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October 4, 2011

Arktis: Forscher von Ozonloch beunruhigt

Arktis: Forscher von Ozonloch beunruhigt

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Veröffentlicht: 06:59, 4. Okt. 2011 (CEST)
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Von einer Webcam aufgenommenes Foto vom Nordpol

Nordpol, 04.10.2011 – Nach einer Veröffentlichung im Wissenschaftsmagazin „Nature“ haben Forscher ein Ozonloch über der Arktis von der fünffachen Größe Deutschlands entdeckt.

Wissenschaftler sind beunruhigt. Durch den Mangel an Ozon sind die Menschen und andere Lebewesen einer erhöhten Dosis von ultraviolettem Licht ausgesetzt. Eine Ursache für die Entstehung des Loches soll die extreme, außergewöhnliche Kälte sein. Innerhalb von zwei Wochen sei das Loch über Russland und die Mongolei gezogen.

Zum Mangel von Ozon kommt es insbesondere durch von Menschen freigesetzte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).

Wegen noch extremerer Kälte ist seit Jahren ein Ozonloch am Südpol bekannt. Dort wird es seit Anfang der 1980er Jahre saisonal jeweils im Spätwinter und Frühjahr festgestellt. Laut der Veröffentlichung kann man am Nordpol dieses Jahr erstmals von einem Ozonloch sprechen.

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  • Riesiges Ozonloch über der nördlichen Erdkugel entdeckt (03.03.2005)

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April 8, 2010

ESA-Forschungssatellit „CryoSat2“ ins All gestartet

ESA-Forschungssatellit „CryoSat2“ ins All gestartet

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Veröffentlicht: 21:14, 8. Apr. 2010 (CEST)
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ESA Satellit Cryosat-2 im Test bei IABG in Ottobrunn

Baikonur (Kasachstan), 08.04.2010 – Wissenschaftler und Mitarbeiter der Europäischen Raumfahrtagentur ESA können heute den erfolgreichen Start eines ihrer Satelliten feiern. Vom Kosmodrom in Baikonur, Kasachstan, hob um 13:57 GMT eine Trägerrakete des Typs „Dnjepr“ ab, um den Satelliten „CryoSat2“ nach 16 Minuten Flugzeit auf seine polare Umlaufbahn in 720 Kilometern Höhe auszusetzen. Der Start erfolgte dabei aus einem unterirdischen Raketensilo.

Der künstliche Trabant hat die Aufgabe, Daten über die Veränderung der Eismassen auf der Erde zu liefern. Die Instrumente sind in der Lage, Mächtigkeit und Ausdehnung des Eises an den Polen, auf den Meeren und der Gletscher mit einer Toleranz von einem Zentimeter zu messen. Diese Aufgabe soll nun mindestens in den nächsten dreieinhalb Jahren durchgeführt werden. So lange schätzen die Wissenschaftler die Funktionsdauer des Satellten ein. Das Radar mit dem Namen SIRAL soll am kommenden Sonntag erstmals aktiviert werden, nach sechs Monate dauernden Tests soll dann der Regelbetrieb beginnen. Die ersten Signale des Satelliten wurden bereits kurz nach dem Start von einer Bodenstation in Kenia aufgefangen – ein Zeichen dafür, dass der Satellit seine vorgesehene Umlaufbahn erreicht hat.

Die Kosten für den Satelliten betrugen insgesamt 187 Millionen US-Dollar. Die ESA gab Anfang 2006 den Bau des Satelliten in Auftrag, da am 8. Oktober 2005 ein baugleicher Satellit nach einem Fehlstart einer Rockot-Trägerrakete wenige Stunden nach dem Start über dem Nordpol verlorengegangen war.

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February 24, 2009

Start eines Klimasatelliten der NASA gescheitert

Start eines Klimasatelliten der NASA gescheitert

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Veröffentlicht: 23:58, 24. Feb. 2009 (CET)
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Orbiting Carbon Observatory (OCO), künstlerische Darstellung

Vandenberg Air Force Base (Vereinigte Staaten), 24.02.2009 – In den Vereinigten Staaten ist der Start des Satelliten „Orbiting Carbon Observatory“, der in der Klimaforschung eingesetzt werden sollte, gescheitert.

