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January 15, 2008

Thailand: Acht Soldaten bei Anschlag getötet

Thailand: Acht Soldaten bei Anschlag getötet

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Veröffentlicht: 10:39, 15. Jan. 2008 (CET)
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Bangkok (Thailand), 15.01.2008 – In der südthailändischen Provinz Narathiwat sind Montagmorgen bei einem Überfall auf ein Armeefahrzeug acht Soldaten ums Leben gekommen. Polizeiangaben zufolge hatten etwa 20 Aufständische um 9.40 Uhr lokaler Zeit erst einen Sprengsatz gezündet und dann die Überlebenden getötet. Einem Soldat wurde der Kopf abgeschlagen.

Bei einem anderen Überfall in der Nachbarprovinz Yala am Sonntag wurden zwei Soldaten verletzt.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte erst im vergangenen Jahr beklagt, dass der Konflikt im Süden Thailands, wo die Mehrheit der Bevölkerung muslimisch ist, immer brutaler wird und hauptsächlich Zivilisten die Opfer sind.

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February 20, 2007

Weitere Anschläge lassen den Süden Thailands nicht zur Ruhe kommen

Weitere Anschläge lassen den Süden Thailands nicht zur Ruhe kommen

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Artikelstatus: Fertig 11:23, 20. Feb. 2007 (CET)
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Bangkok (Deutschland), 20.02.2007 – Die Südprovinzen Thailands kommen auch weiterhin nicht zur Ruhe. Am Wochenende kam es erneut zu einer Anschlagsserie, die laut offiziellen Angaben zu insgesamt acht Toten und 45 Verletzten führten. Die Bemühungen der thailändischen Regierung einen Ausgleich mit dem aufständischen Süden zu erreichen und statt auf militärische Gewalt auf Diplomatie zu setzen, erlitten damit einen weiteren Rückschlag. Für Dienstag hat der vom Militärrat eingesetzte Premierminister Thailands, Surayud Chulanont, zu einem Dringlichkeitstreffen der Sicherheitsorgane geladen. Surayud sagte, es würden keine weiteren Truppen in der Region benötigt. Die Regierung werde trotz der neuerlichen Anschläge an ihrem Kurs festhalten, einen friedlichen Weg zu verfolgen, um die friedlichen Kräfte der Region zu gewinnen.

Die meisten Anschlägen wurden in den südlichen Provinzen Yala, Pattani und Narathiwat verübt. Die Terrorakte richteten sich meist gegen so genannte weiche Ziele. Die Anschläge begannen zeitgleich mit dem Beginn der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest in Thailand. Sie wurden dabei mit unterschiedlichen Mitteln vorgetragen: Brandanschläge, Bombenattentate, Schießereien. Eine Grenzpatrouille in Narathiwat wurde Opfer zweier kurz aufeinander folgender Bombenexplosionen; die Bomben waren am Straßenrand versteckt. Im gleichen Distrikt wurden Infanteriesoldaten, die auf Motorrädern patrouillierten, durch Salven aus automatischen Gewehren vom Straßenrand aus angegriffen. Ebenfalls in der Provinz Narathiwat wurde eine Bombe in der Nähe einer Karaoke-Bar gezündet, fünf Männer und zwei Frauen wurden dabei verletzt. Im Ausstellungsraum eines Chevrolet-Autohauses wurden die Fahrzeuge in Brand gesteckt und anschließend noch eine Bombe gezündet, nachdem zwei Sicherheitskräfte zuvor gefesselt worden waren. Die elektrische Versorgung in Pattani und Yala brach für einige Stunden zusammen, weil ein Anschlag auf die Stromverbindungen verübt worden war.

Die Situation im Süden Thailands ist seit 2004 ständig durch Terrorakte gekennzeichnet, für die meist separatistische Moslems in dem vorwiegend von Buddhisten bewohnten Land verantwortlich gemacht werden. Im Süden ist die Mehrheit der Bevölkerung islamischen Glaubens.

