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October 22, 2007

Ex-Präsident von Mosambik erhält Preis für gute Regierungsführung

Ex-Präsident von Mosambik erhält Preis für gute Regierungsführung

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Veröffentlicht: 20:06, 22. Okt. 2007 (CEST)
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Joaquim Chissano

London (Vereinigtes Königreich), 22.10.2007 – Vor Diplomaten aus afrikanischen Staaten, Medienvertretern und Aktivisten aus der Zivilgesellschaft gab der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan heute in London den ersten Gewinner des Mo Ibrahim Preises („Mo Ibrahim Prize for Achievement in African Leadership“) bekannt. Geehrt wurde der Ex-Präsident Mosambiks, Joaquim Chissano.

Der Preis wird von der Mo Ibrahim Foundation ab diesem Jahr jährlich vergeben. Die Stiftung ist nach dem im Sudan geborenen Unternehmer Mohammed „Mo“ Ibrahim benannt. Ibrahim gründete 1998 das Mobilfunkunternehmen Celtel, das seine Dienste in Staaten südlich der Sahara anbietet. Als kuwaitische Investoren die Firma für 3,4 Milliarden Dollar übernahmen, wurde Mo Ibrahim, der zu diesem Zeitpunkt mit 25 Prozent an Celtel beteiligt war, zum mehrfachen Millionär. Ein Teil des Geldes floss in die Stiftung. So lässt sich die hohe Summe erklären, mit der die Auszeichnung dotiert ist. Gewinner erhalten bis zu fünf Millionen US-Dollar über zehn Jahre verteilt und danach bis ans Lebensende 200.000 US-Dollar pro Jahr. Außerdem können optional für Kampagnen, Initiativen und wohltätige Zwecke zusätzlich jährlich bis zu 200.000 US-Dollar an die Preisträger ausgeschüttet werden. Damit ist der Preis laut Mo Ibrahim Stiftung der größte an eine Einzelperson vergebene Preis weltweit. In Medienberichten ist von einem „Nobelpreis für Afrika“ die Rede.

In seiner Laudatio sagte Kofi Annan: „Die Verdienste von Joaquim Chissano um das Schaffen von Frieden, Versöhnung, stabiler Demokratie und wirtschaftlichem Fortschritt für sein Land haben das Komitee tief beeindruckt; ebenso wie seine Entscheidung zurückzutreten, anstatt sich um eine dritte Amtszeit zu bemühen, die die Verfassung erlaubt hätte.“ Hintergrund dieser Aussage ist ein verheerender 16 Jahre andauernder Bürgerkrieg in Mosambik. Zwei Jahre nach dem Krieg wurde ein Mehrparteiensystem installiert. Aus den Wahlen im Jahr 1994 ging Joaquim Chissano als Sieger hervor. Trotz aller Erfolge zählt Mosambik heute noch zu den ärmsten Ländern der Welt.

Daneben wurde Joaquim Chissano für sein Engagement außerhalb Afrikas gewürdigt. Er trete auf der internationalen Bühne als eine laute Stimme für die Belange Afrikas auf, so Annan, der Vorsitzende des Preiskomitees. Weitere Mitglieder des Komitees sind Martti Ahtisaari, Ex-Präsident von Finnland und UN-Beauftragter für das Kosovo, Aicha Bah Diallo, ehemalige Bildungsministerin von Guinea, Ngozi Okonjo-Iweala, ehemaliger Finanz- und Außenminister Nigerias, Mary Robinson, Ex-Präsidentin von Irland und Salim Ahmed Salim, der ehemalige Ministerpräsident Tansanias und Generalsekretär der Organisation für Afrikanische Einheit. Bei der Auswahl des Preisträgers soll sich die Jury an einem von der Stiftung erstellten Index orientiert haben, der Aussagen über die Qualität der Regierungsführung machen will. Vergeben werden soll der Preis an afrikanische Führungsfiguren, die Vorbilder für Good Governance sind.

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December 23, 2004

Regierungspartei Frelimo Sieger der Wahlen in Mosambik

Regierungspartei Frelimo Sieger der Wahlen in Mosambik

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Flagge

Maputo (Mosambik), 23.12.2004 – Drei Wochen nach den Präsidenschafts- und Parlamentswahlen in Mosambik erklärte die Wahlkommission in Mosambik am Dienstagabend den Präsidentschaftskanditaten des Regierungslagers, Armando Guebuza zum Sieger der Präsidentschaftswahlen.

Guebuza erreichte nach Angaben der Wahlkommission 64 Prozent der Stimmen und wird Nachfolger von Joaquim Chissano, der nach 18 Jahren im Amt nicht mehr antreten durfte. Zudem erhielte die Regierungspartei Frelimo (Mosambikanische Befreiungsfront) mit 160 der 250 Sitze eine deutliche Mehrheit im Parlament. Die Frelimo regiert in Mosambik seit der Unabhängikeit des Landes 1975.

Alfonso Dhlakama, der Präsidentschaftskandidat der Oppositionspartei Renamo (Nationaler Mosambikanischer Widerstand) erzielte ein Ergebnis von 32 Prozent der Stimmen. Renamo ist vor allem in ländlichen Regionen stark.

Nach Bekanntgabe der Ergebnisse durch die Wahlkommision kündigte die Oppositionspartei Renamo, eine ehemalige Guerillabewegung, an, weder ihre Sitze im Parlament einnehmen zu wollen, noch das Wahlergebnis anerkennen zu wollen. Dhlakama wirft dem Regierungslager Wahlbetrug vor und fordert seine Anhänger zu Protesten gegen die Regierung auf.

Von internationalen Wahlbeobachtern werden Unregelmäßigkeiten bei der Wahl zwar bestätigt, sie hätten jedoch das Ergebnis nicht beeinflusst. Die sehr geringe Wahlbeteiligung von 30 Prozent der neun Millionen Wahlberechtigten lässt auf zunehmendes Desinteresse an Politik schließen.

Frelimo hat einige Erfolge vorzuweisen, wie die Einigung des Landes nach dem Bürgerkrieg sowie die Modernisierung des Landes. Der Regierungspartei wird aber auch massive Korruption vorgeworfen.

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