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January 27, 2012

Starker Sonnensturm verursacht Polarlichter über Nordeuropa

Starker Sonnensturm verursacht Polarlichter über Nordeuropa

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Veröffentlicht: 07:52, 27. Jan. 2012 (CET)
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Washington D.C. (USA), 27.01.2012 – Am Dienstag erreichte die Erde der stärkste Sonnensturm seit einigen Jahren. Dadurch konnte man in Nordeuropa Polarlichter sehen; diese wurden von vielen Beobachtern als wunderschön beschrieben. Schäden an Satelliten sind durch den Sonnensturm nicht aufgetreten. Eigentlich sorgte die Sonne für zwei Stürme, einen Protonensturm und einen geomagnetischen Sturm. Die Polarlichter, die durch den geomagnetischen Sturm ausgelöst wurden, waren ungewöhnlicherweise sogar über England gesehen worden. Polarlichter entstehen durch das Erdmagnetfeld, das elektrische Teilchen aus Sonnenstürmen abwehrt. Wenn diese in die Atmosphäre eindringen und dort auf Gasmoleküle treffen, glühen sie und es entstehen Polarlichter. Dadurch, dass die elektrischen Teilchen in Richtung magnetische Pole wandern, sind diese in der Regel nur dort zu sehen.


Polarlicht 2005

 

Die NASA-Animation zeigt, was bei einem Sonnensturm geschieht.


Aufnahme vom 25.Januar 2012 Finnland

   
Southern Lights.jpg

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Sonnensturm bedroht Satellitenempfang (09.06.2011)

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October 4, 2011

Arktis: Forscher von Ozonloch beunruhigt

Arktis: Forscher von Ozonloch beunruhigt

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Veröffentlicht: 06:59, 4. Okt. 2011 (CEST)
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Von einer Webcam aufgenommenes Foto vom Nordpol

Nordpol, 04.10.2011 – Nach einer Veröffentlichung im Wissenschaftsmagazin „Nature“ haben Forscher ein Ozonloch über der Arktis von der fünffachen Größe Deutschlands entdeckt.

Wissenschaftler sind beunruhigt. Durch den Mangel an Ozon sind die Menschen und andere Lebewesen einer erhöhten Dosis von ultraviolettem Licht ausgesetzt. Eine Ursache für die Entstehung des Loches soll die extreme, außergewöhnliche Kälte sein. Innerhalb von zwei Wochen sei das Loch über Russland und die Mongolei gezogen.

Zum Mangel von Ozon kommt es insbesondere durch von Menschen freigesetzte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).

Wegen noch extremerer Kälte ist seit Jahren ein Ozonloch am Südpol bekannt. Dort wird es seit Anfang der 1980er Jahre saisonal jeweils im Spätwinter und Frühjahr festgestellt. Laut der Veröffentlichung kann man am Nordpol dieses Jahr erstmals von einem Ozonloch sprechen.

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  • Riesiges Ozonloch über der nördlichen Erdkugel entdeckt (03.03.2005)

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February 12, 2010

Cape Canaveral: NASA schickt Sonnensonde ins All

Cape Canaveral: NASA schickt Sonnensonde ins All

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Veröffentlicht: 22:59, 12. Feb. 2010 (CET)
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Start der Atlas V mit dem SDO

Magnetfeld der Sonne

Cape Canaveral (Vereinigte Staaten), 12.02.2010 – An der Spitze einer Atlas-V-Rakete der US-Raumfahrtbehörde NASA wurde am Donnerstag um 10:23 Uhr (Ortszeit) erfolgreich eine Sonnenbeobachtungssonde auf die Reise in eine geostationäre Umlaufbahn geschickt. Die Sonde trägt den Namen Solar Dynamics Observatory (SDO) und ist nach NASA-Aussagen in ihrer Art einzigartig. Sie überträgt täglich 1,5 Terabyte Daten zu einer Bodenstation in New Mexico, mit der sie durch ihre geostationäre Umlaufbahn ständig in Kontakt steht. Die übertragene Datenmenge ermöglicht unter anderem die Darstellung von fotografischen Daten in bisher unerreichter Detailtreue.

