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April 29, 2010

Raumfahrt auf japanisch: Die unscheinbare Weltraummacht aus Asien

Raumfahrt auf japanisch: Die unscheinbare Weltraummacht aus Asien

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Veröffentlicht: 20:29, 29. Apr. 2010 (CEST)
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Tōkyō (Japan), 29.04.2010 – Die Aktivitäten der Japaner in der Raumfahrt sind der breiten europäischen Öffentlichkeit weniger bekannt. Dabei konnte das Land vor allem in der Erprobung neuer Technologien einige Meilensteine setzen, beispielsweise mit dem Einsatz eines Ionen-Triebwerkes. Im Zentrum der Anstrengungen Japans steht aber die Internationale Raumstation (ISS). So kündigte die nationale Luft- und Raumfahrtbehörde Jaxa im April 2010 die Konstruktion eines neuen unbemanntes Frachtraumschiff bis zum Jahr 2015 an, das auch Teile von der Internationalen Raumstation zurück zur Erde transportieren kann. Die aktuellen Raumfrachter (HTV) sind nur für den Hintransport geeignet und nur einmal verwendbar.

Längere Zeit nicht stattgefunden hatte die Entwicklung und der Bau einer eigenen Trägerrakete für bemannte Raumfahrtmissionen. Grund hierfür war die enge Zusammenarbeit der NASDA mit der US-Raumfahrtbehörde NASA. Japanische Astronauten flogen mit den Raumfähren zur ISS. Aus Angst, technologisch in Rückstand zu geraten, fand um die Jahrtausendwende jedoch ein Kurswechsel statt. Daher begann die Entwicklung der Trägerrakete H-II-B, die erheblich größere Nutzlasten in den Weltraum transportieren kann als das Vorgängermodell H-II-A, das ausschließlich für Satellitenstarts vorgesehen war. Erste Tests im Jahr 2009 waren erfolgreich, auch der erste Testflug im September 2009, bei dem das ISS-Frachtraumschiff HTV befördert wurde, gelang. Der nächste Flug soll im Jahr 2011 stattfinden.

Ebenso finden unbemannte Flüge zu anderen Himmelskörpern statt. So startete im September 2007 die Mondsonde Kaguya zum Mond. Ziel war die Untersuchung der Mondoberfläche aus 100 Kilometern Höhe. Im Oktober 2007 erreichten dann die ersten Bilder die Erde, die erstmals mit einer HDTV-Kamera aufgenommen wurde. Die japanische Rundfunkanstalt Japan Broadcasting Cooperation (NHK) hatte an dem Projekt mitgewirkt. Ob diese Mission der Auftakt zu einer systematischen Erforschung des Mondes war, ist zurzeit unklar. Langfristiges Ziel, so heißt es in dem Bericht von Focus Online, sei eine bemannte Mondstation. Weitere Missionen, wie der Mondlander SELENE II wurden jedoch jüngst verschoben oder komplett gestrichen.

Einer der spektakulärsten Missionen Japans geht just in diesen Wochen zu Ende. Am 13. Juni 2010 soll die Asteroidensonde Hayabusa zur Erde zurückkehren und nahe der australischen Stadt Woomera landen. Eine Mission, die ein paar Mal fast gescheitert wäre, könnte so zu dem bisher größten Triumph der japanischen Raumfahrt werden. So wurde beispielsweise auf dem Hinflug der im Jahr 2003 gestarteten Sonde ein Sonnenpanel durch Sonnenwinde stark beschädigt, so dass das Ionentriebwerk nicht die volle Leistung bringen konnte. Die Sonde transportiert in einer Kapsel unverfälschtes Material des Asteroiden Itokawa zur Erde, für die irdischen Wissenschaftler ein wahrer Schatz.

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September 14, 2007

Projekt „Kaguya“ – Japan auf dem Weg zum Mond

Projekt „Kaguya“ – Japan auf dem Weg zum Mond

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Veröffentlicht: 13:27, 14. Sep. 2007 (CEST)
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Der Mond

Tanegashima (Japan), 14.09.2007 – „Wir haben die Rakete erfolgreich abgeschossen und die Sonde von der Rakete getrennt“, sagte Eriko Sunada, Sprecher der japanischen Raumfahrtorganisation JAXA, nach dem erfolgreichen Start des Forschungssatelitten „Selene“ in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Inzwischen befindet sich die Raumsonde auf dem 380.000 Kilometer langen Weg zum Mond.

