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February 18, 2015

Attentat auf eine Veranstaltung über Blasphemie und Meinungsfreiheit in Kopenhagen

Attentat auf eine Veranstaltung über Blasphemie und Meinungsfreiheit in Kopenhagen

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Veröffentlicht: 10:28, 18. Feb. 2015 (CET)
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Der Karikaturist Lars Vilks

Kopenhagen (Dänemark), 18.02.2015 – Während einer Diskussionsveranstaltung über Blasphemie und Meinungsfreiheit in Kopenhagen hat am 14. Februar ein Unbekannter mit einem Maschinengewehr zahlreiche Schüsse abgegeben, welche die Glasscheibe des Gebäudes durchdrangen. Dabei wurden drei Polizisten verletzt und ein 40-jähriger Däne getötet. Einer der Redner war der Schwede Lars Vilks, der als Mohammed-Karikaturist bekannt ist. Anwesend waren auch François Zimeray, der französische Botschafter In Dänemark, und die Femen-Aktivistin Inna Schewtschenkoo. Von den prominenten Teilnehmern wurde niemand verletzt.

Der Täter flüchtete in einem VW Polo, der inzwischen von der Polizei gefunden wurde. Die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt sagte: „Alles deutet darauf hin, dass die Schüsse eine politisch motivierte Attacke darstellen und deswegen ein Akt des Terrorismus sind.“

Anhand von Fotos wurde nach dem Tatverdächtigen gefahndet. Er soll 50 bis 200 Schüsse abgegeben haben und arabischer Herkunft sein. Der britische Sender BBC ist im Besitz einer Tonaufnahme vom Tathergang. So wie nach dem Anschlag in Paris am 7. Januar auf „Charlie Hebdo“ kam es auch diesmal zu internationalen Reaktionen. Der französische Botschafter erklärte, es sei das selbe Motiv wie bei den Tätern in Frankreich. Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier bezeichnete die Tat als terroristischen Anschlag.

Der Täter soll auch einen Anschlag auf eine Synagoge verübt und dabei einen Wachmann erschossen haben. Schließlich wurde er am Sonntagmorgen (14. Februar) nach einem Schusswechsel mit der Polizei getötet. Nach den bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um einen 22jährigen Kämpfer für die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Außerdem nahm die Polizei zwei Verdächtige fest, die den Attentäter unterstützt haben sollen.

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December 29, 2010

Anschlag auf dänische Zeitung „Jyllands-Posten“ vereitelt

Anschlag auf dänische Zeitung „Jyllands-Posten“ vereitelt

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Veröffentlicht: 18:03, 29. Dez. 2010 (CET)
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Kopenhagen (Dänemark), 29.12.2010 – Dem dänischen Geheimdienst PET gelang es heute offenbar, einen geplanten Terroranschlag auf die Redaktionsräume der dänischen Tageszeitung „Jyllands-Posten“ zu verhindern. Wie mitgeteilt wurde, konnten vier Verdächtige festgenommen werden. Behördenleiter Jacob Scharf erklärte, die vier Tatverdächtigen wollten „in das Gebäude eindringen und so viele Menschen wie möglich töten“.

Drei der vier Männer stammten nach PET-Angaben aus Schweden; alle gehörten radikal-islamistischen Organisationen an. Im September 2005 war die dänische Zeitung Jyllands-Posten durch die Veröffentlichung der so genannten Mohammed-Karikaturen international bekannt geworden. In islamischen Ländern gab es von gläubigen Muslimen heftige Proteste gegen die Veröffentlichung der Karikaturen, die darin eine Beleidigung des Propheten Mohammed sahen. Dabei kam es teilweise zu gewaltsamen Aktionen. Die dänische Botschaft in Jakarta wurde von Muslimen gestürmt. Auch das Leben des Karikaturisten Kurt Westergaard war mehrfach bedroht worden. International sorgte der Karikaturenstreit für eine Diskussion um die Freiheit der Presse.

