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March 12, 2008

Unwetterwarnung für Teile Deutschlands vor Tief „Kirsten“ herausgegeben

Unwetterwarnung für Teile Deutschlands vor Tief „Kirsten“ herausgegeben

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Veröffentlicht: 10:51, 12. Mär. 2008 (CET)
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Offenbach am Main (Deutschland), 12.03.2008 – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Mittwoch, den 12. März 2008 eine Unwetterwarnung für Teile Deutschlands herausgegeben.

So sollen am Mittwoch insbesondere im Nordwesten des Landes teilweise orkanartige Böen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 110 Kilometer pro Stunde auftreten. Auch in exponierten Lagen wie dem Brocken in Sachsen-Anhalt können solche Spitzen auftreten. Doch auch im flacheren Land können gefährliche Winde auftreten, und auch die anderen Teile des Landes könnten betroffen sein.

Ab Donnerstag könnten die stärksten Winde sich abgeschwächt haben, da das Tief dann nach Großbritannien und Skandinavien weitergezogen sein dürfte. Das Wetter wird weiterhin regnerisch bleiben, und das Auftreten von weiteren Sturmböen kann dann noch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

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November 8, 2007

Sturmwarnung für die deutsche Nordseeküste

Sturmwarnung für die deutsche Nordseeküste

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Veröffentlicht: 21:25, 8. Nov. 2007 (CET)
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Bremen / Hamburg (Deutschland) / Rotterdam (Niederlande), 08.11.2007 – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab heute um 16:31 Uhr eine Warnung vor Orkanböen an der deutschen Nordseeküste für den Zeitraum von Freitag, 0:00 Uhr bis wahrscheinlich Freitag Abend heraus. Es werden „orkanartige Böen bis 115 km/h (Stärke 11)“ erwartet, so der DWD auf seiner Homepage. Gleichzeitig warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie vor einer Sturmflut im Bereich der Nordseeküste. Bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wird das Wasser in Emden, Bremen und Hamburg mit einem Stand von „1,5 bis 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten“. Die Sturmflutwarnung gilt bis 4:00 Uhr am Freitagmorgen.

Grund für die aktuelle Wetterlage ist ein Sturmtief, das von Norwegen zur Ostseeküste zieht. Mit der Nordwestströmung des Tiefdruckgebiets gelangt polare Kaltluft nach Deutschland – bis zu den Alpen. Am Donnerstagabend überquert eine Kaltfront mit einem Regenband Norddeutschland. Im Bergland (Harz) gehen die Regenfälle allmählich in Schnee über. Am Freitagmorgen muss daher mit Behinderungen durch Schnee gerechnet werden. Im Verlauf des Freitags soll sich das stürmische Wetter über ganz Deutschland ausdehnen.

Auch die Niederlande bereiten sich auf einen der schwersten Stürme seit vielen Jahren vor. Der Hafen von Rotterdam wurde heute Abend um 21:00 Uhr für den Schiffsverkehr gesperrt. Für den heutigen Abend werden an der niederländischen Küste vier Meter hohe Wellen und Windgeschwindigkeiten von 100 Kilometern pro Stunde erwartet. Zum ersten Mal in der Geschichte des Hafens von Rotterdam wird eine künstliche Barriere geschlossen, die die Stadt vor Überschwemmungen schützen soll. Für die niederländische Küstenregion wurde zum ersten Mal nach 1976 die höchste Alarmstufe ausgerufen.

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June 1, 2007

Rekordwetter hält auch im Frühling an

Rekordwetter hält auch im Frühling an – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Rekordwetter hält auch im Frühling an

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Artikelstatus: Fertig 12:18, 1. Jun. 2007 (CEST)
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Offenbach am Main (Deutschland), 01.06.2007 – Nach dem Herbst 2006 und dem Winter 2006/07 hat auch der Frühling einen neuen Temperaturrekord aufgestellt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wurde deutschlandweit im Schnitt der Monate März, April und Mai eine Temperatur von 10,6 Grad Celsius gemessen, 2,9 Grad mehr als im langjährigen Mittel. Noch nie seit Beginn der Messungen 1901 wurde ein so hoher Wert erreicht. Der bisherige Spitzenreiter war der Frühling 2000 mit durchschnittlich 10,0 Grad Celsius. Insbesondere der April war deutlich zu warm. So wurde in Jena 33,0 Grad Celsius gemessen. Aber auch März und Mai verzeichneten überdurchschnittlich hohe Temperaturen. Der Mai erreichte im Schnitt 14,1 Grad Celsius und damit 2 Grad mehr als üblich. Damit waren alle Monate seit September 2006 zu warm.