Das Spektrum der Fragen, die die Forscher interessiert, ist dabei weit gesteckt. Sie reicht von der Frage, wie die Sonne das Wetter auf der Erde beeinflusst bis hin zur Klärung der Phänomene, die im Innern des glutheißen Muttergestirns unserer Galaxis ablaufen. Dazu gehört auch das Studium der gewaltigen Magnetosphäre der Sonne. Durch die von der Sonne ausgehende Strahlung werden unter anderem die Übertragung von Satelliten- und Kommunikationssignalen auf der Erde beeinflusst. Die genauere Kenntnis der in der Sonnenatmosphäre ablaufenden Prozesse soll genauere Vorhersagen über Veränderungen der Strahlungsphänomene im Weltraum ermöglichen, von denen zum Beispiel die im All arbeitenden Astronauten der Internationalen Raumstation profitieren könnten.

Die NASA bezeichnet die SDO-Sonde als das „Kronjuwel“ des NASA-Programms zur Erforschung der Sonne, das unter der Bezeichnung „Living With a Star“ läuft. Das SDO-Projekt läuft unter der Regie des Goddard Space Flight Centers der NASA in Greenbelt, im US-Bundesstaat Maryland. Die SDO-Mission soll 848 Millionen Dollar kosten. Die Lebensdauer des SDO ist auf mindestens fünf Jahre ausgelegt.

Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Solar Dynamics Observatory gibt es auf Wikimedia Commons.


Hinweis: Korrektur: Nachträglich wurde die Datentransferrate von 1,5 Terabyte „pro Sekunde“ auf „täglich“ geändert.


Themenverwandte Artikel

  • Portal:NASA

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March 24, 2007

Sonnenobservatorium Hinode zeigt die Sonne in neuem Licht

Sonnenobservatorium Hinode zeigt die Sonne in neuem Licht

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Artikelstatus: Fertig 10:56, 24. Mär. 2007 (CET)
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Sonnenobservatorium Hinode

Kyūshū (Japan), 24.03.2007 – Sonnenphysiker in aller Welt sind begeistert von den Bildern, die das Sonnenobservatorium Hinode (auf Deutsch „Sonnenaufgang“) seit Ende letzten Jahres von unserem Zentralgestirn gemacht und zur Erde gesendet hat. „Die Bilder“, erklärte Dick Fischer von der „Heliophyics Division“ der US-Raumfahrtbehörde NASA, „eröffnen eine neue Ära der Erforschung einiger Prozesse auf der Sonne, die die Erde, Astronauten, Satelliten und das Sonnensystem beeinflussen.“

Unter der Bezeichnung „Solar-B“ wurde das Sonnenobservatorium als Gemeinschaftsprojekt der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA), des National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ), der National Aeronautics and Space Administration (NASA) und des Particle Physics and Astronomy Research Council (PPARC) entwickelt. Der Start erfolgte am 22. September vorigen Jahres um 21:36 Uhr GMT vom Uchinoura Space Center in Kyūshū, Japan.

Während der ersten beiden Wochen nach dem erfolgreichen Start und dem Erreichen der Umlaufbahn wurden mehrere Flugbahnkorrekturen vorgenommen, um den Satelliten auf eine sonnensynchrone Bahn zu bringen. Von seiner jetzigen Position aus sind Sonnenbeobachtungen über mehrere Monate ohne Unterbrechung möglich.

Von Hinode erhoffen sich die Astrophysiker Antworten auf eine Reihe bisher nicht beantworteter Fragen: Warum gibt es oberhalb der relativ kühlen Atmosphäre die extrem heiße Korona|? Wie entstehen die so genannten Flares (auch als Sonnenfackeln bezeichnet)? Wodurch entsteht das Magnetfeld der Sonne? Außerdem hoffen die Wissenschaftler, mit Hilfe von Hinode eine Methode zu finden, mit der sich die Entstehung von Sonnenflecken, aus denen sich häufig Flares und Eruptionen mit heftigen Sonnenstürmen entwickeln, vorhersagen lässt, um so zu einer Art „Weltraum-Wettervorhersage“ zu kommen.

