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February 1, 2008

FIFA empört über neues Transferurteil

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FIFA empört über neues Transferurteil

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Veröffentlicht: 18:15, 1. Feb. 2008 (CET)
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Lausanne (Schweiz), 01.02.2008 – Ein Urteil des Court of Arbitration for Sport, des Internationalen Sportgerichtshofes in Lausanne, zum Transfer von Fußballspielern erschüttert die FIFA.

Der CAS hatte im Transferfall des schottischen Fußballspielers Andy Webster zu entscheiden, der im Jahre 2006 trotz eines bestehenden Vertrages vom schottischen Fußballverein Heart of Midlothian zum englischen Premier League Team Wigan Athletic gewechselt war. Das schottische Team Heart of Midlothian hatte einen Schadenersatz von 5,4 Millionen Euro, dem Transferwert von Andy Webster verlangt. Die FIFA-Schlichtungskommission hatte im April 2007 eine Strafe von 843.000 Euro für Andy Webster und Wigan Athletics festgesetzt.

Der CAS-Sportgerichtshof erklärte den Transfer von Andy Webster unter Bezug auf Artikel 17 Abs. 1 der FIFA Transferordnung für rechtmäßig. Danach können Fußballprofis nach zwei maximal drei Jahren ihren Verein ins Ausland verlassen. Webster wurde lediglich zur Zahlung der noch ausstehenden Gehaltszahlungen von 150.000 Pfund Sterling (zirka 200.000 Euro) an die Hearts of Midlothian verpflichtet.

Diese Ablöseregelung wird gravierende Auswirkungen auf das internationale Transfersystem im Fußball haben, weil sich der Transferpreis nicht mehr am Marktwert eines Profifußballers orientiert, sondern nur noch am ausstehenden Gehalt. Die FIFA bewertete das Urteil als verheerend. „Die Hände reiben können sich wohl einzig die Spielervermittler, die ihre Klienten, wie im Fall von Webster, gewinnbringend neuen Clubs anbieten können!“

Die Webster-Entscheidung werde die Transfersummen drücken und die Spielergehälter noch schneller steigen lassen. Langfristige Verträge werden zum einseitigen Risiko für die Fußballvereine, weil sie potentielle Käufer nicht mehr abschrecken würden. Die Deutsche Fußball Liga beruft sich auf deutsches Arbeitsrecht und droht Artikel-17-Spielern mit der Verweigerung der internationalen Freigabe. Nach dem CAS-Urteil aber wird die DFL damit wohl nicht mehr durchkommen.

Nach Ansicht von Tony Higgins, Vertreter der internationalen Spielergewerkschaft Fifpro, haben Fußballer jetzt die gleichen Rechte wie normale Arbeitnehmer. Sie könnten Verträge jetzt auch einseitig kündigen. Das sei die bedeutendste Veränderung seit der Bosman-Entscheidung im Jahre 1995.

Die Webster-Entscheidung wird schon mit einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 15. Dezember 1995, der sogenannten Bosman-Entscheidung (EuGH RS C-415/93, Slg 1995, I-4921), verglichen. Seinerzeit war es um den ablösefreien Wechsel des belgischen Profifußballers Jean-Marc Bosman vom RFC Lüttich zum französischen Zweitligisten USL Dünkirchen gegangen.

Die beiden Fußballvereine Heart of Midlothian und Wigan Athletic haben bereits Einspruch gegen die CAS-Entscheidung eingelegt.

Quellen

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April 14, 2005

Gerolsteiner trennt sich von Hondo

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Gerolsteiner trennt sich von Hondo

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UCI in Aigle

Ascona (Schweiz), 14.04.2005 – Am vergangenen Dienstag wurde im IOC-Labor in Madrid die B-Probe von dem unter Dopingverdacht stehenden Radprofi Danilo Hondo geöffnet. Das Ergebnis dieser Probe war wie bei den beiden A-Proben positiv. Hondo war bei der Öffnung der B-Probe ebenso wie sein Anwalt anwesend.

Der Radprofi aus Cottbus mit schweizer Wohnsitz gilt damit endgültig des Dopings mit dem Aufputschmittel Carphedon überführt.

Sein bisheriger Rennstall, das Team Gerolsteiner, hat diese Informationen von Radsport-Weltverband (UCI) in Aigle erhalten und mittlerweile auch offiziell bestätigt. Damit ist das Ende Hondos Radsportkarriere eingeleitet. Gerolsteiner hat ihm den Vertrag mit sofortiger Wirkung gekündigt, obwohl er bestreitet, wissentlich ein verbotenes Mittel eingenommen zu haben.

Hondo muss jetzt mit einer zweijährigen Sperre durch den UCI rechnen. Hondos Anwalt Michael Lehner hingegen versucht nun über Hondos zuständigen Schweizer Radverband Strafminderung zu erwirken. Lehner hatte bereits den 5.000-Meter-Olympiasieger von 1988 und 1992 Dieter Baumann in dessen Doping-Fall vertreten. Er rechnet mit einem alsbaldigen Schuldspruch, den der UCI bestätigen muss. Anschließend kann Einspruch beim Internationalen Sport-Schiedsgericht (CAS) in Lausanne eingelegt werden. Die Entscheidung des CAS ist dann jedoch endgütig beziehungsweise für alle Beteiligten verbindlich.

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Quellen

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