Der Frühling 2007 war aber nicht nur der wärmste, sondern auch der sonnigste Frühling seit 1901. Es wurden 665 Sonnenstunden gemessen, normal sind 459 Stunden. In allen drei Monaten wurde überdurchschnittlich viel Sonnenschein registriert, der April erreichte einen Monatsrekord. Damit wurde der Frühling 1953 als bisheriger Spitzenreiter abgelöst.

Was die Niederschlagsmenge angeht, erreichte der Frühling 2007 insgesamt durchschnittliche Werte. Das wurde aber nur dadurch erreicht, dass auf den trockensten April seit Beginn der Messungen der nasseste Mai folgte. Nachdem im April im Schnitt nur vier Liter pro Quadratmeter fielen und es in einigen Orten gänzlich trocken blieb, erreichte der Mai 126 Liter. Dabei wurde an einigen Orten knapp das Vierfache der für den Mai üblichen Regenmenge registriert.

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April 27, 2007

Der April bricht alle Wetterrekorde

Der April bricht alle Wetterrekorde – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Der April bricht alle Wetterrekorde

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Artikelstatus: Fertig 23:01, 27. Apr. 2007 (CEST)
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Offenbach am Main (Deutschland), 27.04.2007 – Viel zu warm, extrem trocken und außerordentlich viel Sonnenschein: Der April 2007 bricht in Mitteleuropa alle bisherigen Rekorde. Und auch das ist wieder ein Rekord: Noch nie gab es in einem Monat in allen drei Bereichen Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer gleichzeitig Rekordwerte.

Die Entwicklung der Frühlingstemperaturen in Deutschland seit 1761. Der bislang wärmste Frühling war 2000 mit 9,9°C.

Die Monatsdurchschnittstemperatur lag in Deutschland nach vorläufiger Auswertung des Deutschen Wetterdienstes bei mindestens 11,7 Grad Celsius. Das sind 4,4 Grad mehr als normal und 1,1 Grad mehr als im bisherigen Rekordmonat, dem April 1961. Im Rheinland gab es sogar mehr Sommertage als üblicherweise im Juli zu erwarten sind. Auch in der Schweiz war es rund fünf Grad wärmer als üblich. Damit wird wahrscheinlich auch der bisherige Temperaturrekord für die Alpennordseite aus dem Jahr 1865 gebrochen werden. Im Vereinigten Königreich wird der wärmste April seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1659 erwartet. Dort sind die letzten zwölf Monate insgesamt wahrscheinlich die wärmste Periode die je gemessen wurde. Auch aus den Niederlanden wird der wärmste April seit mindestens 300 Jahren gemeldet.

Der April war auch geprägt von extremer Trockenheit, der Deutsche Wetterdienst spricht gar von einer Jahrhundert-Dürre. In einigen Stationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz fiel überhaupt kein Niederschlag. In Deutschland wurden bislang durchschnittlich vier Liter Regen pro Quadratmeter im ganzen Monat registriert, das sind lediglich sieben Prozent des Üblichen. Möglicherweise wird der April sogar der trockenste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Trockenheit hat negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft und führt zu einer hohen Waldbrandgefahr. In nahezu ganz Deutschland gilt die zweithöchste Warnstufe, rund um Berlin die höchste.

Auch die Sonne schien deutlich mehr als üblich. In Deutschland wurden durchschnittlich 283 Stunden Sonnenschein registriert, normal wären 152 Stunden. Der bisherige Rekord von 217 Stunden aus dem Jahr 1968 wurde damit deutlich überschritten. Für das österreichische Innsbruck wird sogar erwartet, dass der bisherige Rekord aller Monate vom Juli 2006 überschritten werden könnte.

