WikiNews de

March 12, 2012

Der polnische Umweltminister Marcin Korolec stoppt Klimaziele der EU

Der polnische Umweltminister Marcin Korolec stoppt Klimaziele der EU

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 06:20, 12. Mär. 2012 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Kohlekraftwerk in Polen

Brüssel (Belgien), 12.03.2012 – Am Freitag kamen die EU-Umweltminister in Brüssel zusammen. Seit Monaten war um einen gemeinsamen Beschluss zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes gerungen worden. 26 EU-Länder waren sich einig, bis 2020 die CO2-Emission um 25 statt um 20 Prozent zu senken. Polen scherte als einziges EU-Land aus und verhinderte damit den Beschluss.

Einigkeit herrschte unter den Ministern, von 2013 bis 2020 am internationalen Kyoto-Klimaabkommen weiter teilzunehmen. Dänemark, das die EU-Ratspräsidentschaft derzeit inne hat, hatte das Treffen organisiert. Der dänische Klimaminister Martin Lidegaard: „Es war ein harter Tag, es waren harte Verhandlungen. Leider konnte die Präsidentschaft keinen Sinn in einer Fortsetzung des Dialogs sehen.“ Polen will solange keine höhere Messlatte akzeptieren, bis Großverschmutzer wie China verbindliche Zusagen machen, an der Bekämpfung der Erderwärmung mitzuwirken.

Nach den geltenden Vereinbarungen haben die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sich verpflichtet, gemessen am Jahr 1990 bis zum Jahr 2020 pro Jahr 20 Prozent weniger CO2 auszustoßen, bis 2050 sollen die Emissionen um 80 Prozent abgesenkt sein. Vor dem Hintergrund, dass Polen 90 Prozent seiner Energie aus Kohlekraftwerken bezieht, lehnte der Umweltminister Marcin Korolec eine weitere Beschränkung der Emissionen ab. Nach dem Treffen äußerte er, bereits die geltenden Regelungen seien in einem „sehr schmerzhaften Prozess“ beschlossen worden.

Die Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam forderte: „Jetzt muss Bundeskanzlerin Angela Merkel dringend den Hörer in die Hand nehmen und ihren Amtskollegen, den polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk, anrufen.“ Von der Organisation kam heftige Kritik an der Blockadehaltung von Polen. Im Juni wird das Thema auf den Tisch der EU-Regierungschefs kommen. Es ist zu erwarten, dass der Druck auf Polen erhöht wird, um weitere Fortschritte im Kampf für den Klimaschutz zu erzielen.

Bei der Emissionsabgabe für in der EU aktive Fluggesellschaften bleibt es, trotz heftiger Kritik aus China und den Vereinigten Staaten. In diesem Punkt spricht die EU mit einer Zunge.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Klimaerwärmung

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 28, 2011

Umweltminister Röttgen: CO2-Limit für alle Menschen

Umweltminister Röttgen: CO2-Limit für alle Menschen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 09:01, 28. Nov. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Die Erde, gesehen aus der Perspektive von Apollo 17 (Archiv)

Hamburg (Deutschland), 28.11.2011 – Im Vorfeld des 17. UNO-Klimagipfels im südafrikanischen Durban sorgt Bundesumweltminister Norbert Röttgen für Aufsehen: In einem Interview mit dem SPIEGEL fordert der CDU-Politiker ein weltweit einheitliches CO2-Budget für jeden Menschen. „Es ist vernünftig und geboten, eine globale Wettbewerbsordnung zum Schutz des Klimas einzuführen“, so Röttgen. Das Endziel sei ein „Pro-Kopf-Budget für die Emission von Treibhausgasen“. Damit würden bevölkerungsreiche Nationen wie Indien und China mehr CO2 ausstoßen dürfen als beispielsweise Deutschland.

An den Erfolg der jetzigen UNO-Klimakonferenz scheint Röttgen nicht zu glauben. Dem SPIEGEL sagte er: „In vielen Ländern der Weltgemeinschaft sinkt die Bereitschaft, verpflichtende Vorgaben für den Klimaschutz zu akzeptieren – gleichzeitig schreitet der Klimawandel voran. Die Schere geht weiter auseinander, und das macht mir Sorgen.“ Der Klimagipfel beginnt heute und endet am 9. Dezember. Ein großes Thema ist das Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls, das im nächsten Jahr endet. Eine gemeinschaftliche Fortführung ist ungewiss; die USA hatten das erste Abkommen zwar unterzeichnet, jedoch nicht umgesetzt. Auf der Klima-Konferenz 2010 hatte Japan angekündigt, einer Weiterführung nicht zuzustimmen.