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December 12, 2006

Malaysias Premierminister lobt Thailands Politik in den Südprovinzen

Malaysias Premierminister lobt Thailands Politik in den Südprovinzen

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Artikelstatus: Fertig 20:56, 12. Dez. 2006 (CET)
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Lage der malaiischen Halbinsel

Kuala Lumpur (Malaysia), 12.12.2006 – Der Premierminister Malaysias, Abdullah Ahmad Badawi, lobte neue Ansätze in der Politik der thailändischen Militärregierung bezüglich der Situation in den an Malaysia angrenzenden thailändischen Südprovinzen. In einem Interview mit der „Bangkok Post“ vom Freitag letzter Woche sagte er, die neue thailändische Regierung habe die richtigen Entscheidungen getroffen, um Änderungen in der Politik gegenüber den Südprovinzen herbeizuführen. Allerdings bräuchten die Veränderungen etwas Zeit, um zu greifbaren Ergebnissen zu führen. Der gegenwärtige thailändische Interims-Premierminister Surayud Chulanont vertrete eine diplomatischere Herangehensweise als sein Vorgänger. Den Menschen in den Südprovinzen müsse etwas Zeit gegeben werden, um Vertrauen in die neue Politik zu gewinnen. Der Premierminister betonte, sein Land sei an einer stabilen Situation in den thailändischen Südprovinzen interessiert.

Die Situation in den Südprovinzen Thailands ist seit einigen Jahren durch täglichen Terror gekennzeichnet. Die Angriffe richteten sich häufig gegen Schulen und Lehrkräfte. Viele Schulen sind ein Opfer von Flammen geworden. Aus Sicherheitsgründen wurden in einigen Südprovinzen alle Schulen für den Unterrichtsbetrieb geschlossen. In den letzten zwei Jahren sollen nach Angaben der Bangkok Post über 1.400 Menschen durch Anschläge getötet worden sein.

Nach der Absetzung des bisherigen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra durch einen Militärputsch hatte die eingesetzte Interimsregierung in Bezug auf das Regime in den Südprovinzen des Landes den Weg des Dialoges gesucht und sich von der Politik des massiven Militäreinsatzes abgegrenzt, die von Thaksin forciert worden war.

Der thailändische Innenminister Aree Wong-araya teilte am Dienstag mit, es gebe geheimdienstliche Erkenntnisse, dass die aufständischen Kräfte im Süden Thailands zum Jahreswechsel Terrorakte planten. Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen sollen getroffen werden.

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November 25, 2006

Nach Morden an Lehrern werden im Süden Thailands Schulen geschlossen

Nach Morden an Lehrern werden im Süden Thailands Schulen geschlossen

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Artikelstatus: Fertig 20:45, 25. Nov. 2006 (CET)
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Pattani (Thailand), 25.11.2006 – Auf die Ermordung zweier buddhistischer Lehrer in der thailändischen Südprovinz Pattani in der letzten Woche reagierten die Behörden mit der Schließung aller 336 Schulen des Bezirks. Die Maßnahme gilt ab Montag und ist zeitlich nicht befristet.

Am Freitag war ein 48-jähriger Schuldirektor in seinem Wagen erschossen worden, anschließend hatten die Attentäter das Fahrzeug angezündet. Nach Angaben des Lehrerverbandes handelte es sich um den sechzigsten Lehrer, der von Aufständischen in den letzten drei Jahren ermordet worden ist. Seit dem Beginn des Aufstandes im Süden durch islamistische Separatisten gab es bereits 1.600 Opfer.

Bereits am Donnerstag war ein 40-jähriger Lehrer durch Schüsse vorbeifahrender Angreifer getötet worden.

In den letzten Wochen hatten Aufständische ihre Angriffe im Süden Thailands verstärkt, dabei waren insbesondere Lehrer zum bevorzugten Ziel von Anschlägen geworden, weil sie als Vertreter der verhassten Zentralregierung Thailands gelten und leichte Ziele sind.