Grund war ein Problem an der Verschalung des 441 Kilogramm schweren Satelliten, die Ummantelung hatte sich anscheinend nicht ordnungsgemäß gelöst. Als Folge der Panne – zirka drei Minuten nach dem Start – erreichte das Forschungsgerät nicht die Umlaufbahn, auch löste es sich nicht von der Trägerrakete. Bei dem Unfall ging der Satellit in einem Wert von 273,4 Millionen US-Dollar verloren und stürzte nahe der Antarktis in den Südlichen Ozean.

Der Start erfolgte heute um 09.55 Uhr MEZ mit einer erstmals eingesetzten Rakete des Typs „Taurus XL“ von Vandenberg Air Force Base in Kalifornien aus. Hergestellt wird die Rakete von der Firma Orbital Sciences. Zweck der Satellitenmission im erdnahen Raum war die Messung der Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid in der Erdatmosphäre.

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Orbiting Carbon Observatory“.

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  • Portal:Unbemannte Raumfahrt

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April 27, 2007

Alarmierender Klimareport vom Deutschen Wetterdienst

Alarmierender Klimareport vom Deutschen Wetterdienst

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Artikelstatus: Fertig 13:45, 27. Apr. 2007 (CEST)
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Berlin / Offenbach am Main (Deutschland), 27.04.2007 – Mehr Sonne im Sommer, im Winter mehr Regen als Schnee. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist der Klimawandel eine Tatsache, auch in Deutschland. Am 24. April gab der DWD in seiner Pressekonferenz in Berlin neue Zahlen bekannt. Wolfgang Kusch, Präsident des DWD, sprach über die Folgen für den Alltag der Menschen.

Wäre die Temperatur an jedem Tag im Jahr gleich, läge sie bei 8,2 Grad Celsius. Gegenüber 1901 stieg sie damit um 0,9 Grad Celsius an. Die Folgen: Im Sommer steigt die Gefahr von Hitzewellen, die gerade für ältere Menschen sehr gefährlich werden können. Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken, wird durch die erhöhte UV-Strahlung zunehmen.

Auch in den Städten wird es wärmer. Kusch forderte deshalb, auch im Städtebau umzudenken, zum Beispiel mehr Bäume für Schatten auf den Fußwegen zu pflanzen. Das Klima wird sich auch auf die Landwirtschaft auswirken: So wird der Wasserbedarf in der Landwirtschaft steigen. Bereits jetzt schwankt der Ernteertrag jedes Jahr hauptsächlich, weil das Wetter sich verändert hat.

Nicht nur Hitzewellen werden wahrscheinlicher, sondern auch die Überschwemmungen könnten zunehmen: Im Durchschnitt gibt es weniger Regentage im Sommer, dafür werden die Niederschläge heftiger. Bereits jetzt meldet der DWD an einigen seiner Stationen eine Zunahme von mehr als 30 Liter pro Quadratmeter.

„Der globale Klimazug rollt. Er ist nicht mehr anzuhalten“, sagte Kusch in seiner Rede. Wir könnten zwar „die Fahrt genau beobachten“, aber nur, wenn sich alle anstrengten, könnten wir „die Reisegeschwindigkeit beeinflussen“. Der DWD überwacht seit 1952 das Klima in Deutschland und stellt seine Daten und Analysen für jedermann zur Verfügung.

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February 2, 2007

Vierter UN-Klimabericht kündigt dramatische Klimaänderungen an

Vierter UN-Klimabericht kündigt dramatische Klimaänderungen an

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Artikelstatus: Fertig 20:33, 2. Feb. 2007 (CET)
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Die Entwicklung der globalen Durchschnittstemperatur zwischen 1880 und 2005