Weiterführende Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Klimaerwärmung

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 11, 2011

Klimawandel: Exotische Mücken in Deutschland gesichtet

Klimawandel: Exotische Mücken in Deutschland gesichtet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 15:01, 11. Mai 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Aedes albopictus (Asiatische Tigermücke)

Hamburg / Heidelberg (Deutschland), 11.05.2011 – Der Klimawandel bringt es in Verbindung mit der Globalisierung mit sich, dass auch in Deutschland Tiere heimisch werden, die hier zuvor nicht beobachtet wurden. Zu diesen Neuankömmlingen gehören auch exotische Stechmücken, beispielsweise der japanische Buschmoskito (Ochlerotatus japonicus). Mit den exotischen Stechmücken kommen auch neue Infektionserreger nach Deutschland, die möglicherweise auch bisher unbekannte Krankheiten beim Menschen auslösen können.

Eine Forschergruppe identifizierte jetzt einige bisher nur in Afrika und Asien vorkommende Erreger: die Sindbis-, Batai- und Usutu-Viren, die bei Menschen teilweise schwerwiegende Erkrankungen verursachen können. Zur Abschätzung des von den neu auftretenden Erregern und Mückenarten ausgehenden Risikos etabliert sich zurzeit ein neues Forschungsprojekt. Anfang 2011 wurde das interdisziplinäre Projekt ins Leben gerufen, das den Namen trägt: „Vorkommen und Vektorkompetenz von Stechmücken in Deutschland“. Zwei wissenschaftliche Einrichtungen sind hier federführend: Das Senckenberg Deutsches Entomologische Institut (SDEI) in Müncheberg (Brandenburg) und das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI).

Als ein erstes Ziel der Forschungsarbeit wird die Erstellung einer Mückenkarte für Deutschland angestrebt. „Innerhalb weniger Jahre wollen wir einen Überblick über die Artenverteilung der Mücken haben und wissen, was an Viren in ihnen steckt“, so Professor Sven Klimpel, Leiter des SDEI und des Projektbereichs Medizinische Biodiversität und Parasitologie des „Biodiversität und Klima Forschungszentrums“ (BiK-F) in Frankfurt. Das Projekt wird von der Leibniz-Gemeinschaft mit 762.000 Euro gefördert.

Das Bernhard-Nocht-Institut ist eine international anerkannte Forschungseinrichtung, die eine langjährige Erfahrung in der Virendiagnostik in das Projekt einbringen kann. Es verfügt über Laboratorien der höchsten Sicherheitsstufe, die erforderlich sind, um neue Viren mit unbekanntem Gefährdungspotential zu untersuchen. Das „Senckenberg Deutsche Entomologische Institut“ in Müncheberg kann auf eine weltweit einmalige Insektensammlung verweisen, die die taxonomische Bestimmung neuer Mückenarten sehr erleichtert. In ganz Deutschland werden nun Mücken gefangen – von wissenschaftlichen Einrichtungen und sogar der Bundeswehr. Jedes gefangene Insekt erhält einen Punkt auf einer Deutschlandkarte.

Mit der neu entdeckten, aus Asien stammenden Mückenart konnten in Deutschland bisher 48 Stechmückenarten von den Entomologen nachgewiesen werden. Seit einigen Jahren breitete sich die Malaria-Mücke Anopheles plumbeus in Südwestdeutschland aus. Auch die Asiatische Tigermücke, die unter anderem das gefährliche Denguefieber verbreitet, schaffte es 2008 in die Schlagzeilen, weil sie am Rhein gefunden wurde.

Am 30. und 31. Mai 2011 werden auf einer Veranstaltung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der European Mosquito Control Association (EMCA) Erkenntnisse aus der bisherigen Arbeit der Forscher vorgestellt. Ziel ist die Koordinierung von Forschungen und Überwachungsmaßnahmen auf europäischer Ebene.

