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August 7, 2014

Putin wendet sich an China für Rüstungsgüter

Putin wendet sich an China für Rüstungsgüter

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Veröffentlicht: 23:13, 7. Aug. 2014 (CEST)
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Demonstranten gegen den Waffenhandel von Rheinmetall AG (2012)

Moskau (Russland), 07.08.2014 – Im Zuge der Krise in der Ukraine und Russlands Rolle in den Auseinandersetzungen dort hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel dem deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall den Export eines Gefechtsübungszentrums nach Russland untersagt. Die EU hat ein generelles Moratorium für Waffenlieferungen beschlossen, von dem nur einige Ausnahmen für Frankreich und Großbritannien gelten. Nun vermelden chinesische Medien, dass dortige Rüstungsbetriebe Aufträge über mehrere Milliarden US-Dollar in den Bereichen Luft- und Raumfahrttechnik sowie anderer Militärelektronik aus Russland erwarten und bereits mehrere Dutzend Geschäfte konkrete Formen annähmen. Die Einkäufe in China werden als Russlands Reaktion auf die Sanktionen des Westens dargestellt. Die Laufzeit der Lieferungen ist demnach auf die nächsten zwei bis drei Jahre ausgerichtet. China ist Russlands größter Aussenhandelspartner, ihm folgt Deutschland an zweiter Stelle.

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July 12, 2012

Russische Kriegsflotte nimmt Kurs auf Syrien

Russische Kriegsflotte nimmt Kurs auf Syrien

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Veröffentlicht: 14:37, 12. Jul. 2012 (CEST)
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Russisches Kriegsschiff Neustraschimij

Tartus (Syrien), 12.07.2012 – Russland schickt mehrere Kriegsschiffe in den Hafen der syrischen Stadt Tartus. Bei dieser Marinemission soll es angeblich nur um den Schutz von russischen Staatsbürgern auf dem einzigen Stützpunkt Russlands im gesamten Mittelmeerraum gehen.

Wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtete, legte am Dienstag der U-Boot-Zerstörer „Admiral Tschabanenko“ vom Stützpunkt Seweromorsk, welcher sich in der Nähe der Stadt Murmansk befindet, aus ab. Der Stützpunkt Seweromorsk und die Stadt Murmansk befinden sich im Nordwesten Russlands. Der Zerstörer wird von drei Landungsschiffen begleitet, welche genügend Platz für eine große Anzahl an Soldaten bieten. Es sollen sich noch zwei weitere Schiffe, eines davon ist das Patrouillenschiff „Jaroslow Mudri“, der Flotte auf dem Weg ins Mittelmeer anschließen.

Interfax zitierte „militärisch-diplomatische“ Kreise, wonach die Marinemission „nicht mit der Verschlechterung der Lage in Syrien zusammenhängt“. Bei der Mission soll es lediglich um den Schutz von russischen Staatsangehörigen, welche sich auf dem einzigen russischen Stützpunkt im Mittelmeer befinden, gehen. Seit der Zeit der Sowjetunion ist Tartus ein Stützpunkt der russischen Marine und ist für Moskau von sehr großer strategischer Bedeutung. Russland gilt als enger Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad, welcher seit März 2011 Massenproteste in ganz Syrien blutig bekämpfen lässt. Laut der Opposition sollen seit Beginn der Kämpfe in Syrien mehr als 17.000 Menschen getötet worden sein.

Syrien geriet nach dem Abschuss eines türkischen Kampfjets in schwierige Auseinandersetzungen mit der türkischen Regierung. Am Montag wurde die russische Regierung von der syrischen Opposition dazu aufgefordert, alle Waffenlieferungen an Damaskus und damit an Assad einzustellen. Daraufhin wurde von russischen Beamten erklärt, dass Russland keine neuen Waffenverträge mit Syriens Regime abschließen werde, bis sich die Lage im Land stabilisiert hat.