In einer Höhe von 100 Kilometern soll „Selene“ – von den Japanern nach einer Märchenprinzessin auch „Kaguya“ genannt – ein Jahr lang über der Oberfläche des Erdtrabanten kreisen. An Bord der Sonde befinden sich 15 verschiedene Messinstrumente und Beobachtungsgeräte, mit denen ab Dezember neue Erkenntnisse über die Entstehung und Entwicklung unseres himmlischen Nachbarn gewonnen werden sollen. Die Japaner erhoffen sich auch Erkenntnisse darüber, aus welchen Mineralien der Mond sich zusammensetzt und welche magnetischen Phänomene auf dem Erdtrabanten auftreten. Mit dabei ist auch eine hochauflösende Fernsehkamera, mit der unter anderem gefilmt werden soll, wie die Erde über dem Mond aufgeht.

Das Projekt „Kaguya“, das nach Angaben der japanischen Raumfahrtagentur JAXA das aufwändigste Unternehmen zur Erforschung des Mondes seit dem US-amerikanischen Apollo-Programm in den 1960-er und 1970-er Jahren ist, kostet rund 55 Milliarden Yen (etwa 355 Millionen Euro). Mit der Mission will sich Japan einen Vorsprung sichern vor China, Indien und den USA sowie anderen Ländern, die für die nächsten Jahre ebenfalls Mondmissionen geplant oder angekündigt haben. Japans Ziel ist es, bis 2025 eine bemannte Raumstation auf dem Mond zu errichten.

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March 24, 2007

Sonnenobservatorium Hinode zeigt die Sonne in neuem Licht

Sonnenobservatorium Hinode zeigt die Sonne in neuem Licht

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Artikelstatus: Fertig 10:56, 24. Mär. 2007 (CET)
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Sonnenobservatorium Hinode

Kyūshū (Japan), 24.03.2007 – Sonnenphysiker in aller Welt sind begeistert von den Bildern, die das Sonnenobservatorium Hinode (auf Deutsch „Sonnenaufgang“) seit Ende letzten Jahres von unserem Zentralgestirn gemacht und zur Erde gesendet hat. „Die Bilder“, erklärte Dick Fischer von der „Heliophyics Division“ der US-Raumfahrtbehörde NASA, „eröffnen eine neue Ära der Erforschung einiger Prozesse auf der Sonne, die die Erde, Astronauten, Satelliten und das Sonnensystem beeinflussen.“

Unter der Bezeichnung „Solar-B“ wurde das Sonnenobservatorium als Gemeinschaftsprojekt der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA), des National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ), der National Aeronautics and Space Administration (NASA) und des Particle Physics and Astronomy Research Council (PPARC) entwickelt. Der Start erfolgte am 22. September vorigen Jahres um 21:36 Uhr GMT vom Uchinoura Space Center in Kyūshū, Japan.

Während der ersten beiden Wochen nach dem erfolgreichen Start und dem Erreichen der Umlaufbahn wurden mehrere Flugbahnkorrekturen vorgenommen, um den Satelliten auf eine sonnensynchrone Bahn zu bringen. Von seiner jetzigen Position aus sind Sonnenbeobachtungen über mehrere Monate ohne Unterbrechung möglich.

Von Hinode erhoffen sich die Astrophysiker Antworten auf eine Reihe bisher nicht beantworteter Fragen: Warum gibt es oberhalb der relativ kühlen Atmosphäre die extrem heiße Korona|? Wie entstehen die so genannten Flares (auch als Sonnenfackeln bezeichnet)? Wodurch entsteht das Magnetfeld der Sonne? Außerdem hoffen die Wissenschaftler, mit Hilfe von Hinode eine Methode zu finden, mit der sich die Entstehung von Sonnenflecken, aus denen sich häufig Flares und Eruptionen mit heftigen Sonnenstürmen entwickeln, vorhersagen lässt, um so zu einer Art „Weltraum-Wettervorhersage“ zu kommen.