Die Chromosphäre der Sonne im Licht der H-α-Linie

Zur Erforschung dieser noch weitgehend unverstandenen Phänomene auf unserer Sonne wurde Hinode gleich mit drei hochempfindlichen Teleskopen ausgestattet. Das Solar Optical Telescope (SOT) wurde am 25. Oktober 2006 aktiviert. Es liefert trotz der Entfernung von 150 Millionen Kilometern gestochen scharfe Bilder der Sonnenoberfläche mit einer räumlichen Auflösung von 0,2 Bogensekunden. Mit einer solchen Auflösung könnte Hinode auf der Erde noch Objekte von 50 Zentimetern Größe scharf abbilden. Verbunden mit dem SOT ist ein Vektor-Magnetograph zur detaillierten Vermessung der Magnetfelder auf der Sonne. Das SOT ist eine Gemeinschaftsentwicklung der Vereinigten Staaten, der JAXA und des National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ).

Das Röntgenteleskop (XRT) an Bord von Hinode liefert erstmals aufregende Bilder von Protuberanzen im Röntgenwellenbereich. Dieses Teleskop wurde von der NASA und der JAXA gemeinsam entwickelt.

Das dritte Teleskop ist das Extreme Ultraviolet Imaging Spectrometer (EIS). Dieses Gerät wurde am 28. Oktober 2006 in Betrieb genommen. Es liefert Bilder der Sonne, bei denen nur das Licht bestimmter Spektrallinien aufgezeichnet wird. Die verschiedenen Ionen im Gas an der Sonnenoberfläche strahlen ihr Licht in für das jeweilige Ion typischen, genau bekannten Wellenlängen ab, so dass die Zusammensetzung des Gases anhand der Spektrallinien genau bestimmt werden kann. Solche Bilder können Aufschluss darüber geben, wie die verschiedenen Ionen auf der Sonne verteilt sind, und wie sie sich über die Sonnenoberfläche bewegen. Das EIS wurde vom Particle Physics and Astronomy Research Council (PPARC) in Großbritannien mit Unterstützung von NASA und JAXA gebaut.

Die Korona der Sonne während der Sonnenfinsternis im Jahre 1999

Im Dezember 2006 begann die erste Langzeitbeobachtungsphase. Seitdem staunen die Astrophysiker über die Bilder und Filme, die Hinode liefert. Anhand von Filmen von der Chromosphäre entwickelten sie bereits eine erste Theorie, die die ungewöhnlich hohen Temperaturen von bis zu einer Million Grad in der Korona erklären könnte.

In der Chromosphäre, einer dünnen Schicht der Sonnenatmosphäre, die bei Sonnenfinsternissen als rot leuchtender Kranz sichtbar wird, entstehen magnetische Schleifen, verformen und verdrehen sich und explodieren dann in einer gewaltigen Eruption. „Bislang dachten wir, dass in der Chromosphäre nicht viel los ist, aber das war wohl eine Fehleinschätzung“, sagt John Davis vom Marshall Space Flight Center der Nasa. Nach Ansicht der Wissenschaftler ist in diesen verdrehten Magnetfeldlinien eine riesige Menge Energie gespeichert, die bei der Eruption frei wird und die Korona aufheizt. Leon Golub vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics sagte: „Wir haben viele unerwartete Dinge gesehen, die Mission ist schon jetzt ein Erfolg.“ Einige Wissenschaftler bezeichnen Hinode bereits jetzt als „Hubble für die Sonne“.

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October 2, 2005

Sonnenfinsternis über Europa und Afrika am 3. Oktober

Sonnenfinsternis über Europa und Afrika am 3. Oktober

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Verlauf des Kernbereichs der Sonnenfinsternis. Quelle: NASA

Eine ringförmige Sonnenfinsternis.

Frankfurt am Main / Köln (Deutschland), 02.10.2005 – Morgen, am 3. Oktober, gibt es eine ringförmige Sonnenfinsternis über Europa und Afrika. Es ist die erste über Mitteleuropa seit 1999.

Der etwa 165 Kilometer breite Kernbereich des Mondschattens wandert ab 08:41 UTC vom Nordatlantik in südöstlicher Richtung über die Iberische Halbinsel. Um 08:52 UTC (10:52 MESZ) erreicht er Madrid. Dann geht es weiter mitten über Afrika bis zum Äquator, wo er gegen 11:30 UTC nach Osten auf den Indischen Ozean abdreht. Das Schauspiel endet mit dem dortigen Sonnenuntergang um 12:22 UTC.

