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April 12, 2006

Italien: Mafiaboss Bernardo Provenzano verhaftet

Italien: Mafiaboss Bernardo Provenzano verhaftet

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Artikelstatus: Fertig 14:14, 12. Apr. 2006 (CEST)
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Corleone (Italien), 12.04.2006 – Der italienischen Polizei gelang es am Dienstagmorgen, einen der wohl berüchtigsten Bosse der sizilianischen Mafia Cosa Nostra nach über 43-jähriger Flucht zu verhaften, wie die Nachrichtenagentur ANSA gestern berichtete.

Bernardo Provenzano ergab sich der Polizei sprachlos und ohne Widerstand, als eine Spezialeinheit ein offenbar leerstehendes Haus neben einer Schaffarm südlich von Palermo in der Nähe seiner Heimatstadt Corleone durchsuchte und dabei auf den Langgesuchten stieß. Zum Verhängnis wurde Provenzano, von dem nur ein Jahrzehnte altes Foto und ein Phantombild verfügbar waren, ein von der Polizei abgehörtes Telefongespräch mit einem Vertrauten, in dem die beiden einen Termin für die Übergabe von sauberer Wäsche abmachten.

Ein DNA-Test bestätigte die Identität des 73-Jährigen mit dem Spitznamen Binnu (= der Traktor – wegen seiner Dampfwalzen-Mentalität), der 1963 untertauchte und nach der Verhaftung seines Rivalen Salvatore Totò Riina 1993 zum unbestrittenen Anführer der Organisation aufstieg. Eine Spur führte die Ermittler unter anderem auch nach Deutschland, wo seine Ehefrau und seine beiden Söhne zeitweise gelebt hatten, die später aber angeblich nach Sizilien zurückkehrten.

Die Verhaftung des Mafiabosses wurde im allgemeinen mit Freude aufgenommen. Der italienische Innenminister Giuseppe Pisanu sagte: „Die Cosa Nostra hat ihren unangefochtenen Kopf verloren.“ Auch Präsident Ciampi gratulierte dem Chef-Mafiajäger Piero Grasso telefonisch zu dem Fahndungserfolg, der die Handlungsfähigkeit des italienischen Staates im Kampf gegen die Mafia unterstrich.

Themenverwandte Artikel

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March 29, 2006

Carlo Azeglio Ciampi zu Besuch in Berlin

Carlo Azeglio Ciampi zu Besuch in Berlin

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Artikelstatus: Fertig 14:47, 29. Mrz. 2006 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 29.03.2006 – Der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi kam gestern auf Einladung des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler zu seinem Abschiedsbesuch nach Berlin. Ciampi wurde mit mitlitärischen Ehren begrüßt.

Es wird Ciampis letzter Besuch als Italiens Staatspräsident sein. Der 85-Jährige Politiker geht Ende Mai in den Ruhestand. Sein erster Staatsbesuch führte Ciampi 1999 ebenfalls nach Berlin.

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March 10, 2006

IX. Winter-Paralympics in Turin eröffnet

IX. Winter-Paralympics in Turin eröffnet

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Artikelstatus: Fertig 23:24, 10. Mrz. 2006 (CET)
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Olympische Fackel

Turin (Italien), 10.03.2006 – Genau vier Wochen nach der Eröffnung der XX. Olympischen Winterspiele in Turin und zwölf Tagen nach deren Ende wurden heute um 19:12 Uhr am gleichen Ort die IX. Winter-Paralympics eröffnet.

Die Paralympics sind die Olympischen Spiele der Behinderten und laufen 2006 unter dem Motto „Geist in Bewegung“. Die Eröffnungworte während einer farbenfrohen Eröffnungsshow sprach Italiens Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi. Prominente Gäste der Eröffnungsfeier waren der deutsche Bundespräsident Horst Köhler und IOC-Präsident Jacques Rogge.

Die Wettbewerbe finden in 58 Sportarten statt. Aus 39 verschiedenen Nationen sind insgesamt 535 Sportler angereist. Bei den Paralmpics 2002 in Salt Lake City war die deutsche Mannschaft das erfolgreichste Team.