Die Chromosphäre der Sonne im Licht der H-α-Linie

Zur Erforschung dieser noch weitgehend unverstandenen Phänomene auf unserer Sonne wurde Hinode gleich mit drei hochempfindlichen Teleskopen ausgestattet. Das Solar Optical Telescope (SOT) wurde am 25. Oktober 2006 aktiviert. Es liefert trotz der Entfernung von 150 Millionen Kilometern gestochen scharfe Bilder der Sonnenoberfläche mit einer räumlichen Auflösung von 0,2 Bogensekunden. Mit einer solchen Auflösung könnte Hinode auf der Erde noch Objekte von 50 Zentimetern Größe scharf abbilden. Verbunden mit dem SOT ist ein Vektor-Magnetograph zur detaillierten Vermessung der Magnetfelder auf der Sonne. Das SOT ist eine Gemeinschaftsentwicklung der Vereinigten Staaten, der JAXA und des National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ).

Das Röntgenteleskop (XRT) an Bord von Hinode liefert erstmals aufregende Bilder von Protuberanzen im Röntgenwellenbereich. Dieses Teleskop wurde von der NASA und der JAXA gemeinsam entwickelt.

Das dritte Teleskop ist das Extreme Ultraviolet Imaging Spectrometer (EIS). Dieses Gerät wurde am 28. Oktober 2006 in Betrieb genommen. Es liefert Bilder der Sonne, bei denen nur das Licht bestimmter Spektrallinien aufgezeichnet wird. Die verschiedenen Ionen im Gas an der Sonnenoberfläche strahlen ihr Licht in für das jeweilige Ion typischen, genau bekannten Wellenlängen ab, so dass die Zusammensetzung des Gases anhand der Spektrallinien genau bestimmt werden kann. Solche Bilder können Aufschluss darüber geben, wie die verschiedenen Ionen auf der Sonne verteilt sind, und wie sie sich über die Sonnenoberfläche bewegen. Das EIS wurde vom Particle Physics and Astronomy Research Council (PPARC) in Großbritannien mit Unterstützung von NASA und JAXA gebaut.

Die Korona der Sonne während der Sonnenfinsternis im Jahre 1999

Im Dezember 2006 begann die erste Langzeitbeobachtungsphase. Seitdem staunen die Astrophysiker über die Bilder und Filme, die Hinode liefert. Anhand von Filmen von der Chromosphäre entwickelten sie bereits eine erste Theorie, die die ungewöhnlich hohen Temperaturen von bis zu einer Million Grad in der Korona erklären könnte.

In der Chromosphäre, einer dünnen Schicht der Sonnenatmosphäre, die bei Sonnenfinsternissen als rot leuchtender Kranz sichtbar wird, entstehen magnetische Schleifen, verformen und verdrehen sich und explodieren dann in einer gewaltigen Eruption. „Bislang dachten wir, dass in der Chromosphäre nicht viel los ist, aber das war wohl eine Fehleinschätzung“, sagt John Davis vom Marshall Space Flight Center der Nasa. Nach Ansicht der Wissenschaftler ist in diesen verdrehten Magnetfeldlinien eine riesige Menge Energie gespeichert, die bei der Eruption frei wird und die Korona aufheizt. Leon Golub vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics sagte: „Wir haben viele unerwartete Dinge gesehen, die Mission ist schon jetzt ein Erfolg.“ Einige Wissenschaftler bezeichnen Hinode bereits jetzt als „Hubble für die Sonne“.

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February 24, 2007

Japanischer Spionagesatellit ins Weltall geschossen

Japanischer Spionagesatellit ins Weltall geschossen

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Artikelstatus: Fertig 19:57, 24. Feb. 2007 (CET)
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Tanegashima (Japan), 24.02.2007 – Mehrere Nachrichtenagenturen berichteten heute über den Start einer Rakete vom Typ N-2A vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima. Er erfolgte um 1:41 Uhr Ortszeit. Ziel der Mission: Das Aussetzen zweier Spionagesatelliten in die Erdumlaufbahn.

Einer der beiden Satelliten vervollständigt ein aus vier japanischen Aufklärungssatelliten bestehendes System, dessen Bestimmung hauptsächlich die Beobachtung Nordkoreas ist. Im Prinzip sei es jedoch möglich, mit Hilfe der Satelliten jeden Punkt der Erde einmal am Tag zu überwachen, so eine Sprecherin der japanischen Weltraumbehörde Jaxa. Das Programm zur Satellitenaufklärung mit der aktuellen Serie begann 2003, als zwei Satelliten im Weltall ausgesetzt wurden. Der dritte Satellit der Vierergruppe war 2006 ins All transportiert worden.

