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November 25, 2010

Studie: Erhöhte Krebsrate in der Region um das Atommüll-Lager Asse

Studie: Erhöhte Krebsrate in der Region um das Atommüll-Lager Asse

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Veröffentlicht: 22:27, 25. Nov. 2010 (CET)
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Wolfenbüttel / Hannover (Deutschland), 25.11.2010 – Eine erhöhte Leukämie-Rate in der Region rund um das Atommüll-Lager Asse im niedersächsischen Landkreis Wolfenbüttel stellte eine Studie jetzt fest. Einen Bericht zu der Studie sendete am Donnerstag das Regionalmagazin des Norddeutschen Rundfunks „Hallo Niedersachsen“. Das Magazin berief sich dabei auf Daten, die das niedersächsische Sozialministerium ermittelt hatte.

Dabei wurden statistisch signifikant erhöhte Leukämie-Raten bei Neuerkrankungen von Männern festgestellt. Die Leukämiewerte für Frauen lagen im statistisch erwarteten Bereich. Frauen wiesen dagegen eine dreifach erhöhte Neuerkrankungsrate im Vergleich zu dem statistischen Erwartungshorizont bei Schilddrüsenkrebs auf.

Die Daten wurden in dem Zeitraum zwischen 2002 und 2009 durch die Registerstelle des Epidemiologischen Krebsregisters (EKN) erhoben. Einen detaillierten Bericht will das EKN Anfang Dezember vorlegen.

Ob es einen ursächlichen Zusammenhang mit der Lage der Schachtanlage Asse, eines Lagers für atomare Abfälle, im Landkreis Wolfenbüttel gibt, ist bislang unklar. Vertreter von Sozial- und Umweltministerium, des Landkreises Wolfenbüttel und des Bundesamtes für Strahlenschutz wollen zunächst eine Arbeitsgruppe bilden, die dieser Frage nachgehen soll.

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December 24, 2006

Familie in Jena soll wieder ins Vogtland abgeschoben werden

Familie in Jena soll wieder ins Vogtland abgeschoben werden

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Artikelstatus: Fertig 22:44, 24. Dez. 2006 (CET)
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Jena (Deutschland), 24.12.2006 – Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Familie. Doch einen Tag vor Heiligabend veröffentlicht die Thüringische Landeszeitung einen Artikel im Jenaer Regionalteil über eine kurdische Flüchtlingsfamilie, die bisher im Ronald McDonald Haus in Jena untergebracht ist. Die sechsjährige Tochter Jina wird an der Universitätsklinik Jena wegen Leukämie behandelt. Die Familie soll nun aber wieder zurück in ihr Heim ins Vogtland.

Die Leukämie bei Jina war bereits in Syrien, dem Herkunftsland der Familie, ausgebrochen und in Damaskus behandelt worden. Die Familie flüchtete später wegen ihrer kurdischen Abstammung aus dem Land über die Türkei und Tschechien nach Deutschland. Hier wurde die geduldete Familie der Ausländerbehörde im Vogtland zugewiesen. Auf Grund des Leukämierückfalls wurde die Tochter an der Uniklinik in Jena behandelt. Die restliche Familie wurde in Jena in einem sogenannten Ronald McDonald Haus untergebracht. Diese Häuser sind speziell für Familien errichtet worden, deren Kinder längere Zeit im Krankenhaus sein müssen, damit diese ihnen nah sein können. Laut einer Studie genesen die Kinder dadurch schneller.

Nun hat jedoch die Ausländerbehörde von Jena die Familie angewiesen, wieder zurück ins Vogtland zu gehen. Jina muss muss laut Aussage von Professor Felix Zintl, dem geschäftsführenden Direktor der Kinder- und Jugendmedizin, noch zirka eineinhalb Jahre regelmäßig Medizin einnehmen und von der Klinik betreut werden. Eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist wegen der hohen Pilz-, Viren- und Bakterienbelastung für Jina nicht ratsam. Ein Auto oder gar ein Taxi kann sich die Familie aber nicht leisten.

