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September 25, 2013

Dutzende Tote durch Taifun Usagi

Dutzende Tote durch Taifun Usagi – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Dutzende Tote durch Taifun Usagi

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Veröffentlicht: 20:52, 26. Sep. 2013 (CEST)
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Usagi streifte Taiwan und die Philippinen und traf dann östlich von Hongkong auf das Festland

Hongkong / Guangzhou (Volksrepublik China) / Manila (Philippinen), 25.09.2013 – Die Zahl der Opfer durch Taifun „Usagi“, der am Sonntag (23.09.) gegen 12:00 Uhr MESZ auf das chinesische Festland getroffen war, ist auf mindestens achtundvierzig gestiegen. „Usagi“ ist der neunzehnte tropische Sturm im westlichen Pazifik und der bisher intensivste Sturm in diesem Jahr weltweit. Der Wirbelsturm hatte sich einige hundert Kilometer östlich der Insel Luzon gebildet und sich rasch in einen Taifun intensiviert. An der Nordspitze Luzons erreichte „Usagi“ in Böen bis zu 250 Kilometer pro Stunde. Der Taifun war dann in einer grob west-nordwestlichen Richtung durch die Luzonstraße gezogen. Sein Durchzug hatte auf den Philippinen und in Taiwan erhebliche Starkregenfälle ausgelöst. Im Großraum Manila, wo mehr als 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen waren und außerhalb wurden niedrig gelegene Gebiete überflutet. Nach Angaben des UK Met Office fielen auf Taiwan bis zu 700 Liter Regen pro Quadratmeter.

In der chinesischen Provinz Guangdong starben durch die Auswirkungen des Taifuns fünfundzwanzig Menschen, dreizehn davon in der Stadt Shanwei und ihrer Umgebung. Zuvor kamen beim Durchzug des „Kaninchens“, so die deutsche Bedeutung des japanischen Namens des Taifuns, zwei Personen auf Taiwan und über zwanzig auf den Philippinen um. Zwei Personen waren in der Provinz Aurora ertrunken, als ihr Boot durch hohen Wellengang kenterte. Fünfzehn Bewohner der Stadt Subic in der Provinz Zambales wurden durch zwei Erdrutsche verschüttet und waren tot, als man sie ausgrub, teilte der Bürgermeister des Ortes, Jeffrey Khonghun, mit. Bei zwei weiteren Erdrutschen in derselben Provinz kamen weitere fünf Menschen um. Die Erdrutsche wurden durch die Starkregenfälle ausgelöst, die der Sturm mit sich führte.

Der Taifun kurz vor dem Auftreffen auf das chinesische Festland

Die chinesischen Behörden hatten vor dem Eintreffen des Wirbelsturms 226.000 Bewohner küstennaher, durch den Taifun gefährdeter Gebiete evakuieren lassen. In Hongkong wurden Schulen geschlossen und am internationalen Flughafen der Stadt 370 Flüge gestrichen. Auch auf dem chinesischen Festland fielen hunderte von Flügen aus, und der Hochgeschwindigkeitszugverkehr zwischen Guangzhou und Peking wurde vorübergehend eingestellt. Der Taifun traf die Region zu einer Zeit, in der wegen des in China, Korea, Taiwan und Japan gefeierten Mondfestes besonders viele Reisende unterwegs sind. Außerdem wurden der Vormittagshandel an der Wertpapierbörse ausgesetzt und der öffentliche Nahverkehr eingestellt. Die Meteorologen hatten zunächst vorausgesagt, dass der Taifun die 7,1 Millionen Einwohner zählende Metropole direkt treffen würde, doch dieser blieb der Stadt erspart, weil der Landfall weiter östlich bei Shanwei erfolgte, äquivalent zur Stärke eines Kategorie-2-Hurrikans. Hongkong lag somit auf der schwächeren Seite des Sturms. Dennoch wurden 17 Personen wegen Verletzungen behandelt, die durch die Auswirkungen des Sturmes verursacht wurden. Das Hong Kong Observatory meldete Windgeschwindigkeiten um 65 Kilometer pro Stunde und in Böen 80 Kilometer pro Stunde sowie rund 100 Liter Regen pro Quadratmeter.