Die von der neuen Militärregierung Thailands gemachten Gesprächsangebote gegenüber den Aufständischen des Südens wurden offenbar ignoriert. Stattdessen verschärfte sich der gewaltsame Widerstand gegen die Regierung durch separatistische Kräfte. Die Südprovinzen Thailands wurden vor etwa hundert Jahren annektiert und sind vorwiegend von Moslems bewohnt, während die Mehrheit der Thailänder dem buddhistischen Glauben anhängt.

Auch in der benachbarten Provinz Yala bleiben die Schulen bis auf weiteres geschlossen. Brandanschläge auf Schulen hatten zur vorsorglichen Schließung von etwa 100 Schulen geführt.

Als Reaktion auf die anhaltende Gewalt im Süden Thailands gab die Regierung eine Doppelstrategie bekannt. Einerseits soll ein Plan zur Entwicklung der Wirtschaft in den Südprovinzen in Höhe von 5,9 Milliarden Baht (rund 123 Millionen Euro) verwirklicht werden, andererseits wurden 30 Rangerbataillone in Marsch gesetzt, die die Sicherheitslage in den Südprovinzen verbessern sollen. Die wirtschaftlichen Maßnahmen umfassen Steuererleichterungen für die Provinzen Yala, Pattani, Narathiwat, Songkhla und Satun. Die Bank von Thailand hat darüber hinaus die Banken im Süden angewiesen, ihre Zinsen zu senken. Die Maßnahmen sollen der Abwanderung von Kapital aus den krisengeschüttelten Südprovinzen entgegenwirken.

Muslimische Gelehrte sagten anlässlich eines von der „Stiftung Islamischer Zentren Thailands“ abgehaltenen Seminars, im äußersten Süden Thailands werde es keinen Frieden geben, bis eine Entschuldigung für die gewaltsamen Übergriffe auf Bürger dieser Region stattgefunden habe. Dazu gehöre auch die Bestrafung von Schuldigen auf höchster Ebene, die ihre Macht missbraucht hätten.

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November 23, 2006

Malaysia widerspricht thailändischer Äußerung

Malaysia widerspricht thailändischer Äußerung

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Artikelstatus: Fertig 17:55, 23. Nov. 2006 (CEST)
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Kuala Lumpur (Malaysia), 23.11.2006 – Malaysias stellvertretender Verteidigungsminister Fu Ah Kiow wies eine Behauptung des thailändischen Übergangspremierministers Surayud Chulanont zurück, derzufolge Restaurants entlang der malaysischen Grenze die Aufständischen im Süden Thailands finanziell unterstützen.

Surayud erklärte am Dienstag, dass Militante Muslime über ein Netzwerk so genannter „Tom yum kung“-Restaurants Gelder mit Erpressung und Schutzgeld sammelten, um ihren bewaffneten Kampf in den mehrheitlich islamisch geprägten Südprovinzen Narathiwat, Yala, Pattani zu finanzieren. Seit 2004 sind über 1.700 Menschen ums Leben gekommen.

Erst vergangenen Montag explodierte eine Bombe in der Grenzstadt Sungai Kolok. Zwei Menschen starben und 16 wurden verletzt. Nach Angaben der thailändischen Polizei war der Sprengsatz in einen Motorrad versteckt und wurde wahrscheinlich mit einem Mobiltelefon gezündet. Ein Passant starb sofort, ein Soldat erlag später seinen Verletzungen. Das Attentat ereignete sich nur einen Tag, nachdem wahrscheinlich muslimische Militanten von einem Motorrad aus das Feuer auf einen Laden eröffneten und dabei einen lokalen Regierungsmitarbeiter und drei seiner Freunde tötete. Seit dem Ausbruch der Gewalt wird der Ort regelmäßig von Anschlägen heimgesucht. Der bisher schlimmste ereignete sich im Februar 2005, als eine Explosion in der Nähe eines Hotels fünf Menschen tötete und weitere 40 verletzte.