Anders als bei einer totalen Sonnenfinsternis verdeckt der Mond die Sonne bei einer ringförmigen Sonnenfinsternis auch im Kernbereich nicht komplett, ein heller „Feuerring“ bleibt sichtbar. Der Mond braucht morgen über eine Stunde, um die maximale Bedeckung zu erreichen, die bis zu vier Minuten dauert, und noch einmal eine Stunde, bis die Sonne wieder ganz sichtbar ist. In einem mehrere hundert Kilometer breiten Bereich ist die Sonne noch weniger verdeckt. Hier spricht man von einer partiellen Sonnenfinsternis.

Laut Experten des Planetariums in Bochum wird sich der Effekt in Deutschland in Grenzen halten. „Wer die Sonnenfinsternis nicht bewusst am Himmel verfolgt, wird kaum etwas von ihr merken.“ Durch die Bedeckung, die in Deutschland nur noch 55 bis 40 Prozent erreicht, wird es kaum dunkler, künstliches Licht ist bei wolkenlosem Himmel nicht nötig.

Wer die Sonnenfinsternis verfolgen will, sollte keinesfalls ungeschützt in die Sonne blicken, warnen Experten. Als Schutz reichen Sonnenbrillen, gerußte Scheiben oder ähnliche „Hausmittel“ allerdings nicht aus. Spezielle Sonnenfinsternis-Brillen, die bei Augenoptikern erhältlich sind, sind zu empfehlen.

Die nächste ringförmige Sonnenfinsternis kommt bereits am 29. März 2006 und wird auch in Europa zumindest partiell zu sehen sein.

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  • Themenportal Global

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September 8, 2005

Extrem starke Sonneneruption

Extrem starke Sonneneruption – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Extrem starke Sonneneruption

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Artikelstatus: Fertig 02:08, 9. Sep. 2005 (CEST)
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Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Sonneneruption vom 7.9.2005. Quelle: NOAA

Washington D.C. (USA), 08.09.2005 – Die US-amerikanische Wetter- und Ozeanbehörde (NOAA) meldet, dass gestern um 19:40 Uhr MESZ eine extrem starke Sonneneruption stattgefunden hat. Mit einer Stärke von mindestens „X17“ ist es die fünftstärkste, die je gemessen wurde.

Die Eruption ereignete sich von der Erde aus gesehen am Sonnenhorizont und zeigte damit von der Erde weg. Trotzdem brach in Nord- und Südamerika die komplette Hochfrequenzkommunikation zusammen. Die NOAA führt auch Probleme mit dem Funk beim Rettungseinsatz im vom Hurrikan „Katrina“ betroffenen Gebiet auf die Eruption zurück. In den nächsten zwei Wochen erwartet sie weitere Probleme.

Sonneneruptionen und die darauf folgenden Plasmawolken sind mit einer Sprengkraft von einer Milliarde Megatonnen die stärksten Explosionen in unserem Sonnensystem. Sie entstehen durch starke Magnetfeldwechsel in der Sonnenatmosphäre.

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June 22, 2005

Kein Kontakt zum Weltraumsegler

Kein Kontakt zum Weltraumsegler – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Kein Kontakt zum Weltraumsegler

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Artikelstatus: Fertig
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Moskau (Russland), 22.06.2005 – Zu dem am 21. Juni um 21:46 Uhr MESZ gestarteten Weltraumsegler, dem Satelliten Cosmos 1, konnte von der Bodenkontrolle in Moskau bisher kein Kontakt hergestellt werden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Sonnensegler entweder auf eine falsche Umlaufbahn im Weltall eingeschwenkt ist oder es überhaupt nicht bis ins All geschafft hat.

Die Mission wurde in der Barentssee von dem russischen Atom-U-Boot „Borisoglebsk“ mit einer Rakete des Typs Volna, einer umgebauten SS18-Interkontinentalrakete, gestartet. Sie sollte den 100 Kilogramm schweren Satelliten in eine Höhe von 825 Kilometern transportieren. Die Sonnensegel hätten entfaltet eine Größe von 600 Quadratmetern ausgemacht, die aus acht jeweils 15 Meter langen radial angeordneten Dreiecken bestanden hätten.

Das Raumfahrzeug sollte allein vom Licht der Sonne angetrieben werden. Dabei werden die Lichtpartikel von der Oberfläche der Segel zurückgeworfen. Durch diese winzigen Stöße sollte die Sonde beschleunigt werden.

