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November 30, 2012

Expansion: DB übernimmt Busverkehr in Budapest

Expansion: DB übernimmt Busverkehr in Budapest

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Veröffentlicht: 23:26, 30. Nov. 2012 (CET)
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Ein Bus von Arriva in Liverpool, England

Frankfurt am Main (Deutschland) / Budapest (Ungarn), 30.11.2012 – Im Mai 2013 wird das ungarisch-deutsche Joint-Venture VT Transman den Betrieb der öffentlichen Buslinien in der ungarischen Hauptstadt Budapest übernehmen. An VT Transman ist Arriva, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, mit 49,9 Prozent beteiligt, Mehrheitseigner ist der ungarische Konzern Videoton Holding ZRt. Der ursprünglich in der Branche der Unterhaltungselektronik tätige Konzern hat sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 unter anderem auf die Verlagerung von Fabriken nach Ost-Europa spezialisiert. Arriva beschäftigte im Jahr 2011 rund 47.500 Mitarbeiter.

Der Auftrag hat ein Volumen von 29 Millionen Euro pro Jahr und beinhaltet jährliche Transportleistungen von 11,5 Millionen Kilometern. Das Unternehmen VT Transman wird dazu 500 neue Mitarbeiter einstellen. Bisher beschäftigt das Unternehmen 450 Menschen. Außerdem werden 150 Citaro-Omnibusse von Daimler angeschafft, die im Mannheimer Werk des Autobauers hergestellt werden sollen. Arriva baut durch den Auftrag ihre Marktstellung im europäischen Personenverkehr aus. Die Bahntochter ist in acht europäischen Ländern als Busbetreiber aktiv und derzeit der größte Busbetreiber Europas.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Deutsche Bahn

Quellen[Bearbeiten]

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February 4, 2012

Ungarns Fluggesellschaft Malév ist pleite

Ungarns Fluggesellschaft Malév ist pleite

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Veröffentlicht: 21:17, 4. Feb. 2012 (CET)
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Budapest (Ungarn), 04.02.2012 – Seit Freitag bleiben die Maschinen der ungarischen Fluggesellschaft Malév am Boden. Da die Regierung nach einem EU-Urteil kein Geld mehr in die angeschlagene Gesellschaft stecken darf, ist die Finanzdecke zur Aufrechterhaltung des Flugbetriebes nicht mehr vorhanden.

40 Prozent aller Flugbewegungen am Budapester Flughafen sind Malév-Flüge, womit sich die Frage der Rentabilität des Flughafens stellt. Andere Fluggesellschaften werden jetzt verstärkt Ungarn anfliegen, um den Ausfall der Malév-Flüge auszugleichen. Die deutsche Firma Hochtief hält Anteile am Budapester Flughafen, will sich jedoch von diesen trennen.

Wegen Zahlungsrückständen wird in Israel und Irland je ein Flugzeug von Malév am Boden festgehalten. Das sind zwei von insgesamt 22 Maschinen, die der Fluggesellschaft für den Betrieb zur Verfügung standen. Alle Flugzeuge wurden geleast. Malév beschäftigt 2.600 Mitarbeiter, die jetzt um ihre Arbeitsplätze fürchten. Bis auf fünf Prozent ist die Gesellschaft im Besitz des Staates. Die Privatisierung von Anteilen war in der Vergangenheit gescheitert. Anfang Februar 2012 hatte die EU-Kommission Malév aufgefordert, illegale Staatsbeihilfen zurückzuzahlen. Das finanziell schlecht gestellte Ungarn trägt derzeit mehrere Konflikte mit der EU aus.

Eine Bombardier Dash 8Q-400 der Malév

Bei Einstellung des Flugbetriebs im Februar 2012 bestand die Flotte der Malév aus 22 Flugzeugen[1] mit einem Durchschnittsalter von 8,1 Jahren[2]:

Flugzeugtyp aktiv bestellt
Boeing 737-600 6
Boeing 737-700 7
Boeing 737-800 5
Bombardier Dash 8Q-400 4 4
Suchoi Superjet 100 15
Gesamt 22 19

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Ungarn

Links[Bearbeiten]

Video von Euronews

Quellen[Bearbeiten]

  1. ch-aviation.ch – Flotte der Malév (englisch) abgerufen am 3. Februar 2012
  2. airfleets.net – Flottenalter der Malév (englisch) abgerufen am 3. Februar 2012

