Euro erhoben. Anschließend konnte er sich ausschlafen, da ihm die Weiterfahrt erst nach 24 Stunden gestattet wurde. Das Geld musste er sich aus England überweisen lassen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:München

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July 19, 2010

Fußball-WM 2010: Rekordsieg für Deutschland gegen England im Achtelfinale

Fußball-WM 2010: Rekordsieg für Deutschland gegen England im Achtelfinale

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Veröffentlicht: 08:54, 19. Jul. 2010 (CEST)
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Bloemfontein (Südafrika), 19.07.2010 – Deutschland gewann gegen England im Free-State-Stadion in Bloemfontein das dritte Spiel im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Der Einzug ins Achtelfinale gelang Deutschland als Erstem der Gruppe D und England als Zweitem der Gruppe C. Beide Mannschaften trafen dadurch zum fünften Mal bei einer Fußball-Weltmeisterschaft aufeinander.

Das dritte Achtelfinalspiel zwischen Deutschland und England wurde am 27. Juni 2010 pünktlich um 16.00 Uhr angepfiffen. Deutschland konnte nach 20 Minuten durch Miroslav Klose nach einem sehr weiten Abstoß in Führung gehen. Zwölf Minuten später erhöhte Lukas Podolski auf 2:0. Die deutsche Mannschaft verzeichnete bis dahin einige Chancen und die Führung galt als verdient.

Frank Lampard

Fünf Minuten nach der Führung erzielte Matthew Upson den Anschlusstreffer für England per Kopf. Eine Minute nach dem Anschlusstreffer hatte Frank Lampard die Chance zum Ausgleich. Ein Lattentreffer ließ den Ball deutlich hinter der Torlinie aufkommen und wieder aus dem Tor springen. Frank Lampard, der englische Trainer Fabio Capello und die englischen Fans im Stadion jubelten über den vermeintlichen Ausgleich zum 2:2, jedoch erkannte Schiedsrichter Jorge Larrionda den Treffer nicht an. In den Medien wurde dieses nicht gegebene Tor als „Rache für Wembley“ bezeichnet.

Nach der Halbzeit konnte Deutschland durch zwei Tore von Thomas Müller in der 67. und 70. Minute auf 4:1 erhöhen. England schied somit im Achtelfinale gegen Deutschland aus. Deutschland traf am 3. Juli 2010 im Viertelfinale auf Argentinien, somit kam es zur gleichen Begegnung wie im Viertelfinale der Fußball-WM 2006.

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July 5, 2010

Fußball-WM: Deutschlands Arbeitssieg gegen Ghana

Fußball-WM: Deutschlands Arbeitssieg gegen Ghana

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Veröffentlicht: 20:21, 5. Jul. 2010 (CEST)
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Pretoria / Port Elizabeth / Nelspruit / Johannesburg (Südafrika), 05.07.2010 – Deutschland gewann das letzte Gruppenspiel gegen Ghana mit 1:0 durch einen Treffer von Özil. Deutschland wurde damit Gruppensieger in der Gruppe D. Als Gruppenzweiter zog auch die Mannschaft aus Ghana in das Achtelfinale ein. Die punktgleichen Australier setzten sich zwar gegen Serbien durch, hatten jedoch das schlechtere Torverhältnis. In der Gruppe C setzten sich England und die Vereinigten Staaten jeweils mit 1:0 in ihrem letzten Gruppenspiel durch und sind die Gegner Deutschlands bzw. Ghanas im Achtelfinale.

Slowenien – England
0:1 (0:1)

Im Nelson-Mandela-Stadion in Port Elizabeth verfolgten 36.893 Zuschauer den knappen Sieg Albions gegen die Slowenen, der den Engländern den zweiten Platz in der Abschlusstabelle der Gruppe C sicherte. In der von Schiedsrichter Wolfgang Stark aus Deutschland geleitete Partie erhielten drei slowenische Nationalspieler sowie ein Engländer Gelbe Karten. Die bessere Ausgangssituation hatten die Slowenen, da ihnen ein Unentschieden gereicht hätte um Platz zwei der Tabelle zu erreichen. Die von dem Italiener Fabio Capello trainierten Engländer benötigten einen Sieg, da sie bei einem Unentschieden jedenfalls schlechter gestellt gewesen wären, als die Vereinigten Staaten, sofern diese nicht gegen Algerien verloren hätten.

