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December 30, 2010

Israel: Ex-Präsident Mosche Katzav wegen Vergewaltigung verurteilt

Israel: Ex-Präsident Mosche Katzav wegen Vergewaltigung verurteilt

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Veröffentlicht: 16:20, 30. Dez. 2010 (CET)
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Mosche Katzav

Tel Aviv (Israel), 30.12.2010 – Wegen Vergewaltigung in zwei Fällen und sexueller Nötigung sowie Strafvereitelung wurde der ehemalige Präsident Israels, Mosche Katzav, heute vom Bezirksgericht Tel Aviv für schuldig befunden. Lediglich vom Vorwurf der Beeinflussung einer Zeugin wurde Katzav freigesprochen. Das Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden. Katzav muss mit einer mehrjährigen Gefängnisstrafe rechnen. Es handelte sich um den ersten Prozess gegen einen israelischen Staatspräsidenten. Der Prozess war in Israel mit großer Aufmerksamkeit verfolgt worden. Das vierjährige Gerichtsverfahren selbst fand jedoch zum Schutz von Zeugen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die Straftaten soll Katzav während seiner Amtszeit als Tourismusminister von 1996 bis 1999 und auch während seiner Präsidentschaft zwischen 2000 und 2007 begangen haben. Die Anklagen waren von insgesamt drei Frauen vorgebracht worden. Demnach soll Katzav eine der Frauen (nur bekannt unter dem Kürzel „A.“), eine ehemalige Angestellte, 1998 während seiner Amtszeit als Tourismusminister in seinem Büro in Tel Aviv und zwei Monate später noch einmal in einem Jerusalemer Hotel vergewaltigt haben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Katzav Gewalt angewandt habe, um die Frau zum Geschlechtsverkehr zu zwingen, nachdem diese seine sexuellen Avancen zurückgewiesen hatte. Die anderen beiden Klägerinnen gaben an, von Katzav während seiner Amtszeit als Präsident Israels sexuell belästigt worden zu sein.

Laut israelischen Medienberichten soll Katzav auf das Urteil fassungslos reagiert haben. Die Verteidigung will in Revision gehen.

Katzav hatte seit Bekanntwerden der Vorwürfe gegen ihn stets seine Unschuld beteuert. 2008 hatten seine Anwälte mit der Staatsanwaltschaft eine Vereinbarung erzielt, wonach die Anklagevertretung im Gegenzug für ein Schuldeingeständnis Katzavs auf den Vorwurf der Vergewaltigung verzichtete und die Anklage auf die Punkte „sexuelle Belästigung“ und „unanständige Handlungen“ beschränkte. Katzav widerrief jedoch nach einem ersten Gerichtsverfahren sein Schuldeingeständnis und wollte in einem weiteren Prozess seine Unschuld beweisen. Der Vorsitzende Richter George Kara nannte diese Rücknahme seines Schuldbekenntnisses „einen schweren Fehler“. Außerdem warf er ihm vor, gegen die Klägerinnen eine „Schmähkampagne“ gestartet und vor Gericht gelogen zu haben. Den Medien waren von der Verteidigung Videos zugespielt worden, in denen die Hauptzeugin und Klägerin A. als Callgirl verunglimpft werden sollte. Ein von Katzav angegebenes Alibi hatte sich als falsch herausgestellt.

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July 15, 2007

Schimon Peres als israelischer Staatspräsident vereidigt

Schimon Peres als israelischer Staatspräsident vereidigt

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Veröffentlicht: 21:46, 15. Jul. 2007 (CEST)
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Jerusalem (Israel), 15.07.2007 – Heute wurde Schimon Peres als israelisches Staatsoberhaupt vereidigt. Er war am 13. Juni 2007 als Nachfolger von Mosche Katzaw von der Knesset, dem israelischen Parlament, im zweiten Versuch gewählt worden. Er ist insgesamt der neunte Präsident des Staates. Peres ist 83 Jahre und seit sechs Jahrzehnten in der Politik aktiv. Im Dezember 1994 erhielt er zusammen mit Jassir Arafat den Friedensnobelpreis.

Sein Vorgänger Kazav ist in einen Sex-Skandal verwickelt. Daher hatte er sein Amt, das vor allem repräsentativen Zwecken dient, vor Monaten ruhen lassen, nun wurde sein Nachfolger gewählt.

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June 14, 2007

Schimon Peres wird Staatspräsident Israels

Schimon Peres wird Staatspräsident Israels

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Veröffentlicht: 06:46, 14. Jun. 2007 (CEST)
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Jerusalem (Israel), 14.06.2007 – Der israelische Vize-Ministerpräsident Schimon Peres ist zum neunten Präsidenten Israels gewählt worden. Bei der Abstimmung im Parlament zogen seine beiden Konkurrenten, Reuven Rivlin und Colette Avital, ihre Kandidatur zurück. Damit gilt die Wahl des 83-Jährigen als sicher. In einer zweiten Wahlrunde stimmten 86 der 120 Parlamentsabgeordneten für den Kandidaten der regierenden Kadima-Partei.

