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February 23, 2008

Íngrid Betancourt seit sechs Jahren in Geiselhaft

Íngrid Betancourt seit sechs Jahren in Geiselhaft

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Veröffentlicht: 15:56, 23. Feb. 2008 (CET)
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Bogotá (Kolumbien), 23.02.2008 – Die frühere kolumbianische Präsidentschaftskanditatin Íngrid Betancourt verbringt auch den sechsten Jahrestag ihrer Entführung in Gefangenschaft. Die Grünen-Politikerin wurde am 23. Februar 2002 zusammen mit ihrer Wahlkampfleiterin Clara Rojas in San Vicente del Caguán, etwa 740 Kilometer von Bogotá entfernt, von FARC-Rebellen verschleppt. Sie wollte mit ihrem Wahlkampf ein Zeichen für den Dialog mit der Guerilla setzen. Die linksgerichtete FARC will mit ihr als Faustpfand die Freilassung von inhaftierten Kämpfern erpressen.

Íngrid Betancourt besitzt neben der kolumbianischen auch die französische Staatsbürgerschaft. Deshalb setzt sich auch die Regierung in Paris intensiv für ihre Freilassung ein. Alle Bemühungen waren bisher gescheitert. Nach der Vermittlung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez kamen am 10. Januar 2008 die ehemalige Wahlkampfmanagerin von Íngrid Betancourt, Clara Rojas, sowie die damalige Kongressabgeordnete Consuelo González frei.

Die FARC-Rebellen haben zudem die Freilassung der ebenfalls entführten vier Politiker Gloria Polanco, Luis Eladio Pérez, Orlando Beltrán und Jorge Gechem angekündigt, die sich auch schon seit mehreren Jahren in der Gewalt der Guerilla befinden. Derzeit werden etwa 3.000 Geiseln in Kolumbien vermutet. Einige leben bereits seit zehn Jahren in Gefangenschaft. Von Íngrid Betancourt war am 30. November 2007 ein Video aufgetaucht. Das Schicksal der 46-Jährigen bleibt weiter ungewiss.

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December 19, 2007

Kolumbien: Drei Geiseln sollen freikommen

Kolumbien: Drei Geiseln sollen freikommen

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Veröffentlicht: 19:05, 19. Dez. 2007 (CET)
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Bogotá (Kolumbien), 19.12.2007 – Wie die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina am Dienstag berichtete, will eine Rebellenorganisation in Kolumbien bald mehrere Geiseln freilassen, darunter auch Clara Rojas, die zusammen mit der kolumbianischen Präsidentschaftskandidatin Íngrid Betancourt von der linksgerichteten FARC entführt wurde. Ihr dreijähriger Sohn und die ehemalige Kongressabgeordnete Consuelo Gonzalez sollen ebenfalls freikommen.

Die Geiseln sollen entweder dem venezolanischen Staatspräsidenten Hugo Chávez übergeben werden oder einer anderen Person ihrer Wahl. Letzten Monat hatte die kolumbianische Regierung Chavez’ Arbeit als Vermittler zwischen ihr und den Rebellen für beendet erklärt, nachdem dieser mit dem Oberbefehlshaber der kolumbianischen Streitkräfte, General Mario Montoyas, telefoniert hatte. Der kolumbianische Präsident Álvaro Uribe Vélez hatte Chavez während des Iberoamerika-Treffens in der chilenischen Hauptstadt darum gebeten keine direkten Gespräche mit ranghohen Militärs durchzuführen.

Nach der in Bogota veröffentlichten Erklärung der FARC betrachten es die Rebellen als „Entschuldigung an die Familien“ der Entführten sowie als Geste gegenüber Chavez und Piedad Córdoba und deren nun gescheiterten Vermittlungsbemühungen. Die FARC besteht aber auf einer vorübergehenden Entmilitarisierung der beiden Gemeinden Florida und Pradera im Departamento Valle del Cauca, etwa 250 Kilometer östlich der Hauptstadt.

Clara Rojas, vor ihrer Entführung Anwältin, hatte während ihrer Gefangenschaft einen Sohn geboren. Der Vater soll ein Angehöriger der Rebellen sein, berichtete der kolumbianische Journalist Jorge Enrique Botero im vergangenen Jahr. Die 44-Jährige wurde zusammen mit Íngrid Betancourt im Februar 2002 entführt, als beide zusammen auf Wahlkampftour unterwegs waren. Erst Ende November gab es nach vier Jahren ein Lebenszeichen von Betancourt, als bei der Festnahme eines FARC-Rebellen mehrere Videos gefunden wurde, darunter auch eines, welches die Politikerin abgemagert im Dschungel sitzend zeigt.

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June 5, 2007

FARC wollen Ingrid Betancourt in Kürze freilassen

FARC wollen Ingrid Betancourt in Kürze freilassen

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Artikelstatus: Fertig 16:28, 5. Jun. 2007 (CEST)
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Bogotá (Kolumbien), 05.06.2007 – Im Jahr 2002 wurde die kolumbianische Präsidentschaftskandidatin Íngrid Betancourt von der linken Rebellenorganisation FARC entführt. Nach Angaben der Senatorin Piedad Córdoba soll sie in Kürze freigelassen werden. Das berichtete die spanische Zeitung „El Mundo“ unter Berufung auf die spanische Nachrichtenagentur EFE in ihrer Internetausgabe am Donnerstag. Die „Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC) wollten mit der Freilassung von Íngrid Betancourt, der zusammen mit ihr entführten Vizepräsidentschaftskandidatin Clara Rojas sowie deren kleinen, in der Haft geborenen Sohn ein „Zeichen guten Willens“ setzen. Die kolumbianische Regierung hat am Freitag wenige Tage vor einer Massenfreilassung etwa 80 inhaftierter Rebellen die betreffenden Häftlinge aus verschiedenen Gefängnissen in ein Übergangslager in der Provinz Boyacá verlegt, meldete der Fernsehsender RCN. Im Laufe des Tages sollten weitere 190 folgen. Dort sollen die Gefangenen bis zur ihrer Haftentlassung am 7. Juni bleiben. Damit hofft Präsident Álvaro Uribe, die Freilassung von etwa 60 Geiseln zu erreichen, die sich zum Teil seit Jahren in der Hand von Rebellen befinden. Die bevorstehende Freilassung sei dem Druck der französischen Regierung zu verdanken. Íngrid Betancourt besitzt die Staatsbürgerschaften Kolumbiens und Frankreichs.

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