Das englische Team lief auf mehreren Positionen verändert auf. Statt des wegen seiner zweiten Gelben Karte gesperrten Jamie Carragher ergänzte Matthew Upson den von Capelli vom Amt des Mannschaftskapitäns enthobenen John Terry in der Abwehr des englischen Teams. Terry konnte sich nicht mit seiner Forderung durchsetzen, dass Capelli Joe Cole einsetzen solle. Im Sturm spielte Jermain Defoe statt Emile Heskey und der Mittelfeldspieler Aaron Lennon lief anstelle des weniger offensiven James Milner auf.

Die erste Torchance hatten die Slowenen, Valter Birsas Schussversuch aus 23 Metern brachte der englische Schlussmann David James jedoch problemlos unter Kontrolle. Die erste Chance der „Three Lions“ hatte dann Frank Lampard mit einem Freistoß aus 30 Metern Torentfernung. Der für Udinese Calcio in der italienischen Serie A spielende slowenische Torhüter Samir Handanovič brachte den heransegelnden Ball jedoch problemlos unter Kontrolle. Doch Torglück hatten die Engländer zunächst nicht. Wayne Rooney von Manchester United schoss von der Strafraumgrenze, doch sein Ball wurde zum Eckball abgewehrt. Dieser wurde vom Liverpooler Steven Gerrard getreten und gelangte zu Terry, doch dessen Kopfball verfehlte das Tor. Wenig später machte Terry im eigenen Strafraum eine Großchance des beim belgischen Erstligisten KAA Gent spielenden Zlatan Ljubijankič zunichte.

Das einzige Tor des Spieles erzielte Defoe in der 23. Minute nach einer Hereingabe von Milner. Sloweniens Torhüter Handanovič hatte zwar noch beide Hände am Ball, mehr als leicht abfälschen konnte er den Schuss aber nicht. In der 27. Minute hatten die Engländer eine weitere Chance mit denselben Beteiligten, doch diesmal war der slowenische Torwart auf der Hut. Den Ball, den er jedoch nicht fangen konnte, schoss Lampard über das Tor. Immer wieder kam England in der Folge zu guten Chancen. Einen Schuss von Gerrard konnte Handanovič wegfausten, Rooney eroberte den Ball gegen drei Verteidiger und spielte zu Gerrard. Sein Schuss aus 14 Metern war ins rechte Eck gezielt, doch Handanović konnte parieren. Die Engländer spielten dann weniger offensiv, doch für die Slowenen ergaben sich dadurch keine zwingenden Torchancen. Einzig ein Freistoß von Birsa aus 40 Metern Torentfernung sorgte für Gefahr, doch der aus dem Tor laufende englische Schlussmann James konnte den von der englischen Abwehr abgefälschten Ball abwehren, bevor Sloweniens Stürmer Milivoje Novakovič eingreifen konnte.

Auch nach dem Seitenwechsel agierte Albion offensiv. Einen Eckball Rooneys konnte Sloweniens Torhüter gerade noch wegschlagen, ein hohes Zuspiel lenkte Defoe mit dem Fuß sehr knapp am Tor vorbei. Die Slowenen wurden auch in der zweiten Halbzeit nur in Standardsituationen gefährlich. Terry hatte in der 57. Minute bei einem Eckball von Gareth Barry die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, doch sein Schuss aus wenigen Metern wurde von Torhüter Handanovič abgewehrt. Und auch in der 59. Minute war es der slowenische Schlussmann, der Rooneys Versuch nach einem guten Zuspiel von Lampard noch an den Pfosten lenkte. Die Engländer beschränkten sich in der letzten halben Stunde auf schnelle Konter, die von dem inzwischen eingewechselten Joe Cole ausgeführt wurden. Beim Spiel zwischen den Vereinigten Staaten und Algerien stand es zu dem Zeitpunkt noch 0:0, und bei diesem Spielstand wäre Slowenien trotz des Rückstandes weitergekommen. Die Südosteuropäer waren deswegen wenig offensiv, sodass sich am knappen 1:0-Erfolg für das englische Team nichts mehr änderte.

