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April 3, 2005

Formel 1 in der Wüste: Großer Preis von Bahrain 2005

Formel 1 in der Wüste: Großer Preis von Bahrain 2005

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Steckenverlauf in Bahrain

Sakhir (Bahrain), 03.04.2005 – An diesem Wochenende war es soweit: Die Formel 1 gibt ihr zweites Gastspiel in der Wüste von Bahrain, der dritte von 19 WM-Läufen der Saison 2005 findet in Sakhir in Bahrain statt. Im Vorjahr konnten die beiden Ferraripiloten Michael Schumacher und Rubens Barrichello einen Doppelsieg für das italienische Traditionsteam erringen, Jenson Button auf BAR-Honda komplettierte das Siegertreppchen.

Ausgangslage für 2005: Nachdem Dauerweltmeister Michael Schumacher, der zuletzt fünfmal in Folge die Fahrerweltmeisterschaft für sich entscheiden konnte, und sein Ferrariteam, das sechsmal in Folge die Konstrukteursweltmeisterschaft gewinnen konnte, mit Problemen in die Saison gestartet sind, konnten die ersten beiden Rennen von den Renault-Piloten Giancarlo Fisichella (Melbourne) und Fernando Alonso (Sepang) gewonnen werden. Ferrari ist lediglich auf Platz vier der Konstrukteurswertung, Michael Schumacher steht auf Platz elf der Fahrerwertung.

Ferrari mit neuem Auto: Aufgrund des schlechten Saisonstartes will Ferrari das Debüt des neuen F2005 um zwei Rennen vorziehen. Bereits in Sakhir werden Michael Schumacher und Rubens Barrichello mit ihrem neuen Auto unterwegs sein, als Ersatzauto steht erneut ein überarbeiteter F2004 bereit. Ein Nachteil ist allerdings, dass das neue Auto von den Einsatzfahrern nur sehr wenig getestet worden ist. Zudem steht ein mittelgroßes Fragezeichen hinter der Zuverlässigkeit der Boliden. Allerdings blieb dem Rennstall nach dem schlechten Saisonstart keine andere Wahl: Ferrari musste handeln, um den Anschluß an die WM-Spitze nicht völlig zu verlieren.

McLaren-Mercedes ohne Montoya: Weil er sich beim Tennisspielen einen Haarriss im Schulterblatt zugezogen hat, muss der Kolumbianer Juan Pablo Montoya pausieren. Er wird durch durch Pedro de la Rosa ersetzt. Der eigentliche Ersatzfahrer, Alexander Wurz, wird nur am Freitag ins Geschehen eingreifen, weil für den 1,86 Meter großen ehemalige Benetton-Pilot eine extralange Version des MP 4-20 gebaut werden muss. Da dieses Auto erst in der Woche vor dem Grand Prix fertiggestellt wurde, erhält Pedro de la Rosa den Vorzug, der bereits über 2.000 Kilometer mit dem Auto gefahren ist.

Renault in der Favoritenrolle: Nach einem hervorragenden Saisonstart gilt es für die Mannschaft um den schillernden Teamchef Flavio Briatore nun, diese Leistung zu bestätigen. Diese 56. Formel 1 Weltmeisterschaft ist mit 19 Rennen länger als jede andere der Vergangenheit, weswegen es besonders wichtig ist, seine Leistung zu konservieren. Vor dem Hintergrund des neuen Ferraris könnte es besonders schwer werden. Doch wer den Anspruch hat, Weltmeister zu werden, der muss alle anderen Teams regelmäßig besiegen.

Reifenkrieg: Aufgrund der neuen Reifenregelungen, wonach ein Satz Reifen das ganze Rennen halten muss und nicht mehr gewechselt werden darf, es sei denn, es liegt nachweislich ein Reifenschaden vor, hat Ferrari-Ausrüster Bridgestone zur Zeit wesentlich mehr Probleme als Konkurrent Michelin, die mit der geforderten längeren Haltbarkeitsdauer wesentlich besser zurechtzukommen scheinen. Hintergrund ist vermutlich, dass Michelin wesentlich mehr Teams unter Vertrag und damit mehr Testmöglichkeiten hat. Das ist allerdings aufgrund der Tatsache, dass Ferrari bei Bridgestone die unumstrittene Nummer Eins ist und alle anderen Teams sehen müssen, wie sie mit den Reifen klarkommen, nur allzu verständlich. Wenn Bridgestone seine Leistung nicht massiv steigern wird, ist es für Ferrari so gut wie unmöglich, Weltmeister zu werden. Wenn Bridgestone allerdings einen starken Reifen herstellt und der F2005 gut funktioniert, haben sie 17 Rennen vor Schluß noch alle Chancen.

