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August 13, 2005

Indien will sich an internationaler Kernfusionsanlage ITER beteiligen

Indien will sich an internationaler Kernfusionsanlage ITER beteiligen

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Brüssel (Belgien) / Neu-Delhi (Indien), 13.08.2005 – Indien will sich als siebtes Land an der internationalen Kernfusionsanlage ITER beteiligen. Die indische Regierung hat einen Brief an die Europäische Kommission geschrieben, in dem sie ihren Wunsch zum Ausdruck bringt, als weiterer Partner mitwirken zu wollen. Bisher arbeiten die Staaten Japan, Russland, USA, China und Südkorea zusammen, außerdem sind einige europäische Staaten am Projekt beteiligt.

Auch in Indien wird an der Kernfusion geforscht, so dass der Staat durchaus seine Beiträge leisten könnte. Die erste Experimentalanlage in Indien hieß „ADITYA“ und wurde bereits im Jahr 1989 in Betrieb genommen. Gegenwärtig wird die Nachfolgeanlage, die Fusionsanlage SST 1, in der Stadt Bhat in Betrieb genommen.

Die Motivation von Indien liegt auf der Hand. Der stetig steigende Energiebedarf und die hohe Abhängigkeit vom Öl lassen auch die Regierung nach Alternativen suchen.

Quellen

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August 5, 2005

Kernfusionsreaktor ITER: Chirac besichtigt symbolisch den Standort Cadarache

Kernfusionsreaktor ITER: Chirac besichtigt symbolisch den Standort Cadarache

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Saint-Paul-lès-Durance / Paris (Frankreich), 05.08.2005 – Der französische Staatspräsident Jacques Chirac wird nächste Woche Donnerstag symbolisch den Ort Cadarache besuchen. Das ist der Ort, an dem der neue Kernfusionsreaktor ITER auf einem Gelände neben dem alteingesessenen Forschungszentrum des französischen Kommissariats für Atomenergie (CEA) gebaut werden soll. Bei ITER handelt es sich um ein weltweites Projekt zur Erforschung der Energiegewinnung aus dem Kernfusionsprozess.

Für den Standort Frankreich erhofft man sich für die Region Provence/Alpes/Côte d’Azur (Paca) in diesem Jahrzehnt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Baustelle soll zuerst 1.000 Arbeitsplätze schaffen, im Umfeld würden demnach weitere 1.400 Arbeitsplätze entstehen.

Nach Inbetriebnahme des Reaktors gehen die optimistischen Studien von bis zu 11.000 Arbeitsplätzen für die beteiligten Wissenschaftler und Dienstleister aus.

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Quellen

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July 16, 2005

Wieder Hinweise auf gelungene „Kernfusion im Wasserglas“

Filed under: Kernfusion,Themenportal Nordamerika,West Lafayette — admin @ 5:00 am

Wieder Hinweise auf gelungene „Kernfusion im Wasserglas“

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West Lafayette / Indiana (USA), 16.07.2005 – Zwei junge Wissenschaftler von der US-amerikanischen Purdue-Universität haben eine unter den Forschern sehr umstrittene These bestätigt. Im Jahr 2002 behauptete erstmals ein internationales Team, durch die so genannte Kavitation Kernfusion in einem Behälter mit flüssigem Aceton herbeiführen zu können. Nun sind die Ergebnisse durch Yiban Xu und Adam Butt von der Purdue-Universität erstmals unabhängig bestätigt worden.

Xu berichtete, dass es normalerweise schwer sei, in der Flüssigkeit Bläschen zu erzeugen. Deshalb habe man diese mit Neutronen beschossen, um so die molekularen Bindungen zu sprengen. Weiter führte er aus: „Die Gasbläschen, die wir derart erzeugen, wachsen enorm an und nehmen dadurch Energie auf. Wenn sie wieder implodieren, wird diese Energie wieder freigesetzt und erzeugt hohe Drücke und Temperaturen. Wenn man dann die richtigen Atome in den Bläschen hat, kann es dabei zur Kernfusion kommen, in unserem Fall zur Verschmelzung von Deuteriumatomen.“

Die beiden Physiker haben ihre Ergebisse im Journal „Nuclear Engineering and Design“ veröffentlicht. Dort kommen sie zu dem Schluss, dass damit mit einer Sicherheit von 99,99 Prozent die Fusion bewiesen sei. Dass man die nun bestätigte Methode zur Energiegewinnung nutzen kann, wurde von den beiden jungen Physikern nicht ausgeschlossen.

Bereits 1989 wurde von den beiden Chemikern Stanley Pons und Martin Fleischmann ein Experiment vorgestellt, in dem die Verschmelzung von Wasserstoff (Protium), Deuterium oder Tritium während der Elektrolyse einer leitfähigen Flüssigkeit an der Oberfläche einer von zwei Palladium-Elektroden stattfinden. In Abgrenzung zu anderen Methoden nennt man in der Fachwelt die „Kernfusion im Wasserglas“ auch „kalte Fusion“.

Quellen

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June 28, 2005

Europa wird Standort des Kernfusionsreaktors „ITER“

Europa wird Standort des Kernfusionsreaktors „ITER“

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Moskau (Russland) / Paris / Saint-Paul-lès-Durance (Frankreich), 28.06.2005 – Europa erhält den Zuschlag für den Standort eines der größten internationalen Forschungsprojekte der Gegenwart. In der südfranzösischen Ortschaft Cadarache wird der Kernfusionsreaktor ITER gebaut. ITER soll den Weg für die zivile Nutzung der Kernfusion ebnen.

Seit 2001 wurde über einen Standort für den ITER beraten. Bewerbungen lagen ursprünglich aus Frankreich, Spanien, Japan und Kanada vor. Nach einem Auschlussverfahren blieben 2005 nur noch der französische Standort Cadarache und Rokkasho-Mura in Japan übrig. Während die USA, Japan und Südkorea den Standort Rokkasho-Mura bevorzugten, stimmten die EU, China und Russland für Cadarache. Am 28. Juni 2005 entschieden dann die beteiligten Staaten den Testreaktor in Frankreich zu errichten. Sie unterzeichneten in Moskau eine entsprechende Vereinbarung. Bereits im November 2004 hatte der EU-Ministerrat einstimmig beschlossen, ITER nur in Cadarache zu bauen, notfalls auch ohne die Beteiligung Japans, Süd-Koreas und den USA.

Die Vorgeschichte: Bei Gesprächen 1985 zwischen Michail Gorbatschow, François Mitterrand und Ronald Reagan wurde eine Zusammenarbeit bei der Forschung beschlossen. Die ersten Planungen begannen 1988 im deutschen Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, die 1990 in einem ersten Entwurf eines Testraktors resultierten. Von 1998 bis 2001 wurde die Reaktorkonstruktion detailliert ausgearbeitet und abgeschlossen. Kanada stieg im Dezember 2003 aus dem Projekt aus, beabsichtigte aber einen Wiedereinstieg. Indien und Brasilien haben im Jahr 2004 ihr Interesse an einer Beteiligung signalisiert.

Die Kosten des Projektes sind indes beträchtlich. Rund 9,6 Milliarden Euro sollen in den ITER investiert werden, andererseits könnten bis zu 100.000 neue Arbeitsplätze durch den Kernfusionsreaktor entstehen. Der Baugebinn wird allgemein für 2006 erwartet, im Jahr 2015 soll der Forschungsreaktor in Betrieb gehen.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „ITER“.

Quellen

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