Abschlusstabelle der Gruppe C
Rang Land Tore Punkte
1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 4:3 5
2 England England 2:1 5
3 Slowenien Slowenien 3:3 4
4 Algerien Algerien 0:2 1
USA – Algerien
1:0 (0:0)

35.827 Zuschauer – unter ihnen auch der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten Bill Clinton – sahen im im Loftus-Versfeld-Stadion in Pretoria das vom belgischen Schiedsrichter Frank De Bleeckere gepfiffene Spiel. Dieser zeigte drei Nordafrikanern gelbe Karten sowie zückte das kleine Pappstück für zwei Spieler der Vereinigten Staaten. In der dritten Minute der Nachspielzeit sah der beim VfL Bochum spielende Anthar Yahia Gelb-Rot wegen Meckerns. In der stark umkämpften Gruppe C waren die Vereinigten Staaten auf einen Sieg angewiesen, um auf jeden Fall an Slowenien und England vorbeiziehen zu können. Die Algerier hatten vor dem Spiel noch eine marginale Chance auf Platz zwei, wenn sie ausreichend hoch gegen die USA gesiegt hätten und das Spiel England gegen Slowenien unentschieden ausgegangen wäre.

Das Team aus Algerien, das sich zum dritten Mal für eine Weltmeisterschaftendrunde qualifiziert hatte, hatte nach 18 Sekunden die erste Chance des Spieles, doch der Volleyschuss des Gladbachers Karim Matmour ging weit am Tor vorbei. In der sechsten Spielminute meldete sich der bei AEK Athen spielende Rafik Djebbour mit einem Volleyschuss aus zwölf Metern an die Querlatte. Auf der Gegenseite waren die Amerikaner glücklos; so versagte in der 20. Minute Herculez Gomez alleinstehend vor dem algerischen Schlussmann Raïs M’Bolhi, eine zweifelhafte Abseits-Entscheidung von Schiedsrichter De Bleeckere machte einen Treffer Dempseys ungültig, Jozy Altidore und Landon Donovan kamen sich in der 37. Minute gegenseitig in die Quere und so blieb eine Großchance zum Führungstor ungenutzt.

Nach der Halbzeitpause spielten die US-Boys weiter offensiv. Dempseys hatte Pech, als er nur den Innenpfosten traf und den Nachschuss am leeren Tor vorbeisetzte. Der frühere HSV-Spieler Benny Feilhaber konnte den algerischen Torhüter in der 65. Minute nicht überwinden. Die nachfolgende Ecke köpfte Dempsey knapp am Posten vorbei ins Toraus. Die Möglichkeiten der Nordafrikaner waren rar. Ein Schuss des Wolfsburgers Karim Ziani aus zehn Metern Torentfernung verfehlte das Tor. Den Rest der zweiten Halbzeit stürmten die Nordamerikaner auf das algerische Tor, doch waren sie am Ende der regulären Spielzeit praktisch ausgeschieden, da im zeitgleich stattfindenden Spiel der Engländer gegen die Slowenen die Engländer die Nase vorne hatten. Schließlich schoss Donovan in der zweiten Minute der Nachspielzeit in das algerische Tor und bewahrte somit sein Team vor dem Ausscheiden.

Durch den dreifachen Punkterfolg wurden die US-Amerikaner zum ersten Mal nach 1930 wieder Gruppensieger; gleichzeitig verdrängten sie dadurch die Engländer noch auf den zweiten Tabellenplatz und besiegelten das Aus für die Mannschaft aus Slowenien. Algerien konnte auch bei seiner dritten WM-Endrundenteilnahme nicht über die Gruppenspielphase hinaus gelangen.

Ghana – Deutschland
0:1 (0:0)

In der Gruppe D war die Ausgangssituation ähnlich kompliziert. Ghana hätte ein Unentschieden gegen Deutschland den Einzug in das Achtelfinale gesichert, doch auch eine Niederlage konnten sich die Westafrikaner erlauben, solange Australien im gleichzeitig stattfindenden Spiel gegen Serbien nicht zu viele Tore gut machte. Deutschland war nur bei einem Sieg unabhängig vom Ergebnis des Spiels Australien gegen Serbien. Eine weitere Niederlage hätte das Aus bedeutet, bei einem Unentschieden wäre die Nationalelf nur dann Gruppenzweiter geworden, wenn Serbien verloren oder nicht hinreichend viele Tore geschossen hätte. 82.391 Zuschauer in der Soccer City in Johannesburg waren deswegen auf das Spiel der deutschen Mannschaft gespannt, die sich beim Spiel gegen Serbien nicht gerade von ihrer starksten Seite gezeigt hatte und zudem auf den wegen seiner Gelb-Roten Karte gesperrten Stürmer Miroslaw Klose verzichten musste. Die Partie stand unter Aufsicht des brasilianischen Unparteiischen Carlos Simon, der jeweils einmal für Spieler beider Mannschaften das gelbe Kärtchen zückte.

