WikiNews de

July 12, 2012

Norwegen: Nach Breivik-Anschlägen sollen Anti-Terrorgesetze verschärft werden

Norwegen: Nach Breivik-Anschlägen sollen Anti-Terrorgesetze verschärft werden

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:34, 12. Jul. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Die norwegische Justizministerin Grete Faremo

Oslo (Norwegen), 12.07.2012 – Nach den Anschlägen des rechtsextremen Anders Behring Breivik, bei denen 77 Menschen getötet wurden, will die norwegische Regierung die Möglichkeiten zur Verfolgung von „Solo-Terroristen“ erweitern. Am Donnerstag, zehn Tage vor dem ersten Jahrestag der Anschläge von Oslo und Utøya, übergab die Justizministerin Grete Faremo dem Parlament entsprechende Vorschläge. Die Regierung will vor allem die Vorbereitung von Terrorhandlungen ohne Hilfe anderer künftig als strafbare Handlung einstufen.

Über Jahre hinweg hatte Breivik die Detonation einer Autobombe in Oslo und das Massaker auf der Insel Utøya am 22. Juli 2011 unbemerkt vorbereitet. Die Abhör-Möglichkeiten und auch Video-Überwachungen und Kontrollen im Internet könnten für die Polizei und den Geheimdienst PST erweitert werden, erklärte Faremo. Es sei außerdem geplant, die Teilnahme an Terroristen-Camps und auch den Besitz von Materialien, welche sich zur Ausübung von terroristischen Aktionen eignen, unter Strafe zu stellen.

Die sozialdemokratische Ministerin wies darauf hin, dass sich die Regierung noch nicht endgültig festgelegt habe, wie weit sie gehen will. Die Regierung soll sich eine „möglichst offene Debatte“ wünschen. Im nächsten Jahr könnten, nachdem die Anhörungsfrist im November abgelaufen ist, neue Regeln in Kraft treten.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 22, 2011

Trauerfeier in Norwegen

Trauerfeier in Norwegen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Trauerfeier in Norwegen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 15:51, 22. Aug. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Oslo (Norwegen), 22.08.2011 – Norwegen hat am Wochenende der Anschlagsopfer vom 22. Juli gedacht. Vor rund einem Monat hatte Anders Behring Breivik insgesamt 77 Menschen getötet. Seine Bombe im Regierungsviertel von Oslo forderte acht Tote, danach erschoss er 69 Teilnehmer eines Jugendlagers der Arbeiterpartei auf der Insel Utøya.

An diesem Wochenende nahm das Land in einer großen Trauerfeier Abschied. Am Freitag und Samstag besuchten mehrere hundert Überlebende und Angehörige der Opfer erstmals die Insel. „Es war hart, an einen Ort zurückzukehren, wo Freunde getötet wurden“, sagte Eskil Pedersen, Vorsitzender der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF. Er war am 22. Juli selbst auf Utøya gewesen. Kerzen wurden angezündet, Blumen niedergelegt. „Ich wollte nach Utöya zurückkehren, damit ich es anders in Erinnerung behalte als bei den Ereignissen vom 22. Juli, als da nichts war als Schreie, Panik und Leid”, sagte der Überlebende Per Anders Langeröd nach dem Besuch dem Rundfunksender NRL. Die Insel war für die Presse gesperrt worden.

Am Sonntag kamen etwa 6700 Menschen in der Osloer Spektrum Arena zusammen. Die Fahnen in der ganzen Stadt hingen auf Halbmast. Die mitreißende Feier ging nicht nur König Harald V. zu Herzen. „Die letzten Wochen waren für uns alle schwierig, aber es tut gut, heute hier versammelt zu sein“, sagte er. Viele Anwesende brachen während der zweistündigen Zeremonie in Tränen aus. „Die Trauer der Familien können wir nur erahnen: den leeren Stuhl beim Sonntagsessen, ein Geburtstag ohne das Geburtstagskind, das erste Weihnachtsfest“, sagte Ministerpräsident Jens Stoltenberg. „Es ist die einzige Gelegenheit, wo alle Trauernden aus dem ganzen Land zusammenkommen”.

Durch die Veranstaltung führte die Künstlerin Haddy N’jie. Ihr Vater stammt aus Gambia, ihre Mutter ist Norwegerin. Der Rapper Magdi Omar Ytreeide Abdelmaguid sagte: „Ich bin Muslim, Chirag ist Hindu und unsere Freunde sind anders, aber wir haben uns nie mehr als Norweger gefühlt als nach dem 22. Juli”. Die Veranstaltung sollte auch darstellen, dass das offene Norwegen weiter fortbestehen wird. Die fundamentalistisch orientierten Anschläge von Anders Behring Breivik sollten ihr Ziel nicht erreichen. Bei der Feier trat auch die Popgruppe A-Ha auf, die sich 2010 getrennt hatte.