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January 8, 2010

Die norwegische Zeitung „Aftenposten“ druckt Mohammed-Karikaturen erneut ab

Die norwegische Zeitung „Aftenposten“ druckt Mohammed-Karikaturen erneut ab

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Veröffentlicht: 19:38, 8. Jan. 2010 (CET)
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Oslo (Norwegen), 08.01.2010 – Aus Solidarität mit dem dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard, der am ersten Januar des Jahres fast Opfer eines Attentats geworden wäre, veröffentlichte die Osloer Tageszeitung Aftenposten in ihrer heutigen Freitagsausgabe einen Ausriss der dänischen Tageszeitung Jyllands-Posten mit einigen ausgewählte Karikaturen des Zeichners, die in dort am 30. September 2005 abgedruckt worden waren und dann zu dem sogenannten Karikaturenstreit geführt hatten. Auf den Karikaturen war der islamische Religionsgründer Mohammed abgebildet. „Wir haben immer das Recht der Medien verteidigt, diese Karikaturen zu drucken“, sagte Chefredakteurin Hilde Haugsgjerd.

Der aus Somalia stammende mutmaßliche Islamist war am Neujahrstag gewaltsam in die Wohnung des Karikaturisten eingedrungen.

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March 22, 2007

Frankreich: Freispruch im Mohammed-Karikaturen-Streit

Frankreich: Freispruch im Mohammed-Karikaturen-Streit

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Artikelstatus: Fertig 21:31, 22. Mär. 2007 (CET)
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Paris (Frankreich), 22.03.2007 – Ein Strafgericht in Paris sprach heute das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ wegen des Abdrucks der so genannten Mohammed-Karikaturen vom Vorwurf der „öffentlichen Beleidigung einer Personengruppe wegen ihrer Religion“ frei.

Das Magazin hatte die in der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ zuerst veröffentlichten satirischen Darstellungen des Propheten Mohammed im Februar 2006 nachgedruckt und mit eigenen Karikaturen ergänzt. Diese Ausgabe des Magazins war über 400.000 Mal verkauft worden. Die Auseinandersetzung um die Veröffentlichung solcher Karikaturen war im letzten Jahr als „Karikaturenstreit“ bekannt geworden. Der Verband islamischer Organisationen in Frankreich (UOIF) und die „Große Moschee“ von Paris hatten gegen die Veröffentlichung geklagt. Sie sehen in den Karikaturen eine Beleidigung des Propheten Mohammed sowie eine Herabsetzung von Menschen islamischen Glaubens. Durch die Veröffentlichung der Karikaturen würde „eine Personengruppe wegen ihrer Religion an den Pranger“ gestellt. Demgegenüber hatten viele französische Intellektuelle das Recht auf Meinungsfreiheit gestellt. Diesen Standpunkt hatte sich auch die Staatsanwaltschaft in diesem Prozess zu eigen gemacht. Auch der französische Innenminister Nicolas Sarkozy hatte sich auf die Seite der Veröffentlichungsbefürworter gestellt. Der Chefredakteur des Magazins, Philippe Val, hatte die Veröffentlichung mit den Worten gerechtfertigt, er habe die Absicht gehabt, „die Religion als Ideologie zu kritisieren“. Er nehme für sich die Freiheit in Anspruch, „über alles zu lachen“.

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Hintergrund

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Islam in Frankreich“.

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February 9, 2007

Frankreich: Mohammed-Karikaturen haben gerichtliches Nachspiel

Frankreich: Mohammed-Karikaturen haben gerichtliches Nachspiel

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Artikelstatus: Fertig 19:44, 9. Feb. 2007 (CET)
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Verlagsgebäude des Satire-Magazins Charlie Hebdo

Demonstration gegen die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen, Februar 2006 – Schriftzug auf dem Plakat: „CFCM, wo bist du? Die Muslime sind auf der Straße!“

Paris (Frankreich), 09.02.2007 – Rund ein Jahr nach den teils gewalttätigen Protesten in der muslimischen Welt gegen die Veröffentlichung der von dänischen Zeichnern der Zeitung Jyllands-Posten entworfenen Mohammed-Karikaturen steht der Chefredakteur des französischen Satire-Magazins „Charlie Hebdo“, Philippe Val, vor Gericht, der die dänischen und eigene Karikaturen in einer Sonderausgabe herausgegeben hatte. Das Gerichtsurteil wird voraussichtlich am 15. März bekannt gegeben werden. Die Initiatoren des Gerichtsverfahrens, die Vereinigung islamischer Organisationen und die Große Moschee in Frankreich, werfen der Zeitschrift vor, die muslimische Relgionsgemeinschaft mit der Publizierung der umstrittenen Karikaturen des islamischen Propheten beleidigt und in ihrer Religiosität verletzt zu haben. Sie sehen in den Zeichnungen einen „Akt der vorsätzlichen Aggression“ sowie eine „Provokation“ für alle in Frankreich lebenden Muslime. Die Kläger fordern 30.000 Euro Schadensersatz und die Veröffentlichung von Schlüssel-Passagen aus der Entscheidung des Gerichts.