Paris (Frankreich), 02.02.2007 – Wissenschaftler stellten im Auftrag der Vereinten Nationen die neuesten Daten zum Wandel des Erdklimas in diesem Jahrhundert zusammen. Der Vierte Weltklimabericht kommt zu dem Schluss, dass der Großteil des seit Mitte des 20. Jahrhunderts gemessenen Anstiegs der weltweiten Durchschnittstemperaturen „sehr wahrscheinlich“ auf den verstärkten Ausstoß von durch Menschen verursachte Treibhausgase zurückzuführen sei. Die CO2-Konzentration sei gegenwärtig so hoch wie seit wenigstens 650.000 Jahren nicht mehr. 78 Prozent der Erhöhung entfielen dem an der Erstellung des Berichts beteiligten Alfred-Wegener-Institut zufolge auf die Nutzung fossiler Brennstoffe, der Rest auf veränderte Landnutzung, wozu auch Rodungen gezählt werden. Der Klimawandel ist außerdem nicht länger ein Problem, das uns erst in der fernen Zukunft beschäftigen wird: Unter den letzten zwölf Jahren waren die elf heißesten Jahre seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen. „Wahrscheinlich“ waren die letzten Jahre auch die wärmsten seit mindestens 1.300 Jahren.

Die Klimaforscher des UN-Klimarates (IPCC), die ihren Bericht am Freitag in Paris vorlegten, rechnen im Verlauf dieses Jahrhunderts als Folge des weltweiten CO2-Ausstoßes mit einer durchschnittlichen Erderwärmung zwischen 1,8 und 4,0 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts. Und dies sind nur die mittleren Werte. Die Bandbreite der Wahrscheinlichkeiten reicht von einem Anstieg um 1,1 bis hin zu 6,4 Grad Celsius. Die rund 2.500 Forscher rechneten dabei in etwa 400 Computersimulationen mit verschiedensten Szenarien, denen jeweils unterschiedliche Annahmen über die Entwicklung der Weltbevölkerung, des Wirtschaftswachstums und der Entschlossenheit in Sachen Klimaschutz zugrunde gelegt wurden.

Besonders tief liegende Koralleninseln sind vom steigenden Meeresspiegel bedroht

Die Auswirkungen der Zunahme von Treibhausgasen werden im globalen System der Erdatmosphäre in verschiedener Hinsicht spürbar werden: Extreme Wetterereignisse wie Wirbelstürme, Dürren, Starkregen, Hitzewellen und Überschwemmungen werden zunehmen. Das Meereis der Arktis wird weiter zurückgehen und könnte den Nordpol in den Sommermonaten vollkommen eisfrei werden lassen. Die Gletscher der Welt werden weiter zurückgehen, was lokal zu gravierenden Problemen mit der Trinkwasserversorgung führen kann. Der Meeresspiegel wird dem Bericht zufolge um 19 bis 58 Zentimeter bis zum Ende des Jahrhunderts ansteigen. Die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels werden nach Ansicht von Wissenschaftlern noch weiter gehen. „Langfristig“ meint hier eine Zeitspanne von bis zu tausend Jahren. Das Grönlandeis wird dann möglicherweise ganz verschwinden und der Meeresspiegel damit um bis zu sieben Meter steigen.

Die Zeiten einer skeptischen Betrachtung des von Wissenschaftlern seit Jahren prognostizierten Klimawandels scheinen vorbei zu sein. Von politischer Seite werden die Warnungen der Wissenschaft über einen bevorstehenden Klimawandel nicht länger in den Wind geschlagen. Vertreter der Europäischen Union sowie der deutschen Bundesregierung kündigen erfolgversprechende Maßnahmen an. So will die deutsche Forschungsministerin Annette Schavan die Entwicklung und Verbreitung klimaschonender Technologien vorantreiben. Dafür sollen in den kommenden drei Jahren 255 Millionen Euro bereit gestellt werden. Ob diese Maßnahmen ausreichend sein werden, ist allerdings zu bezweifeln. Schließlich hatte erst im Herbst vergangenen Jahres der so genannte Stern-Report vorgerechnet, dass ein effektiver Klimaschutz etwa ein Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung verlange. Das sei für sich gesehen zwar viel, doch verglichen mit den möglichen Schäden durch Nichtstun immer noch wenig. Das, so der ehemalige Weltbank-Ökonom Nicholas Stern, könnte uns nämlich zwischen fünf und 20 Prozent des Welt-BIP kosten.