Bei der Mission handelt es sich bereits um den zweiten Fehlschlag. Bereits im Juli 2001 scheiterte ein Test des Satelliten wegen eines Raketenfehlers: Die dritte Stufe der Trägerrakete trennte sich nicht ordnungsgemäß. Das jetzt gescheiterte Experiment könnte aber wiederholt werden. Insgesamt stünden fünf solcher Satelliten aus dem Lawotschkin-Konzern, dem Erbauer des Satelliten, bereit, sagte ein Sprecher des Moskauer Instituts für Kosmosforschung (IKI).

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May 13, 2005

Große Wellen verrieten unbekannten Saturnmond

Große Wellen verrieten unbekannten Saturnmond

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Artikelstatus: Fertig 13. Mai. 2005 (CEST)
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Hamburg (Deutschland), 13.05.2005 – Die Nasa-Sonde „Cassini“ hat innerhalb der Ringe des riesigen Planeten Saturn einen weiteren kleinen Mond entdeckt. Der Himmelskörper mit einem Durchmesser von etwa sieben Kilometern wurde provisorisch als „S/2005 S1“ bezeichnet. Es ist der zweite Mond, den man innerhalb der Saturnringe aufspüren konnte.

Der kleine Mond „S/2005 S1“ wurde zunächst nur durch große Wellen an den Rändern der etwa 35 Kilometer breiten „Keeler-Lücke“ im Saturnring verraten. Anfangs war er nicht sichtbar. Erst die Nasa-Sonde „Cassini“ lieferte jetzt Fotos des Saturnmondes.

Der Saturn ist – von der Sonne aus gezählt – der sechste Planet und der zweitgrößte in unserem Sonnensystem. Neben zahlreichen Monden besitzt er ein den Planeten freischwebend umgebendes Ringsystem aus kleinen Partikeln.

Die „Cassini“-Aufnahmen zeigen ein kleines Objekt, das sich im Zentrum der „Keeler-Lücke“ verbirgt, und wellenartige Muster an den Rändern der Lücke. Diese großen Wellen entstehen durch die Schwerkraft des kleinen Mondes.

„S/2005 S1“ umkreist den Saturn in einer Entfernung von 136.505 Kilometern und reflektiert etwa die Hälfte des Lichts, das auf ihn fällt, berichtete „Spiegel Online“. Die „Keeler-Lücke“ liegt etwa 250 Kilometer entfernt vom äußeren Rand des Saturnringes A, der den äußeren Rand der hellen Saturnringe bildet.

Der bereits 1990 entdeckte Saturnmond „Pan“ mit einem Durchmesser von etwa 25 Kilometern umrundet den Saturn in der etwa 300 Kilometer breiten „Encke-Lücke“. „Atlas“ und andere Saturnmonde umkreisen den Saturn außerhalb des Ringsystems.

Themenverwandte Artikel

  • Landung der Sonde Huygens auf dem Saturnmond Titan (17.01.2005)

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March 3, 2005

Riesiges Ozonloch über der nördlichen Erdkugel entdeckt

Riesiges Ozonloch über der nördlichen Erdkugel entdeckt

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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 03.03.2005 – Bereits vor einem Jahr haben Klimaforscher der University of Colorado eine starke Vergrößerung des Ozonlochs über der nördlichen Erdhalbkugel entdeckt. Jetzt wurde diese Entdeckung bekannt gegeben. Die Verminderung der Ozonschicht um jährlich etwa vier Prozent hat sich überraschend stark beschleunigt und bedeutet eine stärkere Zunahme der UV-Einstrahlung in den nördlichen Teilen von Amerika, Europa und Asien als erwartet.

Die Forscher vermuten, dass die Ursache in einem von der Sonne ausgehenden Partikelsturm liegt, der auf die Erde niederprasselte. Hinzu kommen ungewöhnlich heftige Winde, welche schädliche Stickstoffoxide und -dioxide in ungefähr 30 Kilometer Höhe getrieben haben.

