WikiNews de

July 27, 2007

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte verurteilte Russland wegen Massakern in Tschetschenien

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte verurteilte Russland wegen Massakern in Tschetschenien

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:48, 27. Jul. 2007 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Straßburg (Frankreich), 27.07.2007 – Russland wurde vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) wegen seiner Massaker in Tschetschenien verurteilt. Gestern sprach der Gerichtshof acht Tschetschenen Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 273.000 Euro zu, weil ihre Angehörigen im Februar und August 2000 bei Militäreinsätzen durch die russische Armee getötet worden waren.

Natalja Krawtschuk, eine Juristin bei der russischen Menschenrechtsgruppe Memorial, beklagte, dass bis heute noch unbekannt sei, wer die Verbrechen begangen habe. Die Gruppe forderte, die Behörden sollten ernsthaft nach den Tätern fahnden.

Am 5. Februar 2000 waren in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny viele Zivilisten standrechtlich erschossen und Häuser abgebrannt worden. Bei dem zweiten vom Gerichtshof verhandelten Fall wurden im August 2000 bei einer Vergeltungsaktion von russischen Soldaten nach einem Anschlag auf einen russischen Panzer zwei Brüder im Alter von 22 und 27 Jahren festgenommen. Die Mutter der beiden hatte versucht, bei den Militärbehörden Auskunft über ihre Söhne zu bekommen, jedoch ohne Erfolg. Im September des Jahres wurden die Leichen der beiden gefunden. Wer die Täter waren, konnte jedoch bislang nicht ermittelt werden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Menschenrechte

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 1, 2007

Menschenrechtskommissar des Europarates: Systematische Folterungen in Tschetschenien

Menschenrechtskommissar des Europarates: Systematische Folterungen in Tschetschenien

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 20:53, 1. Mär. 2007 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Die Lage Tschetscheniens in Russland

Grosny (Russland), 01.03.2007 – Der Menschenrechtskommissar des Europarates, Thomas Hammarberg, sagte gegenüber einem BBC-Korrespondenten, dass in Tschetschenien systematisch gefoltert werde. Thomas Hammarberg hält sich in dieser Woche drei Tage in der autonomen Kaukasusrepublik auf, um dort, wie es in einer Pressemitteilung des Europarates heißt, das Bewusstsein für Menschenrechtsstandards zu erhöhen. Während seines Aufenthalts will der Menschenrechtskommissar in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny diverse staatliche Einrichtungen besuchen, darunter eine Militärbasis des tschetschenischen Innenministeriums, Schulen, ein Gefängnis und eine Polizeistation. Geplant sind außerdem ein Vortrag an der Universität von Gronsny, Treffen mit Ramsan Achmatowitsch Kadyrow, dem Präsidenten und Premierminister der Republik, sowie mit Vertretern lokaler Nichtregierungsorganisationen und der Besuch eines Manmahls, das an die Geiselnahme von Beslan erinnert.

In einem Gespräch mit dem BBC-Korrespondenten Rupert Wingfield-Hayes warf Thomas Hammarberg den tschetschenischen Behörden vor, systematisch zu foltern und Geständnisse zu erzwingen. Thomas Hammarberg sei auf Beweise für weit verbreitete Menschenrechtsverletzungen in tschetschenischen Gefängnissen gestoßen. Nach Angaben des Kommissars hat sich jeder Gefangene, mit dem er während seines Aufenthalts gesprochen hat, über Missbrauch beschwert. Die Gefangenen seien geschlagen, mit Elektroschockern gefoltert und zu Geständnissen gezwungen worden. Auf einer internationalen Menschenrechtskonferenz in Grosny sagte Nurdi Nukhazhiyev, ein Ombudsmann der tschetschenischen Regierung, am Dienstag laut „ITAR-TASS“, dass 2.700 Menschen in der Kaukasusrepublik vermisst würden oder entführt worden seien. Obwohl Nurdi Nukhazhiyev das Thema mehrmals auf Ebene der Republik, des russischen Staates und auf einer internationalen Konferenz zur Diskussion gestellt habe, sei man einer Lösung keinen Schritt näher gekommen. Der Ombudsmann appellierte an den ebenfalls an der Konferenz teilnehmenden Thomas Hammarberg, sich rasch um dieses Problem zu kümmern. Es gibt bereits ein Abkommen zwischen Tschetschenien und dem Europarat zur Bereitstellung von Technik, die dabei helfen soll, exhumierte Leichen zu identifizieren. Zum Thema Folter sagte der Schwede heute auf der Konferenz „RIA Novosti“ zufolge: „Vor allem müssen die Schuldigen bestraft werden. Es muss auch ein System von unerwarteten Kontrollen geschaffen werden, damit jeder Untersuchungsbeamte weiß, dass er während eines Verhörs jederzeit kontrolliert werden kann.“ In seinem Vortrag würdigte der Menschenrechtskommissar aber auch den Wiederaufbau nach den Tschetschenienkriegen. So sei Grosny heute keine Geisterstadt mehr.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Russland
  • Portal:Menschenrechte

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 10, 2006

Internationaler Frauentag 2006

Internationaler Frauentag 2006 – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Internationaler Frauentag 2006

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 09:56, 10. Mrz. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Multan (Pakistan) / Berlin (Deutschland), 10.03.2006 – Rund um den Globus fanden am 8. März 2006 Aktionen zum Weltfrauentag statt.

In der pakistanischen Stadt Multan forderten rund 5.000 Frauen mehr Freiheiten. Sie wollen Gleichberechtigung und die Abschaffung diskriminierender Gesetze. In der indonesischen Provinz Aceh demonstrierten mehr als 1.000 Menschen gegen die Praxis in der Strafverfolgung, Frauen gegenüber Männern schärfer zu bestrafen.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), mit Sitz in Frankfurt am Main erinnerte an den Alltag der Frauen in Tschetschenien. Die Gewalt an Frauen ist dort an der Tagesordnung: Verschleppung bis hin zum Mord, vor allem an jungen Frauen, sind dort zu verzeichnen.

In Berlin machte der Deutsche Frauenrat im Vorfeld der Fußball-WM auf sich aufmerksam. Mit der Kampagne „Abpfiff“ wenden sie sich gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel. Schirmherren sind der DFB-Präsident Theo Zwanziger und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.