„Ich denke, es war großartig. Es war fantastisch, einfach dort zu sitzen und die Musik zu hören”, sagte der Feuerwehrmann Erik Norman. Er war einer der ersten am Ort des Bombenanschlags. Neben Überlebenden und Angehörigen sowie den Rettungskräften waren auch Mitglieder der norwegischen Königshäuser und die Präsidenten von Island und Finnland bei der Trauerfeier anwesend.

Die offizielle Trauerfeier ist damit zu Ende gegangen. Doch die Verarbeitung wird andauern. „Ich habe immer noch Angst und die Jalousien in meinem Büro geschlossen, damit ich die Zerstörung nicht sehe”, sagt etwa Eva Hilderum, Angestellte im Transportministerium.

Norwegens Kultur wird auch in Zukunft fortbestehen. Das machte auch König Harald V. klar: „Ich glaube weiterhin daran, dass die Freiheit stärker ist als die Angst. Ich glaube weiterhin an eine offene norwegische Demokratie und Gesellschaft. Und ich glaube weiterhin an unsere Fähigkeit, in unserem eigenen Land frei und sicher zu leben”. Ministerpräsident Stoltenberg schloss sich ihm an. „Wir brauchen euch alle. Egal wo ihr wohnt, egal zu welchem Gott ihr betet. Jeder von uns kann Verantwortung übernehmen. Jeder von uns kann die Freiheit bewachen“.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 25, 2011

Terroranschläge in Norwegen: Polizei korrigiert Opferzahl auf 76

Terroranschläge in Norwegen: Polizei korrigiert Opferzahl auf 76

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 23:30, 25. Jul. 2011 (MESZ)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Oslo (Norwegen), 25.07.2011 – Die polizeilichen Angaben der Opferzahl des Terroranschlags in Norwegen vom 22. Juli 2011 wurden mittlerweile von 86 auf 76 Tote nach unten korrigiert. Demnach sind bei der Bombenexplosion im Osloer Regierungsviertel acht Menschen und bei dem anschließenden Massaker auf der Insel Utøya 68 Menschen ums Leben gekommen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 23, 2011

Terroranschläge in Norwegen: Mindestens 90 Tote und zahlreiche Verletzte

Terroranschläge in Norwegen: Mindestens 90 Tote und zahlreiche Verletzte

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:31, 23. Jul. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Diese Aufnahme entstand unmittelbar nach der Explosion

Oslo (Norwegen), 23.07.2011 – Mindestens 84 Jugendliche wurden am Freitag (22.Juli) in einem Sommercamp auf der etwa 40 Kilometer nordwestlich des Zentrums von Oslo gelegenen Insel Utøya erschossen. Ein Mann in Polizeiuniform und schusssicherer Weste hatte unter dem Vorwand, sich wegen des vorherigen Bombenattentats im Regierungsviertel von Oslo über die Sicherheit der Teilnehmer in einem Jugendcamp auf der etwa 40 Kilometer nordwestlich des Zentrums von Oslo gelegenen Insel Utøya vergewissern zu wollen, das Gelände betreten und das Feuer eröffnet. In dem Sommerlager der Arbeiterpartei, der auch Ministerpräsident Jens Stoltenberg angehört, hielten sich etwa 600–700 Jugendliche auf.

Zuvor war, kurz vor 15.30 Uhr, in der norwegischen Hauptstadt Oslo eine Autobombe detoniert. Durch die Explosion wurden sieben Personen getötet und mindestens weitere 15 Personen verletzt. Bei der Explosion der selbsthergestellten Bombe wurde sowohl das Regierungsgebäude, in dem das Büro von Ministerpräsident Stoltenberg liegt, als auch das Ölministerium beschädigt. Im dem Ministerium brach ein Brand aus, auch das Finanzministerium liegt in der Nähe. Glassplitter von zerborstenen Fenstern waren im Umkreis von einem Kilometer verteilt. Verletzte wurden in Zelten versorgt und abtransportiert, dabei verzögerten sich die Rettungsmaßnahmen, da weitere Bomben in den Gebäuden vermutet wurden. Die unmittelbar nach den Anschlägen erfolgte Sperrung der Innenstadt ist zwischenzeitlich aufgehoben, lediglich das Regierungsviertel bleibt weiterhin hermetisch abgeriegelt. Der Hauptbahnhof war sicherheitshalber evakuiert, am Flughafen durchsuchten Sicherheitskräfte Fahrzeuge und Gepäck.