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April 23, 2011

Ungarn: Rechtsextreme Gruppe errichtet Trainingscamp

Ungarn: Rechtsextreme Gruppe errichtet Trainingscamp

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Veröffentlicht: 18:19, 23. Apr. 2011 (CEST)
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Budapest (Ungarn), 23.04.2011 – Am gestrigen Karfreitag wurde berichtet, dass in dem ungarischen Dorf Gyöngyöspata nordöstlich von Budapest Roma-Anwohner von rechtsextremen Gruppen angegriffen wurden. In einem Großeinsatz von rund 400 Polizisten wurden mehrere Mitglieder der rechtsextremen „Véderö-Wehrsportgruppe“ festgenommen. Die Hälfte der im Ort ansässigen Roma verließen angeblich das 2800-Einwohner-Dorf in Bussen des ungarischen Roten Kreuzes und leben vorübergehend in Budapest. Diese Nachricht wurde nun dementiert. Es habe sich anscheinend um ein Missverständnis gehandelt, da die Roma um einen Ausflug in ein Ferienlager gebeten hatten und mit Hilfe des ungarischen Roten Kreuzes dorthin gebracht wurden.

Das Problem der Rechtsextremisten ist in Ungarn aber kein Einzelfall. Ortschaften mit einem hohen Roma-Anteil werden immer wieder von Rechtsextremisten in Märschen durchquert, um auf „Zigeunerkriminalität aufmerksam zu machen“. Dabei treten „Bürgerwehren“ auf, deren Mitglieder meist der rechtsextremen Partei Jobbik entstammen. So hatte die rechtsextreme Gruppe „Vederö“ am Donnerstag zum Erscheinen in Gyöngyöspata mit Gummigeschosswaffen und Uniformen aufgerufen. Hier wurde ein „Trainingscamp“ errichtet.

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Quellen

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January 6, 2011

Europäische Union: Ungarn signalisiert Kompromissbereitschaft bezüglich seines neuen Mediengesetzes

Europäische Union: Ungarn signalisiert Kompromissbereitschaft bezüglich seines neuen Mediengesetzes

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Veröffentlicht: 21:46, 6. Jan. 2011 (CET)
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Viktor Orbán

Budapest (Ungarn), 06.01.2011 – Bezüglich ihrer Bereitschaft zu Änderungen an ihrem neuen Mediengesetz kommen von der ungarischen Regierung heute widersprüchliche Signale. Einerseits signalisiert Ministerpräsident Viktor Orbán die Bereitschaft zur Korrektur des vom ungarischen Parlament kurz vor Weihnachten beschlossenen Gesetzes. Auf der anderen Seite fordert Orbán im Gegenzug aber auch die Überprüfung der Mediengesetze anderer EU-Mitglieder. Als Beispiel nannte er Deutschland, Frankreich und Dänemark. Das ungarische Gesetzeswerk enthalte nichts, was nicht auch in anderen EU-Staaten üblich sei.

Kritiker sahen durch das neue ungarische Mediengesetz die Pressefreiheit bedroht. Die EU-Kommission hatte angekündigt, das Gesetz daraufhin zu überprüfen, ob es den in der Europäischen Union geltenden Standards genüge. Ungarns Gesetzgebung steht auch deshalb unter besonderer Beobachtung, weil Ungarn mit dem Jahreswechsel turnusgemäß die EU-Ratspräsidentschaft übernommen hat.

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Quellen

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December 21, 2010

Ungarn: Neues Mediengesetz stellt Radio, Fernsehen, Zeitungen und das Internet unter staatliche Kontrolle

Ungarn: Neues Mediengesetz stellt Radio, Fernsehen, Zeitungen und das Internet unter staatliche Kontrolle

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Veröffentlicht: 18:48, 21. Dez. 2010 (CET)
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Lage Ungarns in Europa

Budapest (Ungarn), 21.12.2010 – Neben den öffentlich-rechtlichen Medien – Fernsehen, Rundfunk, sowie der Nachrichtenagentur MTI – werden in Ungarn nun auch auch private Fernseh- und Rundfunksender sowie Zeitungen und Internetportale der Aufsicht der nationalen Medienbehörde Ungarns, (National Media and Infocommunications Authority Hungary, NMHH) unterstellt. Das beschloss das ungarische Parlament am Montagabend. Im Sommer des Jahres waren bereits die öffentlich-rechtlichen Medien unter die Aufsicht der Medienbehörde gestellt worden.