Gemäß einem Bericht der englischsprachigen Zeitung New Straits Times verlangt die malaysische Regierung Beweise für diese Behauptung und sagte, diese Äußerung sei „gegenstandslos“. Johari Baharom, Angehöriger des Ministeriums für Sicherheit, sagte: „Wenn das wahr ist, dann werden wir Untersuchungen anstellen. Aber zuerst brauchen wir Informationen.“

In der Vergangenheit hat die Regierung in Kuala Lumpur mit Separatisten aus Thailand Kontakt gehabt, obwohl diese eventuell nicht in den gegenwärtigen Aufstand verwickelt seien. Wan Kadir Che Wan, Anführer einer Gruppe mit dem Namen „Bersatu“, sagte gegenüber dem Nachrichtensender Al-Dschasira, dass die jungen Militanten nicht gewillt seien, mit der thailändischen Regierung zu verhandeln und glaubten, die Oberhand zu haben in dem Kampf, der in einen unabhängigen muslimischen Staat münden solle. Thailand hatte vor etwa 100 Jahren die südlichen Provinzen annektiert.

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September 23, 2006

Erster Bombenanschlag in Süd-Thailand nach dem Putsch

Erster Bombenanschlag in Süd-Thailand nach dem Putsch

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Artikelstatus: Fertig 21:55, 23. Sep. 2006 (CEST)
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Pattani (Thailand), 23.09.2006 – Vier Tage nach dem Militärputsch in Thailand hat es im Süden des Landes einen ersten Bombenanschlag gegeben. Dabei wurden vier Polizisten verletzt. Die Explosion ereignete sich in einer Moschee der Provinz Pattani. Dort hatte sich der Kronprinz Vajiralongkorn zu einem Besuch angesagt.

Beobachter gehen aber davon aus, dass sich die Lage in Süd-Thailand entspannen könnte, da dem alten Ministerpräsidenten bezüglich der Krisenregion Versagen vorgeworfen wurde. Hintergrund: Der Putschist Sonthi Boonyaratglin ist Moslem und hat Friedensgespräche mit dem Süden angekündigt.

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September 17, 2006

Südthailand: Bombenanschläge gegen Touristenort

Südthailand: Bombenanschläge gegen Touristenort

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Artikelstatus: Fertig 20:52, 17. Sep. 2006 (CEST)
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Lage der Provinz Songkhla

Hat Yai (Thailand), 17.09.2006 – Im Süden Thailands hat es erneut eine Welle koordinierter Bombenanschläge gegeben. Ziel war die in Süd-Thailand gelegene Stadt Hat Yai in der Provinz Songkhla, die 650 Kilometer südlich von Bangkok an einer wichtigen Bahnlinie liegt. Insgesamt sind fünf Bomben (nach Angaben von „Reuters“ und der „Bangkok Post“ sechs Sprengsätze) explodiert: Betroffen waren zwei Einkaufszentren, ein Hotel, eine Kneipe und ein Kino. Die Bomben wurden auf einem Motorrad versteckt. Vier Menschen kamen dabei ums Leben, über 70 Menschen wurden verletzt. Eines der Opfer stammte aus Kanada.

Bisher gab es keine Organisation, die die Verantwortung für die Anschläge übernommen hat. Die Bangkok Post vermutet jedoch einen Zusammenhang mit dem ersten Jahrestag einer Organisation Aufständischer, der „Gerakan Mujahidin Pattani Bewegung“ (GMP).

Unter den insgesamt 72 Verwundeten waren 14 Ausländer, darunter Bürger Malaysias, Singapurs, Großbritanniens sowie ein Inder und ein US-Bürger. Nach Polizeiangaben waren zwei der Sprengsätze an Motorrädern angebracht, die mit Hilfe von Mobiltelefonen zur Explosion gebracht wurden. Das Mobiltelefonnetz wurde unmittelbar nach den Anschlägen abgeschaltet, um weitere auf diese Weise ferngezündete Bombenanschläge zu verhindern.