Die Verantwortlichen des Magazins berufen sich auf die Meinungs- und Pressefreiheit, verteidigten den Abdruck der Karikaturen und versicherten, sie hätten damit „in keinem Fall Verachtung für Gläubige gleich welcher Religion“ ausdrücken wollen. Währenddessen haben sich Journalisten, Politiker und Wissenschaftler auf die Seite des Satire-Magazins geschlagen: In einer Petition mahnten sie an, dass eine Verurteilung zu einer allgemeinen Selbstzensur führen könne, die mit den Grundsätzen der Pressefreiheit nicht zu vereinbaren sei. Auch die linksliberale französische Tageszeitung „Libération“ demonstrierte ihre Solidarität mit dem Satire-Magazin, indem sie die Mohammed-Karikaturen in einer Ausgabe abdruckte. Der französische Innenminister Nicolas Sarkozy hat unterdessen mit einer öffentlichen Stellungnahme, in der er „Charlie Hebdo“ den Rücken stärkte, für einen Eklat bei dem Dachverband der französischen Muslime, CFCM, gesorgt. Der CFCM, dem der Mufti der Pariser Moschee Dalil Boubakeur vorsitzt, beriet anlässlich der Äußerung Sarkozys, er bevorzuge den Exzess der Karikatur gegenüber jeglichem Fehlen von Karikaturen, über die sofortige Selbstauflösung. Ein geschlossener Rücktritt wäre ein deutliches Zeichen des Protestes gegen Nicolas Sarkozy, der den CFCM damals als zuständiger Innenminister selbst ins Leben gerufen hatte.

Der Präsidentschaftsanwärter Nicolas Sarkozy ergreift für Charlie Hebdo Partei

Die international tätige Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen gab Charlie Hebdo in einer online veröffentlichen Pressemitteilung „bedingungslose“ Rückendeckung und wies Kritik an der Herausgabe der Mohammed-Karikaturen zurück. Im Gegenzug ächtete die Vereinigung die zahlreichen Versuche, Charlie Hebdo einzuschüchtern, und sicherte dem Magazin die volle Unterstützung in seinem Engagement für Meinungsfreiheit und dem Recht zur Satire zu. Die Entscheidung der Verleger, die umstrittenen Karikaturen abzudrucken, sei in einem sehr kritischen und gespannten Moment getroffen worden. Trotz der Inhaftierung zahlreicher Journalisten in Jordanien, Algerien und dem Jemen und der vorübergehenden Abschaltung von Nachrichtenstationen in Indonesien, Marokko und Saudi Arabien hätte sich Charlie Hebdo dem Versuch widersetzt, Ruhe durch Drohungen durchzusetzen. Reporter ohne Grenzen hofft, dass das französische Gericht dem Urteilsspruch der dänischen Richter folgt, welche die Verleger der Zeitung Jyllands-Posten im Oktober 2006 mit der Begründung freigesprochen hatten, die Mohammed-Karikaturen seien nicht beleidigend für Muslime. „Wir erwarten ein Urteil, das mit den Prinzipien der freien Meinungsäußerung und der Freiheit, zu informieren und informiert zu werden, vereinbar ist“, so Reporter ohne Grenzen wörtlich.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft nach dem Ende der Hauptverhandlung am Donnerstag einen Freispruch für den Chefredakteur fordert. Die Zeichnungen setzten den islamischen Glauben nicht per se herab, so die Staatsanwältin Anne de Fontette. Vielmehr sei die Kritik des Magazins an der „missbräuchlichen Nutzung von Gottes Namen und des Dschihad“ Gegenstand der Karikaturen gewesen.