Zeitplan: Am Freitag finden die ersten beiden freien Trainingssitzungen statt, die um 10:00 Uhr beziehungsweise 13:00 Uhr live auf Premiere und N-TV übertragen werden. Das zweite freie Training wird zusätzlich im ORF live übertragen.

Am Samstag wird es nach den beiden freien Trainings, die um 08:00 Uhr beziehungsweise 09:15 Uhr MESZ beginnen und live auf Premiere übertragen, um 12:00 Uhr erstmals richtig ernst: Die erste Qualifikationssitzung beginnt, die Fahrer gehen jeweils auf eine schnelle Runde. Neu in dieser Saison ist, dass die Zeiten aus der ersten Sitzung am Samstagmittag und aus der zweiten Sitzung am Sonntagmorgen addiert werden. Die Qualifikation wird live auf Premiere, RTL und im ORF übertragen.

Am Sonntag steigt schließlich das große Finale: Um 09:30 Uhr MESZ beginnt die zweite Qualifikation, die wie das Rennen, das um 13:30 Uhr beginnt, live auf Premiere, RTL und im ORF übertragen wird.

Freies Training am Freitag: Seit dieser Saison muss ein Rennmotor zwei komplette Rennwochenenden halten, weswegen der Freitag an Aussagekräftigkeit noch einmal verloren hat. Die Wichtigkeit des dritten Autos, das von den Teams, die im Vorjahr nicht auf den ersten vier Plätzen der Konstrukteurswertung landeten, eingesetzt werden darf, ist besonders wichtig. Die Bestzeit fuhr daher auch Toyota-Testfahrer Ricardo Zonta. Auf Platz zwei mit sechs Zehntelsekunden Rückstand kam allerdings schon Vorjahresweltmeister Michael Schumacher mit seinem neuen Ferrari F2005.

Das zweite freie Training stand ganz im Zeichen des McLaren-Mercedes-Testfahrers Alexander Wurz, der sich keine Sorgen um die Haltbarkeit seines Motors machen musste. Mit 1:30,695 Minuten fuhr er die schnellste Runde des Freitags. Damit hat er die Vormittagszeit um zirka 0,8 Sekunden unterboten. Ansonsten bestätigten die Renaults ihre Favoritenrolle mit den Plätzen zwei und sieben. Für Ferrari war nur Platz fünf für Michael Schumacher drin. Rubens Barrichello hatte Getriebeprobleme und konnte nicht teilnehmen. Erneut scheinen also die Renaults in der Favoritenrolle, während Ferrari mit Problemen zu kämpfen hat. Ein großes Fragezeichen steht hinter McLaren-Mercedes, die zwar die Geschwindigkeit haben, diese allerdings bislang nur schwer umsetzen konnten. Im ersten freien Training hatte Alexander Wurz einen Elektronikschaden, der ihn zu einem Abflug zwang. Am Samstag findet die erste Qualifikation statt.

Vielen Fans ist negativ aufgefallen, dass die Live-Übertragung bei N-TV fast vollständig ausfiel. Stattdessen wurden Berichte über den Gesundheitszustand von Papst Johannes Paul II. in einer Endlosschleife wiederholt. Für die Sessions am Samstag und am Sonntag, die im deutschen Free-TV auf RTL gezeigt werden, ist das allerdings nicht zu erwarten.

Erste Qualifikation am Samstag: Am Samstagmittag fand die erste Qualifikationssession statt. Die vorläufige Pole-Position sicherte sich Fernando Alonso auf Renault mit einer Bestzeit von 1,29,848 Minuten. Zweiter wurde zunächst Jarno Trulli auf Toyota mit 0,145 Sekunden Rückstand. Michael Schumacher wurde im neuen Ferrari Dritter, er hat 0,389 Sekunden Rückstand.