Die Provinz Songkhla war wiederholt Schauplatz von terroristischen Angriffen. Teile der Provinz stehen unter Kriegsrecht. Für den Tourismus in der Region bedeuten die Anschläge erneut einen schweren Schlag, nachdem am 3. April 2005 der Flughafen von Hat Yai angegriffen worden war. Zwei Personen sind dabei getötet worden.

Möglicherweise sind die Anschläge im Zusammenhang mit dem staatlich organisierten Friedensprojekt zu sehen, das am Wochenende eine Versammlung in Yala durchführte. Am Sonntag sollen sich aus diesem 1.500 thailändische Moslems, darunter auch ehemalige Separatisten in dem früher zu Malaysia gehörenden Landesteil, in Yala versammelt haben, um zu einem Ende der Gewalt im Süden Thailands beizutragen. Es soll sich um die größte Versammlung thailändischer Moslems handeln, die je statt gefunden hat, wie die Bangkok Post auf eine nicht genannte Quelle berichtet.

Der Süden Thailands wird seit einigen Jahren von Aufständischen mit Terroranschlägen überzogen. In einigen südlichen Provinzen herrscht das Kriegsrecht.

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August 31, 2006

Koordinierte Bombenanschläge auf 22 Banken im Süden Thailands

Koordinierte Bombenanschläge auf 22 Banken im Süden Thailands

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Artikelstatus: Fertig 22:18, 31. Aug. 2006 (CEST)
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Lage der Provinz Yala

Yala (Thailand), 31.08.2006 – In der vorwiegend von Muslimen bewohnten thailändischen Südprovinz Yala wurden heute Morgen gegen 11:30 Uhr Ortszeit in einer offenbar koordinierten Aktion fast gleichzeitig Bombenanschläge auf 22 Banken verübt. Dabei wurden laut channelnewsasia.com eine Person getötet und mindestens 40 Menschen verletzt, nationmultimedia.com berichtet von nur 24 Verletzten. Bei dem Toten handelt es sich um einen ehemaligen Soldaten. Alle Bomben wurden im Inneren der Banken gezündet.

Das Militär ordnete daraufhin die Schließung aller Bankfilialen in der Provinz an. Yala gehört zu den drei im Süden Thailands gelegenen Provinzen, aus denen regelmäßig von Anschlägen militanter islamistischer Gruppen berichtet wird. Bisher waren die meisten Terrorakte in den thailändischen Südprovinzen kleine Bomben oder Gewehrsalven aus vorbeifahrenden Fahrzeugen. Der heutige koordinierte Angriff scheint eine neue Stufe der Gewaltanwendung zu kennzeichnen. In den letzten drei Monaten waren wiederholt Terroranschläge verübt worden, die ein hohes Maß an Koordination und Planung erfordern. Ziel der Angriffe sind häufig öffentliche Einrichtungen.

Die Polizei nahm fünf Verdächtige fest, die jedoch eine Beteiligung an den Anschlägen abstreiten. Der Kommandeur der 4. Armee, die im Süden des Landes für Sicherheit sorgen soll, sagte, man habe vor den Anschlägen bereits Kenntnis von einem bevorstehenden großen Angriff gehabt. Mit einem Angriff auf Bankfilialen habe man aber nicht gerechnet. In der Region wurden seit 2004 etwa 1.300 Menschen durch Anschläge getötet. Die Angriffe vom heutigen Donnerstag fielen mit dem Gründungstag einer Dachorganisation malaysischer Separatisten zusammen. Die drei Provinzen grenzen an Malaysia und wurden erst vor hundert Jahren von Thailand annektiert.