Zur Panik besteht indes „zurzeit“ kein Anlass. Beruhigend erklärte Jonas Schmidt-Chanasit, Virologe am BNI: „Alle Untersuchungen der letzten Jahre zeigen deutlich, dass andere von Stechmücken übertragenen Viren, die weltweit von großer medizinischer Relevanz sind, wie etwa das West-Nil- oder das Dengue-Virus, bisher in Deutschland nicht nachgewiesen werden konnten und daher Erkrankungsfälle mit diesen Viren zur Zeit unwahrscheinlich sind.“

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Klimaerwärmung
  • Schädlingsbekämpfer am Rhein gehen gegen die Asiatische Tigermücke vor (07.04.2008)

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 23, 2011

Mekongstaudamm in Laos: Länderkonferenz findet keinen Konsens

Mekongstaudamm in Laos: Länderkonferenz findet keinen Konsens

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 15:55, 23. Apr. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Mekong in Laos

Mekong system color.png

Vientiane (Laos), 23.04.2011 – Die zwischenstaatliche Mekong River Commission (MRC) konnte in der laotischen Hauptstadt Vientiane keine Einigung über die Zukunft des laotischen Staudammprojekts, des Xayaburi-Staudamms über den Mekong-Fluss erzielen. Vertreter der Länder Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam saßen am Verhandlungstisch. Jetzt sollen die Minister der Länder im Oktober oder November 2011 eine Entscheidung treffen.

Die MRC hat sich zur Aufgabe gestellt, die nachhaltige Entwicklung des Mekong und seiner Einzugsgebiete zu fördern. China, das mehrere Staudämme am Oberlauf baut, ist nicht in der Kommission vertreten. Eine verbindliche Entscheidung kann die MRC nicht treffen, deshalb kann Laos das Projekt auch ohne Zustimmung der Kommission verwirklichen. Bei einem Bau des Damms werden gravierende Umweltschäden und erhebliche Nachteile für die am Fluss lebenden Menschen befürchtet.

Die vietnamesische Seite forderte eine zehnjähre Verschiebung des Bauprojekts. Diese Zeit solle man nutzen, um die Folgen für Mensch und Natur genau zu erforschen. In dieser Zeit müssten Lösungen für die Fischer, Bauern sowie die zu erwartenden Umweltschäden gefunden werden. Martin Geiger vom World Wide Fund For Nature (WWF) geht davon aus, dass die Fischwanderung im Fluss unterbrochen wird, die Fischer der Region könnten dadurch ihre Einkommensquelle verlieren. Gleiches gelte für die landwirtschaftlichen Flächen am Mekong, die mit dem Wasser aus dem Fluss bewässert werden. Aviva Imhof von der Organisation International Rivers hält die Folgen für unabsehbar.

Der geplante Staudamm mit angeschlossenem Wasserkraftwerk soll 1260 Megawatt Strom liefern. Der Bau würde umgerechnet 3,5 Milliarden US-Dollar kosten. Der produzierte Strom soll hauptsächlich nach Thailand exportiert werden.

Der Mekong wird mit seiner Länge von 4.350 Kilometern auch die „Mutter aller Flüsse“ genannt. Das Wasser fließt dabei über einen Höhenunterschied von 5.200 Meter von der Quelle bis zur Mündung. Mehr als 1.200 Fischarten leben im Fluss.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Energiepolitik

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 12, 2010

Einigung bei Klimagipfel in Cancún

Einigung bei Klimagipfel in Cancún – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Einigung bei Klimagipfel in Cancún

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 08:52, 12. Dez. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Cancún (Mexiko), 12.12.2010 – Bei der internationalen klimapolitischen Konferenz im mexikanischen Cancún haben sich die teilnehmenden Staaten auf einen Kompromiss geeinigt. Der durch den Klimawandel ausgelöste Temperaturanstieg soll auf zwei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit beschränkt werden. Um Entwicklungsländer bei der Bewältigung von Folgeschäden des Klimawandels zu unterstützen, wurde die Bildung eines Fonds vereinbart, über den jährlich zunächst 30, ab 2020 dann 100 Milliarden US-Dollar verteilt werden sollen.

Jene Teilnehmerländer, die sich auch mit dem Kyoto-Protokoll zur Reduktion der Emission von Treibhausgasen in die Atmosphäre verpflichtet haben, haben sich parallel darauf geeinigt, die 2012 auslaufende Vereinbarung zu verlängern.