Bundestrainer Joachim Löw stellte die deutsche Mannschaft auf zwei Positionen um. Cacau ersetzte von Spielbeginn an den gesperrten Klose und statt des im Serbien-Spiel schwachen Holger Badstuber spielte links in der Verteidigung Jérôme Boateng, der es auf dem Spielfeld mit seinem Halbbruder Kevin-Prince Boateng zu tun bekam. Die Ghanaer starteten mit einer defensiven Mannschaft, die aus einer Vierer-Abwehrkette, einem Mittelfeld aus fünf Spielern und einer Sturmspitze bestand. Die erste nennenswerte Chance des Spieles hatte Lukas Podolski in der siebten Minute, doch Hans Sarpei (Bayer Leverkusen) wehrte zum Eckball ab. Drei Minuten später wurde Podolskis Flanke von linksaußen vom Ghanaer John Mensah in Richtung Tor abgefälscht, sodass Torhüter Richard Kingson ein Eigentor verhindern musste. Nach diesen beiden Torchancen ging der Drang nach vorne in der Nervosität der deutschen Mannschaft unter. Die Mannschaft leistete sich viele Fehlpässe und die Ghanaer bestimmten nach der Anfangsviertelstunde das Spiel.

Schoss Deutschland ins Achtelfinale: Mesut Özil

In der 14. Minute konnte Bastian Schweinsteiger die Flanke Asamoah Gyans gerade so klären, ein Schuss von Kevin-Prince Boateng in der 23. Minute wurde von Arne Friedrich in höchster Not abgewehrt und in der 24. Minute war André Ayew nach einem Fehler von Abwehrspieler Per Mertesacker nur deswegen nicht erfolgreich, weil er den geeigneten Moment verpasste und Torhüter Neuer abwehren konnte. In dieser Phase des Spieles zeigte die deutsche Mannschaft wenige für die Ghanaer gefährliche Aktionen. Mesut Özil stürmte in der 25. Minute auf das Tor der Ghanaer zu und befand sich allein vor dem Torhüter der Westafrikaner. Bei der Wahl, ob er um Kingson rechts oder links vorbeispielen sollte, entschied er sich für die Mitte und traf direkt den Torhüter. Eine Kopfballchance durch Gyan verhinderte Lahm zwei Minuten später auf der Torlinie und in der 28. Minute wehrte Neuer Gyans Schuss von der rechten Seite ab. Die einzigen weiteren halbwegs nennenswerten Möglichkeiten der deutschen Mannschaft stamten von Cacau in der 30. Minute und von Schweinsteiger in der 41. Minute durch einen Freistoß, doch Torhüter Kingson war auf der Hut.

Die zweite Halbzeit begann zunächst für Deutschland nicht viel besser. In der 51. Minute stürmte Gyan in ähnlicher Weise auf Neuer zu, wie Özil in der ersten Halbzeit auf Kingson zulief. Neuer machte diesen Versuch genauso zunichte, wie in der 55. Minute, wieder durch Gyan. Deutschland bemühte sich weiterhin um ein Tor, kam aber nicht richtig vor das Tor der Westafrikaner. Überraschend fiel dann doch das 1:0. Ein Querpass Müllers vor der Strafraumgrenze gelangte auf den Bremer Özil, der schoss aus 17 Metern unhaltbar in den linken oberen Torwinkel. Beflügelt wurde die deutsche Mannschaft durch das Führungstor jedoch nicht, im Gegenteil. Jérôme Boateng war zweimal nicht aufmerksam, als Prince Tagoe in der 61. Minute zum Kopfstoß kam und Boateng nur mit Mühe noch zur Ecke klären konnte und in der 66. Minute, als Lahm den Schuss von Ayew gerade noch ins Toraus ablenkte. Löw nahm Boateng dann in der 73. Minute vom Platz und wechselte Marcell Jansen ein. Am Spielstand änderte sich jedoch nichts mehr.

Durch den Sieg gegen Ghana spielte sich die deutsche Nationalmannschaft auf den ersten Tabellenplatz vor und damit im Achtelfinale den Klassiker gegen England ermöglicht, da die „Three Lions“ in der Gruppe C nur den zweiten Tabellenplatz erreicht hatten.