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April 24, 2006

Hamas distanziert sich von Bin Laden-Botschaft

Hamas distanziert sich von Bin Laden-Botschaft

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Artikelstatus: Fertig 21:42, 24. Apr. 2006 (CEST)
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Doha (Katar), 24.04.2006 – In einer Tonbandbotschaft des weltweit gesuchten Terroristen Osama bin Laden, die von dem arabischen Sender Aljazeera mit Sitz in Katar am Sonntag ausgestrahlt wurde, hatte der Al-Qaida-Führer die Entscheidung des Westens, die Hilfsgelder für die Autonomiebehörde der Palästinenser nach der Übernahme der Regierungsgeschäfte durch die Hamas zu streichen, als Beleg dafür zitiert, dass der Westen einen „Kreuzzug gegen den Islam“ führe. Diese Äußerung ist von der palästinensischen Organisation Hamas zurückgewiesen worden. Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri sagte, die Ideologie der Hamas sei eine vollständige andere als die Osama Bin Ladens.

Als weiteres Beispiel für den gegen den Islam gerichteten Kreuzzug des Westens nannte Bin Laden die in der sudanesischen Provinz Darfur entstandene Krise. Die Mudschahedin im Osten Afrikas und benachbarter arabischer Länder rief er dazu auf, sich auf einen langen Krieg gegen die „westlichen Kreuzzugsräuber“ im Westen Sudans einzustellen. Ahmed Hussein, Führer einer sudanesischen Rebellenarmee sagte: „Wir weisen diese Erklärungen kategorisch zurück.“ Bin Ladens Worte zeigten, dass er von den Realitäten in Darfur keine Kenntnis habe. Während Bin Laden seine amerikanisch-zionistischen Verschwörungstheorie verbreite, entstünden die wirklichen Probleme durch die Regierung in Khartoum, die eine moslemische Regierung ist, die andere Muslime tötet.

Auf die in Dänemark veröffentlichten Mohammed-Karikaturen ging Bin Laden ebenfalls ein. Er rief in seiner Ansprache zur Tötung der Zeichner auf. Ketzer und Atheisten, die gegen Gott und seinen Propheten vorgingen, könnten nur mit dem Tod gestoppt werden, sagte Bin Laden laut Reuters.

CNN zufolge sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, die neue Botschaft Bin Ladens sei als echt einzustufen. Der demokratische Herausforderer bei den Präsidentschaftswahlen der USA, John Kerry, nahm die neueste Bin-Laden-Botschaft zum Anlass, den in letzter Zeit wiederholt laut gewordenen Rücktrittsforderungen gegenüber dem amerikanischen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, eine erneute Rücktrittsforderung hinzufügen. Bei der Stürmung der Talibanfestung Tora Bora im Afghanistankrieg (Dezember 2001) habe eine zu geringe Anzahl von US-Soldaten dazu geführt, dass der meist gesuchte Terrorist der Welt entkommen konnte.

Die letzte Botschaft Bin Ladens liegt mehr als drei Monate zurück.

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February 18, 2006

Kopfgeld auf dänische Karikaturisten ausgesetzt

Kopfgeld auf dänische Karikaturisten ausgesetzt

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Artikelstatus: Fertig
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Islamabad (Pakistan), 18.02.2006 – Ein führender muslimischer Geistlicher hat gestern ein Kopfgeld auf die dänischen Zeichner der Mohammed-Karikaturen ausgesetzt. Malana Yousaf Qureshi, der Vorsitzende der zentralen Mohabat-Khan-Moschee, setzte das Kopfgeld in Höhe von 1,5 Millionen Rupien (umgerechnet 25 000 Dollar (ca. 21 000 Euro)) und ein Auto auf die Zeichner aus. Dieses tat er laut seiner Aussage auf Wunsch von wohlhabenden Bürgern Peshawars, die ihm auch das Geld gegeben haben sollen. Außerdem kündigte die Goldschmiedevereinigung an, ebenfalls ein Kopfgeld auszusetzen, das eine Höhe von 1 Million Dollar (zirka 842.000 Euro) hat. Malana Yousaf Qureshi sagte zum Grund des Kopfgeldes, das werde die Menschen ermutigen, den Gotteslästerer zu töten.

In der Zwischenzeit hängten Demonstranten in Peshawar Puppen symbolisch an Laternenpfählen auf, die europäische Politiker darstellen sollen. Auch in anderen pakistanischen Städten kam es zu Ausschreitungen.