Die seit acht Monaten anhaltende ungewöhnliche Wärme setzt sich also weiter fort. Auf den wärmsten Herbst seit Beginn der Messungen folgte der wärmste Winter. Da auch der März mit 6,2 Grad Celsius deutlich wärmer war als üblich, würde schon ein durchschnittlich warmer Mai reichen, um auch im Frühlingsdurchschnitt eine Rekordtemperatur zu erreichen.

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Alarmierender Klimareport vom Deutschen Wetterdienst

Alarmierender Klimareport vom Deutschen Wetterdienst

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Artikelstatus: Fertig 13:45, 27. Apr. 2007 (CEST)
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Berlin / Offenbach am Main (Deutschland), 27.04.2007 – Mehr Sonne im Sommer, im Winter mehr Regen als Schnee. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist der Klimawandel eine Tatsache, auch in Deutschland. Am 24. April gab der DWD in seiner Pressekonferenz in Berlin neue Zahlen bekannt. Wolfgang Kusch, Präsident des DWD, sprach über die Folgen für den Alltag der Menschen.

Wäre die Temperatur an jedem Tag im Jahr gleich, läge sie bei 8,2 Grad Celsius. Gegenüber 1901 stieg sie damit um 0,9 Grad Celsius an. Die Folgen: Im Sommer steigt die Gefahr von Hitzewellen, die gerade für ältere Menschen sehr gefährlich werden können. Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken, wird durch die erhöhte UV-Strahlung zunehmen.

Auch in den Städten wird es wärmer. Kusch forderte deshalb, auch im Städtebau umzudenken, zum Beispiel mehr Bäume für Schatten auf den Fußwegen zu pflanzen. Das Klima wird sich auch auf die Landwirtschaft auswirken: So wird der Wasserbedarf in der Landwirtschaft steigen. Bereits jetzt schwankt der Ernteertrag jedes Jahr hauptsächlich, weil das Wetter sich verändert hat.

Nicht nur Hitzewellen werden wahrscheinlicher, sondern auch die Überschwemmungen könnten zunehmen: Im Durchschnitt gibt es weniger Regentage im Sommer, dafür werden die Niederschläge heftiger. Bereits jetzt meldet der DWD an einigen seiner Stationen eine Zunahme von mehr als 30 Liter pro Quadratmeter.

„Der globale Klimazug rollt. Er ist nicht mehr anzuhalten“, sagte Kusch in seiner Rede. Wir könnten zwar „die Fahrt genau beobachten“, aber nur, wenn sich alle anstrengten, könnten wir „die Reisegeschwindigkeit beeinflussen“. Der DWD überwacht seit 1952 das Klima in Deutschland und stellt seine Daten und Analysen für jedermann zur Verfügung.

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February 7, 2007

Das Jahr 2007 beginnt in Mitteleuropa mit Rekordwärme

Das Jahr 2007 beginnt in Mitteleuropa mit Rekordwärme

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Artikelstatus: Fertig 17:24, 7. Feb 2007 (CET)
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Januar 2007: Die Mandelbäume blühen

Offenbach am Main (Deutschland), 07.02.2007 – Das Jahr 2007 hat in Mitteleuropa so begonnen wie 2006 endete: mit Temperaturrekorden. Nach der Feinauswertung der Wetterdaten durch den Deutschen Wetterdienst steht jetzt fest, dass deutschlandweit im Januar-Durchschnitt 4,7 Grad Celsius gemessen wurden, rund fünf Grad mehr als im langjährigen Mittel und damit 0,2 Grad mehr als im bisher wärmsten Januar im Jahr 1975. Auch in der Schweiz wurde im landesweiten Monatsmittel der wärmste Januar seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen, und auch in Österreich war der Monat fast im ganzen Land der wärmste je gemessene. In den Niederlanden gab es den wärmsten Januar seit mindestens 300 Jahren; der bisherige Rekordwert für einen Januar wurde um fast ein Grad übertroffen. Frankreich verzeichnete den zweitwärmsten Januar seit 1950, und in Großbritannien wurde der wärmste Januar seit 1916 gemessen. Und das, obwohl die letzte Januar-Dekade in Mitteleuropa noch einen Wintereinbruch mit Temperaturen bis unter minus 20 Grad Celsius in den Alpen brachte. Damit dauerte das seit September überdurchschnittlich warme Wetter auch im Januar an.