Abschlusstabelle der Gruppe D
Rang Land Tore Punkte
1 Deutschland Deutschland 5:1 6
2 Ghana Ghana 2:2 4
3 Australien Australien 3:6 4
4 Serbien Serbien 2:3 3
Australien – Serbien
2:1 (0:0)

Ein Sieg im letzten Gruppenspiel hätte für Serbien das Weiterkommen gesichert, für die Australier waren die Szenarien für ein Weiterkommen komplizierter. Dabei war das Weiterkommen des Teams aus Down Under vom Ausgang des Spiels Deutschlands gegen Ghana abhängig. Ein hoher Sieg Deutschlands oder eine Niederlage des Weltmeisterschaftsdritten von 2006 und Vize-Europameisters von 2008 gegen Ghana hätte für die Australier den zweiten Tabellenplatz bedeutet, falls man das eigene Spiel gegen Serbien gewinnen konnte.

In der ersten Halbzeit hatte Serbien mehr vom Spiel und konnte durch Miloš Krasić in der zwölften Minute in Führung gehen, doch dieser scheiterte alleinstehend vor Australiens Schlussmann Mark Schwarzer. Die Australier waren in der ersten Spielhälfte wenig nach vorne orientiert, sodass die 37.836 Zuschauer im nicht vollständig besetzten Mbombela-Stadion in Nelspruit nach 45 Minuten noch kein Tor gesehen hatten.

In der 69. Minute gingen die „Socceroos“ in Führung, nachdem sich nach der von Luke Wilkshire getretenen Hereingabe der beim FC Everton tätige Mittelfeldspieler Tim Cahill gegen Nemanja Vidić durchsetzte und zum 1:0 einköpfte. In der 73. Minute erhöhte Brett Holman mit einem Aufsetzer zum 2:0. Die Serben reagierten offensiv und stürmten nach vorne. Einen Torwartfehler führte in der 84. Minute zum Anschlusstreffer durch Marko Pantelić. Pantelić schob den Ball auch eine Minute später erneut ins Tor der Australier, der Treffer wurde jedoch wegen Abseits vom uruguayischen Schiedsrichter Jorge Larrionda nicht gegeben. In der Schlussphase kam es noch zu einigen gefährlichen Situationen vor dem australischen Tor, am Ende blieb es jedoch beim Ehrentreffer der Serben gegen die siegreichen Australier. Damit waren beide Mannschaften ausgeschieden. Schiedsricher Larrionda zückte fünfmal die Gelbe Karte, davon dreimal bestrafte er serbische Spieler und zweimal einen Australier.

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June 27, 2010

Fußball-WM: Kameruns Ausscheiden steht bereits fest

Fußball-WM: Kameruns Ausscheiden steht bereits fest

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Veröffentlicht: 22:18, 27. Jun. 2010 (CEST)
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Rustenburg / Durban / Pretoria (Südafrika), 27.06.2010 – Mit einem Sieg besiegelten die Dänen das Ausscheiden des Teams von Kamerun aus dem Turnier. Ghana und Australien trennten sich unentschieden. Die Niederlande schlugen Japan mit 1:0. Doch Aufregung gab es auch abseits des Spielfeldes: Frankreichs Teamführung schickte Stürmer-Star Anelka nach Hause. Der DFB schimpfte auf den Schiedsrichter, der im Spiel Deutschland–Serbien Spaniens Farben gelb und rot so großzügig propagierte. Italiens Torwart Buffon droht eine Bandscheibenoperation, und Englands Stürmer Rooney entschuldigte sich bei den Fans.

Ghana – Australien
1:1 (1:1)

Deutschlands nächster Gruppengegner trennte sich von Australien mit einem 1:1-Unentschieden. Das vom italienischen Schiedsrichter Roberto Rosetti geleitete Spiel in Rustenburg verfolgten 34.812 Zuschauer. Sie sahen eine erste Halbzeit, in der die beiden Tore fielen und die einen Platzverweis sowie einen Elfmeter wegen Handspiels mit sich brachte. „Wir haben jetzt vier Punkte und brauchen gegen Deutschland nur noch ein Unentschieden, um ins Achtelfinale zu kommen“, zeigte sich Milovan Rajevac, der Trainer Ghanas nach dem Spiel zufrieden.