Anschlagsort Regierungsviertel

Anschlag löst Entsetzen aus

Politiker aus dem In- und Ausland reagierten entsetzt. Norwegens Ministerpräsident nannte die Ereignisse eine „nationale Tragödie“ und die Tat „unbegreiflich“. Stoltenberg sagte, die Insel sei das Paradies seiner Jugend gewesen, das nunmehr zur Hölle wurde. „Seit dem Zweiten Weltkrieg haben wir in unserem Land keine schlimmere Katastrophe erlebt“, sagte der Ministerpräsident. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnete die Anschläge als „menschenverachtende Tat“, der SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, ebenfalls SPD, verurteilten die Tat mit deutlichen Worten und drückten dem norwegischen Volk ihr Mitgefühl aus. Bundespräsident Christian Wulff übermittelte dem norwegischen König Harald V. sein Beileid. „Deutschland und die Deutschen stehen in dieser schweren Stunde fest an Ihrer Seite“, so Wulff. Der norwegische König sprach von einer „unfassbaren Tragödie“. Er forderte seine Landsleute auf, in dieser Situation zusammen zu stehen und einander zu stützen. Als „feige“ und „abscheulich“ wurden die Anschläge auch von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy bezeichnet. Für die internationale Staatengemeinschaft sprach UN-Generalsekretär Ban Ki-moon dem norwegischen Volk das Mitgefühl aus. US-Präsident Barack Obama verurteilte die Attentate und sagte sie seien „eine Mahnung, dass die gesamte internationale Gemeinschaft dazu beitragen muss, dass solch ein Terrorakt nicht passiert“. Er sicherte Norwegen jede erdenkliche Hilfe bei den Ermittlungen zu.

Unterdessen werden immer mehr Berichte vom Hergang des Massakers auf der Insel bekannt. Augenzeugen berichteten, dass der Attentäter mit einer Maschinenpistole geschossen und Verletzten dann mit einer Schrotflinte in den Kopf geschossen haben soll. Eine Fünfzehnjährige, deren Namen von der Nachrichtenagentur NTB mit Elise angegeben wurde, sagte, der als Polizist verkleidete Schütze habe zunächst die Jugendlichen zusammengerufen, um ihnen „wichtige Informationen“ zu geben, bevor er das Feuer eröffnete.

Ein Mädchen berichtete, dass sie von der Insel weggeschwommen sei. „Ich habe überlebt, weil Menschen kamen und mich in ihr Boot gezogen haben“, sagte Lisa Irene Johansen Aasbø. Ein junger Mann erzählte dem Nachrichtensender CNN, wie er glaubt, nur deswegen überlebt zu haben, weil er sich totstellte. Offenbar sind sich in der Gegend befindliche Leute den Jugendlichen zu Hilfe geeilt, noch bevor ein Sondereinsatzkommando eintraf. „Als ich zehn aufgenommen hatte, war das Boot voll. Es war so schrecklich, als ich die elften und zwölften abweisen musste“, schilderte Torill Hansen ihre Empfindungen, die mit ihrem Motorboot Leute aus dem auch im Sommer kalten Wasser des Sees holte, als ihr Boot voll war und sie keine weiteren Hilfesuchende mehr aufnehmen konnte.

Während des Rettungseinsatzes im Regierungsviertel

Mutmaßlicher Täter festgenommen

Der norwegischen Polizei gelang die Festnahme des mutmaßlichen Täters, dessen Name mit Anders Behring Breivik angegeben wird. Der Mann soll erst die Bombe im Regierungsviertel platziert haben und sich anschließend ins Jugendlager auf der Insel Utøya begeben haben, wo er wahllos auf Menschen schoss. Die Polizei geht nach derzeitigem Ermittlungsstand davon aus, dass es sich um einen Einzeltäter handelt. Es handelt sich um einen 32-jährigen Norweger, der aus der rechten Szene kommen soll. Der Polizei war jedoch keine Zugehörigkeit zu einer der von ihr überwachten Neonazigruppen bekannt. Die Zeitung „VG“ berichtete in der Nacht auf ihrer Website, der mutmaßliche Täter habe jedoch früher im Internet rechtsextremistische Ansichten veröffentlicht und dass sein früheres Facebook-Profil deswegen gelöscht wurde. Laut Polizei ist der Festgenommene aussagebereit. Die Kriminalpolizei sucht indessen nach einem zweiten Täter, da mehrere Augenzeugen berichteten, dass eine weitere Person in Zivilkleidung an der Schießerei beteiligt gewesen sein soll.