Professor Zintl hat sich gemeinsam mit der Leiterin des Ronald McDonald Hauses in Jena auf die Suche nach einer geeigneten Wohnung für die fünfköpfige Familie gemacht und versucht eine Aufenthaltsgenehmigung bis zum Sommer 2008 in Jena zu erwirken. Die zuständige Behörde im Vogtland hätte dagegen nichts einzuwenden, jedoch beharrt die Jenaer Behörde bislang auf der Rückreise. Eine Anfrage der beiden beim Oberbürgermeister brachte einen Verweis zum Sozialdezernenten ein und dieser verwies wiederum an die Ausländerbehörde.

Wie sich diese Familiengeschichte weiterentwickeln wird, wird sich nun wahrscheinlich erst nach den Feiertagen zeigen.

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March 17, 2006

Paul Spiegel liegt im künstlichen Koma

Paul Spiegel liegt im künstlichen Koma – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Paul Spiegel liegt im künstlichen Koma

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Artikelstatus: Fertig 21:18, 17. Mrz. 2006 (CET)
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Düsseldorf (Deutschland), 17.03.2006 – Paul Spiegel, der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, wurde gestern auf der Intensivstation der Düsseldorfer Uniklinik in ein künstliches Koma versetzt. Es soll die Therapie des 68-Jährigen unterstützen, der an beginnender Leukämie leidet.

Insgesamt stehen die Prognosen für Spiegel gut. Die Ärzte gehen davon aus, dass der Mann in einigen Monaten wieder arbeiten kann. Erst Anfang Februar 2006 hatte Spiegel einen Herzinfarkt erlitten. Seit dieser Zeit liegt er im Krankenhaus.

Themenverwandte Artikel

  • Zentralratspräsident Paul Spiegel ist tot (30.04.2006)

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July 26, 2005

Mit dem Tod von Albert Mangelsdorff verliert die Jazzwelt einen ihrer Großen

Mit dem Tod von Albert Mangelsdorff verliert die Jazzwelt einen ihrer Großen

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Albert Mangelsdorff, Fotografie: Frank Schindelbeck

Frankfurt am Main (Deutschland), 26.07.2005 – Wie die Stuttgarter Nachrichten gestern meldeten, starb am Montag der bekannte Jazzposaunist Albert Mangelsdorff im Alter von 76 Jahren in Frankfurt am Main an Leukämie. Mangelsdorff galt als ein Wegbereiter des modernen Jazz in Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Musiker prägte die Jazzszene auch international durch seine revolutionäre Spielweise auf der Posaune. Die Klangfarben dieses Instruments erweiterte er durch eine besondere Technik, bei der zusätzlich zum gespielten Ton ein zweiter Ton hineingesungen wird, wodurch Obertöne entstehen und so das Klangspektrum des Instruments vergrößert werden kann.

Mangelsdorff wurde in Deutschland bekannt durch sein Mitwirken beim United Jazz + Rock Ensemble (gegründet 1975), dem außer ihm viele der bekanntesten deutschen Jazz-Musiker angehörten, darunter auch der im Juni 2003 verstorbene Gitarrist Volker Kriegel. In dieser Formation tourte er mehrfach durch Deutschland. Eine enge Verbindung mit dem Pianisten Wolfgang Dauner führte zu vielbeachteten gemeinsamen Musikproduktionen. Auch beim Orchester des Hessischen Rundfunks sowie der NDR-Studioband (seit 1971: NDR Bigband) wirkte er an zahlreichen Produktionen mit.

Die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth würdigte den Musiker als einen „Weltstar ohne Allüren“.

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June 25, 2005

Mütter und Lehrer beunruhigt über Leukämiefälle an kalifornischer Grundschule

Mütter und Lehrer beunruhigt über Leukämiefälle an kalifornischer Grundschule

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Franklin Grundschule in Kalifornien

Santa Ana (USA), 25.06.2005 – Am Donnerstag letzter Woche hielt Joe Dunn, Abgeordneter des kalifornischen Senats, die zweite Bürgerversammlung bezüglich des Ausbruchs von Leukämie an der Franklin Grundschule in Santa Ana im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien ab. Vertreter der Stadt, des Schulbezirks und der kalifornischen Behörde AQMD (South Coast Air Quality Management Distric) waren gekommen, um Fragen zu beantworten.