Die IX. Winter-Paralympics dauern bis zum 19. März 2006

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February 10, 2006

Eröffnungsfeier der olympischen Winterspiele in Turin

Eröffnungsfeier der olympischen Winterspiele in Turin

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Artikelstatus: Fertig 23:57, 10. Feb. 2006 (CET)
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Olympische Fackel

Turin (Italien), 10.02.2006 – Am Freitag, dem 10. Februar 2006, wurden die Olympischen Winterspiele im italienischen Turin unter dem Motto „Passion lives here“ mit einem Hammerschlag eröffnet. Insgesamt nehmen etwa 2.500 Sportler aus 80 Nationen teil.

Das erste Bild war geprägt von der Farbe Rot und industriellen Bildern. „Rot“ steht für Leidenschaft und Feuer und sollte auch die Industriestadt Turin darstellen. Rote Rollschuhfahrer mit brennenden Helmen tauchten auch später immer wieder in der Choreografie auf. Sie sollten den feurigen olympischen Geist, der in Turin weht, symbolisieren. Das zweite Bild stellte die Alpen und die sieben Alpenländer vor. Nach diesen ersten Eindrücken zogen der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, und der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi in die Arena ein und wohnten der italienischen Flaggenhissung bei, während ein neunjähriges Mädchen die italienische Hymne „Fratelli d’Italia“ sang.

Brennende fünf Ringe

Das dritte Bühnenbild stellte ein doppeltes „X“ dar, was die römische Zahl für 20 ist. Des Weiteren wurde ein bewegliches Bildnis eines Skispringers durch die Darsteller geformt. Durch das vierte Bildnis zogen die olympischen Ringe durch kreisförmige Fahrstühle in das Stadion ein. Sie bildeten nach und nach das bekannte fünfringige Symbol der Olympischen Spiele.

Anders als bei bisherigen Eröffnungen zogen nun schon die Athleten unter den zuvor aufgebauten Ringen selbst ein. Bisher war dies auf das letzte Drittel geschoben worden. Man wollte aber bei dieser Eröffnung die Athleten in den Mittelpunkt stellen. Als erstes zog traditionell Griechenland ein. Die restlichen Nationen zogen alphabetisch geordnet nach der italienischen Namensschreibung ein, abgeschlossen durch das Gastgeberland Italien. Das deutsche Team wurde durch Kati Wilhelm, das liechtensteiner durch Jessica Walter, das österreichische durch Renate Götschl und das Schweizer durch Philipp Schoch angeführt. Abgeschlossen wurde der Einzug durch die italienischen Sportler. An deren Spitze schritt Carolina Kostner.

Der sechste Programmpunkt begann mit einem übergroßen Buch von Dante Alighieri und Zitaten daraus. Danach traten Fahnenschwenker in traditionellen Kostümen auf, welche zehn Fahnenschwenkern in weißer Kleidung wichen. Das Fahnenschwenkbild wurde durch ein Mädchen in einem historischen roten Kleid unterbrochen. Das läutete das siebte Bild ein, was höfische Szenen in Form eines Bankettes des 17. Jahrhunderts darstellte. Anschließend wurde die „Geburt der Venus“ dargestellt, bei welcher Eva Herzigová aus einer Muschel (nach dem historischen Bild von William Adolphe Bouguereau) geboren wurde. Danach ging die Darbietung in den Barock über, welcher durch ein Feuerwerk abgeschlossen wurde.

Nach dem Blick in die Geschichte versuchte man einen Blick in die Zukunft. Zu Technomusik tanzten mehrere Ballerinas und ein Balletttänzer. Das Ballet wurde durch Schauspieler abgelöst, die traditionelle Scheinkämpfe ausübten. Über allen stand der Balletttänzer, der einen menschlichen Roboter darstellte.

Danach bauten Mechaniker einen Formel-1-Wagen von Ferrari, welcher ein Ford-Werk in Turin besitzt, zusammen. Der Wagen (ohne Werbung) fuhr danach eine Runde im Stadion. Dieser rote Feuerstuhl kündigte die olympischen Traditionen ein. Valentino Castellani betrat das Podium und begrüßte die Sportler, den Präsidenten Ciampi sowie die Vertreter der Länder und die Zuschauer. Danach appellierte Jacques Rogge noch einmal an die Vorbildfunktion der Sportler und rief sie auf, auf unlautere Mittel zu verzichten. Nach den beiden Ansprachen eröffnete der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi die XX. Olympischen Spiele in Turin.