Vorläufige Tabelle der Gruppe D
Rang Land Tore Punkte
1 Ghana Ghana 2:1 4
2 Deutschland Deutschland 4:1 3
3 Serbien Serbien 1:1 3
4 Australien Australien 1:5 1

Beide Mannschaften gingen mit gegenüber ihrem ersten Gruppenspiel veränderten Aufstellungen ins Spiel. Den Westafrikanern fehlten Kapitän John Mensah sowie Isaac Vorsah. Australiens Trainer Pim Verbeek besetzte gegenüber dem Spiel gegen Deutschland vier Positionen neu. Die Zuschauer sahen nach sechs Minuten die erste Chance für die ganz in Weiß gekleideten „Black Stars“, als der in Berlin geborene Ghanaer Kevin-Prince Boateng es mit einem Fernschuss auf das australische Tor versuchte. Ein weiterer in der Reihe der Torwartfehler bei dieser Weltmeisterschaft führte dann in der elften Minute zum Führungstor für die Australier, als Torhüter Richard Kingson einen Schuss von Mark Bresciano abprallen ließ, wo er vor die Füße von Brett Holman gelangte, der aus kurzer Entfernung einschießen konnte. Doch der Rückstand konnte die Ghanaer nicht entmutigen, vielmehr spielten sie spielbestimmend. In der 20. Minute versuchte sich André Ayew aus 20 Metern Torentfernung, traf jedoch knapp über das Tor. In der 24. Minute sah ein Schuss von Jonathan Mensah wie das Ausgleichstor aus, doch der bei Galatasaray Istanbul spielende Harry Kewell stoppte den Ball mit dem Arm und sah dafür die Rote Karte. Den daraufhin verhängten Strafstoß verwandelte Asamoah Gyan. Die Australier waren danach um Spielberuhigung bemüht und schoben sich den Ball teilweise minutenlang in den eigenen Reihen umher. Erst in der 43. Minute kam Ghana wieder zu einer Chance, als Boatangs Schuss aus erfolgversprechender halbrechter Position von Torhüter Mark Schwarzer vereitelt wurde.

In der zweiten Halbzeit kam es zunächst kaum gute Tormöglichkeiten. Beide Mannschaften schienen mit dem Ergebnis zufrieden zu sein. Die Ghanaer tauchten kaum noch vor dem australischen Tor auf, die mit zehn Mann spielenden Australier beschränkten sich auf gelegentliche schnelle Gegenangriffe. Die beste Chance der Australier in der zweiten Halbzeit war ein Schuss aus zwölf Metern durch Luke Wilkshire, der von Kingson in der 72. Minute abgewehrt wurde. Ein Schuss von Joshua Kennedy war vergebens. Die einzige nennenswerte Torchance der Ghanaer in der zweiten Spielhälfte war ein Schuss von Jonathan Mensah in der 90. Minute, sein Kopfball ging jedoch neben das Tor. Auch der letzte Angriff der Ghanaer in der 91. Minute durch Quincy Owusu-Abeyie wurde von Torhüter Schwarzer abgewehrt.

Niederlande – Japan
1:0 (0:0)

Im Moses-Mabhida-Stadion von Durban verfolgten 62.010 Zuschauer, wie sich die Niederländer den zweiten Sieg und damit die Tabellenführung in der Gruppe E sicherten. Gut 20.000 der Zuschauer waren Niederländer, die das 21. Spiel der niederländischen Nationalmannschaft ohne Niederlage in Folge sahen. Das Spiel wurde von dem argentinischen Schiedsrichter Héctor Baldassi geleitet, der nur eine Gelbe Karte für den Niederländer Gregory van der Wiel vergab.

Trainer Bert van Marwijk ließ dasselbe niederländische Team auflaufen, wie bereits im Spiel gegen Dänemark. Bayern-Stürmer Arjen Robben saß somit weiterhin auf der Bank. Die erste niederländische Torchance hatte in der neunten Minute der bei Inter Mailand spielende Wesley Sneijder, dessen Freistoß jedoch am Tor vorbeiging. Ein Fallrückzieher von Dirk Kuyt wurde in der zehnten Minute abgewehrt. Die Niederländer spielten in der ersten Hälfte ausgesprochen defensiv. Ein Fernschuss von Yuto Nagatomo in der zwölften Minute stellte die erste Torchance der Japaner dar. Der niederländische Torhüter Maarten Stekelenburg verhinderte in der 38. Minute einen japanischen Torerfolg von Daisuke Matsui.

