WikiNews de

October 4, 2009

Erdbeben in Padang: Hoffnung auf Überlebende schwindet

Erdbeben in Padang: Hoffnung auf Überlebende schwindet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:50, 4. Okt. 2009 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Padang (Indonesien), 04.10.2009 – Am vierten Tage nach dem Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra schwindet die Hoffnung, weitere Überlebende zu finden. Nach Behördenangaben wurden in den Bergdörfern im Bezirk Padang Pariaman mehrere Dörfer durch Erdrutsche verschüttet, manche Dörfer wurden bis zu 30 Meter hoch begraben. Die Dorfbewohner sind jedoch weitgehend auf sich gestellt, weil sich die Hilfsmannschaften auf die 900.000 Einwohner zählende Stadt Padang konzentrieren. Vielerorts graben sie mit den Händen nach Verschütteten. Bislang wurden 809 Leichen geborgen, mehr als 4.000 Personen werden noch vermisst. Die Region wird immer wieder von Nachbeben erschüttert, was die Rettungs- und Bergungsarbeiten erschwert. Unter den Toten sind mindestens 285 Bewohner im Bezirk Padang Pariaman.

In der Ortschaft Jumanak begrub ein Erdrutsch eine ganze Hochzeitsgesellschaft mit über 200 Gästen unter sich. Einer der Überlebenden, der 15-jährige Bruder der Braut, berichtete, dass seine Schwester zu den Hochzeitsfeierlichkeiten in ihr Heimatdorf zurückgekehrt war. Auch die Nachbardörfer Pulau Aiya, Lubuk Lawe und Limo Koto Timur wurden verschüttet. Die Überlebenden beklagten, bisher keine Hilfe von außen erhalten zu haben. Der 48-jährige Dola Jambak berichtete der Associated Press, sieben Verwandte verloren zu haben. „Alles was ich tun kann, ist auf die Suchteams zu warten. Aber sie kommen nicht.“

Der Manager des völlig zerstörten Hotels Ambacang in Padang, Sarana Aji, sagte in einem Interview, dass sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Hotel 125 Gäste aufgehalten hatten. Er selbst habe sich retten können, weil er zu Beginn des Bebens aus der Lobby ins Freie gelaufen sei. Bislang wurden nur 29 Leichen aus den Trümmern des Hotels geborgen.

Diese Karte des United States Geological Survey zeigt das Epizentrum nordwestlich von Jakarta.

Kartographie: USGS

Viele Straßenverbindungen sind durch die Erdrutsche unterbrochen und erschweren so den Zugang für Rettungstrupps. Nach den Angaben des Katastrophenschutzzentrums wurden 485 Schulen und öffentliche Gebäude sowie über 83.000 Häuser völlig zerstört, weitere 100.000 Gebäude und rund 30 km Straßen wurden schwer beschädigt. Auch seien fünf Brücken eingestürzt. In Padang ist die Elektrizitätsversorgung unterbrochen, es gibt zu wenig Treibstoff, auch das Telefonnetz funktioniert nicht. Auch das behindert die Arbeit von Ärzten und Helfern. Diese beklagen vor allem, dass die örtlichen Gesundheitseinrichtungen auf die Katastrophe nicht eingestellt seien, insbesondere bei der Behandlung von Rückenverletzungen gebe es Engpässe, so Patrick Fuller, ein Sprecher des Roten Kreuzes zu Al-Dschasira.

Die indonesische Regierung hat inzwischen entschieden, künftig in erdbebengefährdeten Gebieten erdbebensichere Bauten zu errichten. Das Land liegt auf dem Pazifischen Feuerring und Erdbeben sind in Indonesien häufig. Es war das zweite Erdbeben innerhalb eines Monats in Indonesien, das Menschenleben forderte. Ein Erdbeben südlich von Java hatte am 2. September 82 Menschenleben gefordert.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 1, 2009

Schweres Erdbeben in Sumatra

Schweres Erdbeben in Sumatra – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Schweres Erdbeben in Sumatra

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 00:03, 1. Okt. 2009 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Das Hypozentrum des Erdbebens liegt 600 km südöstlich der Stelle, an der der schwere Tsunami am 26. Dezember 2004 seinen Anfang nahm.

Kartographie: USGS

Padang (Indonesien), 01.10.2009 – Nur wenige Stunden nach dem schweren Erdbeben in Samoa hat am 30. September 2009 um 12:16 Uhr MESZ die Erde auch vor der Küste Sumatras in Indonesien gebebt. Nach den Angaben des USGS erreichte dieses Erdbeben eine Stärke von 7,6 MW auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das Hypozentrum des Bebens lag etwa 50 km nordwestlich der 900.000 Einwohner zählenden Stadt Padang in einer Tiefe von 80 km. Das Beben war auch in Jakarta und Singapur zu spüren, wo Hochhäuser evakuiert wurden.

Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum gab zunächst eine Tsunami-Warnung für Indonesien, Malaysia, Indien und Thailand aus, hob sie aber später wieder auf.

Vorläufigen Berichten zufolge wurden mehr als tausend Häuser in der Stadt zerstört, es gäbe Brände, heißt es. In Maninjau habe das Erdbeben einen Erdrutsch verursacht. Außerdem gibt es Berichte über den Einsturz von Brücken und gebrochenen Wasserleitungen. Rahmat Triyono von der indonesischen geophysikalischen und meteorogischen Agentur erklärte gegenüber Agence France-Presse, dass in Padang eine Reihe von Hotels zerstört wurden, man aber bislang die Stadt noch nicht erreichen konnte, weil die Verbindungen unterbrochen seien. Nach Behördenangaben wurden mindestens 75 Personen getötet, tausende sind wohl unter Trümmern verschüttet. Der indonesische Vizepräsident Jusuf Kalla geht davon aus, dass die Opferzahl noch stark ansteigen wird.

Die Stadt liegt an derselben Verwerfung, an der 2004 ein sehr schweres Erdbeben den Tsunami auslöste, der rund 230.000 Menschenleben forderte. Geologen befürchten, dass die Stadt durch ein sehr starkes Erdbeben völlig zerstört werden kann. Sumatra liegt in der Zone, die zum Pazifischen Feuerring gehört und seismisch sehr aktiv ist. Vor Sumatra stoßen die Eurasische Platte und die Australische Platte zusammen, weswegen es hier jährlich sehr viele Erdbeben gibt.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 6, 2007

Erdbeben erschüttern Sumatra

Erdbeben erschüttern Sumatra – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Erdbeben erschüttern Sumatra

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 11:09, 6. Mär. 2007 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Das Epizentrum lag in der Nähe der Stadt Padang

Padang (Indonesien), 06.03.2007 – Die indonesische Insel Sumatra wurde heute gleich zweimal im Abstand von zwei Stunden von einem starken Erdbeben erschüttert. Dabei kamen mindestens 70 Menschen ums Leben. Die Behörden befürchten, dass es noch weitere Todesopfer gibt. „Wir sind noch dabei, Opfer zu bergen, aber viele Straßen sind nicht befahrbar, und die Telefonleitungen funktionieren nicht“, sagte der Gouverneur von Westsumatra, Gamawan Fauzi. Hunderte Verletzte kamen mit Schnittwunden und Knochenbrüchen in die Krankenhäuser; zahlreiche Häuser stürzten ein. Unter der Bevölkerung brach nach dem ersten Erdbeben eine Panik aus. Besonders schwer war der Solok-Distrikt betroffen.

Die Beben hatten nach Angaben der US-Geologiebehörde USGS Stärken von 6,3 und 6,1 auf der Richterskala. Nach amtlichen indonesischen Angaben lag die Stärke beider Erdbeben bei 5,8; aus Singapur wurde für das erste Beben ein Wert von 6,6 gemeldet. Das Epizentrum lag in ungefähr 30 Kilometer Tiefe zirka 50 Kilometer nordöstlich der Stadt Padang an der Westküste der Insel.

In der Stadt Solong, die besonders schwer betroffen war, stürzte ein Haus auf einen Spielplatz. Die Trümmer erschlugen zwei Kinder und einen Lehrer. Weitere drei Menschen seien ums Leben gekommen, als ihr Haus infolge der Erschütterungen in Brand geraten sei, sagte Bürgermeister Samsu Rahim dem Radiosender „El Shinta“. Insgesamt sollen in der Ortschaft neun Menschen getötet und Dutzende verletzt worden sein.

Noch im 420 Kilometer nordöstlich gelegenen Singapur waren die Erdstöße deutlich zu spüren. Dort wurden einige Hochhäuser, die durch die Erschütterungen in Schwingung geraten waren, und mehrere Schulen vorübergehend evakuiert.

Das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik auf Hawaii gab keine Tsunami-Warnung aus, da der Erdbebenherd nicht im Meer lag.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Naturkatastrophen
  • Portal:Indonesien

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 28, 2005

Seebeben im Indischen Ozean

Seebeben im Indischen Ozean – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Seebeben im Indischen Ozean

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Lage des Epizentrums

Sibolga (Indonesien), 28.03.2005 – Gut drei Monate nach dem verheerenden Erdbeben in Südostasien, dass eine Stärke von 9,0 hatte, kam es am Abend des 28. März 2005 um 23:09 Uhr Ortszeit (18:00 Uhr MEZ) erneut zu einem schweren Beben mit der Stärke 8,7 auf der nach oben offenen Richterskala. Das Seebeben ereignete sich etwa 800 Meilen nordwestlich Jakartas, in der Nähe der Insel Sumatra und dem damaligen Epizentrum. Das jetzige Epizentrum lag etwa 125 Meilen westlich von Sibolga, 420 Kilometer südöstlich der Provinzhauptstadt von Banda Aceh und rund 33 Kilometer unterhalb des Meeresbodens. Koordinaten: 2.076°N, 97.013°E (lt.NOOA).