Als einzige Delegation hat sich die bolivianische gegen den Abschlusstext gewandt, da ihr die Regelungen nicht weit genug gingen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Klimaerwärmung

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 19, 2010

Überschwemmungen in Vietnam fordern mehr als 30 Opfer

Überschwemmungen in Vietnam fordern mehr als 30 Opfer

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:19, 19. Okt. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Hanoi (Vietnam), 19.10.2010 – Schwere Überschwemmungen haben im Zentrum Vietnams mindestens 30 Menschenleben gefordert. Viele weitere werden vermisst, darunter 13 Insassen eines Autobusses, der von einem Sturzbach davongespült wurde. 17 Fahrgästen gelang es noch rechtzeitig, aus dem Autobus zu flüchten. Durch die Überflutungen sind mindestens 100.000 Haushalte von der Außenwelt abgeschnitten; viele Straßen und Bahnverbindungen wurden unterbrochen.

Lage Vietnams in Südostasien

Besonders betroffen sind die Provinzen Nghệ An und Hà Tĩnh sowie die Nachbarprovinz Quảng Bình.

Inger Andersen, die Vizepräsidentin der Weltbank, die sich zurzeit auf einer Asienreise befindet, erklärte in einem Interview aus Vietnam der Nachrichtenagentur Agence France-Presse, dass der Klimawandel eine der größten Herausforderungen für Vietnam sei. „Das Land sieht sich größeren Intensitäten von Überflutungen und größeren Intensitäten von Dürren gegenüber“, sagte Andersen. „Mit Überschwemmungen und Dürren fertig zu werden (…) wird zum entscheidenden Schüssel zum Abmildern von klimatischen Schocks und klimatischen Ereignissen.“

In Vietnam sind Regenfälle während der Taifunsaison häufig. Bereits Anfang des Monats waren durch Überschwemmungen rund 60 Menschen gestorben. Die Behörden fürchten, dass der Taifun „Megi“ weitere Niederschläge in die Region bringt. Der Taifun war am Montag, dem 18. Oktober auf die philippinische Hauptinsel Luzon getroffen. Unter Überschwemmungen leiden auch Thailand und der Süden Chinas. Dort mussten mehr als 100.000 Bewohner ihre Häuser verlassen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Naturkatastrophen

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 21, 2010

NASA-Operation IceBridge setzt Luftüberwachung der Eisflächen fort

NASA-Operation IceBridge setzt Luftüberwachung der Eisflächen fort

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:08, 21. Mär. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Ausdehnung des arktischen Eises (2007)

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 21.03.2010 – Am Montag startet die NASA in die diesjährige Beobachtungssaison der Operation IceBridge, deren Ziel die Erfassung von Daten über die Ausdehnung und Bewegung von Eisflächen in den arktischen Regionen der Erde ist. Die Operation fand zum ersten Mal im März 2009 statt, sie füllt eine Lücke in der Überwachung der Eisflächen aus dem Weltall durch das Satellitenprogramm ICESat. Der Satellit ICESat I wird wahrscheinlich dieses Jahr seine Arbeit einstellen, der Nachfolger ICESat II wird erst zwischen 2014 und 2015 gestartet.

Tom Wagner, Programm-Manager des Kryosphärenprogramms am NASA-Hauptquartier in Washington, erklärt das Ziel der Mission so: „Ziel der Mission ist die Sammlung der wichtigsten Daten um unsere Vorhersagemodelle für die Meereshöhe und des globalen Klimawandels zu verbessern.“[1]

Zur Beobachtung werden Propellermaschinen der NASA eingesetzt, darunter die Douglas DC-8 und die Lockheed P-3b. Rund 200 wissenschaftliche Flugstunden sind für die diesjährige Frühjahrssaison geplant. Eine DC-8 wird Montag/Dienstag in Thule (Grönland) eintreffen, wo die Wissenschaftler in den nächsten vier bis fünf Wochen ihr Flugprogramm mit 10 bis 12 wissenschaftlichen Flügen absolvieren werden. Ihre größte Aufmerksamkeit gilt dabei den arktischen Eisflächen, die im März/April ihre größte Ausdehnung erreichen. Bei ihrer Arbeit stützen sie sich hauptsächlich auf moderne Lasertechnik wie das ATM (Airborne Topographic Mapper), das es ermöglicht, Höhenveränderungen der Eisflächen genau zu messen. Dabei werden Laserreflektoren auf dem Boden als Referenzpunkte genutzt. Die wissenschaftliche Betreuung und Durchführung des Projekts wird vom Goddard Space Flight Center (Greenbelt, Maryland) geleistet. Außerdem sind Wissenschaftler weiterer wissenschaftlicher Einrichtungen der Vereinigten Staaten beteiligt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Wissenschaft
  • NASA-Satelliten enthüllen abschmelzende arktische Eisflächen (30.09.2005)

