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January 6, 2011

Masern in Lübeck: Gesundheitsamt ruft zur Impfung auf

Masern in Lübeck: Gesundheitsamt ruft zur Impfung auf

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Veröffentlicht: 21:50, 6. Jan. 2011 (CET)
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Lübeck (Deutschland), 06.01.2011 – Das Lübecker Gesundheitsamt warnt vor einer Ausbreitung der ansteckenden Kinderkrankheit Masern in der Stadt. Zuletzt hatte es in Lübeck vor 25 Jahren eine Masernepidemie gegeben. Bisher seien in Lübeck vier Menschen infiziert. Zwei Patienten würden zurzeit in der Lübecker Universitätsklinik stationär behandelt. Drei der infizierten Erwachsenen sollen sich bei einer Party angesteckt haben. Von den in Lübeck zuletzt eingeschulten Kindern seien nur noch 85 Prozent gegen Masern geimpft, warnte Behördenleiter Hamschmidt.

Da auch aus anderen Teilen Deutschlands Maserninfektionen gemeldet wurden, rät auch das Robert Koch-Institut (RKI) zu vorbeugenden Impfungen. Masern gelten als hochansteckend. Zur Ansteckung reiche ein normales Gespräch aus.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt grundsätzlich allen nach 1970 geborenen Erwachsenen, die als Kind nur einmal oder noch gar nicht gegen Masern geimpft wurden, eine Impfung. Insbesondere bei „gegebener beruflicher Exposition“ wird die Impfung angeraten. Darunter fallen Personen, die „im Gesundheitsdienst und bei der Betreuung von Immundefizienten sowie in Gemeinschaftseinrichtungen beschäftigt sind“, so das RKI.

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May 2, 2008

Steigende Zahlen von Maserninfektionen beunruhigen US-Mediziner

Steigende Zahlen von Maserninfektionen beunruhigen US-Mediziner

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Veröffentlicht: 17:28, 2. Mai 2008 (CEST)
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San Diego (Vereinigte Staaten), 02.05.2008 – Ein Sprecher des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit (BAG) hatte im April gewarnt: „Wir exportieren unsere Masernepidemie in die benachbarten Länder.“ Der Masern-Virus ist nun auch auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans wieder aufgetaucht. Die Los Angeles Times berichtete heute über die höchsten Infektionszahlen der hochansteckenden Krankheit in den Vereinigten Staaten seit 2001. Ausgangspunkt der neuen Infektionswelle war unter anderem eine Maserninfektion in San Diego. Ein nichtgeimpfter siebenjähriger Junge, der sich im Januar in der Schweiz aufgehalten hatte, brachte den Virus in seine Schule. Dort infizierte er fünf Mitschüler sowie weitere vier Kinder in der Praxis des ihn behandelnden Arztes und seine zwei Geschwister. Keines der Kinder war geimpft. Auch ein anderer Masernausbruch in Tucson (Arizona) konnte auf einen Kontakt zu einem Erwachsenen zurückgeführt werden, der im Februar in der Schweiz wegen einer Maserninfektion stationär behandelt worden war. Diese Zusammenhänge wurden vom CDC in Atlanta bestätigt. Das CDC wies auch Verbindungen zu Virusvarianten nach, die zuvor in Israel und Indien aufgetreten waren. In Israel sind seit August 2007 ungefähr 1000 Menschen an den Masern erkrankt. In der Schweiz haben sich in den letzten zwei Jahren 2000 Menschen mit dem Virus infiziert.

Nach dem Stand vom 25. April sind gegenwärtig in den USA 64 Maserninfektionen registriert worden, davon zwölf in San Diego, 22 in Brooklyn (New York). Fachleute der Gesundheitsbehörden führen das ansteigende Infektionsrisiko durch Masern auf eine abnehmende Bereitschaft in der US-amerikanischen Bevölkerung zur Impfung zurück. Von den 64 Infizierten hatten 63 keine Impfungen erhalten. Eine impfkritische Haltung hat sich in den USA insbesondere nach einer später widerlegten wissenschaftlichen Studie verstärkt, die einen Zusammenhang zwischen einer Masernimpfung und dem Auftreten von Autismus bei Kindern postuliert hatte. Diese falsche Auffassung wird auch auf Webseiten und von einigen Hollywood-Berühmtheiten weiterverbreitet, was den Gesundheitsbehörden Kopfschmerzen bereitet.

Das CDC weist insbesondere auf das hohe Ansteckungsrisiko in Gesundheitseinrichtungen hin. Masern werden durch Tröpfcheninfektion weiter verbreitet. Die Krankheit kann mit schwerwiegenden Komplikationen wie Lungenentzündung und Enzephalitis (Gehirnentzündung) einhergehen. Die Inkubationszeit beträgt zwischen sieben und 18 Tagen. Vor der Einführung eines Masernimpfstoffes in den USA im Jahr 1963 wurden jährlich bis zu vier Millionen Krankheitsfälle registriert mit bis zu 500 Todesfällen pro Jahr.