Nach der Pause begannen die Niederländer die zweite Hälfte angriffslustiger. Einen eigentlich haltbaren Schuss von Sneijder aus 20 Metern Torentfernung beförderte Japans Keeper Eiji Kawashima in der 53. Minute ins eigene Tor. Allerdings machten die Niederländer wenige Versuche, das Spielergebnis zu verbessern. In der 90. Minute hatte Shinji Okazaki noch Gelegenheit zum Ausgleich, sein Schuss ging jedoch knapp über das Tor.

Kamerun – Dänemark
1:2 (1:1)

38.074 Zuschauer sahen die Niederlage Kameruns im Loftus-Versfeld-Stadion von Pretoria. Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay zückte insgesamt dreimal Gelb, zweimal für einen dänischen Spieler, einmal für einen Spieler aus Westafrika. Das 1:2 besiegelte das Ausscheiden Kameruns, da selbst im Falle eines Sieges im letzten Gruppenspiel die Mannschaft keine Möglichkeit mehr hat, auf den zweiten Tabellenplatz zu gelangen. Das Spielergebnis sicherte den Niederlanden die Teilnahme am Achtelfinale, weil die Mannschaft nun einen aus ihrer Sicht schlechtestenfalls zweiten Platz in der Abschlusstabelle belegen kann.

Vorläufige Tabelle der Gruppe E
Rang Land Tore Punkte
1 Niederlande Niederlande 3:0 6
2 Japan Japan 1:1 3
3 Dänemark Dänemark 2:3 3
4 Kamerun Kamerum 1:3 0

Dabei hatte es für die Westafrikaner in der Anfangsphase des Spieles gut ausgesehen. Samuel Eto’o hatte die erste Torchance des Spieles in der fünften Minute, verfehlte jedoch bei seinem Schuss aus 25 Metern das Tor. Zwei Minuten später schoss Dennis Rommedahl auf der Gegenseite knapp über das Tor. In der zehnten Minute ließ sich Christian Poulsen im eigenen Sechzehnmeterraum den Ball von Pierre Webo abluchsen. Der passte auf den völlig freistehenden Eto’o, der den Ball flach ins Tor lenkte. Auch die folgende Chance der Kameruner in der 13. Minute ging auf einen Fehler Poulsens zurück, doch Achille Emanas Schuss ging knapp links am Tor vorbei. Daraufhin konnten die Dänen zwei Großchancen nicht verwerten. In der 17. Minute wehrte Nicolas Nkoulou einen Distanzschuss des Dänen Jesper Grønkjær zur Ecke ab, die nichts einbrachte, und in der 20. Minute scheiterte Jon Dahl Tomasson an Souleymanou Hamidou, dem in der Türkei spielenden Schlussmann Kameruns. In der 33. Minute fiel schließlich der Ausgleich. Nach einem langen Pass des dänischen Abwehrspielers Simon Kjær auf Rommedahl spielte der auf Nicklas Bendtner, der den Ball ins kamerunische Tor beförderte. In der 42. Minute hätte Dänemark durch Tomasson in Führung gehen könnten, doch sein Schuss wurde im letzten Moment durch den Kameruner Alex Song geblockt. Eine Minute später wehrte der dänische Torhüter Thomas Sørensen einen Schussversuch von Emana ab.

Nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit vereitelte Sørensen einen Kopfballtreffer von Stéphane Mbia in der 46. Minute und Webos Schuss aus der Drehung in der 61. Minute. Im sich direkt an Webos Gelegenheit anschließende Konter setzte sich der bei Ajax Amsterdam unter Vertrag stehende Rommedahl gegen Jean Makoun durch und erzielte das dänische Führungstor. Kamerun spielte nun offensiver, um das Aus in der WM abzuwenden, öffnete dadurch jedoch den Dänen den Raum für schnelle Konter. Tomasson konnte sich allerdings in der 71. Minute nicht gegen Kameruns Torhüter durchsetzen. Sørensen musste in der 77. Minute gegen Emana parieren. In der 82. Minute hatte noch der in der französischen Liga spielende Vincent Aboubakar, der vier Minuten zuvor eingewechselt worden war, die Chance auf den Ausgleichstreffer, doch Poulsen fälschte seinen Schuss ab.

