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August 4, 2005

Fall Gudenus liegt nun beim Untersuchungsrichter

Fall Gudenus liegt nun beim Untersuchungsrichter

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Wien (Österreich), 04.08.2005 – Das Verfahren gegen den Bundesrat John Gudenus (FPÖ) liegt nun nicht mehr in der Hand der Staatsanwaltschaft, sondern mittlerweile beim zuständigen Untersuchungsrichter. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen den Bundesrat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, da dieser in einem Interview behauptet hat, dass es Konzentrationslager während der Nazi-Zeit zwar in Polen, nicht aber auf deutschem Boden gegeben hätte.

Staatsanwalt Karl Schober hat sein Verfahren am Freitag abgeschlossen und die Einleitung einer Voruntersuchung durch den Untersuchungsrichter beantragt. Derweil hat sich der Sohn des Bundesrats, Johann Gudenus (FPÖ) von den Äußerungen seines Vaters distanziert. Dennoch halte er nichts davon, wenn von den Medien nun historische Diskussionen inszeniert würden. Mittlerweile hätten es die Jugendlichen „satt, dauernd nur von der Vergangenheit zu hören und über diese sprechen zu müssen“.

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Quellen

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August 2, 2005

Verfahren gegen FPÖ-Politiker wegen Leugnung des Holocausts eingeleitet

Verfahren gegen FPÖ-Politiker wegen Leugnung des Holocausts eingeleitet

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Archivbild: Mahnmal des KZ Buchenwald (bei Weimar)

Wien (Österreich), 02.08.2005 – Gegen den Bundesrat John Gudenus (FPÖ) hat die Staatsanwaltschaft Wien ein Strafverfahren eingeleitet, da dieser in einem Zeitungsinterview die Existenz von Konzentrationslagern auf deutschem Boden während der Zeit des Nationalsozialismus 1933 bis 1945, dem so genannten Dritten Reich, geleugnet hat.

Die Leugnung oder Verharmlosung des Holocausts ist nach österreichischem Recht strafbar und kann mit einer Gefängnisstrafe bis zu zehn Jahren geahndet werden. Die Immunität ist vom Wiener Landtag bereits am 29. Juni aufgehoben worden. Bereits vor zehn Jahren musste Gudenus sein Parlamentsmandat wegen ähnlicher Äußerungen niederlegen.

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