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March 3, 2012

Mexiko City: Die letzten VW-Käfer nehmen ihren Abschied als Taxi

Mexiko City: Die letzten VW-Käfer nehmen ihren Abschied als Taxi

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Veröffentlicht: 21:45, 3. Mär. 2012 (CET)
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Grünes VW-Käfer-Taxi in Mexiko City im Einsatz

Mexiko-Stadt (Mexiko), 03.03.2012 – Im Jahr 2006 fuhren auf den Straßen von Mexiko City 50.000 VW Käfer, die als Taxi eingesetzt waren. 2012 sind es noch 3.500 Fahrzeuge, die von den Einheimischen „Vochos“ genannt werden. Auch die letzten Kugeltaxis werden am Ende des Jahres von den Straßen verbannt sein.

Eine Regelung schreibt vor, dass Taxis nicht älter als acht Jahre sein dürfen. Für die Käfer gibt es eine Ausnahmeregelung: Diese dürfen zehn Jahre Fahrgäste transportieren. 2002 gab es die letzten Lizenzen für das Fahrgastgewerbe, die den Einsatz des Kultautos vorsahen. Hintergrund war, dass ab dem Jahr 2003 nur noch Fahrzeuge als Taxis genehmigt wurden, die vier Türen haben, die der VW-Käfer nicht bieten konnte. Vielfach wurde von den Fahrern der Beifahrersitz ausgebaut, um den Fahrgästen das Ein- und Aussteigen zu erleichtern. Ein Sicherheitsrisiko, da eine nicht angeschnallte Person bei einer Vollbremsung schnell von der Rücksitzbank aus abhebt und Richtung Frontscheibe fliegt. Die Stadtverwaltung will die letzten Besitzer eines VW-Käfertaxi mit einem Kredit von 15.000 Peso (890 Euro) unterstützten. Die Finanzspritze können die Taxifahrer zur Anschaffung eines anderen Fahrzeugs nutzen, um so weiter im Beruf bleiben zu können, wenn die eigenen Finanzmittel nicht ausreichen.

Für die Fahrgäste wird es nach dem Umstieg auf andere Kfz-Marken teurer werden. Meist kommen nur große US-Fahrzeuge zum Einsatz, die einen höheren Preis im Unterhalt haben. Einigen Nostalgikern wird es sicher schwer ums Herz werden, doch die Zeit ließ sich noch nie aufhalten.

Ab 1959 wurde der VW-Käfer auch in Mexiko in São Bernardo do Campo gefertigt. Nachdem 3,3 Millionen Fahrzeuge hergestellt worden waren, wurde die Produktion 1986 eingestellt; 1993 wurde sie wieder für drei Jahre aufgenommen, und vereinzelt wurden Fahrzeuge nach Europa exportiert. 46.000 Exemplare wurden in dieser Zeit hergestellt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:VW
  • Portal:Mexiko

Quellen[Bearbeiten]

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November 2, 2005

Erneute Proteste in Addis Abeba kosten acht Menschen das Leben

Erneute Proteste in Addis Abeba kosten acht Menschen das Leben

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Addis Abeba (Äthiopien), 02.11.2005 – In der äthiopischen Hauptstadt ist es am Dienstagmorgen wieder zu blutigen Ausschreitungen von Anhängern der Opposition gekommen. Acht Menschen haben dabei ihr Leben verloren, nachdem die Polizei das Feuer auf Steine werfende Demonstranten eröffnet hatte. Etliche Menschen mussten im örtlichen Krankenhaus behandelt werden, darunter auch 28 wegen Schussverletzungen.

Auslöser der Demonstration war die Verhaftung und der Entzug der Lizenz von 30 Taxifahrern, die sich am Montag an ersten Protesten beteiligt hatten. Mehrere Anführer der größten Oppositionspartei „Koalition für Einheit und Entwicklung“ (CUD), die der Regierung Manipulationen der Wahl im Mai dieses Jahres vorgeworfen hatten, verhaftete die Polizei noch am selben Tag. Premierminister Meles Zenawi verteidigte die Festnahmen und beschuldigte sie des Verrates und anderer nicht genauer bezeichneter Vergehen. Laut Aussagen des Informationsministers werden Angehörige mehrerer Zeitungen beschuldigt, durch regierungsfeindliche Berichte Unruhe gestiftet zu haben, und müssen das gleiche Schicksal fürchten.

Schon im Juni ist es nach Protesten zu mindestens 35 Toten gekommen. Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wurden dabei Gefangene 150 Kilometer südlich von Addis Abeba wochenlang in einer Art Straflager gehalten. Das gewalttätige Einschreiten der Polizei ist kein ungewöhnliches Vorgehen in dem nordafrikanischen Land. Im April 2001 schossen Polizisten auf eine Studentendemonstration, töteten über 30 und verletzten 400 Menschen.

Themenverwandte Artikel

  • Äthiopien: Tote bei Protesten gegen die Regierung (08.06.2005)

Quellen

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July 11, 2005

Streik der Zürcher Flughafen-Taxifahrer

Streik der Zürcher Flughafen-Taxifahrer

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Zürich (Schweiz), 11.07.2005 – Am Flughafen Zürich-Kloten streiken seit dem Vormittag die Taxifahrer. Sie kämpfen für einen Mindestlohn von 4.000 Franken und reduzierte Arbeitszeiten. Zurzeit verdienen die Taxifahrer, die durchschnittlich 70 bis 80 Stunden wöchentlich arbeiten, in einem erfolgsbasierten System nur rund 15 Franken pro Tag.

Die Gewerkschaft Unia, die den Streik im Auftrag der großen Mehrheit der Taxifahrer organisiert, moniert, ihr Verhandlungspartner IG Airport Taxi sei nicht bereit, eine Lösung zu finden. Nachdem am 30. Juni die letzten Verhandlungen scheiterten, ist der nächste runde Tisch erst am Ende der Sommerferien geplant. Zwischenzeitlich drohen die Gewerkschafter mit einem zehntägigen Streik.

Quellen

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