Infolge des Sturms wurden in der Provinz Guangdong 7100 Häuser zerstört, und der Sachschaden wurde vorläufig auf 500 Millionen US-Dollar geschätzt, teilte Xinhua mit. 170.000 Haushalte verloren zeitweise die Versorgung mit elektrischem Strom, weil starker Wind und Sturzfluten Versorgungsleitungen niederrissen. Vier der sechs Reaktoren des Kernkraftwerks Daya Bay wurden aus Sicherheitsgründen in der Leistung reduziert, bis der Sturm vorübergezogen war. Ein steigender Wasserspiegel ermöglichte es zwei Nilpferden, aus dem Zoo von Shantou auszubüchsen. Die Geflohenen konnten inzwischen wieder eingefangen werden. In der Nachbarprovinz Fujian wurden mehr als 80.000 Bewohner in Sicherheit gebracht. Mehr als 70.000 Fischerboote mussten in beiden Provinzen im Hafen bleiben, und die Fahren zwischen Hngkong und Macao beziehungsweise Taiwan stellten ihren Betrieb ein.

Unterdessen zieht der schwere Tropensturm Pabuk auf Japan zu – die Meteorologen gehen aber davon aus, dass dieser keine Gefahr für Land bedeutet, sondern zuvor nach Nordosten abdreht – und die Wettermodelle sagen die Bildung eines weiteren tropischen Systems im Laufe der Woche im Südchinesischen Meer voraus. Der September ist auf der Nordhalbkugel traditionell der Monat mit den meisten tropischen Wirbelstürmen. Im Atlantik und im östlichen Pazifik ist es derzeit allerdings außergewöhnlich ruhig, nachdem in der vergangenen Woche gleich zwei tropische Wirbelstürme auf Mexiko getroffen waren.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Pazifische Taifunsaison 2013“.

Quellen[Bearbeiten]

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September 20, 2011

Japan: Massen-Evakuierung wegen Taifun „Roke“

Japan: Massen-Evakuierung wegen Taifun „Roke“

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Veröffentlicht: 23:20, 20. Sep. 2011 (CEST)
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Prognostizierte Zugbahn

Grafik: Joint Typhoon Warning Center

Tokio (Japan), 20.09.2011 – Ein ganzes Land wappnet sich: Japan wird erneut von einem Taifun bedroht. Am Mittwoch soll „Roke“ um 17:00 Uhr Ortszeit (ca. 10:00 Uhr MESZ) in Zentraljapan auf das Festland treffen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 144 Kilometern pro Stunde wird er sich laut dem japanischen Wetterdienst vermutlich Richtung Nordwesten wenden – dorthin, wo die Atomruine Fukushima liegt. Die Behörden der Stadt Nagoya, wo unter anderem der Hauptsitz von Toyota liegt, hat etwa 80.000 Einwohner, insgesamt rund 30.000 Haushalte, zur Evakuierung angewiesen. Fast eine Million weiterer Einwohner sollen freiwillig die Stadt räumen. Es wird gefürchtet, dass die Flüsse Tenpaku und Shonai über die Ufer treten. Trotz der Warnungen hätten bis Dienstagnachmittag laut CNN erst rund 60 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Die meisten würden wahrscheinlich gegen Abend fliehen, wenn der Sturm sich nähere. Die Stadt hatte bereits beim japanischen Militär um Truppen zum Katastrophenschutz angefragt.

Der Taifun „Roke“ am 17. September

Landesweit seien, so berichtete der Fernsehsender NHK, insgesamt 1,32 Millionen Menschen von den Evakuierungen betroffen. Der Taifun nähert sich der Hauptinsel Honshū. Zu rechnen sei mit starken Überschwemmungen, Dammbrüchen und Erdrutschen. Autobahnen wurden gesperrt, der Zugverkehr teilweise eingestellt. Die Behörden rechnen an einigen Orten mit bis zu 80 Millimetern Niederschlag pro Stunde.