Zu der Musik von Aida von Giuseppe Verdi trugen acht Frauen die olympische Fahne ins Stadion und übergaben diese an Gardisten der alpinen Ehrengarde zur Hissung. Nach der olympischen Hymne wurde die Hymne zu den XX. Spielen gesungen. Nach den Hymnen sprach Giorgio Rocca den Olympischen Eid und Fabio Bianchetti den Eid der Kampfrichter.

Die Darbietungen waren von vielen schwebenden Tänzern durchsetzt, welche an Drahtseilen sich an verschiedenen Schauplätzen scheinbar fliegend zur Musik bewegten. Nach dem Regularienteil stellten Akrobaten den Frieden durch eine riesige menschliche Friedenstaube dar. Bereits UN-Generalsekretär Kofi Annan hatte zuvor alle Teilnehmer dazu aufgefordert, den Olympischen Frieden einzuhalten. Yoko Ono verlas eine Friedensbotschaft auf Englisch und präsentierte danach „Imagine“ von ihrem bereits verstorbenen Mann John Lennon.

Nach dem Friedensaufruf betrat der Fackelträger Alberto Tomba das Stadion. Das Olympische Feuer wurde durch verschiedene ehemalige Sportasse durch das Stadion getragen, bis Stefania Belmondo das olympische Feuer entzündete. Das Feuer selbst wird nicht direkt von der Fackelträgerin entzündet, sondern durch ein Feuerwerk, das von der Mitte das Sportleroval symmetrisch umkreisend durch das ganze Stadion bis zur großen Fackel über dem Stadion läuft. Luciano Pavarotti sang nach der Entzündung des Feuers als Schlusspunkt die Arie Nessun Dorma aus Turandot, welche durch ein Feuerwerk über Turin beendet wurde.

Probleme wird während der Spiele wahrscheinlich die Infrastruktur machen. So sind Wege oft nicht gut ausgebaut, und einige Spielorte liegen 100 Kilometer entfernt oder sind nur durch schmale Straßen erreichbar. Die schwierige Verkehrslage wird durch die Sicherheitsvorkehrungen noch verstärkt. 15.000 Polizisten und Soldaten sind im Einsatz, und am Himmel patrouillieren Kampfjets. Für die dänischen Athleten gelten auf Grund des aktuellen Konflikts um die Mohammed-Karikaturen besonders strenge Sicherheitsvorkehrungen.

Die Eröffnungsfeier wurde durch das Fernsehen in über 200 Länder übertragen. Im Stadion waren 35.000 Zuschauer und 42 Regierungschefs anwesend.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Olympische Winterspiele

Quellen

Originäre Berichterstattung
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January 12, 2006

Mehmet Ali Ağca wurde aus dem Gefängnis entlassen

Mehmet Ali Ağca wurde aus dem Gefängnis entlassen

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Artikelstatus: Fertig 15:47, 12. Jan. 2006 (CET)
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Istanbul (Türkei), 12.01.2006 – Heute morgen wurde Mehmet Ali Ağca, der am 13. Mai 1981 ein Attentat auf Papst Johannes Paul II. verübte, aus der Haftanstalt Kartal in Istanbul vorzeitig entlassen. Er wurde direkt danach zu einem Musterungsbüro der Armee gebracht und in einem Militärkrankenhaus auf Musterungsfähigkeit untersucht. Der 48-Jährige hatte noch keinen Militärdienst abgeleistet. Da es in der Türkei keine Altersgrenze für die Musterung gibt, wird er nun eingezogen.

Nach dem Attentat auf den Papst war Mehmet Ali Ağca 19 Jahre lang in Italien inhaftiert. Im Jahr 2000 wurde er vom damaligen italienischen Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi begnadigt, woraufhin er an die Türkei ausgeliefert wurde. In Istanbul war Ağca für einen Mord an einem Journalisten und zwei bewaffneten Überfällen in den 70er Jahren bis heute inhaftiert. Ursprünglich wurde er 1980 in seiner Abwesenheit wegen dieser Taten zum Tode verurteilt. Die Todesstrafe wurde jedoch in eine Haftstrafe von 36 Jahren umgewandelt. Durch eine Amnestie im Jahr 2002 und einer Strafminderung konnte er bereits heute das Gefängnis verlassen.