Quellen

  • Nachrichten.at: „Kopfgeld auf Karikaturisten ausgesetzt“ (18.02.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Web.de: „Kopfgeld auf dänische Karikaturisten in Pakistan ausgesetzt“ (17.02.2006, 16:51 Uhr) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Mdr.de: „Kopfgeld auf Mohammed-Karikaturisten ausgesetzt“ (17.02.2006, 22:42 Uhr) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Gea.de: „Kopfgeld auf Karikaturisten“ (18.02.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • DiePresse.com: „Karikaturen-Krise: Kopfgeld auf Zeichner“ (18.02.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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Mehrere Tote bei Demonstration in Libyen

Mehrere Tote bei Demonstration in Libyen

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Artikelstatus: Fertig 11:50, 19. Feb. 2006 (CET)
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Bengasi (Libyen), 18.02.2006 – Bei einer Demonstation gegen die Mohammed-Karikaturen sind vor dem italienischen Konsulat in der Stadt Bengasi (Libyen) zehn Menschen ums Leben gekommen. Die Demonstranten bewarfen das Konsulat mit Gegenständen und legten Feuer. Trotz der gewaltsamen Versuche der Polizei, mit scharfer Munition und Tränengas die Ausschreitungen zu verhindern, dauerte es sechs Stunden, bis die Demonstration aufgelöst war.

Auslöser der Proteste war offenbar der Auftritt des italienischen Ministers für Reformen, Roberto Calderoli, im staatlichen Fernsehsender RAU, bei dem der Minister ein T-Shirt mit aufgedruckten Mohammed-Karikaturen trug. Roberto Calderoli ist Mitglied der rechtsgerichteten Lega Nord.

Nach den Unruhen wurde der libysche Innenminister Nasr al-Mabrouk suspendiert, weil er für einen unverhältnismäßigen Gebrauch von Gewalt während der Demonstrationen verantwortlich sein soll.

Mittlerweile, so teilte die Nachrichtenagentur ANSA mit, hat Calderoli seinen Rücktritt eingereicht. Er begründete seinen Rücktritt damit, dass er es nicht länger hinnehmen werde, dass gegen ihn und die Lega Nord eine solch „schändliche Instrumentalisierung“ betrieben werde. Wegen der tödlichen Schüsse in Bengasi wurde am Samstag der libysche Innenminister Nasr al Mabruk suspendiert. Das teilte das Parlamentssekretariat in Tripolis mit.

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February 11, 2006

Niederländische Islamkritikerin verteidigt Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen

Niederländische Islamkritikerin verteidigt Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen

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Artikelstatus: Fertig 01:34, 11. Feb. 2006 (CET)
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Berlin (Deutschland), 11.02.2006 – Die holländische Politikerin Ayaan Hirsi Ali rechtfertigte vorgestern in Berlin auf einer Pressekonferenz die Veröffentlichung der zwölf Mohammed-Karikaturen. Gleich im ersten Satz sagte sie: „I am here to defend the right to offend.“ (Ich bin hier, um das Recht zu beleidigen zu verteidigen.)

Die gebürtige Somalierin floh vor 16 Jahren nach Holland, nachdem sie mit einem Cousin verheiratet werden sollte. Sie arbeitete mit dem Regisseur Theo van Gogh an dem umstrittenen islamkritischen Kurzfilm „Submission 1“. Seit dem Mord an Theo van Gogh lebt sie ständig unter Schutz.

In Berlin erklärte sie nun, worum es bei dem so genannten Karikaturenstreit überhaupt geht. „Ich bin der Meinung, dass es richtig war, die Cartoons in der Zeitung ‚Jyllands Posten‘ zu drucken, und dass die Entscheidung der anderen Zeitungen, sie nachzudrucken, ebenfalls richtig war.“ In Ihrer Pressekonferenz lobte sie den dänischen Ministerpräsidenten Anders Fogh Rasmussen, der sich weigert, sich „mit Repräsentanten tyrannischer Regimes“ zu treffen. Den „Hardlinern innerhalb der islamischen Bewegung“ gehe es hauptsächlich darum, Demokratie und Freiheit zu zerstören.