Nick Heidfeld auf Williams-BMW wurde Vierter, Giancarlo Fisichella im zweiten Renault ist auf Platz fünf. Der zweite Williams-BMW Pilot, Mark Webber, wurde Sechster vor Silberpfeil-Pilot Kimi Räikkönen, dessen Ersatzteamkollege Pedro de la Rosa auf Platz neun steht. Christian Klien auf Red-Bull steht damit auf Platz acht im Silberpfeil-Sandwich. Felipe Massa auf Sauber komplettiert die Top Ten. Ralf Schumacher auf Toyota ist elfter, Patrick Friesacher auf Minardi ist zwanzigster.

Ergebnis Qualifikation Samstag:

Pos. No. Fahrer Team Zeit
1 5 Fernando Alonso Renault 1:29.848
2 16 Jarno Trulli Toyota 1:29.993
3 1 Michael Schumacher Ferrari 1:30.237
4 8 Nick Heidfeld Williams-BMW 1:30.390
5 6 Giancarlo Fisichella Renault 1:30.445
6 7 Mark Webber Williams-BMW 1:30.592
7 9 Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes 1:30.594
8 15 Christian Klien Red Bull Racing 1:30.646
9 10 Pedro de la Rosa McLaren-Mercedes 1:30.725
10 12 Felipe Massa Sauber-Petronas 1:30.933
11 17 Ralf Schumacher Toyota 1:30.952
12 3 Jenson Button BAR-Honda 1:30.957
13 4 Takuma Sato BAR-Honda 1:31.113
14 14 David Coulthard Red Bull Racing 1:31.211
15 2 Rubens Barrichello Ferrari 1:31.826
16 11 Jacques Villeneuve Sauber-Petronas 1:32.318
17 19 Narain Karthikeyan Jordan-Toyota 1:33.190
18 18 Tiago Monteiro Jordan-Toyota 1:33.424
19 21 Christijan Albers Minardi-Cosworth 1:34.005
20 20 Patrick Friesacher Minardi-Cosworth 1:34.848

Trulli mit Sympathiebekundung für den Papst: Am Rande fiel auf, dass der italienische Toyota-Pilot Jarno Trulli an diesem Wochenende ein ganz besonderes Helmdesign hat: Er hat sich „G.P. II“ und ein Herz auf seinen Helm malen lassen. „G.P.II“ steht für Giovanni Paulus II., den italienischen Papstnamen Karol Wojtylas, der am Samstagabend gestorben ist.

Zweite Qualifikationseinheit am Sonntagmorgen: Erneut steht ein Renault auf der Pole-Position: Der Spanier Fernando Alonso konnte sich vor Michael Schumacher auf Ferrari den ersten Startplatz sichern. Jarno Trulli auf Toyota und Nick Heidfeld auf Williams-BMW stehen in der zweiten Reihe. Mark Webber im zweiten Williams-BMW steht gemeinsam mit Ralf Schumacher auf Toyota in der dritten Startreihe. Die beiden Silberpfeile von Pedro de la Rosa und Kimi Räikkönen stehen auf den Plätzen acht und neun. Vor ihnen steht Christian Klien auf Red Bull. Aufgrund eines Fahrfehlers in seiner schnellen Runde muss sich Giancarlo Fisichella im zweiten Renault mit dem zehnten Startplatz zufriedengeben.

Ergebnis Qualifikation Sonntag:

Pos. No. Fahrer Team Gesamtzeit
1 5 Fernando Alonso Renault 3:01.902
2 1 Michael Schumacher Ferrari 3:02.357
3 16 Jarno Trulli Toyota 3:02.660
4 8 Nick Heidfeld Williams-BMW 3:03.217
5 7 Mark Webber Williams-BMW 3:03.262
6 17 Ralf Schumacher Toyota 3:03.271
7 15 Christian Klien Red Bull Racing 3:03.369
8 8 Pedro de la Rosa McLaren-Mercedes 3:03.373
9 7 Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes 3:03.524
10 6 Giancarlo Fisichella Renault 3:03.765
11 3 Jenson Button BAR-Honda 3:04.348
12 12 Felipe Massa Sauber-Petronas 3:05.202
13 4 Takuma Sato BAR-Honda 3:05.563
14 14 David Coulthard Red Bull Racing 3:05.844
15 2 Rubens Barrichello Ferrari 3:07.693
16 11 Jacques Villeneuve Sauber-Petronas 3:07.983
18 18 Tiago Monteiro Jordan-Toyota 3:09.428
17 19 Narain Karthikeyan Jordan-Toyota 3:10.143
19 21 Christijan Albers Minardi-Cosworth 3:10.422
20 20 Patrick Friesacher Minardi-Cosworth 3:11.261

