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July 6, 2009

Alaskas Gouverneurin Sarah Palin kündigte Rücktritt an

Filed under: Anchorage,Sarah Palin,Themenportal Politik,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Alaskas Gouverneurin Sarah Palin kündigte Rücktritt an

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Veröffentlicht: 11:36, 6. Jul. 2009 (CEST)
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Sarah Palin

Anchorage (Vereinigte Staaten), 06.07.2009 – Sarah Palin, die Gouverneurin des US-Bundesstaates Alaska und Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten bei der Präsidentschaftswahl 2008, hat überraschend ihren Rücktritt vom Amt der Gouverneurin für den 26. Juli angekündigt. Palins Schritt erfolgt vor dem Ende ihrer ersten Amtszeit. Sie werde sich in ihr Privatleben zurückziehen, erklärte sie in Wasalla, ihrer Heimatstadt, bei einer Pressekonferenz und nicht zu einer Wiederwahl 2010 zur Verfügung stehen.

Beobachter werten dies als Unterstreichung ihres Anspruchs, bei der Präsidentschaftswahl 2012 als Kandidatin der Republikaner anzutreten. „Ich weiß, wann es an der Zeit ist, den Ball abzuspielen, um zu gewinnnen“, sagte Palin. Ihr Schritt war auch für Parteifreunde ein Schock. John Weaver, ein Vertrauter von Senator John McCain, an dessen Seite Palin 2008 kandidierte, beurteilte Palins Schritt als einen Gipfel des „verrückten Verhaltens von Gouverneuren und Parteifunktionären der Republikaner“ im letzten Vierteljahr.

Der Gouverneur des Bundesstaates Minnesota, Tim Pawlenty hatte bereits im Juni angekündigt, auf eine erneute Kandidatur zu verzichten. Unterdessen haben einige prominente Republikaner im Reigen der Kandidaten ihre Chancen womöglich bereits vertan: Die Gouverneure South Carolinas und Nevadas, Mark Sanford und John Ensign mussten beide eingestehen, außereheliche Beziehungen zu unterhalten, und Lousianas Gouverneur Bobby Jindal wurde nach einer Äußerung zu einer Rede von Präsident Barack Obama im Kongress gemaßregelt.

Nachfolger Palins wird der Republikaner Sean Parnell, der derzeit stellvertretender Gouverneur des Bundesstaates ist.

Quellen

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February 15, 2008

Alaska: Letzte Eyak-Sprecherin tot

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Alaska: Letzte Eyak-Sprecherin tot

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Veröffentlicht: 11:59, 15. Feb. 2008 (CET)
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Anchorage (Vereinigte Staaten), 15.02.2008 – Sie war die letzte muttersprachliche Eyak-Sprecherin und die letzte reine Eyak-Indianerin. Am 23. Januar 2008 ist Marie Smith Jones im Alter von 89 Jahren im Schlaf gestorben. Ein Freund fand am selben Tag die Leiche.

Marie Smith Jones war 15 Jahre lang der letzte Mensch eines aussterbenden Volkes. Ihr Lebenswerk war die Rettung ihrer Sprache, um zukünftigen Generationen zu ermöglichen, diese weiterhin zu sprechen. Zusammen mit Michael Krauss vom Alaska Native Language Center an der University of Alaska Fairbanks bearbeitete sie ein Wörter- und Sprachlehrbuch, um die Sprache zu retten.

Erst nachdem im Jahre 1990 alle ihre Geschwister gestorben waren, übernahm sie, die jüngste von allen, die Aufgabe. Sie engagierte sich auch politisch, um die Rettung der Sprache und der Umwelt der Eyak zu erreichen. Jones sprach zweimal vor den Vereinten Nationen über Frieden und die Wichtigkeit der indigenen Sprachen.

Obwohl Jones neun Kinder hatte, lernte keines davon Eyak. In der Zeit, in der die Kinder geboren wurden, geziemte es sich, nur Englisch zu sprechen. Krauss sprach Jones nach ihrem Tod seine Bewunderung aus. Als Letzte ihres Volkes habe sie Geist, Würde und Anmut bewiesen.

Zwanzig weitere ursprüngliche Sprachen Alaskas sind ebenfalls bedroht, so Krauss.