Breivik habe nach Angaben der norwegischen Zeitung Aftenposten rund 75 Beiträge auf der Website Document.no geschrieben. Darin richtete er sich gegen Personen aus der nowegischen Öffentlichkeit und Politik, unter anderem gegen Linke und Islamisten. Er hatte in einem Beitrag geschrieben, mit der rechtspopulistischen Fremskrittspartiet verbunden zu sein. Die Partei wollte nach Angaben ihres Pressesprechers Mazyar Leshvari diese Behauptung am Samstag gegenüber Aftenposten nicht kommentieren.

Die Meldungen über das Attentat wurden in islamistischen Internetforen als „frohe Nachricht“ gefeiert. Eine islamistische Organisation mit dem Namen Ansar al-Dschihad al-Alami (deutsch in etwa: „Helfer des globalen Dschihad“) hatte zunächst in einem islamistischen Forum die Verantwortung für die Anschläge übernommen, diese jedoch später zurückgezogen. Norwegen steht durch seine Beteiligung am NATO-Einsatz in Afghanistan und der internationalen Intervention in Libyen in der Kritik von Dschihadisten, sodass zunächst ein islamistischer Hintergrund des Bombenanschlages vermutet wurde.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Anschläge in Norwegen 2011“.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Terrorismus

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 7, 2006

Ethische Bedenken: Norwegischer Fonds verkauft alle Wal-Mart-Aktien

Ethische Bedenken: Norwegischer Fonds verkauft alle Wal-Mart-Aktien

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 12:44, 7. Jun. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Eine Wal-Mart-Filiale

Oslo (Norwegen), 07.06.2006 – Der staatliche norwegische Rentenfonds verkauft alle seine Wal-Mart-Aktien im Wert von 2,5 Milliarden Kronen (322 Millionen Euro), da Wal-Mart angeblich gegen viele Menschenrechte verstößt. Die norwegische Finanzministerin Kristin Halvorsen begründete den Verkauf damit, dass man keine ernsthaften und systematischen Menschenrechtsverletzungen sowie Verstöße gegen Arbeitsmarktregeln unterstützen werde. Eine Ethikkommission empfahl zuvor den Verkauf.

Auch die Aktien der Bergwerksgesellschaft Freeport wurden verkauft. Die Begründung ist, dass Freeport verantwortlich sei für schlimme Umweltschäden. Die Aktien hatten eine Wert von 116 Millionen Kronen (15 Millionen Euro).

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 7, 2006

Norwegisches Königspaar zu Besuch in der Schweiz

Norwegisches Königspaar zu Besuch in der Schweiz

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 14:37, 7. Apr. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Appenzell / Bern / St. Gallen (Schweiz), 07.04.2006 – Der norwegische König Harald V. und Königin Sonja sind am Dienstag, den 4.März zu einem Staatsbesuch in der Schweiz eingetroffen.

Die erste Station ihrer Reise war Bern, wo sie vom Schweizer Bundespräsident Moritz Leuenberger empfangen wurden. Bei den Begrüßungsreden wurde auf die Gemeinsamkeiten beider Länder und die gute Freundschaft hingewiesen.

Am gestrigen Donnerstag begann der Tag mit einem Empfang in Appenzell. Danach unternahm das Königspaar in Begleitung Leuenbergers eine Rundfahrt durch die Ostschweiz. Ein Sonderzug der Schweizer Bahnen brachte sie von Appenzell nach St. Gallen. In St. Gallen sahen sie sich die Stiftsbibliothek an und besuchten die dortige Universität. An der Uni war ein Treffen König Haralds mit norwegischen Studenten vorgesehen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 6, 2006

Taufe am norwegischen Königshaus

Taufe am norwegischen Königshaus – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Taufe am norwegischen Königshaus

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 16:02, 6. Mrz. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Königliches Schloss in Oslo

Oslo (Norwegen), 06.03.2006 – Am Samstag, den 4. März, wurde in der Osloer Schlosskapelle der jüngste Spross der Königlichen Familie getauft: Prinz Sverre Magnus.

Der Sohn des norwegischen Kronprinzenpaares Kronprinz Haakon und Prinzessin Mette Marit kam am 3. Dezember 2005 auf die Welt. Er ist das zweite Kind aus dieser Ehe und steht auf Platz drei der Thronfolge. Seine Schwester Prinzessin Ingrid Alexandra ist zwei Jahre alt.