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  • Portal:Klimaerwärmung

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December 13, 2004

Vulkane auf Quaoar

Vulkane auf Quaoar – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Vulkane auf Quaoar

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Quaoar

Honolulu / Lexington (Vereinigte Staaten), 13.12.2004 – Anhand von Infrarotaufnahmen des Kuipergürtelasteroiden Quaoar, einem Objekt das im so genannten Kuipergürtel jenseits der Bahn des Planeten Neptun um die Sonne kreist, vermuten David C. Jewitt vom „Institute for Astronomy auf Hawaii“ von der „University of Hawaii“ und Jane Luu vom MIT Lincoln Laboratory, dass dessen Oberfläche u.a. durch Kryovulkanismus (Kältevulkanismus bei dem statt heißer Gesteinslava bspw. flüssiger Stickstoff ausgestoßen wird) in der jüngeren Vergangenheit umgeformt wurde.

Der Kuipergürtel ist eine schon lange postulierte Gruppe von Asteroiden jenseits der Neptunbahn, welche sich in einer Scheibe in der Bahnebene der Planeten des Sonnensystems anordnen (ähnlich dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter) und für beständigen Nachschub von Kometen für das innere Sonnensystem sorgen. In den letzten Jahren konnte der Kuipergürtel durch Entdeckung zahlreicher Asteroiden jenseits der Neptunbahn bestätigt werden. Insbesondere der Kuipergürtelasteroid Quaoar ist mit seinem Durchmesser von ca. 1.300 Kilometer so groß, dass man ihn nach seiner Entdeckung kurzzeitig als 10. Planeten des Sonnensystems bezeichnete, da er seit der Entdeckung von Pluto die größte Neuentdeckung im Sonnensystem war. Mittlerweile hat man jedoch zwei weitere noch größere Kuipergürtelasteroiden gefunden (2004 DW und Sedna).

Wegen ihrer großen Entfernung von der Sonne beträgt die Oberflächentemperatur der Kuipergürtelasteroiden jedoch nur ca. -220 Grad Celsius (50K), weswegen sie neben Gesteinen auch aus Wassereis und anderen gefrorenen Flüssigkeiten und Gasen bestehen. Aufgrund dieser niedrigen Temperaturen sollten sich die Kuipergürtelasteroiden noch in ihrem ursprünglichen Zustand seit der Entstehung des Sonnensystems befinden. Im nahen Infrarot beobachteten nun David C. Jewitt vom Institute for Astronomy auf Hawaii und Jane Luu vom MIT Lincoln Laboratory den Asteroiden Quaoar und stellten im Spektrum die Signaturen von kristallinem Wassereis und des nur bei tiefen Temperaturen stabilen Ammoniumhydroxids fest. Die Kristallstruktur von Wassereis ist ein Zeichen dafür, dass die Oberfläche mindestens auf -160°C (110K) erwärmt wurde, was somit deutlich mehr als die erwartete langfristige durchschnittliche Oberflächentemperatur von -220°C (50K) ist. Nach einer an die Warmphase anschließenden Abkühlung sollten sich die Kristalle des Wassereises und des Ammoniumhydroxid in einem Zeitraum von ca. 10 Millionen Jahren wieder in den amorphen (nichtkristallinen) Zustand umordnen. Die Umordnung wird durch die Teilchen der Kosmischen Strahlung und des Sonnenwinds hervorgerufen, welche auf die Oberfläche stoßen und somit die regelmäßige Gitterstruktur der Moleküle der Kristalle zerstören. Unterhalb von -220°C (50K) ist die Wärmebewegung der Wassereismoleküle nicht mehr groß genug diese Gitterfehler wieder zu reparieren, weswegen sich das Eis unterhalb dieser Temperatur in den amorphen Zustand umwandelt.

Dieser Befund weist somit laut den beiden Forschern darauf hin, dass Quaoars Oberfläche erst kürzlich umgeformt wurde, wobei verschiedene Mechanismen denkbar sind. Einmal könnte durch den Einschlag von anderen Asteroiden Material, das weiter in der Tiefe (und somit etwas wärmer im Inneren) lag, an die Oberfläche gekommen sein oder aber eben Gase und Nebel von Kryovulkanen ausgestoßen worden sein, welche sich dann auf der Oberfläche niederschlugen. Sollten sich diese Ergebnisse erhärten, stellt sich die Frage, inwieweit Kuipergürtelasteroiden noch im ursprünglichen Zustand nach der Entstehung des Sonnensystems sind und inwiefern sie somit Hinweise auf die Bedingungen des frühen Sonnensystems geben können.

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