Die Satelliten arbeiten jeweils paarweise zusammen, wobei einer als Sende- und der andere als Beobachtungssatellit dient. Die Satellitenpaare bewegen sich auf verschiedenen Umlaufbahnen, die sich über den beiden Polen jeweils schneiden. Ihre Bildauflösung liegt bei Objekten von einem Meter Größe.

Es ist geplant, die jetzigen vier Aufklärungssatelliten im Laufe der nächsten vier Jahre durch modernere Modelle mit höherer Auflösung zu ersetzen. Bei dem einen der heute gestarteten Satelliten soll es sich der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti zufolge um ein Erprobungsmodell handeln, das Beobachtungszwecken dient und mit einer Radaranlage ausgerüstet ist.

Das japanische Programm zur militärischen Satellitenaufklärung wurde 1998 beschlossen, als Nordkorea eine Rakete abschoss, die bei ihrem Testflug auch Japan überflog.

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October 14, 2006

Europäische Trägerrakete Ariane 5 erneut erfolgreich gestartet

Europäische Trägerrakete Ariane 5 erneut erfolgreich gestartet

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Artikelstatus: Fertig 14. Okt. 2006 (CEST)
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Kourou (Frankreich), 14.10.2006 – Die europäische Trägerrakete Ariane 5 in der Version ECA hat drei Satelliten in den Weltraum transportiert. Der Start, der vierte im Jahr 2006, erfolgte am 13. Oktober um 05:56 Uhr Ortszeit vom europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou, Französisch-Guayana. Bei der Nutzlast handelt es sich um den US-Fernsehsatelliten DirecTV-9S, den australischen Fernmeldesatelliten Optus D1 und eine Satelliten-Faltantenne LDREX-2 der japanischen Weltraumagentur JAXA.

„DirecTV-9S“ ist der sechste Satellit, der für die Firma „DirectTV Inc.“ gestartet wurde, und hat eine Masse von 5.535 Kilogramm. Die Größe des von der Firma Space Systems/Loral in Palo Alto gebauten Satelliten beim Start betrug 7,50 Meter mal 2,90 Meter mal 3,3 Meter. Sind die Solarzellen im Weltraum ausgeklappt, beträgt die Spannbreite 31,30 Meter. Er ist für eine Lebensdauer von 15 Jahren ausgelegt und wurde im Orbit auf der Position 101 Grad West stationiert. Er strahlt über 52 Ku-Band und zwei Ka-Band-Transponder Fersehprogramme in den USA, Alaska und Hawai aus.

„OPTUS D1“, der australische Fermeldesatellit, wurde von „Orbital Sciences Corporation“ gebaut und wiegt genau 2.299 Kilogramm. Positioniert wurde er bei 160 Grad Ost. Seine Aufgabe besteht darin, Fernsehübertragungen, Internetdaten sowie Telefon- und Datenströme in Australien und Neuseeland zu übertragen. Der Satellit soll 15 Jahre im Weltraum operieren.

„LDREX-2“, der Experimentalsatellit der japanischen Weltraumbehörde JAXA, ist mit 211 Kilogramm die leichteste Nutzlast. Die Dimensionen betragen gerade einmal 70 mal 90 mal 190 Zentimeter. Sind die Solarzellen im Weltraum ausgeklappt, beträgt die Spannweite immerhin 6,50 Meter. LDREX ist eine Abkürzung und steht für das englische Wort „Large-scale Deployable Reflector Experiment“. Es ist ein Modell im Maßstab eins zu zwei einer großen entfaltbaren Antenne, die bei dem geplanten Satelliten „ETS-8“ eingesetzt werden soll.