Es war in allen deutschen Bundesländern deutlich überdurchschnittlich warm. Die größten Abweichungen gab es im Nordosten des Landes mit rund 5,8 Grad höheren Temperaturen als üblich. Die höchste Temperatur des Monats wurde am 18. Januar in Rosenheim mit 17,1 Grad Celsius gemessen. Die höchste Durchschnittstemperatur wurde auf der Nordseeinsel Helgoland mit 7,3 Grad Celsius erreicht. Aber auch im Landesinnern wurde es im nordrhein-westfälischen Geilenkirchen mit 7,1 Grad Celsius im Monatsdurchschnitt sehr warm.

Besonders der Orkan Kyrill brachte am 18. und 19. Januar neben schweren Orkanböen auch sehr warme Luft nach Mitteleuropa. In der Südschweiz wurden an diesen Tagen durch Nordföhn frühsommerliche Tageshöchstwerte bis 24 Grad erreicht. Dies bedeutete an vielen Orten einen neuen Rekord. Auch in Österreich wurde die 20-Grad-Marke überschritten: Eisenstadt erreichte am 19. Januar 20,1 Grad Celsius. In der norditalienischen Stadt Turin stieg die Temperatur am 19. bedingt durch Kyrill von -2,5 Grad Celsius am frühen Morgen bis auf +27,1 Grad Celsius. Im Anschluss an Kyrill änderte sich die Großwetterlage, und der Winter kam doch noch nach Mitteleuropa. Dennoch befindet sich der meteorologische Winter 2006/07 in Deutschland weiter auf Rekordkurs, wenn es überdurchschnittlich mild bleibt. Bislang liegt er noch an dritter Stelle der wärmsten je gemessenen Winter.

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Originäre Berichterstattung
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November 29, 2006

Wärmster und sonnigster Herbst seit Beginn der Aufzeichnungen

Wärmster und sonnigster Herbst seit Beginn der Aufzeichnungen

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Artikelstatus: Fertig 14:08, 29. Nov. 2006 (CET)
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Offenbach am Main (Deutschland), 29.11.2006 – Nachdem schon der Juli in Deutschland der wärmste und sonnigste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen überhaupt geworden war, steht jetzt fest, dass auch der Herbst 2006 der mit Abstand wärmste und auch der sonnigste jemals gemessene ist. Wie der Deutsche Wetterdienst aus Offenbach mitteilte, lag die Temperatur im meteorologischen Herbst (den Monaten September, Oktober und November) deutschlandweit im Durchschnitt bei 12 Grad Celsius und damit 3,2 Grad über dem langjährigen Mittel. Der alte Rekordwert aus dem Herbst 1982 lag bei 10,4 Grad Celsius. Die Sonne schien deutschlandweit durchschnittlich fast 400 Stunden und damit knapp 29 Prozent mehr als im Herbst üblich.

In allen drei Monaten des Herbstes wurden überdurchschnittliche Temperaturen gemessen. An vielen Messstellen wurden weit über 100 Jahre alte Rekorde gebrochen. Der September war mit 16,9 Grad Celsius im bundesweiten Durchschnitt 3,6 Grad Celsius wärmer als üblich und sogar 1,5 Grad Celsius wärmer als der Vormonat August. An vier Septembertagen wurden Temperaturen über 30 Grad Celsius gemessen, den Spitzenwert erreichte Kalkar mit 31,4 Grad Celsius am 12. September. Der Oktober 2006 wurde mit durchschnittlich 12,2 Grad Celsius (3,2 Grad mehr als üblich) nach 2001 zum zweitwärmsten Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In Emmendingen-Mundingen wurde am 26. Oktober mit 28,6 Grad Celsius die Höchsttemperatur des Monats gemessen. Im November lagen die Temperaturen im Schnitt bei 7,0 Grad Celsius und damit 3,0 Grad über dem langjährigen Mittel, womit dieser Monat zum drittwärmsten bislang gemessenen November wurde. Besonders ungewöhnlich: Die höchsten Temperaturen wurden gegen Ende des Monats gemessen. So erreichte Müllheim am Oberrhein am 25. November eine Höchsttemperatur von 22,1 Grad Celsius. Ein derartig warmes Novemberende gab es noch nie.