Referenzen

  1. engl. Originalzitat lt. NASA: The mission’s goal is to collect the most important data for improving predictive models of sea level rise and global climate change.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 20, 2010

Welt-Energie-Gipfel 2010 in Abu Dhabi kritisiert Kopenhagener Konferenz

Welt-Energie-Gipfel 2010 in Abu Dhabi kritisiert Kopenhagener Konferenz

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 23:46, 20. Jan. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Sheikh Muhammad ibn Zayid Al Nahyan (Archivfoto von 2008)

Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate), 20.01.2010 – Die internationale Gemeinschaft müsse schnell konkrete Maßnahmen und Zeitpläne zur Verringerung der Treibhausgasemissionen beschließen, um die Welt vor möglichen katastrophalen Folgen zu verschonen, sagte der Minister für Umwelt und Wasserwirtschaft, Dr. Rashid bin Fahd, gestern in Abu Dhabi zur Einführung der Debatte mit dem Thema „Was kommt nach Kopenhagen?“ Es war eine Fortsetzung des Themas, das am Montag entstand, als zahlreiche internationale Politiker, so etwa Mohamed Nasheed, der Präsident der Malediven, die Klimakonferenz in Kopenhagen wegen ihres mangelnden Ehrgeizes kritisierten.

Wohin die Reise geht …

Am Montag, den 18. Januar begann der „World Future Energy Summit 2010“. Die Konferenz findet in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, bis zum 21. Januar unter der Schirmherrschaft von Scheich Muhammad ibn Zayid Al Nahyan, Kronprinz von Abu Dhabi, statt. Hauptsponsor ist DB Climate Change Advisors von der Deutschen Bank AG. Die internationale Konferenz wird von der „World Future Energy“ Ausstellung und der „World Future Umwelt“ Ausstellung begleitet, wo sich 37 Länder präsentieren. Über 18.000 Besucher aus 84 Ländern werden erwartet. Einer der Hauptredner ist Felipe de Borbón y Grecia, Kronprinz von Spanien.

Der World Future Energy Summit ist das wichtigste Ereignis nach der Klimakonferenz in Kopenhagen, wo Staatsoberhäupter, hochrangige Regierungsvertreter, Wissenschaftler, Forscher und CEOs über die Zukunft der Umwelt auf unserem Planeten sprechen.

Als eines der Länder mit den höchsten CO2-Produktion pro Kopf wollen die Vereinigten Arabischen Emirate weltweit führen in der Praxis einer nachhaltigen Entwicklung und zur Schaffung der erneuerbaren Energien. Zudem wollen sie eine wichtige Rolle in der internationalen Politik gegen den Klimawandel übernehmen. Der Beginn des Baus der grünen Stadt Masdar vor zwei Jahren ist ein Beispiel dafür. Die grüne Stadt soll in ihrer Bilanz keine Kohlendioxid-Emissionen und keine Abfälle erzeugen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 18.01.2010

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 22, 2009

NRW-Landtag ermöglicht Bau eines 1050-Megawatt-Steinkohlekraftwerkes in Datteln (Recklinghausen)

NRW-Landtag ermöglicht Bau eines 1050-Megawatt-Steinkohlekraftwerkes in Datteln (Recklinghausen)

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:02, 22. Dez. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Düsseldorf (Deutschland), 22.12.2009 – Der nordrhein-westfälische Landtag beschloss am 17. Dezember mit der Mehrheit der regierenden CDU/FDP-Fraktionsmehrheit eine Gesetzesänderung im Landesentwicklungsgesetz, um dem Bau eines 1050-Megawatt-Steinkohlekraftwerkes den Weg zu ebnen.

Der Stromkonzern E.ON will für 1,2 Milliarden Euro in der Nähe des Ortes Datteln (Kreis Recklinghausen) eines der größten Steinkohlekraftwerke in Europa bauen. Dagegen hatte unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) geklagt. Im September hatte das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster den Bebauungsplan aufgehoben. Begründet wurde dies mit einem Verstoß gegen das Landesentwicklungsgesetz. Darin war ein Vorrang für heimische und erneuerbare Energieträger festgeschrieben. In dem nun abgeschafften Paragrafen 26 hieß es, das Land müsse eine „ausreichende, sichere, umweltverträgliche und möglichst preisgünstige Energieversorgung“ sicherstellen. Insbesondere müssten „einheimische und regenerierbare Energieträger eingesetzt werden“. Da E.ON für das Kraftwerk Importkohle verwenden wollte, waren nach Ansicht des Gerichts die im Landesentwicklungsgesetz festgeschriebenen Voraussetzungen für eine Genehmigung nicht gegeben. Diese Begründung ist mit der jetzt vollzogenen Gesetzesänderung weggefallen.