Die Vorhut des Sturms hat bereits zwei Opfer gefordert: Ein neunjähriger Junge sei von einem angeschwollenen Kanal in der Stadt Tajimi fortgeschwemmt worden. In der Stadt Shirakawa soll ein 84 Jahre alter Mann in einen Fluss gefallen sein. Beide werden vermisst. Das berichtet die Mainichi Daily News unter Berufung auf Behörden- und Polizeiangaben. Die Süddeutsche Zeitung meldet ein weiteres Opfer. Der Mann soll beim Versuch, einen verstopften Abfluss freizumachen, umgekommen sein. Es soll sich dabei laut der Nachrichtenagentur Jiji um einen 65-Jährigen aus Nagoya handeln.

Bereits Anfang September hatte der Taifun „Talas“ in Japan gewütet. Rund 100 Menschen kamen dabei um. Die Behörden hatten 46.000 Einwohner zur Evakuierung aufgefordert. „Talas“ sei der folgenschwerste Sturm nach dem Taifun von 2004 gewesen, berichtet Die Welt. Zwischen Mai und November liegt der Höhepunkt der Pazifischen Taifunsaison, in der sich im westlichen Pazifik besonders viele tropische Wirbelstürme bilden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Naturkatastrophen
  • Mehr als 50 Japaner sterben durch Taifun Talas (12.09.2011)
  • Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Taifun Roke (2011)“.
  • Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Pazifische Taifunsaison 2011“.

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Erdbeben erschüttert Teile von Indien, Nepal, Tibet und Bangladesch

Erdbeben erschüttert Teile von Indien, Nepal, Tibet und Bangladesch

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Veröffentlicht: 23:58, 20. Sep. 2011 (CEST)
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Neu-Delhi (Indien), 20.09.2011 – Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben im nordostindischen Bundesstaat Sikkim ist die Zahl der Opfer weiter gestiegen. Mindestens 83 Personen sind durch die Auswirkungen des Erdbebens gestorben, die meisten davon in Sikkim. In West-Bengalen und Bihar wurden weitere 18 Menschen getötet. Opfer durch das Beben registrierten auch die Behörden in der autonomen Region Tibet und in Nepal. In der britischen Botschaft in Kathmandu kam es zum Einsturz einer Wand, wodurch drei Personen getötet wurde. 59 Tote wurden bislang geborgen.

Das Erdbeben in der Nacht zum vergangenen Sonntag (Ortszeit) hat nicht nur Häuser zum Einsturz gebracht, sondern auch mehrere Erdrutsche verursacht. Dadurch sind Teile des Erdbebengebietes nicht erreichbar. Sobald die entlegeneren Gebiete erreicht werden, könnten die Opferzahlen noch steigen. Heftige Monsunregenfälle erschweren die Rettungsarbeiten. Tiefhängende Wolken verhindern teilweise den Einsatz von Hubschraubern. Die Regierung schickte mehr als 5000 Soldaten mit dem Auftrag in die Region, Straßenverbindungen befahrbar zu machen und sich an den Rettungsarbeiten zu beteiligen.

Die Erschütterungen des Erdbebens wurden bis in die etwa 1000 Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernte indische Hauptstadt Neu-Delhi gespürt. Die Stärke des Bebens wird mit 6,9 angegeben. Weitere Nachbeben werden befürchtet, deshalb übernachten verängstigte Anwohner im Freien.