Russland fordert eine Fortsetzung der Syrien-Konferenz, bei welcher sich die fünf UN-Vetomächte und Vertreter arabischer Länder im Juni auf Grundzüge eines politischen Übergangs in Syrien einigten. Wie Interfax berichtete, schlug Vize-Außenminister Michail Bogdanow vor, dass ein weiteres Treffen in Moskau organisiert werden könnte. Der syrische Nationalrat lehnt eine Übergangslösung ab, solange Assad nicht abdankt.

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  • Portal:Russland
  • Portal:Syrien
  • Portal:Türkei
  • Portal:Russisches Militärwesen

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January 22, 2010

USA: Raketenstationierung an der polnisch-russischen Grenze

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Start einer MIM-104 Patriot-Rakete

Warschau / Morąg (Polen) / Moskau (Russland), 22.01.2010 – Nahe der polnischen Grenze zu der russischen Enklave Kaliningrad werden die USA Patriot-Raketen aufstellen. Dies soll nahe der Kleinstadt Morag geschehen, wie das polnische Verteidigungsministerium am Mittwoch verlautbarte. In einem Interview sagte der polnische Verteidigungsminister, diese Entscheidung sei bereits vor langer Zeit getroffen worden. Die Raketen hatte US-Präsident Barack Obama Polen versprochen, als er den Raketenschild seines Vorgängers umkonzipierte. Der Plan des Amtsvorgängers George W. Bush war in Russland als Bedrohung aufgefasst worden. Die Moskauer Regierung antwortete darauf mit der Drohung, Iskander-Raketen in Kaliningrad aufzustellen.

Die schwedische Zeitung Dagens Nyheter hatte zunächst darüber berichtet, dass Russland jetzt seine Ostseeflotte ausbauen wolle. Sie stützte sich dabei auf Aussagen eines anonymen Marineoffiziers und eine Mitteilung der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti. US-amerikanische und deutschsprachige Medien melden jedoch, dass ein Vetreter der russischen Regierung eine Reaktion auf die Raketenaufstellung inzwischen dementierte.

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March 18, 2009

Russland kündigt Modernisierung des Militärs ab 2011 an

Russland kündigt Modernisierung des Militärs ab 2011 an

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Veröffentlicht: 23:36, 18. Mär. 2009 (CET)
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Moskau (Russland), 18.03.2009 – Am gestrigen Dienstag hat der russische Präsident Dmitri Medwedew angekündigt, ab 2011 die Streitkräfte umfassend zu modernisieren. Bis 2016 soll die Interkontinentalrakete des Typs Topol-M eingeführt sein. Es ist geplant, die gesamten Modernisierungen bis 2020 abzuschließen.

Als Grund nannte der russische Regierungschef zum einen das veraltete Waffenarsenal, in dem noch größtenteils Atomwaffen aus Sowjetzeiten lagerten. Zum anderen verweist er auf ein neues Bedrohungsszenario: Neben der Annäherung der Gebiete der NATO an die Grenzen Russlands sieht er auch die Gefahren des internationalen Terrorismus. Zudem möchte man aus den Erfahrungen lernen, die während des Georgien-Konflikts im Jahr 2008 gewonnen wurden.

Konkrete Zahlen, in welcher Höhe die geplanten Modernisierungen durchgeführt werden, wurden nicht genannt, allerdings hat die Regierung für dieses Jahr 1,5 Billionen Rubel eingeplant, das entspricht 33 Milliarden Euro.

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March 8, 2009

Russlands Luftwaffe soll neue Kampfjets und Hubschrauber erhalten

Russlands Luftwaffe soll neue Kampfjets und Hubschrauber erhalten

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Veröffentlicht: 18:59, 8. Mär. 2009 (CET)
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Kamow Ka-25 Alligator Kampfhubschrauber

Moskau (Russland), 08.03.2009 – Die russischen Luftstreitkräfte sollen nach einer Ankündigung des stellvertretenden Verteidigungsministers Wladimir Popowkin vom 5. März 2009 noch im Jahre 2009 neue Kampfjets und Hubschrauber sowie Waffensysteme erhalten.