Die Knesset hat ihn gewählt, weil er der populärste Kandidat des Volkes war. Der bisherige Präsident Mosche Katzav lässt das höchste Staatsamt seit Ende Januar ruhen, weil ihm Vergewaltigung und sexuelle Nötigung vorgeworfen werden. Der neue Präsident tritt seine Amtszeit am 15. Juli 2007 an.

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January 25, 2007

Israels Präsident Katzaw will Amt ruhen lassen

Israels Präsident Katzaw will Amt ruhen lassen

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Artikelstatus: Fertig 19:28, 25. Jan. 2007 (CET)
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Jerusalem (Israel), 25.01.2007 – Der israelische Staatspräsident Mosche Katzaw hat gestern die Präsidentin der Knesset, Dalia Itzik, darüber informiert, sich selbst für zeitweise handlungsunfähig zu erklären. Katzaw reagierte damit auf die Entscheidung des Generalstaatsanwaltes Menachem Masus, gegen ihn eine Anklage wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung anzustreben.

Nach Auskunft einer Sprecherin des israelischen Parlamentes wird ein Ausschuss am Donnerstag über Katzaws Bitte beraten.

Fast gleichzeitig hatte eine Gruppe von 30 Parlamentariern von Meretz und Arbeitspartei in einem Antrag die Amtsenthebung von Katzaw gefordert.

Im Falle der Suspendierung von Katzaw gingen die Amtsgeschäfte auf Dalia Itzik über.

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July 12, 2006

Japans Ministerpräsident Koizumi besucht Israel

Japans Ministerpräsident Koizumi besucht Israel

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Artikelstatus: Fertig 22:59, 12. Jul. 2006 (CEST)
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Jerusalem (Israel), 12.07.2006 – Japans Ministerpräsident Junichirō Koizumi besucht fünf Tage lang den Nahen Osten. Er traf gestern in Tel Aviv ein. Der letzte Besuch eines japanischen Ministerpräsidenten in Israel liegt elf Jahre zurück.

Der jetzige Besuch findet zu einer Zeit statt, in der die Lage zwischen Israel und den Palästinensern aufs Äußerste gespannt ist, nachdem Mitte Juni von palästinensischen Kämpfern ein israelischer Soldat entführt worden ist und israelische Militäreinheiten in den Gazastreifen vorgerückt sind. Ein weiterer Entführungsfall ereignete sich im Verlauf des gestrigen Tages: Zwei weitere israelische Militärangehörige wurde von Kämpfern der libanesischen Hisbollah entführt. Daraufhin rückten israelische Militärverbände auf libanesisches Territorium vor.

Bei einem Treffen mit Israels Ministerpräsident Ehud Olmert und Präsident Mosche Katzaw sagte Koizumi, er verstehe die Wut des israelischen Volkes. Allerdings warnte er vor überzogenen Reaktionen und betonte, dass beide Seiten aufeinander angewiesen seien. Nur gemeinsam könnten sie Erfolg haben.

Auf israelischer Seite wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, der japanische Ministerpräsident könnte in der jetzigen Krisensituation eine Botschaft an die palästinensische Seite überbringen. Morgen, am Donnerstag, reist Koizumi nach Ramallah, wo er mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sprechen wird. Am Freitag besucht er noch Jordanien, wo er auf König Abdullah trifft, bevor er am Samstag zum G8-Treffen ins russische Sankt Petersburg reist.

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January 30, 2005

Ephraim Kishon ist tot

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Appenzell (Schweiz) / Tel Aviv (Israel), 30.01.2005 – Der israelische Schriftsteller, Satiriker, Drehbuchautor und Journalist Ephraim Kishon ist tot. Er starb am 29. Januar 2005 im Alter von 80 Jahren in seinem Haus im Schweizerischen Appenzell an einem Herzanfall. Seine Beisetzung soll am kommenden Dienstag in Tel Aviv stattfinden.

Israels Staatspräsident Mosche Katzaw bezeichnete den in Ungarn geborenen Schriftsteller Kishon in einem Rundfunkinterview als einen „der bedeutendsten Künstler der israelischen Kultur“.

Ephraim Kishon gewann zahlreiche Preise, darunter die höchste Auszeichnung des israelischen Staates für sein Lebenswerk, den Israel-Preis. 1993 wurde ihm in Bonn das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

Kishon schrieb mehr als 50 Bücher, die in 37 Sprachen übersetzt wurden. Er war vor allem im deutschsprachigen Raum beliebt, wo seine Bücher Millionenauflagen ereichten. Weltweit beziffert sich die Auflage seiner Werke auf 43 Millionen.

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