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September 13, 2005

Japanische Raumsonde „Hayabusa“ erreicht Asteroiden

Japanische Raumsonde „Hayabusa“ erreicht Asteroiden

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Artikelstatus: Fertig 17:17, 13. Sep. 2005 (CEST)
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3D-Simulation der Probenentnahme

Tōkyō (Japan), 13.09.2005 – Die am 9. Mai 2003 in Kagoshima gestartete japanische Forschungssonde „Hayabusa“ ist beim Asteroiden „Itokawa“ angekommen. In einer Distanz von 20 Kilometern verharrt die Raumsonde nun bis November über dem 700 mal 300 Meter großen Gesteinsbrocken. Gemäß der japanischen Raumfahrtagentur JAXA soll der Asteroid nun kartografiert werden, bevor dann im November ein Landeversuch unternommen wird. Insgesamt ein Gramm Material wird an drei verschiedenen Stellen entnommen, um es zur Erde zurückzubringen. Dazu besitzt die Sonde eine trichterförmige Öffnung, die als eine Art Staubsauger dient.

Es wäre das erste Mal, dass ein Raumfahrzeug Proben von einem Asteroiden zurück zur Erde bringt. Laut Atsuko Wako, dem Sprecher von JAXA, verläuft die Mission planmäßig. „Hayabusa“ soll im Juni 2007 in Australien landen.

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September 10, 2005

Japanische Raumsonde noch 220 Kilometer von Asteroiden entfernt

Japanische Raumsonde noch 220 Kilometer von Asteroiden entfernt

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Artikelstatus: Fertig 20:15, 10. Sep. 2005 (CEST)
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3D-Simulation der Probenentnahme

Tōkyō (Japan), 10.09.2005 – Die Annäherung der am 9. Mai 2003 in Kagoshima gestarteten japanischen Forschungssonde „Hayabusa“ an den Asteroiden „Itokawa“ verläuft bisher problemlos. Die Distanz betrug gestern noch 220 Kilometer. „Hayabusa“ nähert sich ihrem Ziel mit einer relativen Geschwindigkeit von sieben Kilometern pro Stunde.

Die japanische Raumfahrtagentur JAXA schreibt auf ihrer Homepage, der Asteroid sehe auf einem Foto vom 8. September wie eine Kartoffel aus. Mit Hilfe der erhaltenen Bilddaten will die Agentur die Details der Oberfläche des Asteroiden weiter aufklären.

Die Sonde wird nach der Kartierung des Asteroiden aus 20 Kilometer Höhe auch Bodenproben entnehmen. Insgesamt ein Gramm Material wird an drei verschiedenen Stellen entnommen, um es zur Erde zurückbringen. Dazu besitzt die Sonde eine trichterförmige Öffnung, die als eine Art Staubsauger dient.

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August 24, 2005

Zwei japanische Satelliten starten mit „Dnepr 1“ in den Erdorbit

Zwei japanische Satelliten starten mit „Dnepr 1“ in den Erdorbit

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Artikelstatus: Fertig 22:25, 24. Aug 2005 (CEST)
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Baikonur (Kasachstan), 24.08.2005 – Gestern kurz vor Mitternacht startete die russisch-ukrainische Rakete „Dnepr 1“ mit zwei japanischen Satelliten in den Weltraum. Die ehemalige Interkontinentalrakete, die in der westlichen Welt während des Kalten Krieges als SS-18 bekannt war, startete um 21:10 Uhr GMT vom Startkomplex 109 im Kosmodrom von Baiqongyr. Die Rakete flog zuerst in Richtung Süden über den Iran und die Arabische Halbinsel, um die Nutzlast in Höhe der Ostküste Somalias auszusetzen.

Nach etwas mehr als 15 Minuten trennten sich die beiden Satelliten in einer Höhe von etwa 379 Meilen von der dritten Stufe der Dnepr-Rakete. Danach nahmen die beiden Nutzlasten mit ihren eigenen Systemen die Energieversorgung auf und sind nun bereit, ihre normalen Funktionen aufzunehmen.

Es war die fünfte Orbitalmission der umgebauten ukrainischen ballistischen Rakete. Sie wird von der Firma „ISC Kosmotras“, einem internationalen Firmenkonsortium, vermarktet und ist für mittlere und kleine Nutzlasten in einem niedrigen Erdorbit ausgelegt.