Das Jahr 2006 hatte deutlich zu kühl begonnen: Die Temperaturen der ersten drei Monate lagen teilweise deutlich unter dem Durchschnitt, der März dieses Jahres wurde mit zwei Grad Celsius weniger als üblich zum kältesten März seit zehn Jahren. Ab April stiegen die Temperaturen jedoch deutlich, so dass der Frühling 2006 insgesamt normal warm wurde. Die weiteren Monate waren abgesehen vom August alle überdurchschnittlich warm. Aber auch der August war entgegen der Wahrnehmung in den Medien insgesamt nur etwa 1,1 Grad kälter als üblich, in Norddeutschland lagen die Temperaturen sogar etwas höher als im langjährigen Mittel. Somit wird das Jahr 2006 nach kaltem Start wohl doch noch als besonders warmes Jahr in die Geschichte eingehen.

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August 6, 2006

Warnung vor extrem ergiebigem Dauerregen

Warnung vor extrem ergiebigem Dauerregen

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Dresden / Gera (Deutschland), 06.08.2006 – Der Deutsche Wetterdienst warnt für Teile Sachsens und Thüringens vor ergiebigem, teils extrem ergiebigem Dauerregen im Nordstau von Erzgebirge und Thüringer Wald bis hin zum Bayerischen Wald. Er hat dazu eine Warnung vor extremem Unwetter herausgegeben. Dabei sollen bis zum Abend des 7. August Niederschläge von 60 bis örtlich 120 Liter pro Quadratmeter, im Nordstau des Erzgebirges auch mehr, fallen. In Süddeutschland soll es vereinzelt zu Gewittern kommen, bei denen mit Starkregen mit bis zu 15 Litern pro Quadratmeter innerhalb eines Zeitrahmens von zwei Stunden zu rechnen sei. Ursache ist ein Tiefdruckgebiet über dem Süden Polens, das feuchte Luftmassen von Nordosten nach Deutschland lenkt.

Das Hochwasserzentrum Sachsen warnt in Folge der Niederschläge vor Hochwasserlagen im Einzugsgebiet der Lausitzer Neiße, der Mulde, der Spree und der Weißen Elster sowie der Nebenflüsse der Oberen Elbe. Für die Elbe selbst besteht noch keine Hochwassergefahr. Das Umweltamt der Stadt Dresden hatte bereits am 4. August für die großen Nebengewässer des Erzgebirges die „Hochwasseralarmstufe 1“ ausgerufen, ohne dass die Meldepegel diese überschritten hätten.

Das Staatliche Umweltamt Gera schließt für Thüringen ein Erreichen der Alarmstufen für die Gewässer Ostthüringens Saale, Weiße Elster und Pleiße nicht aus.

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July 20, 2006

Hitze bringt Rekorde – und Probleme

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Hitze bringt Rekorde – und Probleme

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Offenbach am Main (Deutschland), 20.07.2006 – Das Juliwetter liegt weiter auf Rekordkurs. Am gestrigen Mittwoch wurden im Westen Deutschlands verbreitet Temperaturen über 35 Grad Celsius gemessen. Spitzenreiter des gestrigen Tages – und damit auch des bisherigen Jahres – war das nordrhein-westfälische Kalkar mit 38,6 Grad Celsius. Die Stationen des privaten Wetterdienstes Meteomedia in Marl und Emsdetten kamen auf je 38,1 Grad Celsius.