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August 6, 2006

Gewalt in Thailand: Fast hundert Brandanschläge im Süden

Gewalt in Thailand: Fast hundert Brandanschläge im Süden

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Artikelstatus: Fertig 23:07, 6. Aug. 2006 (CEST)
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Bangkok (Thailand), 06.08.2006 – Der Süden Thailands ist von einer Brandanschlagsserie betroffen. Fast einhundert Vorfälle dieser Art wurden alleine in der Nacht zum 3. August registriert. Dabei wurden insgesamt drei Menschen getötet und vier verletzt. Politische Beobachter vermuten, dass neben moslemischen Separatisten auch Waffen- und Drogenhändler daran beteiligt waren.

Betroffen waren vor allem drei Provinzen im Süden, die vorwiegend von Moslems bewohnt werden. Die Anschläge zielten auf Häuser, in denen Politiker des Landes wohnen. Weiter waren Polizeistationen, buddhistische Tempel, Bars und Diskotheken betroffen. Außerdem wurde heute bekannt, dass der scheidende Senator Fakhruddin Boto (52) in der Südprovinz Narathiwat durch Schüsse schwer verletzt worden ist. Der Senator ist Moslem und arbeitete im Auswärtigen Ausschuss des Parlaments mit. Er wohnt im Distrikt Ra-ngae (Provinz Narathiwat). Auch für diesen Anschlag wurden Aufständische verantwortlich gemacht.

Die Gewaltwelle begann im Januar 2004, als Premierminister Thaksin Shinawatra in der Unruheregion das Kriegsrecht ausrief. Dies geschah in Folge eines Rebellenüberfalls auf ein Armeecamp. Der Gewaltwelle sind bisher 1.300 Menschen zum Opfer gefallen.

Anschläge dieser Art und die einhergehende politische Instabilität wirken sich in der Zwischenzeit negativ auf die Wirtschaft aus. Die Zentralbank des Landes beurteilt die Entwicklung zunehmend skeptisch und hat die Progrosen gesenkt. Demnach soll die Wirtschaft in den Jahren 2006 und 2007 nur noch um vier bis fünf Prozent wachsen, was die schwächste Expansion seit fünf Jahren bedeuten würde.

Positiv ist allerdings zu erwähnen, dass eine Neuwahl im Oktober 2006 möglicherweise ohne Boykott ablaufen wird, da die Opposition auf einen Aufruf dieser Art bisher verzichtet habe. Mit den Wahlen soll auch die politische Lähmung überwunden werden. Zurzeit steht das Land ohne eine handlungsfähige Regierung da. Da das Finanzjahr 2007 nicht verabschiedet werden kann, sind so auch Infrastrukturprojekte blockiert.

Der Führer der oppositionellen Demokratischen Partei, Abhisit Vejjajiva, hat seine Kritik an der Regierungspolitik zur Lösung der Krise im Süden Thailands wiederholt. Er forderte den Ministerpräsidenten zu konstruktiveren Maßnahmen in der Krisenregion auf. Abhisit erinnerte außerdem an die Vorschläge der nationalen Versöhnungskommission, die Anfang Juni Vorschläge zur Lösung des Gewaltproblems im aufständischen Süden Thailands vorgelegt hatte (Wikinews berichtete). Die Stellungnahme des DP-Vorsitzenden kam einen Tag, nachdem Verteidigungsminister Thammarak Isarangura Na Ayutthaya ein schärferes Vorgehen gegen die Aufständischen gefordert hatte. Der General hatte die Ansicht vertreten, die staatliche Autorität müsse zurückschlagen, anstatt sich allein auf „Süßholzraspeln“ (englisch: „sweet talk“) zu beschränken.