Das Rennen: Auch beim dritten WM-Lauf 2005 konnte ein Renault gewinnen, zum zweiten Mal der Spanier Fernando Alonso, der mit 26 Punkten nun mehr und mehr zum WM-Favoriten wird. Zweiter wurde, wie schon in Malayisa vor 14 Tagen, der Italiener Jarno Trulli auf Toyota. Dessen Teamkollege Ralf Schumacher wurde Vierter, was für Toyota das beste Ergebnis seiner Teamgeschichte bedeutet. Kimi Räikkönen auf McLaren-Mercedes wurde Dritter, sein Teamkollege Pedro de la Rosa, der den verletzten Juan Pablo Montoya ersetzt, errang auf Platz fünf vier WM-Punkte. Dass er in Imola erneut im Silberpfeil sitzen wird, ist unwahrscheinlich: Selbst wenn Montoya nicht wieder fit sein sollte, würde vermutlich Alexander Wurz einspringen, der mit 1,86 Meter zu groß für den MP 4-20 ist. Eine Longversion wurde in der vergangenen Woche fertiggestellt, beim nächsten Rennen in drei Wochen ist davon auszugehen, dass der Österreicher Montoya ersetzen könnte.

Mark Webber auf Williams-BMW, Felipe Massa auf Sauber-Petronas und David Coulthard auf Red Bull komplettieren die Punkteränge. Der kanadische Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve hatte bis kurz vor Schluss Ambitionen auf den achten Platz, bis er von David Coulthard touchiert wurde und nach einem Aufhängungsschaden aufgeben musste.

Ferrari im Pech: Für Ferrari ist es erneut ein schwarzes Wochenende. Obwohl der F2005 ein Schritt nach vorne zu sein scheint, war das Rennen für Michael Schumacher bereits nach 13 Runden mit einem Hydraulikschaden beendet, Rubens Barrichello fiel im Laufe des Rennens mehr und mehr zurück. Am Ende blieb nur Platz neun, außerhalb der Punkte.

Endergebnis:

Pos. Fahrer Team Zeit
1 5 Fernando Alonso Renault 1h29min18,531 sek
2 16 Jarno Trulli Toyota +13.4 sek
3 9 Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes +32.0 sek
4 17 Ralf Schumacher Toyota +53.2 sek
5 10 Pedro de la Rosa McLaren-Mercedes +64.9 sek
6 7 Mark Webber Williams-BMW +74.7 sek
7 12 Felipe Massa Sauber-Petronas +1 Runde
8 14 David Coulthard Red Bull Racing +1 Runde
9 2 Rubens Barrichello Ferrari +1 Runde
10 18 Tiago Monteiro Jordan-Toyota +2 Runden
11 11 Jacques Villeneuve Sauber-Petronas +3 Runden
12 20 Patrick Friesacher Minardi-Cosworth +3 Runden
13 21 Christijan Albers Minardi-Cosworth +4 Runden
ausgeschieden 3 Jenson Button BAR-Honda +11 Runden
ausgeschieden 4 Takuma Sato BAR-Honda +30 Runden
ausgeschieden 8 Nick Heidfeld Williams-BMW +32 Runden
ausgeschieden 1 Michael Schumacher Ferrari +45 Runden
ausgeschieden 6 Giancarlo Fisichella Renault +53 Runden
ausgeschieden 19 Narain Karthikeyan Jordan-Toyota +55 Runden
ausgeschieden 15 Christian Klien Red Bull Racing +57 Runden

Ausblick: Die Formel 1 hat jetzt drei Wochen Pause. Erst am 24. April wird der Europaauftakt, der Große Preis von San Marino im italienischen Imola stattfinden.

Fahrerwertung:

Fahrer Team Punkte AUS MAL BRN
1. Alonso Renault 26 6 10 10
2. Trulli Toyota 16 8 8
3. Fisichella Renault 10 10
4. R. Schumacher Toyota 9 4 5
4. Coulthard Red Bull Racing 9 5 3 1
6. Barrichelo Ferrari 8 8
6. Montoya McLaren 8 3 5
8. Webber Williams 7 4 3
8. Räikkönen McLaren 7 1 6
10. Heidfeld Williams 6 6
11. de la Rosa McLaren 4 4
12. Klien Red Bull Racing 3 2 1
13. M. Schumacher Ferrari 2 2
14. Massa Sauber 2 2