In Aachen wurde es mit über 36 Grad Celsius so warm wie noch nie in den ersten drei Juliwochen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1891. In Karlsruhe wurde der bisherige Höchstwert für einen 19. Juli aus dem Jahr 1881 übertroffen. In den niedersächsischen Städten Osnabrück und Lingen wurden jeweils die höchsten Julitemperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen vor über 50 Jahren gemessen.

Die Temperaturen liegen im Juli bislang rund drei bis fünf Grad Celsius über den Durchschnittswerten, teilweise auch noch darüber und damit bisher höher als die Werte im Juli des Rekordsommers 2003. So wurde beispielsweise in Freiburg/Breisgau für diesen Monat bis einschließlich Montag eine Durchschnittstemperatur von 24,7 Grad Celsius gemessen – 0,6 Grad Celsius mehr als im bisherigen Rekordjahr 1983.

Vielen, insbesondere älteren Menschen und Kindern, macht die Hitze besonders zu schaffen. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) schätzt, dass durch das derzeitige Wetter die Zahl der Einsätze um zehn bis 20 Prozent über dem Üblichen liegt. Experten raten, ausreichend zu trinken und eine Kopfbedeckung zu tragen. Die Mittagssonne sollte gemieden werden. Die Ozonwerte stiegen heute an vielen Stationen in Nordrhein-Westfalen über die Warnschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Mehrere Kraftwerke müssen wegen der anhaltenden Hitze ihre Leistung drosseln, da die Temperatur des verwendeten Kühlwassers zu hoch ist. Nach Angaben eines Sprechers der RWE Trading GmbH steigt der Strombedarf durch das Wetter in Westeuropa deutlich. Er befürchtet eine Beeinträchtigung der Stromversorgung, falls die derzeitige Hitze anhält. Auch Strompreiserhöhungen werden nicht ausgeschlossen.

Auch im übrigen Europa ist der Sommer bislang überdurchschnittlich warm. In Frankreich und Spanien starben einige Personen infolge der Hitze, in Südspanien mussten wegen des vierten Waldbrandes innerhalb von acht Tagen ein Hotel und 1.500 Wohnungen geräumt werden, da die Flammen drohten auf die Häuser überzugreifen. Auch in anderen Teilen Europas gibt es Waldbrände und durch die Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr weiter. In Großbritannien wurden für heute Rekordhöchsttemperaturen bis zu 39 Grad Celsius vorhergesagt. In Österreich werden Ernteausfälle durch die Hitze befürchtet, in den Alpen herrscht Wassermangel.

Eine deutliche Abkühlung ist bislang nicht in Sicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für Donnerstag mit Temperaturen zwischen 31 und 37 Grad Celsius. In der zunehmenden Schwüle können sich im Westen Deutschlands erste Gewitter bilden. Auch am Freitag und Samstag kann es bei schwül-heißen 30 bis 36 Grad Celsius immer wieder zum Teil auch schwere Gewitter geben.

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March 20, 2005

Frühjahrshochwasser 2005 steigt nicht so rasant wie befürchtet

Frühjahrshochwasser 2005 steigt nicht so rasant wie befürchtet

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Elbhochwasser 2005

Dresden (Deutschland), 20.03.2005 – Der Pegelstand der Elbe in Dresden lag heute Morgen gegen 11:30 Uhr MEZ bei 5,77 Meter, somit einen Meter über dem gestrigen Stand. Im Laufe des Tages wird ein Stand von sechs Metern erwartet. Dennoch ist der Anstieg nicht so rasant wie gestern noch befürchtet wurde.

Auch in Bayern hat starkes Tauwetter in weiten Teilen des Landes Bäche und Flüsse über die Ufer treten lassen. In einigen Orten stehen bereits Straßen und Keller unter Wasser. Von den Behörden wurde Warnstufe „Drei“ von „Vier“ herausgegeben,

Insbesondere in den Bereichen Traunstein und Berchtesgadener Land hat der Deutsche Wetterdienst vor einer Verschärfung der Lage gewarnt. Regenfälle mit bis zu 30 Liter pro Quadratmeter werden erwartet. Weitere Überschwemmungen und Erdrutsche könnten Gefahren mitsich bringen.

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