Es sollen 50 Suchoi Su-34 Jagdbomber und 50 Kamow Ka-52 Kampfhubschrauber angeschafft werden. Darüber hinaus sollen die Tupolew Tu-160 Langstreckenbomber modernisiert werden.

Weiterhin sollen Iskander-Raketen im Gebiet Kaliningrad stationiert werden. Bei dem Raketensystem Iskander handelt es sich um Boden-Boden-Raketen mit einer Reichweite von über 400 Kilometern. Ihre Stationierung war im Jahr 2008 vom damaligen Präsidenten Dmitri Medwedew angekündigt worden, falls die Vereinigten Staaten ihre Planungen eines Raketenschirms für Osteuropa weiterverfolgen sollten.

Auf Flugzeugen soll ein neues System gegen eine Radarerfassung installiert werden.

Außerdem sollen die Lieferungen von Luft-Luft-Raketen und Luft-Boden-Raketen an die russische Luftwaffe verzehnfacht werden.

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February 22, 2009

Russische Marine versenkt chinesischen Frachter

Russische Marine versenkt chinesischen Frachter

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Veröffentlicht: 12:53, 22. Feb. 2009 (CET)
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Wladiwostok (Russland), 22.02.2009 – Die russische Marine versenkte laut Presseberichten am vergangenen Sonntag (15.02.) in russischen Hoheitsgewässern vor Wladiwostok den chinesischen Frachter „New Star“ und leistete dem Hongkonger Schiffseigner zufolge offenbar nur unzulängliche Rettungsmaßnahmen. Nur acht von mindestens sechzehn Seeleuten des unter der Flagge Sierra Leones fahrenden Frachters wurden gerettet. Sieben Crew-Mitglieder wurden am Donnerstag noch vermisst, meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Die Marine macht geltend, dass der Frachter ohne Erlaubnis den russischen Hafen verlassen und auf Stopp-Anweisungen nicht reagiert habe. Daher habe der russische Inlandsgeheimdienst FSB die Eröffnung des Feuers angeordnet.

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November 9, 2008

Mehr als 20 Tote bei U-Boot-Havarie im Japanischen Meer

Mehr als 20 Tote bei U-Boot-Havarie im Japanischen Meer

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Veröffentlicht: 17:15, 9. Nov. 2008 (CET)
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Lage des Japanischen Meeres

Wladiwostok (Russland), 09.11.2008 – An Bord eines Atom-U-Bootes der russischen Pazifikflotte starben am Samstag in Folge einer Betriebsstörung mindestens 20 Besatzungsmitglieder, darunter sechs Militärangehörige und 14 Zivilisten. Als Ursache des Unglücks vermutet die russische Marine ausströmendes Gas im Feuerlöschsystem. Der Atomreaktor des U-Boots war von der Havarie nicht betroffen. Marinesprecher Igor Dygalo erklärte: „Das Haupttriebwerk arbeitet normal. Die Hintergrundstrahlung entspricht den Normalwerten.“

Dem Marinesprecher zufolge ereignete sich das Unglück innerhalb der russischen Hoheitsgewässer im Japanischen Meer – eine genauere Ortsangabe wollte der russische Militärsprecher nicht machen. Bei einer Probefahrt aktivierte sich nach Angaben des Sprechers im Vorschiff unerwartet das Feuerlöschsystem des Schiffes. Dabei soll ein Gas ausgeströmt sein, das unter anderem zu Kühlzwecken in Kühlschränken eingesetzt wird. Das giftige Gas ist unter dem Handelsnamen „Freon“ (Difluordichlormethan) bekannt und gehört zur Gruppe der Halogenkohlenwasserstoffe. Bei einem Brand an Bord eines U-Bootes löst das Feuerlöschsystem eine Reihe von Aktionen aus. Unter anderem wird der betroffenen Kammer der Sauerstoff entzogen und ein gasförmiges Kühlmittel eingeleitet. Für Menschen, die sich dann in einem solchen Raum aufhalten, besteht Lebensgefahr.