Konstrukteurswertung:

Team Punkte
1. Renault 36
2. Toyota 25
3. McLaren 19
4. Williams 13
5. Red Bull Racing 12
6. Ferrari 10
7. Sauber 2

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March 30, 2005

Englische Presse: Montoya fehlt definitiv

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Juan Pablo Montoya

Woking (Großbritannien), 30.03.2005 – Wie der britische Guardian berichtet, hat McLaren-Mercedes-Geschäftsführer Martin Whitmarsh bestätigt, dass Juan Pablo Montoya beim Großen Preis von Bahrain am kommenden Wochenende nicht teilnehmen wird. Nach einer intensiven Untersuchung am Dienstagabend sei diese Entscheidung gefallen. Montoya hatte eine Sportverletzung erlitten.

Ob Montoya beim Großen Preis von San Marino antreten wird, steht noch nicht fest. „Zwischen Bahrain und San Marino gibt es eine dreiwöchige Pause, daher hoffen wir, dass Juan-Pablo bis dahin wieder fit sein wird“, wird der McLaren-Mercedes-Geschäftsführer zitiert. Zudem soll die Entscheidung, ob Montoya durch Alexander Wurz oder Pedro de la Rosa ersetzt werde, noch heute getroffen werden. „Wir werden spätestens morgen die Medien in Form einer Pressemitteilung informieren“, sagte Mercedes-Pressesprecher Wolfgang Schattling.

Sollte es McLaren-Mercedes im McLaren-Hauptquartier nicht schaffen, eine Langversion des MP 4-20 auf die Beine zu stellen, damit der 1,86 Meter große Ersatzfahrer Alexander Wurz das Rennen bestreiten kann, ist davon auszugehen, dass Pedro de la Rosa den Silberpfeil lenken wird. Alexander Wurz hat in seinem Vertrag eine Klausel, wonach er der erste Ersatzfahrer ist, wenn Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya nicht an einem Rennen teilnehmen können.

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Offiziell: Montoya pausiert – de la Rosa Ersatzmann

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Juan Pablo Montoya

Woking (Großbritannien), 30.03.2005 – Jetzt ist es offiziell: Nachdem die Spatzen es in den letzten Tagen immer lauter von den Dächern pfiffen, hat sich McLaren-Mercedes heute in einer Pressemitteilung zu Juan Pablo Montoyas Verletzung geäußert: Aufgrund einem Haarriß in der Schulter, den er sich am letzten Samstag beim Tennis zugezogen hat, muss der Kolumbianer beim Großen Preis von Bahrain am kommenden Wochenende pausieren. Er wird sich das Rennen in seiner Privatwohnung in Miami angucken.

In zwei Wochen wird es eine weitere Untersuchung geben, bei der entschieden werden soll, ob der Kolumbianer beim übernächsten Rennen in Imola wieder teilnehmen kann. Zum Ersatzmann wurde Pedro de la Rosa bestimmt. Alexander Wurz, der in seinem Vertrag eine Klausel hat, wonach er für den Fall, dass ein Stammfahrer ausfällt, dessen Silberpfeil übernehmen darf, war mit seiner Körpergröße von 1,86 Meter zu groß für den MP 4-20. Obwohl McLaren-Mercedes inzwischen, früher als geplant, eine Langversion des Autos fertiggestellt hat, wird er nicht zum Einsatz kommen, da Pedro de la Rosa bereits über 2.000 Testkilometer mit dem Auto gefahren ist. Alexander Wurz wird am Freitag als Testfahrer in Bahrain ins Geschehen eingreifen, es werden seine ersten Meter in diesem Auto sein.

Juan Pablo Montoya zeigte sich enttäuscht über seine Nichtteilnahme am Rennen: „Ich bin natürlich enttäuscht, nicht am Rennen teilnehmen zu können. Aber ein F1-Auto zu fahren ist harte Arbeit, und es wäre unmöglich dies mit meiner Verletzung zu machen. Deshalb müssen wir den Ratschlägen der Ärzte folgen. Ich werde es einige Wochen ruhig angehen lassen und das Team vor dem Fernseher unterstützen. Ich freue mich aber schon darauf, so schnell wie möglich wieder im Auto zu sitzen. Zumindest ist es noch früh in der Saison, weswegen viel passieren kann. Somit glaube ich nicht, dass meine Meisterschaftschancen schon vorüber sind.“