Senator Dunn eröffnete das Treffen, indem er den Anwesenden und Eltern für ihre Unterstützung durch ihre Teilnahme dankte. „Wir möchten versuchen eine sehr wichtige Debatte zu führen. Um was geht es? Wir verzeichnen bei unseren Kindern ein sehr hohes Aufkommen von Krebs- und Leukämiefällen sowie von Atemwegserkrankungen. Warum sind unsere Kinder krank? Das ist eine sehr schwierige Frage“, sagte Dunn. „Was ist der Grund für unsere Kranken und wie können wir das verhindern? Wir stimmen alle damit überein, dass niemand weitere kranke Kinder in Santa Ana sehen möchte.“ Unterbrochen von Applaus sagte Dunn: „Vor drei Wochen berichteten zwei Eltern und ein Lehrer von Todesfällen.“

Bei der letzten Versammlung ging es um Sorgen der Bevölkerung wegen eines metallverarbeitenden Betriebs, der sich an die AQMD gewandt hatte, um eine Genehmigung für die Vergrößerung seiner Produktionsstätten zu beantragen, bei der mehr Schadstoffe ausgestoßen würden. Eltern und Lehrer waren beunruhigt über die Tatsache, dass der Betrieb in der Nähe der Kennedy Grundschule liegt und darüber, dass ihre Kinder einer hohen Belastung von Blei ausgesetzt seien, was Atemprobleme, starkes Nasenbluten und Leukämie zur Folge habe.

„Wie viele Unternehmen gibt es in Santa Ana, denen Genehmigungen für den Ausstoß giftiger Abgase erteilt wurden?“ fragte Dunn auf der letzten Versammlung. Die AQMD und der Orange County Sanitation District beantworteten die Frage, indem sie Karten von Santa Ana zur Verfügung stellten, auf denen die Lage von Unternehmen, denen eine Erlaubnis zum Ausstoß von Schadstoffen erteilt wurde, markiert war. „Ich kann ihnen eines sagen, am Ende der Versammlung werden wir nicht alle Antworten kennen… aber es wird sicher eine weitere Versammlung geben.“

Erste Beunruhigung entstand im Frühjahr 2002, als man bei fünf Jungen, die die Franklin Grundschule besuchen, den gleichen Typ von Leukämie diagnostizierte. Versuche, eine Nachforschung möglicher Ursachen durch das „Center for Disease Control“ (CDC) zu erreichen, blieben erfolglos. Das Zentrum erklärte den Eltern, dass die Fälle „von akzeptablem Ausmaß“ seien. Eltern, Lehrer, öffentliche Angestellte und Ärzte blieben nicht überzeugt. In den vergangenen drei Jahren wurde bei 19 Müttern, die in Mietwohnungen einen Häuserblock von der Franklin Grundschule entfernt leben, ebenfalls Leukämie diagnostiziert.

Leukmiefälle in Santa Ana, Kalifornien (roter Pin)

Dunn übergab das Wort an Tammy Sanchez, einen Lehrer an der Franklin Grundschule. Herr Sanchez sagte: „Im Dezember 2002 erreichten uns einige sehr beunruhigende Nachrichten. Bei einem unserer Schüler wurde Leukämie diagnostiziert. Schließlich stellte man die Krankheit bei weiteren Schülern der Franklin Grundschule fest. Später fand ich heraus, dass drei Kinder, die in nahegelegenen Wohnungen zu Hause sind, ebenfalls an Leukämie erkrankt sind.“ Dann berichtete Sanchez über ähnliche Krebsfälle in der Umgebung, darunter 19 Frauen, die alle Mietwohnungen im gleichen Gebäude bewohnten und an Leukämie erkrankten. „Aus meiner Sicht ist das viel zu viel“, schloss Sanchez.