Die Medienbehörde erhielt mit dem gestrigen Gesetzesbeschluss Verfassungsrang. Der Präsident der NMHH darf in eigener Verantwortung, also ohne direkte parlamentarische Kontrolle, Verordnungen und Vorschriften erlassen, an denen sich die Medien des Landes in ihrer redaktionellen Arbeit orientieren müssen. Verstöße gegen diese Regelungen können hohe Geldstrafen bis zu 90.000 Euro nach sich ziehen. Internet-Portale und Online-Publikationen müssen sich künftig bei der NMHH registrieren lassen.

Die NMHH legt dem Parlament einmal jährlich einen Bericht vor. Ansonsten untersteht die Aufsichtsbehörde dem „Medienrat“, der vom Parlament eingesetzt wird. Zur Präsidentin der neuen Behörde war im August 2010 Annamária Szalai für neun Jahre ernannt worden, die als Parteigängerin der Regierungspartei Fidesz gilt. Auch ihre Stellvertreter und der gesamte Vorstand besteht aus Fidesz-Parteimitgliedern.

Laut eines bereits am 2. November des Jahres verabschiedeten Gesetzespaketes, kurz „Medienverfassung“ genannt, sind die in den Presse- Funk-, Fernseh- und elektronischen Medien arbeitenden Journalisten zu „ausgewogener“ und „unparteilicher“ Berichterstattung verpflichtet. Ein Gesetzespassus verbietet „Hassreden“. Auch die Schließung von Zeitungen oder Sendern ist möglich. Der journalistische Grundsatz des Quellenschutzes wird von dem neuen Mediengesetz dahingehend eingeschränkt, dass Quellen nur geschützt sind, wenn sie keine vertraulichen Informationen verbreiten und nicht gegen Gesetze verstoßen.

Politische Beobachter bezeichneten das neue Gesetz als die Einführung der Zensur. Da die NMHH als Aufsichtsbehörde als auch der so genannte Medienrat, der die neue Medien- und Telekommunikationsbehörde (NMHH) beaufsichtigen soll, von Anhängern der rechtsgerichteten Regierungspartei Fidesz besetzt wird, bedeutet die Einführung der Medienkontrolle eine Stärkung der Position des amtierenden Regierungschefs Viktor Orbán.

Während die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) der Mediengesetzgebung Ungarns kritisch gegenübersteht[1], sprechen Abgeordnete der Fidesz, die das Gesetz verabschiedet hatten, von einem „gesunden Gleichgewicht“ zwischen der Pressefreiheit und dem „öffentlichen Interesse“.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Medien
  • Portal:Pressefreiheit

Fußnoten

  1. Die aus Bosnien stammende Beauftragte für Medienfreiheit der OSZE, Dunja Mijatovic, hatte im September erklärt: „Gesetze wie dieses sind eigentlich aus totalitären Regimen bekannt, in denen Regierungen die Redefreiheit einschränken.“

Quellen

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October 4, 2010

Kommunalwahlen in Ungarn: der Rechtsruck setzt sich fort

Kommunalwahlen in Ungarn: der Rechtsruck setzt sich fort

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Veröffentlicht: 22:42, 4. Okt. 2010 (CEST)
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Kann sich in seinem Ziel der „konservativen Revolution“ bestätigt sehen: Viktor Orbán

Budapest (Ungarn), 04.10.2010 – Bei den Kommunalwahlen am Sonntag, den 03.10.2010 konnte die konservative FIDESZ (Fidesz/ Magyar Polgári Szövetség, dt. ungarische Bürgerunion) von Premierminister Viktor Orbán erdrutschartig in sämtlichen Gespanschaften (Bezirken) die absolute Stimmenmehrheit erreichen. Sie stellt nunmehr alle Oberbürgermeister der großen Städte – bis auf Szeged, dafür aber nunmals erstmalig auch in der Hauptstadt Budapest. Die faschistische Jobbik (Jobbik Magyarországért Mozgalom, dt. Bewegung für ein besseres Ungarn) konnte große Zugewinne verbuchen, während die sozialdemokratische MSZP (Magyar Szocialista Párt) eine Enttäuschung hinnehmen mußte. Einen Achtungserfolg konnte die grüne LMP (Lehet Más a Politika, dt. Die Politik kann anders sein) erringen, deren Stimmanteil deutlich anwuchs und die nun erstmals sogar einen Bürgermeister stellen kann, wenn auch nur in einer Kleinstadt. In den nordöstlichen Gespanschaften konnte die Jobbik der MSZP den zweiten Platz entreißen. Die Wahlbeteiligung lag bei enttäuschenden 46,7 Prozent.