Während die Opposition im nordrhein-westfälischen Landtag in der Gesetzesänderung eine Legalisierung klimaschädlicher Kraftwerke sieht, argumentiert die Landesregierung, die Klimaziele seien im Landesentwicklungsplan berücksichtigt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Klimaerwärmung

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 20, 2009

Kopenhagen: Welt-Klimagipfel endet ohne verbindliche Vereinbarung

Kopenhagen: Welt-Klimagipfel endet ohne verbindliche Vereinbarung

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:47, 20. Dez. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Demonstranten bei der Weltklimakonferenz

Kopenhagen (Dänemark), 20.12.2009 – Die mit großen Erwartungen am 7. Dezember begonnene 15. UN-Klimakonferenz ging in der Nacht vom 18. auf den 19. Dezember zu Ende. Delegierte aus 193 Ländern der Erde waren angereist, um ein Klimaschutzabkommen zu vereinbaren, das das 1997 verabschiedete Kyoto-Protokoll ablösen sollte, das 2012 ausläuft. Ein von 30 Staats- und Regierungschefs (ohne China) am Freitagabend in stundenlangen Verhandlungen erzieltes Kompromissdokument mit dem Titel „Copenhagen Accord“ fiel am Ende bei den Delegierten durch. Zu diesem Zeitpunkt waren wichtige Staats- und Regierungschefs der führenden Industrieländer, darunter Obama (USA), Sarkozy (Frankreich) und Merkel (Deutschland) bereits abgereist. Der Welt-Klimagipfel endete nur mit einer unverbindlichen Abschlusserklärung, die per Akklamation „zur Kenntnis“ genommen wurde. Das Ziel eines globalen Klimaabkommens für alle Staaten, das einen wesentlichen und verbindlichen Beitrag zur Senkung der Kohlenstoffdioxid-Emissionen und anderer Treibhausgase leisten würde, wurde damit deutlich verfehlt.

In der unverbindlichen Abschlusserklärung wird das vom Weltklimarat (IPCC) als essentiell bezeichnete Ziel, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen auf zwei Grad zu begrenzen, zwar erwähnt; das Dokument enthält jedoch keine verbindlichen Festlegungen zur Erreichung dieses Ziels. Im Jahr 2015 soll geprüft werden, ob dann eine Verringerung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad angestrebt werden sollte.

Im Abschlussplenum am frühen Samstagmorgen kam es schließlich zum Eklat. Der Sprecher der G77-Gruppe der Entwicklungsländer, der Sudanese Lumumba di-Aping, warf den Industrieländern erzürnt vor, sie hätten sich mit dem Scheitern des Klimagipfels ein „Mandat zur Zerstörung Afrikas“ gegeben. Das vorgelegte Dokument töte Millionen Menschen in Afrika: „Sie verlangen von Afrika, einen Selbstmord-Pakt zu schließen, um ihre wirtschaftliche Dominanz zu erhalten.“

Kritik an den Ergebnissen der Klimakonferenz äußerten vor allem umwelt- und globalisierungskritische Organisationen. Ein Attac-Sprecher sprach von einer „Farce“. Erfreulich nannte Attac-Sprecher Hendrik Sander hingegen, dass sich erstmals eine globale Bewegung für den Klimaschutz von unten etabliert habe: „Während die offizielle Klimapolitik in einer tiefen Krise steckt, markiert Kopenhagen die Geburtsstunde einer Klimapolitik von unten.“ Für den BUND äußerte sich ihr Vorsitzender Hubert Weiger: „Das Kopenhagen-Ergebnis ist eine Ohrfeige für das Weltklima und die ärmsten Staaten der Erde, die unter den Folgen des Klimawandels am meisten leiden.“

Lob kam hingegen vom UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. Er nannte das Ergebnis einen wichtigen Anfang. Die nächste Klimakonferenz findet Ende 2010 in Mexiko statt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Klimaerwärmung

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »