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October 17, 2014

Tödliche Wetterkapriolen in Nepal

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Tödliche Wetterkapriolen in Nepal

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Veröffentlicht: 17.10.2014, 14:10 (CEST)
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Nepal

Blick auf den Thorong La Pass

Kathmandu (Nepal), 17.10.2014 – Oktober ist die Haupttrekkingsaison in Nepal kurz vor dem Einbruch des Winters. Seit Anfang der Woche aber führten ungewöhnlich starker Wind verbunden mit sehr frühem starkem Schneefall entlang von Trekkingrouten und in Weidegebieten zu mindestens 26 Toten, darunter sind auch ausländische Touristen. Besonders betroffen sind Distrikte im Nord-Westen des Landes die sich rund 200 km westlich von Kathmandu und nördlich von Pokhara im Gebiet um den Annapurna befinden. Im Distrikt Manang starben ein indischer und vier kanadische Wanderer beim Abgang einer Lawine. Auch drei nepalesische Hirten starben dort durch den Einfluss des Wetters. Im Distrikt Mustang kamen in einem Schneesturm zwei polnische und ein israelischer Wanderer sowie ihr nepalesicher Begleiter am Thorong La Pass ums Leben. Der Pass liegt im Verlauf der bei Wanderern beliebten Rundstrecke um das Annapurna Massiv. Fünf deutsche, fünf polnische und vier israelische Wanderer wurden von der nepalesischen Armee gerettet, nachdem sie vom Schnee im gleichen Gebiet eingeschlossen worden waren. Ein deutscher Tourist hatte sich ein Bein gebrochen, andere Wanderer wurden mit Erfrierungen nach Kathmandu ins Krankenhaus gebracht. In Mustang starben dazu noch acht Nepalesen in Folge des Wettereinbruchs, der als Folge des Zyklons Hudhud gilt, der zuvor an der Ostküste Indiens gewütet hatte. Klimaexperten weisen aber auch darauf hin, dass durch den Klimawandel die Zahl der Lawinen im Himalaya generell gestiegen ist.

Die Behörden gehen davon aus, dass mit einer Wetterbesserung noch weitere Tote entdeckt werden. So werden nach einem Lawinenabgang, der das Basislager des Dhaulagiri in der Nachbarschaft des Annapurna traf noch zwei slowakische Bergsteiger und drei nepalesische Bergführer vermisst, ohne das Hoffnung besteht. Genaue Zahlen über die Wanderer und Bergsteiger, die sich in den betroffenen Gebieten aufhalten, liegen den Behörden nicht vor, üblicherweise sind tausende an Touristen zu dieser Zeit dort unterwegs. Man geht aber von mindestens 85 noch vermissten Personen aus.

Dies ist bereits das zweite große tödliche Ereignis in den Bergen Nepals in diesem Jahr. Im April waren durch eine Lawine auf der nepalesischen Seite des Mount Everest 16 nepalesische Bergführer getötet worden, dies war die grösste Zahl an Toten, die bisher in einem einzelnen Ereignis im Zusammenhang mit dem Tourismus in den Bergen Nepals verzeichnet wurde. Aus Respekt waren damals viele Touren im Everest Gebiet abgesagt worden, was die lokale Wirtschaft, die vom Tourismus lebt nicht unerheblich getroffen hat.

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November 10, 2011

Bergsteigerdrama am Mont Blanc endet tragisch

Bergsteigerdrama am Mont Blanc endet tragisch

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Veröffentlicht: 18:48, 10. Nov. 2011 (CET)
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Mont Blanc (Archivbild)

Chamonix (Frankreich) / Courmayeur (Italien), 10.11.2011 – Die Suche nach den beiden seit sechs Tagen am Mont-Blanc vermissten Bergsteigern endete tragisch. Rettungsmannschaften konnten die wegen schlechten Wetters am Mont Blanc festsitzenden Bergsteiger nur noch tot bergen. Die beiden Leichen wurden in einem Hohlraum unterhalb eines schneebedeckten Grates an der Walkerspitze in über 4.000 Metern über dem Meeresspiegel gefunden. Sie waren von etwa 30 cm Schnee bedeckt, den ein Suchhubschrauber dann aufgewirbelt hat. Dadurch wurde die Entdeckung eines roten Zipfels eines Anoraks ermöglicht.

Die Gendarmerie in Chamonix teilte der Presse mit, dass die beiden Bergsteiger nur ihre Kocher und Wasserflaschen bei sich gehabt hätten und nicht ihre Schlafsäcke. Es werde deshalb vermutet, dass die beiden Franzosen, ein ortskundiger Führer und eine Bergsteigerin aus Paris – beide galten als erfahrene Bergsteiger –, beim Versuch des Abstieges starben. Sie waren am 3. November über die Linceuil-Route an der Grandes-Jorasses-Nordwand aufgestiegen und wurden beim Abstieg von einem Unwetter überrascht.

An der Stelle, an der der 47-jährige Olivier Sourzac und die 44-jährige Charlotte Demetz gefunden wurden, hatte die Bergwacht bereits am Montag (7. November) gesucht. Man gehe davon aus, dass die beiden Bergsteiger schon damals nicht mehr am Leben gewesen seien, da sie sich ansonsten beim Hören der Rotorblätter bemerkbar gemacht hätten. Das letzte Lebenszeichen war am vergangen Freitag (4. November) telefonisch eingegangen, doch dann war offensichtlich der Akku von Sourzacs Mobiltelefon erschöpft. Die gefundenen Leichen hatten eine Temperatur von null Grad. Man geht nach einem italienischen Medienbericht davon aus, dass Sourzac und Demetz bereits in der Nacht vom Samstag auf Sonntag erfroren seien.

Starker anhaltender Wind mit Geschwindigkeiten von 80 Kilometern pro Stunde hatte den Einsatz von Helikoptern über Tage hinweg unmöglich gemacht. Auch aufsteigende Retter der Bergwacht zu Fuß, unter ihnen Sourzacs Bruder Bruno, mussten umkehren, weil am Berg hohe Lawinengefahr herrschte.

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May 24, 2010

Rekord: 13-jähriger bezwang Mount Everest

Rekord: 13-jähriger bezwang Mount Everest

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Veröffentlicht: 23:05, 24. Mai 2010 (CEST)
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Kathmandu (Nepal), 24.05.2010 – Der 13-jährige US-Amerikaner Jordan Romero hat den höchsten Berg der Erde, den Mount Everest auf dem selbstgesteckten Ziel, alle sieben höchsten Berge der Erde zu erklimmen, zusammen mit seinem Vater, seiner Großmutter und sieben Sherpas erfolgreich bezwungen. Inspiriert wurde der heute 13-jährige im Alter von 10 Jahren durch ein Wandgemälde in seiner Schule in Big Bear, einer Kleinstadt in Kalifornien, welches ebendiese zeigte. Hintergrund ist eigenen Angaben zufolge, dass er andere Kinder animieren will, die Natur aktiv zu erleben.

Romero hat sich inspirieren lassen durch ein Wandgemälde seiner Schule (welches die sieben höchsten Berge der sieben Kontinente zeigte) zum Ziel gesetzt, den jeweils höchsten Berg auf allen sieben Kontinenten zu ersteigen. Als ersten der „Seven Summits“ bezwang er im Alter von zehn Jahren den Kilimandscharo, Afrika, kurz darauf den Mount Kosciuszko, Australien. Ein Jahr später stand er auf den Gipfeln des Elbrus für Europa, des Aconcagua für Südamerika sowie des Mount McKinley für Nordamerika. Hintergrund sei die Idee, andere Kinder aufzurufen, erreichbare selbstgesteckte Ziele zu verfolgen und über sich hinauszuwachsen. Als letztes Ziel fehlt dem heute 13-jährigen noch der Gipfel des Vinson-Massivs für die Antarktis.

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Quellen

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August 26, 2007

Suche nach zwei vermissten Deutschen in Island aufgegeben

Suche nach zwei vermissten Deutschen in Island aufgegeben

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Veröffentlicht: 20:25, 26. Aug. 2007 (CEST)
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Der Hvannadalshnúkur (2.119 Meter) ist der höchste Berg Islands, den zwei Deutsche besteigen wollten, die seit drei Wochen verschollen sind

Reykjavík (Island), 26.08.2007 – Die intensive Suche nach zwei in Island vermissten deutschen Männern wurde heute Morgen abgebrochen. Die Behörden halten sie nunmehr für tot.

Die beiden deutschen Männer (24 und 29 Jahre alt) reisten bereits am 27. Juli nach Island. Als sie am 17. August ihren Rückflug antreten sollten, erschienen sie nicht, und sie wurden vermisst gemeldet. Ihr letztes Lebenszeichen soll eine SMS von vor drei Wochen gewesen sein.

Seit Dienstag suchten Bergrettungsmannschaften und Hubschrauber im südwestlichen Gebiet des Gletschers Vatnajökull, dem Svínafellsjökull. Am Donnerstag wurden die Zelte der beiden gefunden, und es bestätigte sich die Vermutung, dass sie bereits vor drei Wochen aufgebrochen seien. Da man viele Ausrüstungsgegenstände und Proviant im Zelt vorfand, vermuteten die Rettungskräfte, dass die beiden jungen Männer nur zu einem Tagesausflug aufgebrochen waren.

Fußspuren wiesen darauf hin, dass die beiden den höchsten Gipfel Islands, den Hvannadalshnúkur besteigen wollten. Ihren Höhepunkt erreichten die Sucharbeiten am Samstag, als 23 Suchtrupps mit insgesamt 130 Mann, den besten Bergsteigern Islands, etwa 24 Stunden lang das schwierige Gebiet absuchten. Dabei wurden sie von Hubschraubern und Spürhunden unterstützt. Es war eine der größten Suchaktionen in Island seit vielen Jahren.

Heute Morgen erklärten die Behörden die Suche für formal beendet, da keine Chance mehr besteht, die beiden lebend zu finden.

Quellen

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January 7, 2006

Heinrich Harrer, der Lehrer des Dalai-Lama, ist tot

Heinrich Harrer, der Lehrer des Dalai-Lama, ist tot

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Artikelstatus: Fertig 13:11, 8. Jan. 2006 (CET)
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Friesach (Österreich), 07.01.2006 – Der Lehrer des Dalai Lama ist tot. Heinrich Harrer, ein berühmter Bergsteiger und Forscher, starb im Alter von 93 Jahren am Samstag, den 7. Januar im Deutschordensspital Friesach in Kärnten.

Sein Geburtsort ist Hüttenberg in Kärnten, dort kam er am 6. Juli 1912 zur Welt. Er wurde Gymnasiallehrer, doch in diesem Beruf arbeitete er nicht lange. Seine Hauptbetätigung war die eines Skilehrers. Bei den Olympischen Spielen 1936 war er Mitglied des österreichischen Nationalteams, ein Jahr später errang er einen Weltmeistertitel im Abfahrtslauf.

Wegen seiner Vergangenheit im Nationalsozialismus geriet Harrer im Jahr 1996 in die Schlagzeilen. Nachdem sein Wirken in der Buchverfilmung „Sieben Jahre in Tibet“ einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde, kam seine Mitgliedschaft in der SA, der SS und der NSDAP ans Tageslicht. In der Diskussion wies er nach Angaben eines Berichts angeblich nach, dass er in diesen Organisationen jedoch passiv geblieben wäre. Sein Beitritt sei aus opportunistischen Gründen erfolgt.

Eiger

Diese opportunistischen Gründe führte er laut einem Artikel des Tagesspiegels vom 13. November 1997 in einem Spiegel-Interview genauer aus. Er habe das Parteibuch der NSDAP als Sport- und Geographielehrer gebraucht, und die SS-Mitgliedschaft sei der „größte Irrtum seines Lebens“ gewesen. Im Mai 1997 veröffentlichte der Stern dann ein Dokument seiner Mitgliedschaft aus dem Jahr 1933 in der SA (damals in Österreich noch illegal). Auch dafür hatte Harrer wieder eine Erklärung parat. Dieses Dokument sei „rückdatiert“ gewesen, damit er im Dezember 1938 den Beginn der Ehe mit Lotte, der Tochter eines Grönlandforschers, „beschleunigen“ konnte. Nähere Einzelheiten gehen aus dem Bericht des Tagesspiegels nicht hervor. Bei Lotte Wegeners Vater handelte es sich um keinen Geringeren als den Entdecker der Kontinentalverschiebung, Alfred Wegener. 1938 war auch das Jahr, in dem Harrer als erster Mensch die Eiger Nordwand bestieg. Er wurde damit zu einer Art Nationalheld für Österreich und Deutschland. Die Propagandaabteilung der Nationalsozialisten „bat“ Harrer, als so genannter Sportinstrukteur der SS beizutreten, was dieser dann auch tat. 1938 war übrigens das Jahr, in dem der „Anschluss“ Österreichs nach Deutschland erfolgte.

Harrer war von 1946 bis 1951 bei der tibetanischen Regierung angestellt. Er entzog sich nach dem Zweiten Weltkrieg der Gerichtsbarkeit der Briten, in dem er zusammen mit einem Expeditionsleiter einer zuvor durchgeführten Expedition nach Indien aus einem Internierungslager floh. Sie marschieren zusammen 2.000 Kilometer in 21 Monaten zu Fuß und erreichten die heilige Stadt Lhasa, die für Ausländer eigentlich gesperrt war. Seine technischen Kenntnisse wurden dort sofort geschätzt, so dass er zum Berater und Lehrer des damals elfjährigen Dalai Lama aufstieg. Auch vor der anrückenden chinesischen Besatzungsarmee im Tibet konnte er wieder rechtzeitig fliehen.

Heinrich Harrer wurde später vielfach ausgezeichnet. Er ist seit 1982 Träger des Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse, ebenfalls seit 1982 Träger des Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und seit 1992 Träger der Goldenen Humboldt-Medaille.

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May 10, 2005

Expedition Franz-Joseph-Land 2005

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Expedition Franz-Joseph-Land 2005

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Artikelstatus: Fertig 10. Mai 2005 (CEST)
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Nordpolarmeer

Innsbruck (Österreich) / Moskau (Russland), 10.05.2005 – Seit dem 28. Mai 2005 sind zwei Österreicher und zwei Russen in Richtung Franz-Joseph-Land, zirka 900 km vom Nordpol entfernt, unterwegs. Vorgestern kam es wieder zu einer Begegnung mit einem Eisbären, wie Expeditionsleiter Christoph Höbenreich per Satellitenhandy mitteilte.

Kurz bevor gestern das Kap Tirol erstmals in der Expeditionsgeschichte zu Fuß erreicht wurde, brach der österreichische Expeditionsteilnehmer Robert Mühlthaler beim Begehen einer mit Jungeis zugefrorenen Wasserstelle bis zum Becken ein und konnte sich mit einem Hechtsprung retten.

Aus dem Gespräch mit Höbenreich: „Wir sind die ersten seit Julius Payer, die das Kap Tirol zu Fuß erreichen, und die ersten, die es alleine und aus eigener Kraft vom Süden des Archipels aus geschafft haben! Am Abend besuchen wir die Gedenktafel, die wir in Erinnerung an die beiden Tiroler Bergsteiger, Haller und Klotz bei der Anreise mit dem Hubschrauber angebracht haben. Morgen werden wir versuchen das Kap Tirol zu besteigen, so wie es Julius Payer und Johann Haller 1874 getan haben!“

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