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  • Portal:Klimaerwärmung

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December 8, 2006

Klima: Immer weniger Schnee in den Alpen

Klima: Immer weniger Schnee in den Alpen

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Artikelstatus: Fertig 21:00, 8. Dez. 2006 (CET)
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Der Schlatenkees Gletscher im Jahr 2005

Wien (Österreich), 08.12.2006 – „Wir erleben gerade die wärmste Periode in den vergangenen 1.300 Jahren.“ Diese Bilanz zog der österreichische Klimatologe Reinhard Böhm vom ZAMG, der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik mit Sitz in Wien. Mit dem Wintertourismus in den Alpen in der gegenwärtigen Form werde es irgendwann vorbei sein. Einschränkend fügt Böhm hinzu: „Es wird auch weiterhin Schnee in den Bergen geben, auch die Gletscher werden nicht verschwinden – es wird nur von allem weniger da sein. Für die kommenden 20 Jahre braucht man aber gar nichts [zu] planen, da wird nämlich alles so bleiben, wie es ist.“

Die genannten Aussagen basieren auf einer der umfassendsten Klimastudien, die je durchgeführt wurden. Die Studie lief von März 2003 bis August 2006: 30 Wissenschaftler aus sieben europäischen Ländern werteten akribisch Aufzeichnungen von Klimadaten aus dem Großraum um die Alpen herum von Nürnberg bis nach Budapest und dem Rhône-Tal aus. Sie gingen in die Archive, untersuchten Baumringe und Eisbohrkerne und trugen die Daten über Gletscher zusammen. Ziel der Klimastudie „Alp-Imp“ war die Erforschung der Klimageschichte der Alpen im Detail.

So gelang es den Klimaforschern, die Jahresdurchschnittstemperaturen bis zum 8. Jahrhundert zurückzuverfolgen. Interessant ist insbesondere die jüngere Klimageschichte. Bis 1890 herrschte in Europa eine als „kleine Eiszeit“ bezeichnete Kälteperiode. Danach erwärmte sich das Klima im Wesentlichen durch nicht vom Menschen beeinflusste Faktoren bis etwa zum Jahr 1950. Die oft in diesem Zusammenhang bemühten Alpengletscher befinden sich bereits seit hundert Jahren auf dem Rückzug. Im Jahr 1850 hatten sie ihre größte Ausdehnung seit 8.200 Jahren erreicht. Alles, was sich in der Klimaentwicklung nach 1950 tat, ist nach Ansicht Böhmers auf menschliches Wirtschaften zurückzuführen. Zunächst führte die Verschmutzung der Atmosphäre in der Folge der Verbrennung fossiler Brennstoffe zu einer gewissen Abkühlung der Luft. Böhm: „Es konnten nicht mehr so viele Sonnenstrahlen auf die Erde gelangen, die Temperaturen purzelten.“ Seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts steigen die Temperaturen weltweit an. Ursache seien die von Menschen verursachten Emissionen von Treibhausgasen (Kohlendioxid, Methan und andere). Die Verminderung der Luftverschmutzung durch die geringeren Verschmutzungswerte der Atmosphäre beschleunigte diesen Prozess noch.

Böhm geht von insgesamt weiter steigenden Temperaturen in diesem Jahrhundert aus, auch von steigenden Wasserständen. Zur Panikmache bestehe jedoch kein Anlass. Von Prognosen, die ein Steigen der Meerespegel um mehrere Meter voraussagen, hält er nichts. „Absoluter Blödsinn. Steigen wird er aber auf jeden Fall – so um 40 bis 60 Zentimeter. Das ist mehr als genug.“

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Klimaerwärmung
  • Portal:Wissenschaftliche Studien

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October 28, 2006

Verlangsamung des Golfstroms beobachtet

Verlangsamung des Golfstroms beobachtet – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Verlangsamung des Golfstroms beobachtet

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Artikelstatus: Fertig 19:20, 28. Okt. 2006 (CEST)
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Birmingham (Vereinigtes Königreich), 28.10.2006 – Britische Wissenschaftler haben über Beobachtungen berichtet, die eine Verlangsamung des Golfstroms belegen. Darüber hinaus soll ein Teil der Strömung im November 2004 über zehn Tage vollständig verschwunden gewesen sein.