Modell eines U-Bootes vom Typ 971U

Bei dem U-Boot handelt es sich um die K-152 „Nerpa“ (Robbe), einem U-Boot der Akula-Klasse, das seit Oktober zu Testzwecken in pazifischen Gewässern unterwegs war. Es war geplant, das Schiff für einen Zeitraum von zehn Jahren im Leasingverfahren an Indien auszuleihen. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich 208 Personen an Bord, darunter eine Reihe von Schiffsingenieuren. Standardmäßig hat das U-Boot eine 73-köpfige Besatzung.

Die Nerpa ist inzwischen aus eigener Kraft im Marinestützpunkt Bolschoi Kamen eingetroffen – ungefähr 130 Kilometer von Wladiwostok, dem Hauptstützpunkt der russischen Pazifikflotte, entfernt. Zuvor waren 21 Verletzte durch das U-Boot-Jagdschiff „Admiral Tribuz“ aufgenommen und in Krankenhäuser an der Küste gebracht worden.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew wies bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Militärführung an, das Unglück zu untersuchen. Ein Ermittlungskomitee bei der Staatsanwaltschaft Russlands ermittelt wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen Paragraf 352 des Strafgesetzbuches (Verletzung von Vorschriften für den Betrieb von Kriegsschiffen, die eine fahrlässige Tötung zur Folge haben).

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unfälle
  • Portal:Russisches Militärwesen

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December 3, 2007

Russland kündigt „Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa“ zum 13. Dezember 2007

Russland kündigt „Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa“ zum 13. Dezember 2007

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Veröffentlicht: 13:04, 3. Dez. 2007 (CET)
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Moskau (Russland), 03.12.2007 – Wladimir Putin hat „die einseitige Aussetzung des KSE-Abrüstungsvertrags zum 13. Dezember per Erlass bestätigt“. Auslöser für diesen Schritt, sei „die ausstehende Ratifizierung des angepassten KSE-Vertrags von 1999 durch die NATO-Staaten.“

Die russische Seite betont, dass sie gewillt ist zu verhandeln: „Wir sind bereit, uns nach dem 12. Dezember um Vereinbarungen zu bemühen, um die strategische Stabilität in der militärpolitischen Sphäre aufrechtzuerhalten“, teilte der russische Außenminister Sergej Lawrow auf einer Pressekonferenz in Madrid mit, wo er zu einem Treffen er Außenminister der OSZE gewesen war.

„Bei einer konstruktiven Reaktion kann der Vertrag noch immer gerettet werden. Russland hat in jedem Fall alles getan, um den KSE-Vertrag am Leben zu erhalten“, so eine hochrangige anonyme Quelle gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti.

Die erste Vize-Vorsitzende der Staatsduma, Ljubow Sliska, kündigte bereits weitere Schritte an: „Ich denke, das ist der erste Schritt für die Revidierung jener Vereinbarungen, die Russland nicht passen oder für das Land von Nachteil sind.“

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August 2, 2007

Geiselnahme von Beslan: Neues Video belastet russische Armee

Geiselnahme von Beslan: Neues Video belastet russische Armee

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Veröffentlicht: 18:16, 2. Aug. 2007 (CEST)
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Karte der Beslaner Schule

Beslan (Russland), 02.08.2007 – Zu der am 1. bis 3. September 2004 stattgefundenen Geiselnahme von Beslan, bei der etwa 331 Menschen, darunter 186 Kinder, ums Leben gekommen waren, ist ein neues Beweisvideo aufgetaucht, das die russischen Sicherheitskräfte schwer belastet.

