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October 13, 2006

AOL verkauft Internetzugangsgeschäft

AOL verkauft Internetzugangsgeschäft – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

AOL verkauft Internetzugangsgeschäft

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Artikelstatus: Fertig 22:47, 13. Okt. 2006 (CEST)
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Luxemburg (Luxemburg), 13.10.2006 – Nachdem das US-amerikanische Unternehmen AOL vor kurzem seine Strategie, insbesondere für den europäischen Markt, neu definiert hat, gab AOL Europe Services mit Sitz in Luxemburg bekannt, sich aus dem Geschäft mit kostenpflichtigen Internetzugängen zurückzuziehen. AOL Europe Services verliert dadurch die Verantwortung für über 5,8 Millionen Kunden der AOL Tochtergesellschaften in Frankreich, Deutschland und Großbritannien. 2003 begannen die Aktivitäten von AOL Europe Services, die neben der 1999 gegründeten Holding AOL Europe das zweite Standbein von AOL in Luxemburg darstellt. Hauptgrund für AOL, sich in Luxemburg niederzulassen, war die Mehrwertsteuerrichtlinie der EU-Kommission, die es Internetunternehmen erlaubt, den Mehrwertsteuersatz des Landes zu erheben, in dem die Firma ihren Sitz hat. Da Luxemburg mit einem Höchstsatz von 15 Prozent über einen der niedrigsten Höchststeuersätze in der EU verfügt, haben zahlreiche große Internetfirmen ihren Europasitz in Luxemburg.

Die neue Strategie von AOL hat den Verkauf der Filialen, welche im Internetzugangsgeschäft tätig sind, zur Folge. Wie die Zeitung „d’Wort – Luxemburger Wort für Wahrheit und Recht“ in ihrer Ausgabe vom 12. Oktober 2006 meldete, hat die „Groupe Neuf Cegetel“ die französische Filiale mit 800.000 Kunden für 288 Millionen Euro erworben. Die deutsche Filiale geht demnach an Telecom Italia für einen Verkaufspreis von 675 Millionen Euro. Den Zuschlag für Großbritannien hat laut dem gleichen Zeitungsbericht die Firma Carphone Warehouse erhalten.

Die Nachricht bedeutet insbesondere für den Luxemburger Staat finanzielle Einbußen, es dürften in Zukunft Mehrwertsteuereinnahmen in Höhe von über 140 Millionen Euro entfallen.

Quellen

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December 11, 2005

FDP gegen Haftung von Foren-Betreibern

FDP gegen Haftung von Foren-Betreibern – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

FDP gegen Haftung von Foren-Betreibern

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Artikelstatus: Fertig 14:28, 11. Dez. 2005 (CET)
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Berlin (Deutschland), 11.12.2005 – Forenbetreibern droht nach jüngsten Berichten eine grundsätzliche Haftung für die Inhalte der von ihnen betriebenen Foren, auch wenn sie selbst von diesen Inhalten keine Kenntnis haben.

Der Bundesgeschäftsführer der FDP, Hans-Jürgen Beerfeltz teilte in einer Pressemitteilung vom 8. Dezember mit, dass seine Partei eine Haftung von Forenbetreibern grundsätzlich ablehne. Er kommentierte das Hamburger Urteil mit den Worten: „Es wäre ein schwerer Schlag gegen die Diskussionsfreiheit in Deutschland, wenn die Betreiber von Diskussionsforen gezwungen würden, sämtliche Beiträge vor der Veröffentlichung auf eventuelle Rechtsverstöße hin zu überprüfen.“ Im Forum der FDP gebe es bis heute keinerlei Zensur und dies sei auch nicht im Sinne der grundlegenden Liberalität im Internet.

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Quellen

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December 6, 2005

Urteil: Forenbetreiber haftet ohne Kenntnis für Beiträge Dritter

Urteil: Forenbetreiber haftet ohne Kenntnis für Beiträge Dritter

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Artikelstatus: Fertig
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Hamburg (Deutschland), 06.12.2005 – Der Heise Verlag unterlag am Landgericht Hamburg in einem Rechtsstreit gegen das Unternehmen Universal Boards und dessen Geschäftsführer Mario Dolzer (Az. 324 O 721/05), wie der Verlag gestern im hauseigenen Newsticker mitteilte. Dabei bestätigte das Gericht eine einstweilige Verfügung, nach der es dem Heise Verlag verboten war, „Forenbeiträge zu verbreiten, in denen dazu aufgerufen wird, durch den massenhaften Download eines Programms den Server-Betrieb eines Unternehmens zu stören“.

Der Verlag hatte nach Eingang der einstweiligen Verfügung zwar die strittigen Beiträge umgehend gelöscht, jedoch abgelehnt, sich zu einer Überprüfung von Forenbeiträgen zu verpflichten, bevor diese im Internet erscheinen. Bei der riesigen Zahl von Beiträgen sei dies auch schlicht nicht möglich, so die Argumentation. Das Gericht teilte diese Auffassung nicht.

Sollte das Urteil rechtskräftig werden und sich die Auffassung des Hamburger Landgerichts durchsetzen, könnte das gravierende Folgen für in Deutschland betriebene Foren und andere offene Informationssysteme nach sich ziehen. Auch die Wikipedia könnte dann vielleicht nicht in ihrer jetzigen Form weiterbetrieben werden.