Neben den Großeltern, Norwegens König Harald V. und Königin Sonja, war auch die dänische Königin Margrethe II. anwesend.

Themenverwandte Artikel

Quellen

  • ORF.at: „Norweger Prinz Sverre Magnus in Oslo getauft“ (04.03.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • wams.de: „Königliche Taufe in Oslo“ (04.03.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • AP via faz.net: „Prinz Sverre Magnus ist getauft“ (04.03.2006)

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 3, 2006

Karikaturstreit beginnt zu eskalieren

Karikaturstreit beginnt zu eskalieren – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Karikaturstreit beginnt zu eskalieren

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 00:09, 4. Feb. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Kopenhagen (Dänemark), 03.02.2006 – Im September erschienen in der dänischen Zeitung Jyllands-Posten zwölf Karikaturen, die den Islamgründer Mohammed unter anderem als Terroristen darstellten. Diese Karikaturen sind nun Auslöser für einen internationalen, kulturell-religiösen Streit zwischen Dänemark und den arabischen Ländern. Deren Vertreter in Dänemark haben bereits im November ein Treffen mit Staatsminister Anders Fogh Rasmussen gefordert, was dieser damals ablehnte. Die damals ebenfalls aufgestellte Forderungen nach einer Bestrafung der Zeitung hatte der Staatsminister als Zensur abgelehnt.

Die Spannungen sind in der Zwischenzeit in einer Weise gestiegen, dass der Groll seitens vieler Moslems in den arabischen Ländern sich nicht nur gegen Dänemark, sondern auch gegen alle anderen europäischen Länder richtet. So werden in 20 arabischen Ländern dänische Waren boykottiert und es wird mit Anschlägen in Europa gedroht.

Als Grund für die Eskalation wird vermutet, dass dänische Imame im Ausland ein verzerrtes Bild von Dänemark verbreitet hätten. In Dänemark versuchen zwar einige gemäßigte Moslems zu vermitteln, jedoch sind auch einige Vermittlungsversuche scheinheilig. So kündigte Großmufti Abu Laban im dänischen Fernsehsender TV 2 eine Vermittlung an, jedoch war der darauf folgende arabische Text alles andere als mäßigend.

Staatspräsident Fogh hat nun im arabischen Fernsehen versucht zu erklären, warum die dänische Regierung nicht gegen eine Zeitung vorgeht. Was dieser Gesprächsversuch gebracht hat, ist bisher unklar. In Dänemark gehen hingegen die Frontenkriege weiter. So wurden Schüler in einer anonymen SMS aufgefordert, öffentlich Korantexte zu verbrennen.

Heute morgen wurde in Jakarta die dänische Botschaft von Muslimen gestürmt. Die EU und Norwegen schlossen bereits ihre Büros im Gazastreifen. Der französische Chef der Zeitung France Soir wurde entlassen, da sein arabischer Chef nicht mit der Veröffentlichung der Karikaturen in seiner Zeitung einverstanden war. Dieser Schritt, der als Zensur angesehen wird, wurde wiederum vom französischen Außenministerium kritisiert.

UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte zu dem Streit, „die Freiheit der Presse sollte immer so ausgeübt werden, dass auch der religiöse Glauben und die Grundsätze aller Religionen voll respektiert werden.“ Er forderte beide Seiten zum Dialog auf. Der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan hingegen sprach von einem „Angriff auf unsere geistig-moralischen Werte“.

Auch Deutschland bekam die Auswirkungen dieser Auseinandersetzung zu spüren. So wurde in Nablus ein deutscher Lehrer von radikalen Palästinensern entführt. Nach Angaben der Polizei haben die Al-Aksa-Brigaden bereits seit Tagen gezielt nach Ausländern gesucht. Sie besetzten auch vor einigen Tagen das leerstehende EU-Büro im Gazastreifen. Ein Sprecher der Al-Aksa-Brigaden bestreitet aber, dass diese den Deutschen entführt haben. Der Verschleppte kam nach wenigen Stunden wieder frei.

Wie das Internetmagazin Spiegel.de berichtet, sind derzeit die Seiten der französischen Zeitung „France Soir“ und des Internetportals „Hagalil“ nicht zu erreichen. Spiegel.de vermutet, dass es sich dabei um gezielte Hackerangriffe auf diese Seiten handelt. Die „France Soir“ hatte die umstrittenen Karikaturen veröffentlicht. Eine Bestätigung für diese Aussagen hat Spiegel.de jedoch noch nicht.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Mohammed-Karikaturen (Jyllands-Posten)“.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.