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June 18, 2006

Krisenregion Südthailand: Demokratische Partei fordert Umdenken

Krisenregion Südthailand: Demokratische Partei fordert Umdenken

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Bangkok (Thailand), 18.06.2006 – Der Vorsitzende der Demokratischen Partei Thailands (PP), Abhisit Vejjajiva, hat die noch amtierende Regierung aufgefordert, eine Kursumkehr zur Befriedung des aufständischen Südens Thailands einzuleiten und die Vorschläge der Nationalen Versöhnungskommission (NRC) umzusetzen, die einen friedlichen Ansatz vorgeschlagen hatte.

Der Schlüssel zur Lösung des Problems bestehe darin, Vertrauen zwischen der Regierung und der Bevölkerung der Region zu schaffen. Die Vorschläge der Kommission sollten angesichts der jüngst wieder stattgefundenen Gewalt ernsthaft in Erwägung gezogen werden.

Die am 30. März 2005 von der Regierung eingesetzte Nationale Versöhnungskommission (NRC) wurde von dem ehemaligen thailändischen Premierminister Anand Panyarachun geleitet. Der Kommission gehörten auch Experten und Zivilisten der Südregionen Thailands an. Die Kommission war mit dem Auftrag angetreten, Vorschläge zur Befriedung der Situation in den drei südlichsten Provinzen des Landes, Yala, Pattani und Narathiwat, auszuarbeiten.

Am 5. Juni 2006 hatte die Kommission ihre Arbeit beendet und der Regierung ihren Abschlussbericht vorgelegt. Dieser enthält zunächst eine Analyse der gegenwärtigen Politik, der er ein schlechtes Zeugnis ausstellt. Es sei offensichtlich, sagte Anand Panyarachun bei der Vorlage des Berichts, „dass die politische Ausrichtung und die durchgeführten Maßnahmen in den letzten zweieinhalb Jahren das Problem nicht wirklich in Angriff genommen haben und dass dies zu einer Verschlimmerung der Situation geführt hat“. Zugleich stellte er die gemeinhin als Ursachen der Entwicklung im Süden des Landes postulierten Ursachen in Frage. Das Problem sei nicht in erster Linie ein Problem des Glaubens; im Süden ist die Mehrheit der Bewohner moslemischen Glaubens. Auch sei es nicht in erster Linie durch Separatismusbestrebungen zu erklären, obwohl alle diese Faktoren eine Rolle spielten. Die Kommission stellte auch fest, dass es tatsächlich militante Kräfte gebe, die unterschiedliche Ziele verfolgten. Diese Gruppe sei jedoch eine Minderheit.

Die NRC schlug vor, einen grundsätzlich friedlichen Ansatz zu versuchen, der auf der Bereitschaft zum Dialog beruhe. Die NRC schlägt die Bildung einer unbewaffneten so genannten Friedensstreitmacht vor, der neben Militärangehörigen auch Zivilisten und Polizisten angehören sollten, um die Spirale von Gewalt und Gegengewalt zu stoppen, die für die Situation kennzeichnend sei. Damit stellt sich die Kommission gegen die bisher von der Regierung betriebene Militarisierung des Konfliktes durch massiven Militäreinsatz und den Abbau von demokratischen Rechten mittels Notstandsgesetzgebung.

Die NRC schlug weiterhin vor, in angemessener Weise auf die kulturelle Identität der Menschen in den Südprovinzen einzugehen. Im Bereich der Rechtsprechung wurde vorgeschlagen, in Teilbereichen das islamische Gesetz der Scharia anzuwenden. Außerdem sollte der im Süden gesprochene Dialekt Pattani-Malaiisch zur Amtssprache erhoben werden.

Die Kommission sieht die von ihr vorgelegten Vorschläge nicht als Allheilmittel an. Jedoch besteht nach Ansicht Anands die Hoffnung, dass ein solcher friedlicher Ansatz den Wunsch nach einer friedlichen Lösung des Konflikts verstärken könne. „Gewalt erzeugt Gewalt – ein Teufelskreis. Stoppt das, und wir werden Licht am Ende des Tunnels sehen“, so der Appell des Kommissionsvorsitzenden.

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