Erster Bestatter mit eigenem Friedhof

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Artikelstatus: Fertig 12:49, 11. Mai 2006 (CEST)
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Bergisch Gladbach (Deutschland), 11.05.2006 – Auf einem 30.000 Quadratmeter großen Gelände hat am Freitag, dem 5. Mai 2006, der Bergisch Gladbacher Bestatter Fritz Roth einen eigenen Friedhof eröffnet. Das Gelände liegt auf einem bewaldeten Hügel am Ortsrand von Bergisch Gladbach.

Bisher waren Friedhöfe grundsätzlich in kommunaler oder kirchlicher Trägerschaft. Eine Ausnahme bildeten die seit 2003 erlaubten, so genannten Friedwälder. Die Darmstädter Friedwald GmbH bietet ihren Kunden seit Längerm schon die Beisetzung der Asche der Toten an den Wurzeln von Bäumen an. Allerdings gehören die Wälder, in denen dies erlaubt ist, ebenfalls den Kommunen.

Von der Regelung privater Friedhofserlaubnis machte nun Fritz Roth Gebrauch. Roth ist auf seinem Fachgebiet erfahren, er übt den Beruf des Bestatters und Trauerbegleiters seit über 20 Jahren aus. Er wird daher auch „Pionier des deutschen Bestattungswesens“ genannt.

Nach Angaben Roths sollen Angehörige und Freunde nach ihren eigenen Vorstellungen „frei von behördlicher Reglementierung“ die Gräber gestalten können. Das was auf den rund 320.000 kommunalen Friedhöfen in Deutschland nicht erlaubt ist, von der Grabform bis zur Grabgestaltung ist alles vorgeschrieben – ist auf dem Privatfriedhof machbar. Die Bestattung kann hier individuell erfolgen und speziell auf den Verstorbenen zugeschnitten werden.

Um den privaten Friedhof gegen eine Insolvenz zu sichern, hat die Stadt Bergisch Gladbach eine Bürgschaft zur Sicherung der Ruhefrist der Toten übernommen.

Quellen