Erdrutschsieg für die Neofaschisten: Gábor Vona, Parteivorsitzender von Jobbik mit MdEP Krisztina Morvaimit

Auf nationaler Ebene hatte die FIDESZ bereits bei den Parlamentswahlen im April 2010 eine zu Verfassungsänderungen im Alleingang berechtigende Zweidrittelmehrheit errungen. Anhänger Orbáns sprechen seither von einer „konservativen Revolution“, die die gesamte Gesellschaft komplett umkremple. Zu dieser gehört unter anderem eine „Säuberung“ des Staatsapparats von Anhängern der ehemals regierenden MSZP; einer kontraktiven Fiskalpolitik insbesondere im Sozialsektor stehen populistische Maßnahmen wie etwa eine Steuerbefreiung für Schnapsbrennereien gegenüber. Die ebenfalls im April zu den Wahlgewinnern zählende Jobbik lehnt sich eng an die Pfeilkreuzler an, die in den 1930er und 1940er Jahren ein ungarisches Pendant der NSDAP darstellten und sich aktiv an der Deportation von Juden und Zigeunern in die deutschen Vernichtungslager beteiligten; so verfügt die Jobbik über eine paramilitärische Formation in der Tradition der SA, die Parteiaktivisten tragen gerne eine der Pfeilkreuzleruniform sehr ähnliche Kleidung und sprechen unter anderem von „Zigeunerparasiten“. Dementsprechend wäre eine Klassifikation der Jobbik als „rechtspopulistisch“, wie dies etwa für die FPÖ oder den Front National üblich ist, eine deutliche Untertreibung: es handelt sich eher um eine offen neofaschistische Partei, die mit der NPD vergleichbar ist. [1]

Das Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl in Budapest

Partei FIDESZ MSZP LMP Jobbik

Stimmanteil

53,5 % 29,1 % 10 % 7,8 %

Quellen

Anmerkungen

  1. Zu den Erläuterungen vgl. die verlinkten Enzyklopädieartikel sowie den Quellenartikel des Pester Lloyd.

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April 14, 2010

Regierungswechsel in Ungarn

Regierungswechsel in Ungarn – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Regierungswechsel in Ungarn

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Veröffentlicht: 15:35, 14. Apr. 2010 (CEST)
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Budapest (Ungarn), 14.04.2010 – In Ungarn hat es am Wochenende einen Regierungswechsel gegeben. Im ersten Wahlgang errang der oppositionelle Bund Junger Demokraten (Fidesz) 52,8 Prozent der Stimmen. Zweitstärkste Partei wurde die bisher regierende Sozialistische Partei (MSZP) mit 19,3 Prozent. Aus dem Stand heraus gewann die rechtsnationalistische Organisation „Die Besseren“ (Jobbik) 16,7 Prozent vor der Gruppierung „Politik kann anders sein“ (LMP), eine grüne Reformpartei, mit 7,4 Prozent. Jobbik war vor allem dadurch aufgefallen, das sie gegen die Minderheit der Roma aggressive Parolen verbreiteten und militant aufgetreten war. Das Ergebnis bedeutet nun, das die bisherige Opposition die absolute Mehrheit der Sitze gewinnen konnte und aller Voraussicht nach Viktor Orban neuer Regierungschef werden wird. Bereits von 1998 bis zum Jahr 2002 hatte er dieses Amt inne. Die endgültige Sitzverteilung indes steht jedoch noch nicht fest, da es in knapp zwei Wochen noch Stichwahlen gibt. Möglich ist dann sogar eine Zweidrittel-Mehrheit für den Wahlsieger.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Ungarn

Quellen

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August 24, 2008

Formel-1-Saison 2008: Großer Preis von Ungarn – Heikki Kovalainen gewinnt das Rennen

Formel-1-Saison 2008: Großer Preis von Ungarn – Heikki Kovalainen gewinnt das Rennen

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Veröffentlicht: 23:54, 24. Aug. 2008 (CEST)
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Heikki Kovalainen ist der Sieger des Großen Preises von Ungarn

Budapest (Ungarn), 24.08.2008 – Vom Freitag, den 1. August, bis Sonntag, den 3. August, fuhren die Fahrer der Formel 1 beim Großen Preis von Ungarn in Budapest ihren elften Weltmeisterschafts-Lauf.

Beim ersten freien Training war es 27 Grad warm. In den ersten 30 Minuten wurde keine einzige Zeit gewertet, anschließend machte auf dem Hungaroring das Team von Honda den Anfang und fuhr als erstes auf die Strecke. Der Brasilianer Felipe Massa sichert sich mit einer Zeit von 1:20.981 Minuten die Bestzeit, sein Teamkollege Kimi Räikkönen war um 0,364 Sekunden langsamer. Dritter wurde der Finne Heikki Kovalainen mit einer Zeit von 1:21.410 Minuten. Fernando Alonso und der deutsch Timo Glock waren innerhalb von einer Sekunde mit dem Spitzenreiter. Glock lieferte ein sauberes erstes freies Training ab. Platz sieben und neun belegten die Fahrer von Team BWM, Robert Kubica und Nick Heidfeld. Der deutsche Adrian Sutil ließ seinen Teamkollege Giancarlo Fisichella knapp hinter sich. Einen spektakulären Defekt hatte der deutsche Sebastian Vettel. In der Installationsrunde brach in der Toro-Rosso-Box ein wenig Rauch aus. Am Nachmittag war es 3 Grad wärmer als am Vormittag. Im zweiten freien Training hat Lewis Hamilton mit einer Zeit von 1:20.554 Minuten die Bestzeit und erzielte die Topspeed mit 296 km/h. Zweiter und dritter wurden Nelson Piquet und Heikki Kovalainen. Das Ferrari-Duo trennten sich eine Tausendstelsekunde von einander auf den Plätzen fünf und sechs. Die Bestzeit im dritten und letzten freien Training fuhr Lewis Hamilton mit 1:20.228 Minuten vor Massa und Timo Glock.

Zum dritten mal hintereinander holte sich Lewis Hamilton beim Qualifying die Pole mit einer Zeit von 1:20.899 Minuten vor Kovalainen und Massa. Kovalainen war um nur 51 Tausendstelsekunden an der Pole vorbei gefahren. Heidfeld schied schon nach der ersten Qualifying-Runde aus und landete auf Startplatz 16. Sutil hatte viel Pech mit seinen Reifen. Sebastian Vettel war zweitbester Deutscher auf Platz elf. Glock landete auf Startplatz fünf.

Am Start zog Massa am erstplatzierten Kovalainen vorbei und dann in der ersten Kurve außen mit einem sensationellen Manöver an Lewis Hamilton vorbei. Massa setzte sich vor die beiden McLaren-Mercedes Fahrer, danach folgte Timo Glock nach einem Überholmanöver gegen Robert Kubica. Kimi Räikkönen verlor einen Platz gegen Fernando Alonso und war nach der ersten Runde siebenter. Nick Heidfeld war auf Platz 15 gestartet, überholte einige Autos und lag schnell auf Platz zwölf. Nach 18 Runden wurden durch Massa, Kubica und Mark Webber die Boxenstopps eröffnet. Eine Runde später kam Hamilton zum tanken. In Runde 21 kam Kovalainen und Alonso, Räikkönen kam in Runde 22. Kubica hatte sich nur die Hinterreifen wechseln lassen. Später stellte sich heraus, dass dies eine Fehlentscheidung Kubicas war. Alonso stoppte schnell und war knapp vor Räikkönen wieder auf der Strecke. Gegen Rennmitte gab es bei Sébastien Bourdais, Kazuki Nakajima und bei Rubens Barrichello ein kleines Feuer und dies ging für alle drei Fahrer glimpflich aus. In Runde 41 hatte Hamilton einen Reifenschaden und fuhr an die Box, um das Problem zu beheben und seine Crew tankte bis zum Ende voll. Nach diesem Stopp kam er als zehnter wieder auf die Strecke, hatte jedoch einige langsamerer Gegner vor sich, die noch zum Stopp kommen mussten. Massa kam in Runde 44, Glock in Runde 47 und eine Runde später Kovalainen zum Boxenstopp. Zum diesem Zeitpunkt lieferten sich Alonso und Räikkönen um Platz vier ein hartes Duell. Den Sieg holte der Finne Kovalainen vor dem deutschen Glock und Räikkönen.

In Führung liegt weiterhin Hamilton mit 62 Punkten vor Räikkönen mit 57 P., Massa mit 54 P., Kubica mit 49 P. und Heidfeld mit 41 Punkten.