Das Video soll laut „Nowaja Gaseta“ von einem Mitarbeiter der nordossetischen Staatsanwaltschaft stammen und war auf mysteriöse Weise nach dem Massaker verschwunden. Nun soll es anonym der Organisation „Mütter von Beslan“ zugespielt und auf deren Internetpräsenz veröffentlicht worden sein.

Demnach seien die ersten Detonationen nicht von den Geiselnehmern, sondern von der russischen Armee ausgelöst worden, die mit Granatwerfern und Flammenwerfern die Schule beschossen hatten, in der sich seit drei Tagen Bewaffnete, die Verbindungen zu tschetschenischen Separatisten gehabt haben sollen, mit mehreren hundert Geiseln befanden. Auch die Sporthalle, in der später mehr als 100 Leichen mit einem thermischen Schock als Todesursache geborgen wurden, ist laut dem Video durch den Einsatz von schweren Waffen durch russische Sicherheitskräfte in Brand geraten. Die Vorsitzende der „Mütter von Beslan“, Susanna Dudijewa, fragte, warum auf eine Sporthalle gefeuert wurde, in der sich Kinder befanden.

Bereits am Abend des 3. September 2004 gaben zwei Minenexperten gegenüber der russischen Armee an, dass die Löcher in den Wänden nicht durch innere Explosionen verursacht worden sein konnten. In einer unabhängigen Untersuchung kam ein Abgeordneter des russischen Parlaments zum gleichen Ergebnis. Er machte Geheimdienst und Armee für den Brand verantwortlich.

Die „Nowaja Gaseta“ berichtete auch, dass der Chef der Sondereingreiftruppe des Geheimdienstes FSB die Feuerwehr mehr als zwei Stunden lang behindert habe. Noch am 3. September 2004 wurden materielle Beweise für den Einsatz schwerer Waffen sichergestellt. Den Ermittlern wirft die Zeitung vor, die Wahrheit seit drei Jahren zu leugnen.

Die Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht zu den Vorwürfen.

Der einzige überlebende Geiselnehmer wurde wegen Mordes von einem russischen Gericht zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Verantwortliche bei den Behörden wurden bislang nicht belangt. Im Mai gingen drei Polizisten straffrei aus, denen fahrlässiges Verhalten beim Einsatz vorgeworfen worden war.

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July 27, 2007

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte verurteilte Russland wegen Massakern in Tschetschenien

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte verurteilte Russland wegen Massakern in Tschetschenien

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Veröffentlicht: 14:48, 27. Jul. 2007 (CEST)
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Straßburg (Frankreich), 27.07.2007 – Russland wurde vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) wegen seiner Massaker in Tschetschenien verurteilt. Gestern sprach der Gerichtshof acht Tschetschenen Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 273.000 Euro zu, weil ihre Angehörigen im Februar und August 2000 bei Militäreinsätzen durch die russische Armee getötet worden waren.

Natalja Krawtschuk, eine Juristin bei der russischen Menschenrechtsgruppe Memorial, beklagte, dass bis heute noch unbekannt sei, wer die Verbrechen begangen habe. Die Gruppe forderte, die Behörden sollten ernsthaft nach den Tätern fahnden.

Am 5. Februar 2000 waren in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny viele Zivilisten standrechtlich erschossen und Häuser abgebrannt worden. Bei dem zweiten vom Gerichtshof verhandelten Fall wurden im August 2000 bei einer Vergeltungsaktion von russischen Soldaten nach einem Anschlag auf einen russischen Panzer zwei Brüder im Alter von 22 und 27 Jahren festgenommen. Die Mutter der beiden hatte versucht, bei den Militärbehörden Auskunft über ihre Söhne zu bekommen, jedoch ohne Erfolg. Im September des Jahres wurden die Leichen der beiden gefunden. Wer die Täter waren, konnte jedoch bislang nicht ermittelt werden.

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