Der Vatikan reagierte zurückhaltend auf die Nachricht der Haftentlassung. Papst Johannes Paul II. hatte zwei Jahre nach dem Attentat den Täter im Gefängnis besucht, mit ihm gebetet und ihm verziehen. Was nun in der Türkei ablaufe, sei nach Angaben des Vatikans außerhalb des Wirkungsbereiches des Heiligen Stuhls, alle Entscheidungen müssten die dafür zuständigen Gerichte fällen. Ağca hofft auf ein Treffen mit dem aktuellen Papst Benedikt XVI., wenn dieser im November in die Türkei reist.

Die Hintergründe für das Attentat auf Papst Johannes Paul II. sind nach wie vor nicht geklärt.

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December 10, 2005

Jean-Claude Juncker erhält den Karlspreis 2006

Jean-Claude Juncker erhält den Karlspreis 2006

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Artikelstatus: Fertig 20:08, 10. Dez. 2005 (CET)
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Aachener Rathaus

Aachen (Deutschland), 10.12.2005 – Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker erhält den Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen 2006. Dies wurde heute vom Direktorium der Karlspreisstiftung in Aachen mitgeteilt.

Der 51-jährige Politiker wird damit für seine Verdienste um Europa ausgezeichnet. Das Karlspreis-Direktorium bezeichnete Juncker als großen Europäer und Vordenker des europäischen Integrationsprozesses. Es erwähnte seine Glaubwürdigkeit, Kompetenz und Leidenschaft.

Der Preis wird ihm am 25. Mai 2006 im Krönungssaal des Aachener Rathauses überreicht. Der Karlspreis hat international ein hohes Ansehen und gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Im Jahr 2005 ging der Karlspreis an den italienischen Staatspräsidenten Carlo Azeglio Ciampi.

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  • Karlspreis 2005 geht nach Italien (18.12.2004)

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December 18, 2004

Karlspreis 2005 geht nach Italien

Karlspreis 2005 geht nach Italien – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Karlspreis 2005 geht nach Italien

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Aachen (Deutschland), 18.12.2004 – Der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi (84) erhält den Karlspreis 2005. Dies wurde heute vom Direktorium der Karlspreisstiftung in Aachen mitgeteilt.

Ciampi, geboren in Livorno, ist der vierte Italiener, der mit dem Preis ausgezeichnet wird. Er wird damit für seine herausragenden Verdienste um Europa geehrt. Der Preis soll ihm am 5. Mai 2005 im Krönungssaal des Aachener Rathauses überreicht werden. Der Karlspreis hat international ein hohes Ansehen und gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Im Jahr 2004 ging der Karlspreis an den ehemaligen EU-Parlamentspräsidenten Pat Cox.

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December 16, 2004

Italiens Staatspräsident Ciampi verweigert Unterzeichnung von Justizreform

Italiens Staatspräsident Ciampi verweigert Unterzeichnung von Justizreform

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Rom (Italien), 16.12.2004 – Der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi hat seine Unterschrift unter die Anfang Dezember vom italienischen Parlament verabschiedete Justizreform verweigert. Die Justizreform der Mitte-Rechts-Koalition unter Ministerpräsident Silvio Berlusconi wurde vor allem von Richtern und Staatsanwälten scharf kritisiert. Sie befürchten, dass durch die Justizreform die Rechtsprechung unter den Einfluss der jeweiligen politischen Mehrheit gestellt wird.

Kritisiert wurde die strikte Trennung der Berufskarrieren von Staatsanwälten und Untersuchungsrichtern auf der einen Seite und den Richtern auf der anderen. Außerdem beinhaltet die Justizreform eine Änderung des Systems zur Wahl des Obersten Richterrates, dessen Vorsitz laut Verfassung der amtierende Staatspräsident innehat. Die italienische Regierung behauptet, durch die Justizreform effizientere Strukturen sowie eine Verkürzung der oft langwierigen Prozesse erreichen zu wollen.

In Italien treten Gesetze, die vom Parlament verabschiedet wurden, erst durch die Unterschrift des Staatspräsidenten in Kraft. Nun hat Ciampi beide Kammern des Parlaments aufgefordert, neu über das Reformpaket zu diskutieren. Das „Nein“ Ciampis zur Justizreform hat lediglich aufschiebende Wirkung, da er gezwungen ist, das Gesetz zu unterschreiben, wenn das Parlament das Gesetz ein zweites Mal unverändert verabschieden sollte.

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