Professor Harry Bryden vom britischen National Oceanography Centre berichtete bei einer Klimakonferenz in Birmingham über die Ergebnisse seines Instituts. Auf die Frage, ob der zeitweilige Stopp auf eine weitere Abschwächung hindeute, erklärte er, dass er gern mehr darüber wissen möchte, bevor er das sagen könne.

Bryden hatte bereits letztes Jahr über eine Abschwächung des Golfstroms in der Größenordnung von sechs Millionen Tonnen pro Sekunde berichtet und daraus eine Temperaturerniedrigung für die britischen Inseln von einem Grad Celsius im nächsten Jahrzehnt vorausgesagt. Nach seinen Angaben würde ein vollständiges Aufhören des Stroms zu einer Abkühlung um vier bis sechs Grad in den nächsten 20 Jahren führen.

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September 17, 2006

Sibirien: Auftauen des Permafrosts alarmiert Klimaforscher

Sibirien: Auftauen des Permafrosts alarmiert Klimaforscher

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Artikelstatus: Fertig 01:40, 17. Sep. 2006 (CEST)
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Nebenarm des Baikalsees

Nowosibirsk (Russland), 17.09.2006 – Die Permafrost-Böden Sibiriens könnten in der Zukunft Milliarden Tonnen an hoch klimawirksamem Methan in die Atmosphäre entlassen und so zu einem entscheidenden Faktor bei der globalen Erwärmung werden. Zu diesem Schluss kam nach Berichten des US-amerikanischen Wissenschaftsjournals New Scientist ein russisch-englisches Forscherteam, das die Methan-Emissionen sibirischer Oberflächenseen gemessen hat. Nach ihren Ergebnissen emittieren diese Seen bereits jetzt etwa 60 Prozent mehr an Methangas, als man bisher angenommen hatte. Methan ist als Klimagas etwa 20-mal wirksamer als Kohlendioxid.

Da die Klimaerwärmung in den arktischen Gebieten der Erde etwa doppelt so stark ist wie im planetaren Durchschnitt, tauen besonders in weiten Gebieten Westsibiriens großflächig Permafrostböden auf, die für die letzten 40.000 Jahre durchgehend gefroren waren. Damit werden große Mengen an Kohlenstoff freigesetzt, die seit der letzten Eiszeit im Boden gebunden gewesen waren.

Während heute der Anteil der sibirischen Methanemissionen nur 3,8 der insgesamt etwa 600 Millionen Tonnen beträgt, die jährlich weltweit in die Umwelt gelangen, könnte sich diese Menge durch den zu erwartenden Rückkopplungseffekt dramatisch steigern. Innerhalb der letzten drei Jahrzehnte hat sich das Klima Westsibiriens bereits um etwa drei Grad Celsius erwärmt. Auch im fernöstlichen Jakutien zeigt die angestiegene Temperatur deutliche Folgen: Zahlreiche Gebäude in der Hauptstadt Jakutsk, die auf Permafrostböden errichtet wurden, sind einsturzgefährdet, viele sind bereits zusammengebrochen. Für manche Teile der Arktis wird für die nächsten Jahrzehnte eine Erwärmung um bis zu zehn Grad Celsius prognostiziert. Die Menge an Methan, die dadurch allein in Sibirien freigesetzt werden könnte, wird auf bis zu 500 Milliarden Tonnen geschätzt – eine Menge, die einen nicht mehr rückholbaren Klimaeffekt nach sich ziehen dürfte.