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April 30, 2008

Erneute Schulschließung wegen Masern an einer Freiburger Schule

Erneute Schulschließung wegen Masern an einer Freiburger Schule

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Veröffentlicht: 14:35, 30. Apr. 2008 (CEST)
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Freiburg im Breisgau (Deutschland), 30.04.2008 – Nach Informationen der Stadtverwaltung vom gestrigen Dienstagabend muss erneut eine Freiburger Schule teilweise wegen eines Masernfalles geschlossen werden. Nachdem vor knapp drei Wochen die Freiburger Staudinger-Gesamtschule wegen Masern ihren Schulbetrieb weitgehend einstellen musste, trifft es nun die Max-Weber-Schule, ein Wirtschaftsgymnasium. Da der 13. Jahrgang, in dem der Masernfall aufgetreten ist, in einem abgetrennten Teilgebäude untergebracht ist, musste nur dieser Gebäudeteil geschlossen werden. Die ebenfalls in diesem Gebäude untergebrachte 12. Jahrgangsstufe war zum Zeitpunkt der Maserninfektion auf einer Klassenfahrt und ist daher nicht betroffen. Der Schulbetrieb an der übrigen Schule geht weiter. Der betroffene Jahrgang hat jedoch vom 5. bis 12. Mai „masernfrei“.

Die Masernerkrankung war am Montag dem Gesundheitsamt mitgeteilt worden. Betroffen ist ein Schüler. Das städtische Amt für öffentliche Ordnung erließ ein Zutrittsverbot für alle Personen, die nach dem 1. Januar 1973 geboren sind und keinen Impfschutz nachweisen können.

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April 4, 2008

Masernepidemie in Salzburg

Masernepidemie in Salzburg – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Masernepidemie in Salzburg

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Veröffentlicht: 22:41, 4. Apr. 2008 (CEST)
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das Masernvirus

Salzburg (Österreich), 04.04.2008 – In der Schweiz und in Österreich grassiert eine Masernepidemie. Besonders das Salzburger Land ist betroffen, hier sind aktuell (Freitagmittag) 175 Masernfälle gemeldet, davon 69 Fälle in der Stadt Salzburg. Die Wartezimmer der Ärzte sind voll, viele Menschen lassen sich impfen. Bei einem Impfstoffhersteller wurden 11.000 Dosen MMR-Impfstoff (Kombinationsimpfstoff gegen Masern-Mumps-Röteln) bestellt, meldet tirol.com. Zudem wird von einem Ansturm auf medizinische Labors berichtet, die wegen Blutuntersuchungen vollbeschäftigt sind. Durch einen einfachen Bluttest kann eine mögliche Infektion mit dem Masernvirus festgestellt werden. Die Masernepidemie nahm in der Schweiz ihren Anfang, wo sich seit Anfang des Jahres 1000 Personen infizierten, darunter vor allem Kinder zwischen fünf und 14 Jahren. Da sich die Epidemie vor allem in der Nordschweiz ausbreitete, schwappte die Infektionswelle von hier nach Süddeutschland. In Bayern sind bereits 35 Kinder erkrankt, in Baden-Württemberg, wo sich die Krankheit seit Anfang Januar ausbreitete, sind besonders die Landkreise Lörrach und Breisgau-Hochschwarzwald mit zusammen 64 Fällen betroffen.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte schlägt aufgrund der aktuellen Situation Alarm. Es könne nicht sein, so der Präsident des Verbandes Dr. Wolfram Hartmann, „dass in der Schweiz, Österreich und Deutschland die Europameisterschaften der Masern stattfinden – gleichzeitig aber in vielen anderen Teilen der Welt die Masern erfolgreich eliminiert wurden. Alle Experten wissen, wie die Masern erfolgreich bekämpft werden. Kein Kind darf eine Gemeinschaftseinrichtung besuchen ohne einen vollständigen Impfstatus. Dieser Nachweis muss kontrolliert werden und zwar vor dem ersten Besuch einer Kinderkrippe oder eines Kindergartens.“ Ein Sprecher des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit (BAG) unterstützt diesen Vorschlag: „Wir erleben zur Zeit die größte Masernepidemie seit Einführung der Meldepflicht in der Schweiz. Ein Ende ist noch nicht absehbar und wir exportieren unsere Masernepidemie in die benachbarten Länder. Der Vorschlag der deutschen Kinderärzte wäre auch für die Schweiz zu diskutieren.“

weltweite Impfraten gegen Masern (WHO 2007)

Die Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten weltweit, sie treten ausschließlich bei Menschen auf und werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. 95 Prozent der ungeschützten Infizierten erkranken danach. Die Infektionskrankheit ist vor allem in Afrika wegen der hohen Rate an tödlichen Krankheitsverläufen ein großes Problem. Für Europa hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Ziel ausgegeben bis zum Jahr 2010 die Infektion mit Masern- und Rötelviren auszurotten. Die Impfrate in Deutschland, Österreich und der Schweiz erreicht gegenwärtig aber nicht die Mindestquote von 95 Prozent der Kinder bis zum zweiten Lebensjahr. „Um Masern auszurotten, braucht man eine klare Impfstrategie, die alle Kinder im zweiten Lebensjahr erreicht“, sagte WHO-Sprecher Nedret Emiroglu vom Regionalbüro Europa.

2003 starben weltweit 530.000 Menschen an den Folgen von Maserninfektionen. Weltweit waren in diesem Jahr 30 Millionen Menschen infiziert.

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