Socorro Molina, die Mutter von Diego, der wegen Leukämie therapiert wird und Schülerin der Franklin Grundschule ist, sagte: „Mein Sohn hat Leukämie. Ich bin beunruhigt, da dort viele Kinder in Behandlung sind. Kinder, die mit meinem Sohn spielten, sind an Leukämie gestorben. Man sollte diese Firmen genauer untersuchen.“ Senator Dunn antwortete: „Vielen Dank, Socorro. Ich weiß, wie schwierig es ist, diese private Angelegenheit öffentlich mit uns in den zwei Veranstaltungen zu teilen.“

Senator Dunn fuhr fort: „Am Ende der letzten Versammlung wurde von einer Mutter eine Karte gefordert, auf der alle Betriebe hervorgehoben sind, die giftige Substanzen freisetzen. Wir verlangten von der AQMD eine Karte, auf der ausnahmslos alle Betriebe in Santa Ana dargestellt werden, die schädliche Stoffe in die Luft abgeben. Diese Karte liegt nun vor. Die meisten dieser Firmen befinden sich, sie ahnen es, in der Nähe der Franklin Grundschule. Diese Karte ist eindrucksvoll. Der OCSD stellte uns eine weitere Karte zu Verfügung, die alle Betriebe zeigt, die giftige Materialien in unsere Kanalisation ableiten. Auch die meisten dieser Betriebe befinden sich, wie Sie sich denken können, in der Nähe der Franklin und Kennedy Schulen.“ Senator Dunn versprach, dass bei der nächsten Versammlung Wissenschaftler anwesend sein werden, die beurteilen könnten, ob die von den Betrieben freigesetzten Stoffe für die Anwohner ein Gesundheitsrisiko darstellen. „Wir werden die Angelegenheit weiter verfolgen, bis sich herausgestellt hat, warum unsere Kinder erkranken“, sagte der Senator.

Rosemary Avila, Jill Whynot, and Barry Wallerstein

Jose Solorio, Mitglied des Stadtrats von Santa Ana, sagte, dass die Stadt das Interesse der Medien beachtet habe. „Ich kann Ihnen sagen, dass es sich um eine sehr schwierige Angelegenheit handelt. Die Stadt hat das Recht, über die Nutzung des Bodens zu entscheiden, das bedeutet, sie kann auch Einschränkungen festlegen. Als gewählte Beamte müssen wir jedoch mehr über die Sachlage wissen“, sagte Solorio. Solorio übergab das Wort an den Planungsdirektor der Stadt und an weitere städtische Beamte. Solorio fügte hinzu, dass Miguel Pulido, der Bürgermeister von Santa Ana, ein Vorstandsmitglied der AQMD sei. Des Weiteren habe Miguel Pulido noch an keiner der Versammlungen zu diesem Thema teilgenommen. Außerdem habe er noch nie öffentlich über dieses Thema geredet.

Als nächstes kam Rosemary Avila, Vorstandsmitglied der Vereinigung der Schulen von Santa Ana, zu Wort. Sie sagte: „Die Schulleitung kümmert sich um die Angelegenheit. Ich habe mit einigen Lehrern telefoniert und ich glaube, dass die Bundesbehörde für Gesundheit darüber informiert wurde.“ Das Center for Disease Control wurde von Eltern über die Leukämieerkrankungen in Santa Ana benachrichtigt. Die Behörde erklärte daraufhin, dass die Erkrankungen „von akzeptablem Ausmaß“ seien. Frau Avila übergab das Wort an andere Vertreter der Schulleitung bevor sie sagte, dass es in der Vergangenheit Beunruhigung gab, der nachgegangen wurde. Als Vertreter des Schulbezirks müsse man jedoch nicht aufgrund von Angst handeln, sondern ausschließlich wegen Fakten, so Avila.

Jill Whynot von der AQMD erklärte: „Es gibt in Santa Ana 515 Anlagen und Einrichtungen, denen wir spezielle Genehmigungen erteilen.“ Barry Wallerstein, leitender Beamter der AQMD, sagte: „Wir schätzen dieses Forum sehr. Offenbar ist eine bessere Luftreinhaltung erforderlich. Darum schlage ich vor, dass wir in Santa Ana eine sehr genaue Überwachung der Luftqualität einführen, die wir als wichtig einstufen.“ Auf diese Aussage reagierten die Zuhörer mit anhaltendem Beifall.