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  • Portal:Klimaerwärmung
  • Portal:Naturkatastrophen

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April 25, 2006

Forscher stellten Modell zu möglichen Klimaveränderungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor

Forscher stellten Modell zu möglichen Klimaveränderungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor

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Dessau (Deutschland), 25.04.2006 – Um vier Grad Celsius soll die durchschnittliche Jahrestemperatur in einigen Regionen Deutschlands bis zum Jahr 2100 im Vergleich zum Jahr 1950 steigen. Diese Zahl ergibt sich aus umfangreichen Berechnungen des Max-Planck-Instituts für Meteorologie, die vom Umweltbundesamt in Auftrag gegeben worden waren. Das Modell stellt zu erwartende Klimaänderungen für Deutschland, Österreich und die Schweiz dar. Das Neue am Modell der Forscher der Projektgruppe „Modelle und Daten“ des Max-Planck-Instituts für Meteorologie sind hoch aufgelöste Daten zur künftigen Klimaentwicklung. Die Erwärmung von vier Grad Celsius wird für die Winter in Süd- und Südost-Deutschland prognostiziert, wo die Erwärmung besonders stark ausfallen soll. Die tatsächliche Temperatursteigerung ist abhängig von der Höhe der zukünftigen Treibhausemissionen. Die Forscher rechnen je nach Höhe der Treibhausemmissionen damit, dass die Jahresmitteltemperaturen in Deutschland bis 2100 um 2,5 Grad Celsius bis 3,4 Grad Celsius steigen könnten. Die Daten über mögliche Klimaveränderungen sollen Wissenschaft, Verwaltung und Unternehmen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Dies soll ab Mitte Mai 2006 der Fall sein. Als Konsequenz aus den Szenarien fordert das Umweltbundesamt, eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 40 Prozent bis 2020 und um 80 Prozent bis 2050.

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, sagte dazu heute in Dessau während des Workshops „Künftige Klimaänderungen in Deutschland – Regionale Projektionen für das 21. Jahrhundert“: „Das ist ein Sprung in der Temperatur, den wir jahrtausendelang nicht hatten.“ Auf dem Workshop berieten rund 130 Fachleute aus den Bereichen Wissenschaft, Politikberatung, Nichtregierungsorganisationen und Politik über mögliche Konsequenzen, die aus der Studie gezogen werden könnten. Auch sollen Schlussfolgerungen für den nationalen Klimaschutz gezogen werden. Im Einzelnen bedeuten die Ergebnisse der Studie für Deutschland folgendes: trockenere Sommer im Süden, Südwesten und Nordosten Deutschlands, geringere Erträge der Landwirtschaft, höhere Waldbrandgefahr durch die Trockenheit, Probleme für die Binnenschifffahrt durch absinkende Wasserstände in den beschiffbaren Flüssen. Insgesamt muss sich die Wirtschaft auf umfassende Veränderungen einstellen. Für den Tourismus sind die Folgen differenziert nach Regionen zu betrachten. Während in den nördlichen Landesteilen die Saison durch geringere Niederschläge verlängert werden kann, muss sich der Tourismus in den Alpenregionen um drastisch verringerte Schneemengen (bis zu fünfzig Prozent) Sorgen machen. Die Alpengletscher werden noch stärker abschmelzen als das bisher schon der Fall ist.

Die volkswirtschaftlichen Kosten der Anpassung an den Klimawandel beziffert der Präsident des Umweltbundesamtes auf jährlich 27 Milliarden Euro. Er forderte dazu auf, mehr zu tun, um einen Anstieg der Temperaturen in Deutschland zu begrenzen.

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December 18, 2005

Britische Wissenschaftler nennen 2005 das wärmste Jahr der nördlichen Erdhalbkugel

Britische Wissenschaftler nennen 2005 das wärmste Jahr der nördlichen Erdhalbkugel

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London (Großbritannien), 18.12.2005 – Britische Wissenschaftler bezeichnen 2005 als das wärmste Jahr der nördlichen Erdhalbkugel seit dem Aufkommen sicherer Quellen über das Wetter um 1860.

Es sei weltweit gesehen das zweitwärmste Jahr, wobei nur 1998 wärmer gewesen sei. Die Durchschnittstemperatur liege etwa 0,65 Grad Celsius über der Durchschnittstemperatur zwischen 1960 und 1990. Die nördliche Erdhalbkugel erwärme sich treibhausbedingt schneller als die südliche, da die Landmassen hier im Verhältnis zum Wasser größer seien. Aber auch die Temperatur der Wasseroberfläche des Atlantiks sei die höchste seit 1880. Acht der zehn wärmsten Jahre gab es innerhalb des letzten Jahrzehnts.

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