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July 27, 2005

Todesfall nach verweigerter Bluttransfusion

Todesfall nach verweigerter Bluttransfusion

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Landau an der Isar (Deutschland), 27.07.2005 – In Landau ist eine 33-jährige Frau bei der Geburt ihres Kindes verstorben. Sie ist verblutet, weil sie aufgrund einer schriftlich niedergelegten Patientenverfügung eine Bluttransfusion verwehrt hatte. Die Frau gehörte den Zeugen Jehovas an, die aufgrund ihres religiösen Verständnisses bestimmte medizinische Behandlungen ablehnt.

Aus medizinischer Sicht wäre der Tod der Frau vermeidbar gewesen. Zwei oder drei Blutkonserven hätten ausgereicht um das Leben der Frau zu retten. Die Ärzte und Krankenschwestern waren jedoch verpflichtet, den Willen der Frau zu respektieren. Sie mussten tatenlos das Sterben der Frau mit ansehen. Die emotionale Belastung für das Krankenhauspersonal war hoch und wird psychologische Nachsorge nötig machen.

Auf dem Totenschein wurde eine nichtnatürliche Todesursache angegeben. Dies bedeutet automatisch die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens durch die zuständige Staatsanwaltschaft Landshut. Die Frau wurde inzwischen obduziert. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass kein Fremdverschulden vorliegt. Der amtshabende Oberstaatsanwalt Alfons Obermeier hat dem Krankenhauspersonal trotz aller widrigen Umstände vorbildliches Verhalten attestiert.

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April 10, 2005

Heftiger Streit um Religion als Pflichtfach

Heftiger Streit um Religion als Pflichtfach

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Berlin (Deutschland), 10.04.2005 – Die Berliner SPD hat sich gestern für einen verpflichtenden Werteunterricht an den Schulen ausgesprochen. Damit hat sie eindeutige Signale gegen ein ordentliches Schulfach Religion ausgesandt.

Diese Botschaft hat in den Oppositionsparteien scharfe Kritik ausgelöst. Der bayerische CSU-Vorsitzende, Edmund Stoiber, warf der SPD eine schreckliche Fehlentwicklung vor. Auch Hessens Ministerpräsident Roland Koch kritisierte in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung heftig diesen Schritt. Er forderte einen „offensiven Umgang mit dem Christentum in unserem Land“.

Die SPD und PDS wollen anstelle des Religionsunterrichtes vom Schuljahr 2006/2007 an ab der siebten Klasse einen verpflichtenden Werteunterricht einführen. Die Schulleitungen sollen keinen Spielraum erhalten, den Werteunterricht zu Gunsten von Religion abzusetzen.

SPD und PDS haben die Vorwürfe bereits als haltlos zurückgewiesen.

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March 10, 2005

FDP will Patientenverfügungen neu regeln

FDP will Patientenverfügungen neu regeln

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Patientenverfügung in englisch

Berlin (Deutschland), 10.03.2005 – Nach dem Scheitern des Gesetzentwurfes von Bundesjustizminsterin Brigitte Zypries (SPD) innerhalb der Fraktionen von SPD und Grünen, der im Rahmen der Patientenverfügungen die Selbstbestimmung über die Fürsorge festlegen sollte, fordert der Obmann der FDP Michael Kauch in der Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ nun eine schnelle Entscheidung über den Antrag der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag.

„Die Liberalen plädieren dafür, Menschen am Lebensende und bei schwerer Krankheit mehr Selbstbestimmung zu ermöglichen. Wer klare und anwendbare Verfügungen getroffen hat, soll nicht mit der Angst leben müssen, Behandlungen ertragen zu müssen, die er selbst als unwürdig oder zu belastend empfindet“, so Kauch.

Jeder Patient solle allzeit seine Therapiewünsche, -begrenzungen und -dauer selbständig festlegen dürfen, sofern nicht offenkundige Willensäußerungen verlautbart würden oder der Patient nicht mehr in der Lage sei, eine Patientenverfügung ernsthaft zu gestalten – etwa in Demenzfällen.

Strittige Fälle sollen nur bei Dissens zwischen behandelndem Arzt, Betreuer und Angehörigen durch ein Vormundschaftsgericht entschieden werden, die Unfähigkeit des Patienten zur Willensäußerung vorausgesetzt.

Es müsse jedoch klar sein, so Kauch, dass die Patientenverfügung kein menschwürdiges Sterben ermögliche. Vielmehr gehe es darum, den Ausbau leidmindernder Palliativmedizin und die Aufklärung über die medizinischen Möglichkeiten der Leidminderung voranzutreiben. „Je informierter der Mensch ist, desto selbstbestimmter kann er handeln“, betonte Kauch.

Quellen

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March 9, 2005

Werteunterricht statt Religionslehre in Berlin

Werteunterricht statt Religionslehre in Berlin

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Berlin (Deutschland), 09.03.2005 – Nach mehrjährigem Tauziehen der Koalitionspartner SPD und PDS im Berliner Senat hat man sich darauf geeinigt, einen verpflichtenden Werteunterricht einzuführen. Wie dieser aussehen soll, ist derzeit allerdings noch unklar.

Der Vorschlag des Schulsenators Klaus Böger (SPD), eine Wahl zwischen „Lebensgestaltung-Ethik-Religion“ und einem staatlichen Religionsunterricht zu lassen, ist wahrscheinlich vom Tisch. Sowohl die PDS als auch die Mehrheit der SPD sind für ein konfessionsneutrales Pflichtfach für alle. Auch die Grünen unterstützen diesen Plan.

Umgesetzt werden soll das Vorhaben bereits mit Beginn des Schuljahres 2006/2007.

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