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December 29, 2014

Brennende Fähre in der Adria – mindestens ein Toter

Brennende Fähre in der Adria – mindestens ein Toter

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Veröffentlicht: 09:40, 29. Dez. 2014 (CET)
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Archivbild der Norman Atlantic

Bari (Italien), 29.12.2014 – Bei dem Brand einer Fähre in der südlichen Adria seit dem frühen Sonntagmorgen wurde mindestens eine Person getötet, mehrere hundert weitere Passagiere sitzen noch auf dem brennenden Schiff fest. Die 2009 gebaute „Norman Atlantic“ war auf dem Weg vom griechischen Hafen Patras über Igoumenitsa nach Ancona in Italien. Das Schiff trieb nach Ausbruch des Brandes manövrierunfähig etwa 20 Kilometer vor der albanischen Küste. Aufgrund starken Seegangs konnten die Passagiere weder in die Rettungsboote noch von anderen Schiffen übernommen werden und harrten bei Rauch, tiefen Temperaturen und gefrierendem Regen zum Teil auf dem Oberdeck der Fähre aus. Frühere Befürchtungen, die Fähre könnte kentern, erwiesen sich aber als unbegründet. Das Feuer brach im Autodeck aus. Dort sollen auch mehrere Laster mit Olivenöl beladen sein. Nach griechischen Medienberichten könnte die Fähre überladen gewesen sein.

Bevor die Bedingungen im Laufe des Sonntags zu schlecht wurden, konnten sich 150 Passagiere in Rettungsboote in Sicherheit bringen. Insgesamt befanden sich 478 Menschen an Bord, darunter auch 18 Deutsche. Eine Möglichkeit, die noch mehr als 300 sich an Bord befindlichen Personen von dem 187 Meter langen und 26 Meter breiten Schiff zu retten, war durch Hubschrauber, doch wurden diese Bemühungen durch dichte Rauchentwicklung und daraus resultierende schlechte Sicht behindert. Mit vier im Einsatz befindlichen Rettungshubschraubern konnten jeweils nur zwei Passagiere zu mehreren herbeigeeilten Schiffen geflogen werden. In der Nacht zum Montag gelang es nach Informationen des Magazins Focus, die Fähre ins Schlepptau zu nehmen. Ob sie an die italienische oder aber an die näherliegende albanische Küste geschleppt werden soll, war dabei umstritten. Die italienischen Behörden wollten das Schiff nach Brindisi bringen.

In der Nacht sind die Brände erneut aufgeflammt. Dabei qualmte es weiterhin. Außerdem sollen sich noch weitere Glutnester innerhalb des Schiffes befinden. Mittlerweile soll das Feuer jedoch unter Kontrolle sein. Auch sollen sich zwischenzeitlich Ärzte an Bord befinden.

  Weiteres Unglück bei Ravenna

Am Sonntag ereignete sich noch ein weiteres schweres Schiffsunglück in der Adria: Vor dem Hafen von Ravenna kollidierte bei dichtem Nebel ein türkisches Handelsschiff mit einem weiteren Frachter und sank. Von den elf Besatzungsmitgliedern wurden zwei tot geborgen, sie starben an Unterkühlung. Vier weitere wurden vermisst.

Quellen[Bearbeiten]

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August 30, 2005

Nach Notwasserung vor Sizilien Vermisste und Flugschreiber geortet

Nach Notwasserung vor Sizilien Vermisste und Flugschreiber geortet

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Palermo (Italien), 30.08.2005 – Drei Wochen nach der Notlandung eines Passagierflugzeuges im Meer nördlich von Palermo wurden heute die Leichen der drei noch vermissten Passagiere auf dem Meeresgrund geortet. Auch die beiden Flugschreiber der Maschine konnten in 1.440 Metern Tiefe gefunden werden.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur „Ansa“ hat das zypriotische Spezialschiff „Edt Ares“ eines der drei Skelette an die Oberfläche gebracht. Auch der erste der beiden Flugschreiber der ATR-72 wurde inzwischen geborgen. Durch die Auswertung der Flugschreiber soll der genaue Unfallhergang geklärt werden.

Die Leichen der geborgenen Opfer sollen nun anhand einer DNA-Analyse identifiziert werden, dies kann jedoch eine Woche dauern.

Als Unglücksursache wird derzeit menschliches Versagen nicht ausgeschlossen. Die Ermittlungen gegen den Flugkapitän sowie gegen die beiden Mitarbeiter des Flughafens von Bari sind bereits in den vergangenen Tagen eingeleitet worden. Sie waren für die Treibstoffversorgung des Flugzeuges verantwortlich.

Die Staatsanwaltschaft von Palermo ermittelt nun auch gegen den zweiten tunesischen Piloten der Maschine wegen fahrlässiger Tötung. Seine Vernehmung ist für die nächsten Tage geplant. Vito Riggio, der Leiter von Italiens ziviler Luftfahrtbehörde, sagte: „Die beiden Piloten haben möglicherweise nicht überprüft, ob genügend Treibstoff im Tank war.“

Mehrere Versionen sind laut Riggio vorstellbar: Neben Treibstoffmangel könnte auch die Treibstoffanzeige nicht richtig funktioniert haben. Des Weiteren wird die Qualität des Treibstoffes genau untersucht, eine Verwässerung des Sprits wird nicht ausgeschlossen.

Bei dem Unglück am 6. August waren 13 der insgesamt 42 Passagiere ums Leben gekommen, der Pilot überlebte verletzt. Nach dem Absturz wurden noch zwei Passagiere und der Bordmechaniker vermisst. Die Maschine war beim Aufprall in drei Teile zerbrochen.

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Quellen

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April 30, 2005

Erstes Reiseziel des neuen Papstes ist Bari

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San Nicola in Bari

Vatikan (Vatikanstaat), 30.04.2005 – Der neue Papst hat seine erste Reise geplant. Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls gab dies am Freitag in Rom bekannt.

Benedikt XVI. besucht am 29. Mai das süditalienische Städtchen Bari. Er feiert dort zum Abschluss des Eucharistischen Kongresses der italienischen Kirche eine Messe, der Aufenthalt in Bari dauert einen Tag.

Mitte August wird der Papst nach Köln reisen, um am katholischen Weltjugendtreffen teilzunehmen. Sein Vorgänger Johannes Paul II. hatte diese Reise bereits fest geplant. Eine weitere Reise Benedikt XVI. soll nach Polen führen, ein genauer Termin liege jedoch noch nicht fest.

In Rom wartet der Papst nach wie vor auf auf den Einzug in die päpstlichen Gemächer im Apostolischen Palast. Die Renovierungsarbeiten verzögern sich, da sie sehr arbeitsintensiv sind. In den Räumen befand sich eine private Krankenstation für Vorgänger Johannes Paul II., die jetzt wieder abgebaut werden müsse. Ratzinger wohnt derzeit in der Vatikanherberge Santa Marta. Gestern besuchte er erneut seine alte Wohnung in Vatikannähe für ein Zusammentreffen mit seinem Bruder Georg (81), der anschließend wieder in die Bayerische Heimat zurückreiste.

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Quellen

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