Die Regierungen der Region wurden von den US-Behörden informiert, auch in Japan wurde das Beben festgestellt und dort auf eine Stärke von 8,5 geschätzt. Es ereignete sich um 23:09 Uhr Ortszeit, also um 18:09 Uhr MESZ.

Vorsorgliche, kurzfristige, und später wieder aufgehobene Tsunamialarme waren ausgegeben worden für: Japan, Indien, Sri Lanka und Thailand. Vom Pazifischen Tsunami-Warncenter wurde eine weitläufige Evakuierung der Küstenstreifen gefordert.

Die Energie des Seebebens strahlt vermutlich Richtung Ost-Afrika (Mauritius) ab.

Schadensmeldungen und Erdbebenfolgen

  • Indonesiens Regierung gab am Abend Tsunami-Entwarnung: Neue verheerende Flutwellen seien nicht zu erwarten. Anzeichen für einen Tsunami existieren bis jetzt nicht. Es sei wenig wahrscheinlich, dass es mehrere Stunden nach dem Beben und ohne Anzeichen für Tsunamis noch zu einer Flut kommen werde, erklärte ein Vetreter des geophysikalischen Instituts in Jakarta. „Die Behörden können davon ausgehen, dass die Gefahr vorüber ist, wenn innerhalb von drei Stunden des Erdbebens keine Wellen beobachtet werden.“; dies wäre somit bis ca 21:30 Uhr MESZ der Fall.
  • Das Auswärtige Amt in Berlin forderte die deutschen Botschaften in Südostasien dazu auf, Kontakt mit den örtlichen Regierungen zu halten. Es gebe bisher keine näheren Informationen zu den Auswirkungen des Bebens oder über eventuell betroffene deutsche Reisende, sagte eine Ministeriumssprecherin am Montagabend in Berlin.
  • Offenbar dennoch „Dutzende von Toten“ aufgrund von Lokalschäden auf der Insel Nias, südlich von Sumatra nahe dem Epizentrum.

Afrika

  • Die Energie des Seebebens scheint Kurs auf die Ostküste Afrika genommen zu haben, vermutlich in Richtung Mauritius. Mauritius liegt vor Afrika auf der gegenüberliegenden Seite des Indischen Ozeans. Ob dort Schäden erwartet werden, ist derzeit nicht bekannt.

Sri Lanka

  • Auf Sri Lanka wurde mit Evakuierungen begonnen. „Wir haben einen Anruf aus der Stadt Trincomalee erhalten“, sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur Reuters. „Uns wurde gesagt, dass die Sirenen heulen, dass heißt, dass eine Evakuierung läuft“, sagte er.

Thailand

  • Wie die ARD-Tagesschau unter Berufung auf thailändische Rundfunkberichte mitteilte, gab es für Urlaubsgebiete in Thailand eine Evakuierungsanordnung. Die Tsunami-Warnung wurde auch hier aufgehoben.

Malaysia

  • Die Erdstöße waren sogar in der hunderte Kilometer entfernten malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur zu spüren. An der malaysischen Westküste flohen tausende Menschen aus Hochhäusern und Hotels, wie ein AFP-Korrespondent berichtete.

Indonesien

  • Indonesiens Regierung gab am Abend Tsunami-Entwarnung: Neue verheerende Flutwellen seien nicht zu erwarten.
  • Die Großstädte Medan und Padang waren telefonisch nicht erreichbar.
  • Es gibt erste Informationen von Zerstörungen auf vorgelagerten Inseln Indonesiens. Wegen der Dunkelheit sei es schwer, sich ein Bild der Lage zu machen.
  • „Dieses Erdbeben hat das Potenzial eines höchst zerstörerischen Tsunamis“, teilte das Warnzentrum für Tsunamis im Pazifik auf Hawaii mit und drängte die Regierungen in der Region zu Sofortmaßnahmen. «Die Küsten sollten im Umkreis von 1.000 Kilometern des Epizentrums evakuiert werden», empfahl das Warnzentrum. Die Regierungen in der Region seien informiert worden.
  • Auf der Insel Nias südlich von Sumatra sollen Dutzende Menschen ums Leben gekommen sein. Wie ein Behördenvertreter dem Lokalsender berichtete, seien hunderte Häuser eingestürzt.

Indien

  • Auf den zu Indien gehörenden Inselgruppen der Andamanen und Nikobaren seien leichte Erschütterungen zu spüren gewesen. Es brach dort Panik aus, Inselbewohner flohen ins Landesinnere, wie ein Hotelbesitzer am Telefon berichtete.

Themenverwandte Artikel

Weblinks

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.