Das Epizentrum liegt bei Mangan in der Region Gangtok, in der sich die Indische Platte mit einer Geschwindigkeit von etwa 45 Millimeter pro Jahr unter die Eurasische Platte schiebt. Sie ist nur mäßig seismisch aktiv, das letzte größere Erdbeben ereignete sich 1980 etwa 85 Kilometer weiter südöstlich.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Erdbeben
  • Portal:Indien

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September 12, 2011

Mehr als 50 Japaner sterben durch Taifun Talas

Mehr als 50 Japaner sterben durch Taifun Talas

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Veröffentlicht: 15:31, 12. Sep. 2011 (CEST)
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Taifun Talas am 2. September

Photo: NASA MODIS

Ōsaka (Japan), 12.09.2011 – Eigentlich waren die andauernden Winde des Taifuns Talas gar nicht so kräftig und beim Landfall in der Präfektur Kōchi war Talas zwar bereits zu einem schweren tropischen Sturm abgestuft, doch extreme Starkregenfälle haben zu Überflutungen geführt und Erdrutsche ausgelöst. Die Bilanz: 57 Tote, 44 Vermisste, zahlreiche unterbrochene Straßenverbindungen, mehrere Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten, mindestens 4500 Personen mussten noch mehrere Tage nach dem Durchzug des Tropensturmes durch Hubschrauber mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser versorgt werden.

Besonders schwer getroffen hat es die Kii-Halbinsel mit der Präfektur Wakayama, wo die meisten Toten zu verzeichnen waren. Zu Überschwemmungen kam es auch in der Präfektur Okayama, über die Talas direkt hinweggezogen war, doch auch weiter nordöstlich, im Raum Tokio, wurden Straßen überflutet. Der Gesamtsachschaden wird auf mindestens 150 Millionen US-Dollar geschätzt, könnte jedoch bis zu 600 Millionen US-Dollar betragen. Diese Zahlen beruhen auf einer Einschätzung von AIR Worldwide. Das Unternehmen ist ein Dienstleister der Versicherungswirtschaft im Bereich Risikoeinschätzung durch Naturkatastrophen und Terrorismus.

Hoher Wellengang an der Südseite von Awaji-shima

Eine andere Berechnung ergab, dass alleine in der Präfektur Wakayama der Sachschaden in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Fischereiwesen mehr als zwei Milliarden Yen betragen könnte. Nach dieser vorläufigen Berechnung der Präfektur entfallen 880 Millionen Yen auf Ernteausfälle, 160 Millionen Yen auf das Fischereiwesen und 500 Millionen Yen auf die Forstwirtschaft. Hinzu kämen demnach weitere 490 Millionen Yen für Schäden durch Erosion von landwirtschaftlichen Nutzflächen, Schäden an Bewässerungskanälen und anderen landwirtschaftlichen Einrichtungen. Schäden in der Viehwirtschaft sind in dieser Berechnung noch nicht eingeflossen.

Talas hatte sich in der letzten Augustwoche zwischen den Marianen und den Philippinen gebildet. Nachdem der Sturm kurz in Richtung der Philippinen zog, was aufgrund des Fujiwhara-Effektes durch den Taifun Nanmadol erwartet wurde, zogen beide Sturmsysteme jedoch in verschiedene Richtungen. Talas hatte sich nach Norden gewandt und dabei zu einem Taifun intensiviert. Doch dann verlor der Sturm an Kraft und verlangsamte sich. Dabei war Talas mit 600 Kilometern Durchmesser ein sehr weitreichender Sturm.

Kumulierte Niederschlagsmengen beim Durchzug des Sturmes

Grafik: NASA

Talas zog langsam über Shikoku und Honshu in Richtung Japanisches Meer, zu langsam, denn so führte er lange sehr feuchte Luft in die Region, die sich dann abregnete. „Nach dem Landfall gelangte Talas in ein Gebiet mit mäßiger Windscherung (15-20 Knoten, die Red.); diese Windscherung – gelegen entlang des westlichen Randes eines bodennahen subtropischen Rückens – hat den Sturm wesentlich verlangsamt“, sagte der leitende Geowissenschaftler bei AIR Worldwide, Dr. Peter Sousounis. „Weil Talas so langsam zog, dauerte es ihm einen ganzen Tag, um über Japan hinwegzuziehen, was fast doppelt solange ist, wie prognostiziert wurde, die schweren Regenfälle [des Sturmes] waren dementsprechend besonders schädigend.“

Nach den Angaben der Japanischen Feuer- und Katastrophenmanagementagentur (JFDA) wurden etwa 3000 Häuser bis ins erste Obergeschoss überschwemmt, und weitere 13.000 Häuser wurden nur im Erdgeschoss überflutet.