Ärger in Frankreichs Team

Nicolas Anelka im Dress von FC Chelsea

In der Halbzeitpause des Spieles Frankreich–Mexiko soll es zu einer Verbalattacke zwischen dem französischen Trainer Raymond Domenech und dem für den FC Chelsea spielenden Stürmer Nicolas Anelka gekommen sein. Wie die französische Sportzeitung „L′Equipe“ veröffentlichte, soll Anelka zu Domenech gesagt haben: „Fick dich in den Arsch, du Hurensohn.“ Domenech hatte daraufhin in der zweiten Halbzeit statt Anelka André-Pierre Gignac gebracht. Anelka wurde inzwischen vom französischen Fußballverband nach Hause geschickt. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy bezeichnete die Worte Anelkas, sollten sie wirklich gefallen sein, als „inakzeptabel“.

Die Lage Frankreichs bezogen auf ein Erreichen des Achtelfinales sind nach dem zweiten Gruppenspiel praktisch aussichtslos. Abgesehen davon, dass Frankreich sein drittes Auftreten in Südafrika gegen den Gastgeber gewinnen müsste, dürfte es außerdem zwischen Mexiko und Uruguay kein Remis geben. Bei einem Sieg Uruguays müssten die Franzosen fünf Tore mehr erzielen als die Südamerikaner. Bei einem Sieg Mexikos beträgt die Zahl der Tore, die Frankreich gutmachen muss, immer noch vier.

Kritik des DFB an der Leistung von Schiedsrichter Undiano

Schiedsrichter Alberto Undiano Mallenco wurde seitens des Deutschen Fußballbundes heftig angegriffen. Miroslav Klose, der wegen wiederholten Fouls Gelb-Rot sah, nannte seinen Platzverweis „überzogen“, Bundestrainer Joachim Löw bezeichnete acht Gelbe Karten in einem Spiel, in dem es nur 26 Fouls gab, als „übertrieben“. Für Bastian Schweinsteiger war die Schiedsrichterleistung der Hauptgrund, weswegen Deutschland Serbien mit 1:0 unterlag.

Auch der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Urs Meier kritisierte, Undiano habe im Spiel Deutschland–Serbien „nicht die richtige Linie gefunden“, und für Bundesliga-Schiedsrichter Knut Kircher war der Spanier „ein Kartenspieler ohne Persönlichkeit“, der „einen hilflosen Eindruck“ erweckte. Viel Kritik wurde an der Leistung des spanischen Schiedsrichters auch in Facebook und Twitter geübt.

Der Schiedsrichter konnte bislang noch keine Stellung nehmen. Die FIFA hat allen Schiedsrichtern für die Zeit während der Fußball-Weltmeisterschaft einen Maulkorb verhängt und ihnen Gespräche mit der Presse untersagt.

Der DFB und Bundestrainer Löw hätten jedenfalls gewarnt sein können. Der Website worldreferree.com zufolge ist Undiano als Schiedsrichter mit inflationären Umgehen der Karten bekannt. Jeweils zehnmal Gelb gab Undiano beim Endspiel der Junioren-Fußballweltmeisterschaft 2007 und bei einem der Halbfinale desselben Turnieres im Jahr 2009. Durchschnittlich 4,21 Gelbe Karten zückte Undiano in der Vergangenheit pro Länderspiel, 4,7 ist sein Durchschnittswert für die spanische Primera División.

Italiens Torhüter Buffon…

Dem Schlussmann der Squadra Azzurra steht nach der Weltmeisterschaft eine Bandscheibenoperation bevor. Dies bestätigte der 33-jährige Gianluigi Buffon gegenüber der Presse. Der bei Juventus Turin das Tor hütende Fußballer wird wohl für längere Zeit ausfallen. Buffon lebt mit dem tschechischen Model Alena Šeredová zusammen und ist Vater eines gemeinsamen Kindes.

… und Englands Stürmer Rooney

Der für Manchester United stürmende Nationalspieler Wayne Rooney entschuldigte sich für seine Kritik an den englischen Fans, die er nach dem Spiel gegen Algerien verlauten ließ. Mit den Worten „Wenn es um die englische Mannschaft geht, bin ich genauso voller Leidenschaft wie jeder andere. Aber letzte Nacht habe ich in der Hitze des Gefechts Dinge gesagt, die im Rückblick aus der Frustration über unsere Leistung und das Ergebnis entstanden sind“ kommentierte er seinen Ausfall vor laufenden Fernsehkameras, als er Fans des englischen Teams dafür kritisierte, dass sie das englische Nationalteam ausgebuht hatten.

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