Quellen

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September 9, 2005

Internet-Pionier Cerf wird von Google eingestellt

Internet-Pionier Cerf wird von Google eingestellt

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Artikelstatus: Fertig 16:49, 9. Sep. 2005 (CEST)
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San Francisco (Vereinigte Staaten), 09.09.2005 – Der oft als einer der Väter des Internets bezeichnete 62-jährige Ingenieur Vinton Cerf wechselt zum Suchmaschinenbetreiber Google. Cerf war bereits 1968 an Experimenten an einem Vorläufer des Internets beteiligt. Ab 1973 entwickelte er zusammen mit Robert E. Kahn die TCP/IP-Protokollfamilie, die Grundlagen des heutigen Internets. Für diese Leistung wurden Cerf und Kahn im vergangenen Jahr mit dem Turing-Preis geehrt, der als die herausragendste Auszeichnung der Informatik angesehen wird.

Cerf wechselt nach einer über 20-jährigen Tätigkeit bei dem Telekommunikationsunternehmen MCI Worldcom zu Google. Zuvor war Cerf auch einige Jahre für die Forschungsinstitution DARPA des Pentagon tätig. Spekulationen, dass die Anstellung primär aus Promotion-Zwecken erfolgt wäre, weist Cerf zurück. So habe er sich aus eigenem Antrieb vor wenigen Monaten mit der Bitte um Einstellung an Google-Chef Eric Schmidt gewandt. Cerf wird bei Google den Posten des „chief Internet evangelist“ bekleiden. Er soll sich sowohl mit der Erstellung neuer Anwendungen beschäftigen, als auch generell die Weiterentwicklung des Internets fördern.

Seit 1999 ist Cerf auch Mitglied des Internet-Regulierungskomitees ICANN, welches die Verwendung von Namen und Adressen im Internet reguliert. Da Google selbst Domainnamen registriert, und als Internet-Firma in einem von ICANN reguliertem Gebiet tätig ist, werden von dritter Seite mögliche Interessenskonflikte durch die Einstellung Cerfs durch Google befürchtet. Cerf sagte dazu, dass er hoffe, seine Position bei ICANN behalten zu können. Er werde jeden Anschein eines Interessenskonflikts vermeiden.

Quellen

  • today.reuters.co: „Google hires ‘father of the Internet’ Vinton Cerf (Update 1)“ (englischsprachige Quelle) (09.09.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Spiegel Online: „Vint surft für Google“ (09.09.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Heise-Newsticker: „Vint Cerf wird ‚Chief Internet Evangelist‘ bei Google“ (09.09.2005)

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July 23, 2005

T-Online senkt Flatratepreise auch für bestehende Kunden

T-Online senkt Flatratepreise auch für bestehende Kunden

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T-Online Zentrale in Darmstadt

Darmstadt (Deutschland), 23.07.2005 – Deutschlands größter Internetanbieter senkt für bestehende sowie Neukunden zum zehnjährigen Firmenjubiläum seine Dauertarifpreise für die Internetnutzung ohne Volumenbeschränkung mit einem Ein-MBit-Zugang von 29,94 Euro auf 9,95 Euro.

Kunden, die das Angebot in Anspruch nehmen wollen, müssen sich telefonisch beim Kundenservice melden oder im Kundenmenü entsprechende Einstellungen vornehmen. Auf die Anfrage, warum die bestehenden Kunden nicht über diese Senkung via persönlicher Post informiert werden, gibt das Unternehmen an, dass die Tarifverwaltung von der Telekom gemacht wird und somit eine Kontaktierung der betreffenden Kunden aus Datenschutzgründen nicht möglich ist.

Das Angebot gilt bis zum 1. August 2005.

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Quellen

Originäre Berichterstattung
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December 27, 2004

Chat-Schließung bei WEB.DE droht – Aktionen der Mitglieder zur Rettung ihres Chats

Chat-Schließung bei WEB.DE droht – Aktionen der Mitglieder zur Rettung ihres Chats

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Karlsruhe (Deutschland), 27.12.2004 – Wie der Zugangsseite bei „WEB.DE“ zu entnehmen ist, sollte die Chatfunktion zum 15.12.2004 aus Sicherheitsgründen geschlossen werden.

Als Grund für die plötzliche Schließung nennt der bekannte Freemail-Provider, dass die Anzahl der Missbrauchsfälle im Chat in der letzten Zeit gewachsen sei. Dies betreffe nur einzelne Nutzer, doch sei es daher nicht mehr möglich den Chatbetrieb in sicherer, sauberer und kostenfreier Form zu gewährleisten.

Die Ankündigung der Schließung hat bei den vielen Stammnutzern dieses Chatforums zu großer Bestürzung geführt. In einer spontanen Aktion wurde auf der Seite von VirtualsForum ein Forum geschaffen, in dem bereits über 200 Nutzer des „WEB.DE-Chats“ ihr Unverständnis über die geplante Schließung zum Ausdruck gebracht haben.

Mit einem Schreiben an die „WEB.DE GmbH“ in Karlsruhe soll versucht werden die Schließung des beliebten Chats, den viele Nutzer als Ihr virtuelles Zuhause und Familie ansehen, zu erhalten. Wie dem Schreiben zu entnehmen ist sind viele Stammnutzer bereit, ehrenamtlich eine Chatpolizei zu bilden, um den Missbrauch im Chat einzuschränken und zu unterbinden. Auch wäre eine Vielzahl von Benutzern bereit notfalls für die Chatfunktion einen finanziellen Beitrag zu leisten, selbst wenn im Internet kostenlose Chat-Alternativen bestehen.

Als Reaktion auf die Proteste der User wurde die Abschaltung des Dienstes in das neue Jahr verlegt. Die Abschaltung wird laut „WEB.DE“ vorrausichtlich am 10.01.2005 erfolgen.

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