Der neugewählte Premierminister Japans, Yoshihiko Noda, hat am Freitag bei einer Besichtigungstour erklärt, seine Regierung werde ihr möglichstes tun, um den Wiederaufbau in der betroffenen Region zu unterstützen. Die erklärte Noda bei einem Zusammentreffen mit Bürgermeistern der Präfektur Wakayama und Yoshinobu Nisaka, dem Gouverneur der Präfektur. Noda drückte seie Bewunderung für Nisaka aus, der in den Fluten seine Tochter verloren hat und dennoch die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen leite.

Nach Angaben der Behörden handelt es sich, obwohl der Sturm beim Landfall nur noch andauernde zehnminütige Windgeschwindigkeiten von 40–45 Knoten erreichte, um den Tropensturm mit den schlimmsten Auswirkungen in Japan seit siebenundzwanzig Jahren. Japan liegt während der Taifunsaison häufig in der Zugbahn von Taifunen, doch in den vergangenen Jahren blieb das Land von schweren tropischen Wirbelstürmen weitgehend verschont.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Pazifische Taifunsaison 2011“.

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September 5, 2011

Mehrere Dutzend Personen sterben bei Erdrutschen in Uganda

Filed under: Erdrutsch,Themenportal Afrika,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Mehrere Dutzend Personen sterben bei Erdrutschen in Uganda

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Veröffentlicht: 22:56, 5. Sep. 2011 (CEST)
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Kampala (Uganda), 05.09.2011 – Mehrere Dutzend Menschen sind in Uganda in Erdrutschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der ugandischen Zeitung „Daily Monitor“ sollen 43 Personen gestorben sein, doch andere Berichte nennen niedrigere Zahlen. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, dass die Erdrutsche vom 8. August am Vulkan Mount Elgon möglicherweise mehr als 50 Opfer gefordert haben. Die Erdrutsche in dem Gebiet an der Grenze zwischen Uganda und seinem östlichen Nachbarland Kenia waren durch andauernden Regen ausgelöst worden.

Von den Erdrutschen im Bezirk Bulambuli waren sieben Dörfer betroffen, Mabono, Kigewa, Lunkungu, Bamwidyeki, Kamwenyi und Kimuli im Unterbezirk Sisiyi sowie Gombe and Nalusato im Unterbezirk Buluganya. Dabei wurde auch eine Verbindungsstraße in Gibuzale unterbrochen, sodass mehrere Ortschaften nicht mehr erreichbar waren. Viele der Opfer wurden im Schlaf überrascht, als ihre Häuser von den Erdmassen verschüttet wurden.

Lage des Distriktes Kapchorwa

Ein weiterer Erdrutsch ereignete sich in Chemanganga im benachbarten Distrikt Kapchorwa. Hier wurde ein 12 Jahre alter Junge getötet, der eine Herde hütete. Er und das grasende Vieh wurden von den Erdmassen verschüttet. Die Erdrutsche beschädigten oder vernichteten die Ernte auf mehreren hundert Hektar Ackerland, auf dem vor allem Süßkartoffeln, Mais und Gemüse angebaut wurden. Das Ausmaß des getöteten Bestandes an Vieh und Geflügel ist unbekannt.

Agnes Mukoya vom roten Kreuz in Sironko sagte, dass einige Verletzte in das Krankenhaus in Mbale gebracht wurden. Suchmannschaften wurden durch weitere Erdrutsche der Gefahr ausgesetzt, verschüttet zu werden. Für die Überlebenden bestehe das Risiko der Erkrankung an Seuchen, teilte Akusa Wanyira von der Verwaltung des Unterbezirkes Namisuni mit. Außerdem fehle es an Nahrungsmitteln, Unterkunft und Medizin. Sie appellierte an die Regierung, die Bewohner schnellstmöglich umzusiedeln.