Senator Josesph Dunn

Senator Dunn dankte den Vertretern der AQMD für ihre Anwesenheit und für die Beantwortung der Fragen. Jeder werde über die neuen Entwicklungen informiert, so Dunn. Als er die Karte gesehen habe, sei er sehr betroffen gewesen. „Bei der nächsten Versammlung werden einige Wissenschaftler anwesend sein, um darüber zu befinden, welche Betriebe krebserregende Stoffe freisetzen“, kündigte Dunn an. Beim Betrachten der Karte fallen ihm zwei Häufungen von Einrichtungen auf, denen eine Genehmigung erteilt wurde, so Dunn. Er fragte die AQMD Vertreter, ob sie die Auswirkung der Anhäufung von Betrieben in Betracht ziehen, wenn sie eine Genehmigung erteilen. Dr. Wallerstein antwortete, dass dies „zum Teil“ geschehe.

Dunn ging auf den Kommentar von Dr. Wallerstein ein und erklärte: „Wenn die AQMD zusätzliche Befugnisse im Zusammenhang mit der Auswirkung von Anhäufungen von Betrieben mit speziellen Genehmigungen benötigt, wird eine Gesetzesinitiative ergriffen, um diese Rechte zu geben.“ Der Senator richtete sich an den Stadtrat Solorio und fragte ihn, ob die Stadt in irgend einer Weise darauf achte, um welche Art von Betrieb es sich handle oder ob man die anhäufende Wirkung beachte, wenn einem Betrieb die Genehmigung erteilt wird.

Solorio antwortete mit der Feststellung, dass die Stadt einen allgemeinen Plan erstelle. Santa Ana sei im Vergleich zu Irvine oder Newport Beach eine ältere Stadt. Er stellte fest, dass die Stadt in der Zukunft auf dem juristischen Weg für die Begrenzung der Genehmigungen sorgen könnte. Jeder müsse seinen Teil zur Lösung des Problems beitragen, so Solorio. Der Stadtrat ging auf die Sorgen bezüglich des metallverarbeitenden Betriebs in der Nähe einer Schule ein und sagte, dass der Betrieb sich in einer industriellen Phase angesiedelt habe, weswegen er das Recht hatte, die Produktionsstätten zu bauen.

Solorio wurde von Senator Dunn gefragt, ob die Stadt nun Bestimmungen erwäge, um dies zu begrenzen. Solorio sagte, dass es immer Möglichkeiten gebe, den Plan daraufhin genau zu betrachten. Um die Entscheidungen treffen zu können, seien aber immer genaue Daten erforderlich. Der Senator befragte Dr. Wallerstein über die Anhäufungen von Betrieben im Süden von Santa Ana bzw. ob dies ungewöhnlich sei. Wallerstein vertrat die Meinung, dass dies nicht das Hauptproblem darstelle.

Nach der Podiumsdiskussion konnten die Zuhörer Fragen stellen und Kommentare abgeben. Eine Mutter dreier Kinder fragte, wann es konkrete Antworten gebe. Eine junge Frau zeigte sich sehr enttäuscht und richtete sich direkt an die AQMD-Vertreter, deren Aufgabe es ihrer Meinung nach sei, zu wissen, was die Ursache für die Leukämieerkrankungen ist. „Ich wohne im Viertel Henninger Park, wo die Kinder an Leukämie erkranken. Ich habe versucht, Vertreter der Stadt und der Justiz über Maler, die illegal unter der Erde malen, sowie Handwerker, die Farben und Qualm zurücklassen, zu informieren. Deswegen haben schon Bewohner das Viertel verlassen“, sagte die Frau.

Es gab an diesem Tag eine intensive Debatte über die Bemühungen der Beamten bezüglich ihrer Nachforschungen zur Gesundheitsqualität. Eltern drückten ihre Besorgnis über die Wasserqualität und illegale Tätigkeiten in der Wohngegend aus und sprachen über ihre Kinder und deren verschiedene Gesundheitsprobleme, von den hohen Kupfer- und Bleianteilen im Blut sowie zu den Atmungs- und Lungenflügelproblemen und Krebs.

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels (mit originärer Berichterstattung) vom 18.06.2005

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