Quellen

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June 2, 2007

Bescheidener Erfolg für Walschützer auf der Tagung der Internationalen Walfangkommission

Bescheidener Erfolg für Walschützer auf der Tagung der Internationalen Walfangkommission

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Artikelstatus: Fertig 19:40, 2. Jun. 2007 (CEST)
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Buckelwal

Anchorage (Vereinigte Staaten), 02.06.2007 – Das allährliche Ritual der Sitzungen der Internationalen Walfangkommission (IWC), die dieses Jahr in Anchorage/Alaska stattfand, endete in diesem Jahr mit einem Erfolg der Nationen, die sich für den Schutz der Wale stark machen. Es gelang die Verabschiedung einer Resolution, die den kommerziellen Walfang auch künftig verbietet. Für die Existenz der bedrohten Meeressäuger ändert sich damit praktisch nicht so viel. Resolutionen dieser Art schützen ihr bedrohtes Leben nicht besser als bisher. Das seit 1986 gültige Verbot des kommerziellen Walfangs hinderte die größte Walfangnation, Japan, nicht daran, jedes Jahr rund tausend Wale zu erlegen – für „wissenschaftliche Zwecke“. Diese Begründung bezieht sich auf eine Formulierung des Walschutzabkommens, das von den Walfang betreibenden Nationen genutzt wird, um den kommerziellen Walfang unter diesem Deckmantel fortzuführen. Japan beruft sich bei seiner Argumentation für eine Wiederbelebung des Walfangs auch auf seine kulturelle Tradition. In Japan werde der Walfang seit dem 17. Jahrhundert betrieben und sei daher das Recht der japanischen Küstenbevölkerung.

Dass die Resolutionen der IWC den Walfangländern dennoch ungelegen kommen, zeigt die Drohung Japans, aus der Organisation auszutreten, weil diese kein Konzept für einen „nachhaltigen Walfang“ entwickeln wolle, sondern sich einseitig dem Schutz der Wale verschrieben habe. Konkrete Wirkung zeigt nämlich der ebenfalls gefasste Beschluss, den Verkauf von Walprodukten weiterhin zu untersagen. Damit wurde ein wichtiges Signal für die Konferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens am kommenden Wochenende in Den Haag gesetzt, wo Japan die Aufhebung des Handelsverbots für Walfleisch durchsetzen will. Die gefassten Resolutionen gegen den kommerziellen Walfang beruhten auch auf gegenüber dem Vorjahr veränderten Mehrheitsverhältnissen im IWC. (Wikinews berichtete.) Der IWC hat einige neue Mitglieder – Zypern, Griechenland, Slowenien und Kroatien –, die auf der Seite der Walschützer stehen.

Trotzdem scheiterten wichtige Anliegen der Walschützer. So scheiterte ein Antrag auf Einrichtung eines Schutzgebiets im Südatlantik an der dafür erforderlichen Dreiviertelmehrheit.

Während sich Vertreter der Bundesregierung zufrieden zeigten, so Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU), der die Beibehaltung des Walfangmoratoriums als Erfolg bewertete, äußerten sich Walschützer kritisch. Für einen besseren Schutz der Wale sieht der Internationale Tierschutz-Fond keine Fortschritte. Der WWF spricht von einem „aktuellen dramatischen Ausmaß der Bedrohung für Wale, Delfine und Tümmler“. Dieser Situation werde der IWC in keiner Weise gerecht. Ein WWF-Artenschutzexperte, Volker Homes, sagte: „Die Regierungen müssen endlich ihre Effekthascherei beenden und sich ernsthaft damit beschäftigen, eine Organisation zu schaffen, die in der Lage ist, die wirklichen Probleme dieser Spezies anzugehen.“

Während die Konferenz so oder so bewertete Resolutionen verfasste, gingen in den Weltmeeren insgesamt 3288 Wale und Delfine als Beifang in den Netzen von Fischtrawlern zugrunde. Japan kündigte an, allein in diesem Sommer 50 der als bedroht geltenden Walart der Buckelwale zu töten, für „wissenschaftliche Zwecke“ versteht sich.

Themenverwandte Artikel

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  • Portal:Tiere

Quellen

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