In der Region war es bereits im März 2010 zu einem Erdrutsch gekommen, durch den 358 Personen getötet wurden. Rund zehntausend wurden damals obdachlos. Es ist nicht ganz klar, worin die Gründe für diese Erdrutsche liegen, doch dürfte das Zusammenwirken von Regenfällen, Waldrodung und extensiver Nutzung der fragilen Vulkanböden aufgrund starken Bevölkerungswachstums mitverantwortlich für diese Katastrophen sein.

Experten haben im letzten Jahr vor einem 40 Kilometer langen Bruch an der Flanke des Mount Elgon gewarnt, wodurch etwa 8000 Bewohner des Distriktes Manafwa gefährdet seien.

Die Regierung teilte mit, dass die Überlebenden der jüngsten Erdrutsche und die Bewohner besonders gefährdeter Gebiete nun registriert würden, um in sicherere Gebiete umgesiedelt zu werden. „Die Regierung plant, das Gebiet jedes Jahr zu untersuchen und 10.000 Menschen aus diesen gefährdeten Gebieten umzusiedeln“, sagte Musa Ecweru, der Minister für Katastrophenschutz, Katastrophenhilfe und Flüchtlinge, auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Kampala. Der Westen Ugandas leide derzeit unter Hagelstürmen und starkem Wind und für die niedrigen Gebiete im Osten und mittleren Nordwesten des Landes erwarte man Überschwemmungen, so der Minister. Die Regierung erwartet auch weitere Erdrutsche in den bergigen Gebieten im Osten und Westen des Landes, falls die andauernden Starkregenfälle anhalten.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Naturkatastrophen

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July 29, 2011

Viele Tote durch Erdrutsche in Südkorea

Viele Tote durch Erdrutsche in Südkorea

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Veröffentlicht: 18:31, 29. Jul. 2011 (CEST)
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Seoul (Südkorea), 29.07.2011 – Starke und andauernde Regenfälle haben in Südkorea zum Tod von mindestens 44 Personen geführt. Bei einem durch Regenfälle verursachten Erdrutsch kamen 13 Menschen ums Leben, rund 20 erlitten Verletzungen. Die Erdmassen rissen ein Restaurant und mehrere Pensionen mit. Das Unglück geschah in der bergigen Region in Chuncheon östlich der Hauptstadt Seoul. In Seoul starben durch einen Erdrutsch 16 Personen. In der Region Gyeonggi kamen weitere 15 Menschen um.

Durch die Auswirkungen des Unwetters war der Strom zeitweise für mehr als 116.000 Haushalte unterbrochen; die Stromversorgung konnte aber inzwischen weitgehend wieder hergestellt werden. Fünf Stadtteile in den Randbezirken der südkoreanischen Hauptstadt wurden vorsorglich evakuiert.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Wetter

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January 12, 2011

Mindestens 360 Todesopfer durch Überschwemmungen und Erdrutsche in Brasilien

Mindestens 360 Todesopfer durch Überschwemmungen und Erdrutsche in Brasilien

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Veröffentlicht: 20:26, 13. Jan. 2011 (CET)
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Zerstörte Häuser durch Erdrutsche in Teresópolis, 12.01.2011

Rio de Janeiro (Brasilien), 13.01.2011 – Tagelange heftige Regenfälle ließen in einer Bergregion nördlich von Rio de Janeiro Flüsse über die Ufer treten. Schlammlawinen wälzten sich von den Bergen herab und begruben ganze Dörfer unter sich. In der Region Serrana war innerhalb von 24 Stunden so viel Regen gefallen wie sonst in einem ganzen Monat.

Nach Behördenangaben starben mindestens 360 Menschen durch die Überschwemmungen. Allein in der Bergregion Serrana starben 348 Menschen. Besonders hart getroffen hat es den Ort Teresópolis in dieser etwa 100 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro gelegenen Region. Hier wurden 130 Tote gezählt. Hänge und Flussufer waren unter dem Druck der Wassermassen weggebrochen. Ganze Stadtviertel in Teresópolis, Nova Friburgo und Petrópolis verschwanden unter Flüssen aus Schlamm. In vier südöstlichen Bundesstaaten wurden 100.000 Menschen infolge der anhaltenden Regenfälle und der sich anschließenden Überschwemmungen obdachlos.