Quellen

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November 23, 2006

„Ungarische Natascha“: Niemandem fiel etwas auf

„Ungarische Natascha“: Niemandem fiel etwas auf

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Artikelstatus: Fertig 22:08, 23. Nov. 2006 (CET)
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Budapest (Ungarn), 23.11.2006 – Über den Fall der 27-jährigen Ungarin, die von ihrem eigenen Vater 13 Jahre in der gemeinsamen Wohnung in Budapest gefangen gehalten und misshandelt wurde, sind neue Einzelheiten bekannt geworden, warum niemand etwas von dem Martyrium der jungen Frau bemerkt hatte.

Zum Zeitpunkt, als ihre Gefangenschaft im Jahr 1993 angefangen hatte, stand ein Kinderschutzsystem, bei dem Kinder über 14 Jahren durch die Organe des Gesundheitswesens weiter verfolgt werden können, noch auf wackeligen Füßen. Die Rechtshilfe für Familien existiert erst seit 1997. Daher sei es leicht vorstellbar, dass das eine oder das andere Kind damals von den Behörden übersehen wurde und einem Terror von Familienangehörigen ausgesetzt war. Aus diesem Grund erhalten Kinder seit 2004 eine sogenannte Identifikationsnummer, welche die schulische Anwesenheit für die Behörden besser überschaubar macht.

Der Fall war Sozialarbeitern erst aufgefallen, nachdem der Vater gestorben war. Während er seine Tochter in der gemeinsamen Wohnung seit ihrem 14. Lebensjahr gefangen gehalten hatte, missbrauchte und vergewaltigte er sein Opfer vor den Augen der schwerkranken Mutter, die inzwischen auch tot ist. Die junge Frau wird seit dem 25. September 2006 von Petra Lombos, einer Mitarbeiterin vom „Franzenstadt Familienhilfe-Team”, betreut. Die Identität der „ungarischen Natascha“, wie sie ungarische Medien in Anspielung an die Österreicherin Natascha Kampusch bezeichnet hatten, wird streng geheim gehalten.

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November 5, 2006

Ungarischer Vater hielt seine Tochter 13 Jahre gefangen

Ungarischer Vater hielt seine Tochter 13 Jahre gefangen

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Artikelstatus: Fertig 20:40, 5. Nov. 2006 (CET)
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Budapest (Ungarn), 05.11.2006 – Eine 1979 geborene Ungarin wurde 13 Jahre lang von ihrem Vater, einem Gefängniswärter, in der gemeinsamen Wohnung in Budapest gefangen gehalten und sexuell missbraucht. Die Frau war seit ihrem 14. Lebensjahr im Jahr 1993 in einem Wohnhaus in der ungarischen Hauptstadt Budapest eingesperrt. In dieser Zeit hatte er seine Tochter vor den Augen ihrer schwerkranken Mutter regelmäßig vergewaltigt. Nachbarn haben von dem Schicksal der heute 27-Jährigen offenbar nichts bemerkt.

Erst nach dem Tod des Vaters waren Sozialarbeiter den Fall aufmerksam geworden, als die schwerkranke Mutter um Hilfe bat. Seit dem 25. September 2006 kümmern sich Sozialarbeiter um die Frau. Der Vater habe sowohl seine Ehefrau als auch die Tochter oft brutal geschlagen. Inzwischen sei auch die Mutter gestorben. Im Interesse des Opfers wollten die Behörden keine weiteren Einzelheiten bekannt geben.

Wegen des fehlenden Sonnenlichts habe sie schneeweiße Haut und wirke „wie ein zwölfjähriges Kind mit grauen Haaren“, sagte die Sozialarbeiterin Petra Lombos vom Amt für Familienhilfe des neunten Budapester Gemeindebezirks im ungarischen Fernsehen. Das Opfer sei schwer traumatisiert, spreche nur fragmentarisch und habe vor allen Menschen Angst. Sie könne nicht selbst für sich sorgen und sei lange Zeit nicht mehr draußen gewesen.

Die Frau wohne jetzt allein und werde täglich von Sozialarbeitern besucht, die ihr helfen wollen, zu einem normalen Leben zurück zu finden. Sicher sei, dass sie die Mittelschule absolviert habe und nach dem Abschluss vom Vater eingesperrt worden sei. Ungarische Medien bezeichneten sie als „ungarische Natascha“, in Anspielung auf die Österreicherin Natascha Kampusch, die acht Jahre lang von einem Entführer gefangen gehalten wurde.

Themenverwandte Artikel

  • „Ungarische Natascha“: Niemandem fiel etwas auf (23.11.2006)
  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren
  • Portal:Ungarn

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