Ersatzmann Pedro de la Rosa wünschte gute Besserung: „Zuerst möchte ich Juan Pablo gute Besserung wünschen. Als einer der Testfahrer des Teams ist dies eine echte Erweiterung meiner Verantwortung an der Rennstrecke. Ich freue mich auf die Herausforderung, in Bahrain zu fahren und werde mein Bestes geben. Es wird eine neue Erfahrung sein, da ich noch nie in Bahrain gefahren bin. Ich kenne das Team und das Auto sehr gut und hoffe, dass wir eine starke Leistung zeigen können. Ich werde diese Möglichkeit auf alle Fälle genießen. “

Testfahrer Alexander Wurz sagte zu der Situation: „Natürlich hätte ich es vorgezogen, selbst das Rennen zu bestreiten. Aber das Team und ich haben uns darauf geeinigt, dass es die beste Lösung für dieses Rennen ist, und ich bin aufgeregt den MP4-20 am Freitag fahren zu dürfen. Wie der Rest des Teams, wünsche ich Juan Pablo natürlich alles Gute.“

Teamchef Ron Dennis hofft, Montoya bald wieder dabei zu haben: „In Situationen wie diesen werden die Rollen von Pedro und Alex noch wichtiger, und ich bin zuversichtlich, dass beide Fahrer eine starke Leistung zeigen werden. Wir werden Juan Pablos Zustand überwachen und möchten ihn so schnell wie möglich wieder im zweiten Auto sehen.“

Mercedes-Sportchef Norbert Haug baut auf Pedro de la Rosa: „Leider kann Juan Pablo nicht in Bahrain fahren. Ich wünsche ihm eine schnelle Genesung, damit er schon beim Rennen in Imola wieder mitfahren kann. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass Pedro gute Arbeit leisten wird, nachdem er bereits mehr als 2.000 Testkilometer mit dem MP4-20 hinter sich hat. Er und Kimi werden von Alex unterstützt, der in den freien Trainings am Freitag erstmals das neue Auto fahren wird.“

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March 29, 2005

Spanische Presse: Drei Rennen Pause für Montoya

Spanische Presse: Drei Rennen Pause für Montoya

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Juan Pablo Montoya

Woking (Vereinigtes Königreich), 29.03.2005 – Wie die spanische Presse berichtete, muss McLaren-Mercedes-Pilot Juan Pablo Montoya für drei Rennen pausieren. Beim Tennisspielen hat er sich am Ostersamstag einen Haarriss in der linken Schulter zugezogen, aufgrund einer Schwellung gestaltet sich die Diagnose schwierig.

Das McLaren-Mercedes-Team arbeitet derzeit unter Hochdruck an einer Langversion des MP 4-20, damit sich der reguläre Ersatzfahrer Alexander Wurz ins Auto setzen kann. Pedro de la Rosa ist eigentlich zweiter Ersatzfahrer. Die Langversion des MP 4-20 war ursprünglich für den Großen Preis von San Marino vom 22.-24. April geplant. Sollte Montoya wirklich drei Rennen aussetzen müssen, wäre zudem eine Möglichkeit, dass er am kommenden Wochenende durch Pedro de la Rosa bei den Großen Preisen von San Marino in Imola und Spanien in Barcelona allerdings durch Alexander Wurz ersetzt wird.

Das deutsch-britische McLaren-Mercedes-Team hat sich unterdessen noch nicht geäußert. Am kommenden Donnerstag, eine Nacht vor dem ersten freien Training, soll bekanntgegeben werden, mit welcher Fahrerpaarung ins Rennen gegangen wird. Ummeldungen sind bis Donnerstagabend, 18:00 Uhr Ortszeit möglich, in Ausnahmefällen bis Freitagabend, 18:00 Uhr Ortszeit. Pedro de la Rosa weiß nicht, ob er am kommenden Wochenende den Großen Preis von Bahrain in Manama bestreiten muss: „Ich habe noch keine offizielle Bestätigung erhalten. Man hat mir nur gesagt, dass ich vorbereitet sein soll.“

Sollte Montoyas Verletzung nicht wie geplant von selbst heilen, ist eine Operation notwendig. Für diesen Fall wäre mit einer Pause von vier Monaten zu rechnen. Dann würde der Kolumbianer erst zur Saisonmitte wieder in die Formel 1 Weltmeisterschaft eingreifen können.

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