Die Arbeit von Bergungsmannschaften wird durch die Tatsache erschwert, dass sie nicht schnell genug in Orte in unzugänglichen Bergregionen vordringen konnten. Daher wird mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen gerechnet.

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August 24, 2010

Erdrutsch an der A 7 führt zu Verkehrschaos im Raum Göttingen

Erdrutsch an der A 7 führt zu Verkehrschaos im Raum Göttingen

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Veröffentlicht: 23:52, 24. Aug. 2010 (CEST)
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Göttingen (Deutschland), 24.08.2010 – Eine abgerutschte Böschung hat am Montagabend, dem 23. August, zur Vollsperrung der Bundesautobahn 7 in Richtung Norden zwischen den Anschlussstellen Göttingen-Nord und Nörten-Hardenberg geführt und im Raum Göttingen ein Verkehrschaos ausgelöst. Die Umleitungsstrecke U 9 musste zudem in der Nacht wegen eines LKW-Unfalls ebenfalls gesperrt werden. Viele Autofahrer versuchten, die überlasteten Umleitungsstrecken auf Schleichwegen zu umgehen. Die Sperrung der stark befahrenen Autobahn konnte erst nach 26 Stunden aufgehoben werden.

Quellen

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June 2, 2010

Zahl der Opfer nach tropischem Sturm „Agatha“ stark gestiegen

Zahl der Opfer nach tropischem Sturm „Agatha“ stark gestiegen

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Veröffentlicht: 08:39, 2. Jun. 2010 (CEST)
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Karte Guatemalas

Guatemala-Stadt (Guatemala) / Tegucigalpa (Honduras) / San Salvador (El Salvador), 02.06.2010 – Die Zahl der Opfer im Zusammenhang mit den durch den tropischen Sturm „Agatha“ ausgelösten Starkregenfälle ist erheblich gestiegen. Nach den nun vorliegenden Informationen starben durch Erdrutsche, Sturzfluten und Überschwemmungen mindestens 175 Menschen, doch werden nach Behördenangaben noch zahlreiche Menschen vermisst. Die meisten der Opfer forderte die Naturkatastrophe in Guatemala, wo mindestens 152 Menschen umkamen. Aus Honduras werden bislang 14 und aus El Salvador mindestens neun Tote gemeldet. Mehr als 150.000 Menschen mussten bereits ihre Häuser verlassen, viele von ihnen wurden durch die Auswirkungen des Unwetters obdachlos. In Guatemala-Stadt ist ein dreistöckiges Haus in einem 60 Meter tiefen Krater verschwunden. Diese und andere Dolinen entstanden vermutlich dadurch, dass der dort weiche Untergrund durch abfließendes Wasser gelöst und mitgerissen wurde.

Nach Beurteilung des guatemaltekischen Präsidenten Álvaro Colom sind die sturm- und regenbedingten Schäden in seinem Land größer als die 1998 von Hurrikan Mitch verursachten Verwüstungen, denen 268 Menschen zum Opfer fielen. Zwar hatte sich „Agatha“ erst am Samstag, dem 29. Mai, zu einem tropischen Tiefdruckgebiet entwickelt und dann innerhalb weniger Stunden zum Sturm intensiviert, der allerdings mit maximalen andauernden Windgeschwindigkeiten von 75 km/h und einem zentralen Luftdruck von 1000 hPa nicht besonders stark war. Über dem Bergland Guatemalas verlor der Wirbelsturm rasch an Kraft und wurde vom National Hurricane Center, das von der Weltorganisation für Meteorologie mit der Beobachtung des tropischen Wettergeschehens im östlichen Pazifik beauftragt ist, abgestuft. Allerdings hatte das sich entwickelnde System bereits seit Donnerstag, dem 27. Mai, feuchte Luft auf das Festland befördert und zu Dauerregen geführt, und die langsame Zuggeschwindigkeit führte dazu, dass sich der Niederschlag gewaltig häufte. La Unión in El Salvador meldete für den Zeitraum 27. bis 31. Mai eine Niederschlagsmenge von 406,6 Litern pro Quadratmeter; zum Vergleich: In Frankfurt am Main fallen im ganzen Jahr etwa 660 Liter pro Quadratmeter.