Bei der Primärnutzlast handelt es sich um einen Versuchssatelliten zur optischen Kommunikation mit dem Namen „Optical Inter-orbit Communications Engineering Test Satellite“ (OICETS), der für die japanische Raumfahrtagentur JAXA gestartet wurde. 90 Minuten nach dem Start wurden die ersten Signale von einer Kontrollstation in Kiruna, Schweden, empfangen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Solarpanele des Satelliten bereits entfaltet und in Betrieb. OICETS hat eine Startmasse von 570 Kilogramm und soll ein Jahr lang Tests mit Lasern und Detektoren zur Herstellung einer Kommunikation durchführen.

Die zweite Nutzlast war ein so genannter Microsatellit namens „INDEX“ mit einer Startmasse von 60 Kilogramm. Auch hierbei handelt es sich um einen Testflug, der eine Anzahl von Komponenten und Technologien für den Einsatz im Weltraum beinhaltet. Beispiele sind ein Computerprozessor, ein Gyroskop aus Fiberverbundglas oder ein kleiner GPS-Receiver für die Navigation im Niedrigkostenbereich. Wissenschaftler wollen auch effektivere Solarzellen und eine neue Magnesium-Lithium-Batterie testen.

Traditionell benennt die japanische Raumfahrtagentur JAXA nach dem Start ihre Satelliten um. „OICETS“ heißt nun „Kirari“, „INDEX“ hat nun die Bezeichnung „Reimei“.

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August 20, 2005

Japanische Asteroidensonde fotografiert erstmals ihr Zielobjekt

Filed under: Asteroidenmission,JAXA,M-V,Themenportal Asien,Tōkyō — admin @ 5:00 am

Japanische Asteroidensonde fotografiert erstmals ihr Zielobjekt

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Hayabusa beim Entnehmen von Bodenproben des Asteroiden

Tōkyō (Japan), 20.08.2005 – Von der Öffentlichkeit bisher kaum beachtet, nähert sich eine spektakuläre Mission der japanischen Raumfahrtagentur JAXA ihrem Ziel. Im September wird die Raumsonde „Hayabusa“ beim Asteroiden „Itokawa“ eintreffen. JAXA gab nun bekannt, dass ihr Zielobjekt erstmals fotografiert werden konnte. Das Bild wurde von einer „Star Tracker“ Kamera gemacht, die zur Flugbahnkontrolle benutzt wird. Der Asteroid ist auf dem Bild allerdings nur als ein paar Pixel zu erkennen, dies reicht aber aus, um eine letzte Korrektur der Flugbahn der Sonde durchzuführen.

„Hayabusa“ startete am 9. Mai 2003 mit einer Trägerrakete des Typs „M-V“ vom Uchinoura Space Center in Kagoshima und soll im September dieses Jahres ihr Ziel erreichen. Eine Besonderheit der Sonde ist auch das Ionentriebwerk, dabei handelt es sich um eine neue Antriebsform für Raumflugkörper, die auch schon bei der NASA (Deep Space 1) und ESA (SMART-1) erprobt wurde.

Spektakulär an der Mission ist auch die Tatsache, dass die Sonde nach der Kartierung des Asteroiden aus 20 Kilometer Höhe auch Bodenproben entnehmen wird. Insgesamt ein Gramm Material wird an drei verschiedenen Stellen entnommen, um sie zur Erde zurückbringen. Dazu besitzt die Sonde eine trichterförmige Öffnung, die als eine Art Staubsauger dient.

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June 29, 2005

Japanische Mondsonde LUNAR-A startet erst im Jahr 2010

Japanische Mondsonde LUNAR-A startet erst im Jahr 2010

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Japan, 29.06.2005 – Die japanische Mondsonde LUNAR-A wird voraussichtlich erst im Jahr 2010 starten. Das geht aus einem Präsentationspapier „International Participation in Lunar Exploration“ der NASA vom 24. Januar 2005 hervor. Weitergehende Erläuterungen werden in dem Papier nicht gegeben.

Bereits am 25. November 2004 berichtete „spacedaily.com“, dass Japan auf Grund finanzieller und technischer Probleme den Start von LUNAR-A verschieben müsse. Unter anderem gäbe es noch Schwierigkeiten beim Antriebssystem, sagte Hitoshi Mizutani, der Vorsitzende der zuständigen Abteilung der japanischen Raumfahrtagentur.

Ursprünglich war der Start für August 2004 vorgesehen, dieser wurde dann aber ohne Nennung eines neuen Datums auf zunächst unbestimmte Zeit verschoben.

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