Sie kritisierte all jene Institutionen und Firmen aus Europa, welche nun im Nahen-Osten mit den Sprüchen „Wir sind keine Dänen“ und „Wir verkaufen keine dänischen Produkte“ werben. Sie sagte wörtlich: „Ab jetzt wird Nestlé-Schokolade nie wieder so schmecken, wie sie uns bis eben geschmeckt hat.“

In ihrer Ansprache vergleicht sie die Fundamentalisten mit den Kommunisten. In diesem Zusammenhang sei Berlin Beweis für den Erfolg von Standhaftigkeit, sagte die Politikerin. Trotz der Selbstzensur vieler im Westen, die in Zeiten des Kalten Krieges den Kommunismus idealisiert und verteidigt hätten, und trotz der brutalen Zensur im damaligen Osten sei diese Schlacht gewonnen worden. „Berlin ist eine Stadt des Optimismus.“ Genau wie in Berlin die Mauer gefallen sei, ist sie sicher, „dass die virtuelle Mauer zwischen denen, die die Freiheit lieben und denen, die sich der Verführung und Sicherheit totalitärer Ideen unterwerfen, eines Tages auch fallen wird“.

Sie möchte nicht falsch verstanden werden und bekräftigt, dass es jedermanns Recht sei, sich über Satire aufzuregen. Diese zum Anlass zu nehmen, einen mörderischen Aufruhr anzuzetteln, sei jedoch durch nichts zu rechtfertigen.

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February 10, 2006

Karikaturstreit auch an der TU Ilmenau

Karikaturstreit auch an der TU Ilmenau – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Karikaturstreit auch an der TU Ilmenau

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Ilmenau (Deutschland), 10.02.2006 – Im Ilmenauer Studentenportal „spi“, wo fast alle Studenten der technischen Universität registriert sind, tauchten auf Benutzerseiten die umstrittenen Mohammed-Karikaturen auf. Moslems beschwerten sich beim Betreiber des Portals, der Forschungsgemeinschaft elektronische Medien e. V. (FeM), welcher jedoch das administrative Entfernen der Karikaturen ablehnte. Begründet wurde dies mit der Eigenverantwortlichkeit der Benutzer für ihre persönlichen Seiten. Solange diese gegen kein geltendes Gesetz verstießen, werde der Verein auch nicht in die Benutzerseiten eingreifen. Dennoch wurde auf einer internen Sitzung der FeM geäußert, dass bei einer Änderung der Rechtsgrundlage sofort entsprechende Schritte eingeleitet würden.

Um das Konfliktpotential zu senken und mehr Verständnis zwischen beiden Parteien aufzubauen, organisierten einige Studenten am Mittwochabend eine Diskussionsrunde zwischen muslimischen und europäischen Studenten. Dieses Angebot wurde von zirka 200 Studenten angenommen. Die islamischen Teilnehmer hatten nichts gegen die Pressefreiheit, fanden aber, dass Witze und Satire eine Grenze hätten. Dennoch konnte die Frage „Warum verletzt das euch?“ befriedigend beantwortet werden. Der eingeladene Referent Mark Bodenstein, ein deutscher Islamwissenschaftler der Universität Erfurt und bekennender Moslem, sagte, dass die Empörung zu den Karikaturen nicht allein über das Bildverbot erklärbar sei. Hier spielten auch die Gefühle der Moslems mit hinein. Der Student, der die Karikaturen erstmals ins „spi“ eingestellt hatte, begründete dies damit, dass viel darum diskutiert würde, aber keiner die Karikaturen wirklich kennen würde. Auch der Leiter des Vereins syrischer Studenten an der technischen Universität, Maher Al-Ibrahim, war zu der Diskussionsrunde anwesend. Er schilderte seine Gefühle zu den Karikaturen, auch wenn er sie noch nicht gesehen hatte.

Am Ende der Veranstaltung gab es ein kleines Happy End. Der Student, der die Karikaturen eingestellt hatte, entschuldigte sich bei Maher Al-Ibrahim und beide reichten sich die Hände. Ob damit der Konflikt an der Universität beigelegt worden ist, ist jedoch noch fraglich. Die Universitätsverwaltung sagte außerdem, dass es bisher keine Hinweise auf Fanatismus an der Hochschule gebe.

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