Viele Straßen und Brücken wurden durch abfließendes Regenwasser unterspült. Muren aus Schlamm und Geröll sowie Hochwasser führende Gewässer schnitten Orte von der Außenwelt ab. Viele von den Fluten Eingeschlossene wurden mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht. Die Hilfsmaßnahmen werden durch die Zerstörungen von Brücken behindert. So berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass 18 große Straßenbrücken durch die Fluten zerstört worden seien. Hilfslieferungen werden auch dadurch verzögert, dass der Flughafen von Guatemala-Stadt infolge von Vulkanasche immer wieder geschlossen werden muss. Mexiko hat Unterstützung angeboten und einen Flughafen im Grenzgebiet als Anlaufstelle zugesichert.

Die Kaffeepflanzer, die vor einigen Tagen noch zufrieden mit dem Regen waren, weil er die Asche des Vulkans Pacaya von den Pflanzen wusch, sind nun durch das anhaltend feuchte Wetter besorgt. Es droht ein zerstörerischer Pilz. Unterdessen sind die Kaffeepreise an den Terminbörsen für den Juli um über zwei Prozent gestiegen. Die Preise erreichten in New York mit 1,37 US-Dollar pro Pfund ein Saisonhoch. Guatemala ist der größte Erzeuger von Kaffee in Mittelamerika und auch in El Salvador waren die meisten Kaffeeanbaugebiete des Landes von den Auswirkungen des Tropensturms betroffen.

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May 27, 2010

Schwere Unwetter in Europa forderten Menschenleben

Schwere Unwetter in Europa forderten Menschenleben

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Veröffentlicht: 23:08, 27. Mai 2010 (CEST)
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Berlin (Deutschland) / Wien (Österreich), 27.05.2010 – Abgesehen von den Hochwassern im Nordosten Deutschlands und in Polen haben sich zahlreiche Unwetter ausgebildet, die teilweise neben hohen Sachschäden auch einige Menschenleben forderten. Den Anfang machte ein Tornado im sächsischen Großenhein und südbrandenburgischen Mühlberg. Hier kam es zu Schäden in Millionenhöhe, außerdem wurde in Großenhain ein sechsjähriges Mädchen von einem Baum erschlagen und getötet, als der Baum auf das Auto fiel in dem das Kind gerade gesessen hatte. Zudem waren hier 40 Verletzte und zahlreiche beschädigte und zum Teil einsturzgefährdete Objekte zu verzeichnen. Drei Schulen wurden geschlossen und werden vorrausichtlich am Donnerstag wieder geöffnet werden.

In Österreich waren abgesehen von weiten Teilen des Landes vor allem die Regionen Niederösterreich und das Burgenland betroffen: Dauer-Hagelschlag im ganzen Land, Murenabgänge in Stickelberg bei Hollenthon (kosteten eine Frau das Leben) und ein Tornado durch Klosterneuburg hielten Polizei und Feuerwehr in Atem. Die Rettungskräfte und das Technische Hilfswerk waren im Dauereinsatz. Zudem war wegen der Aufregung ein indirektes Opfer zu vermelden, ein Todesfall vermutlich aufgrund eines Herzschlags.

Schwere Unwetter hatten sich am vergangenen Mittwoch durch gegenläufige Luftdruckmassen, einem über bodennaher und höhen Schichten reichender Warmluft liegender Kaltlufttropfen gebildet, was heftige Gewitter teilweise mit heftigem Hagelschlag heraufbeschwor. Durch die vorherrschende Windscherung begünstigt durch die Alpenzüge konnte sich ein Tornado bilden, an Fahrt aufnehmen und eine Schneise der Verwüstung ziehen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Naturkatastrophen

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Originäre Berichterstattung
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