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December 6, 2014

Philippinen: Hunderttausende fliehen vor Supertaifun Hagupit

Philippinen: Hunderttausende fliehen vor Supertaifun Hagupit

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Veröffentlicht: 14:25, 6. Dez. 2014 (CET)
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Nach den Prognosen des Joint Typhoon Warning Centers zieht Supertaifun Hagupit direkt über die Philippinen hinweg.

Manila (Philippinen), 06.12.2014 – Tausende Bewohner der Philippinen fliehen vor dem Supertaifun Hagupit, der ab Samstagabend Mitteleuropäischer Zeit die Philippinen überqueren wird, doch Ausläufer des tropischen Wirbelsturms wirken sich bereits aus. Der Sturm war vor knapp einer Woche östlich von Palau entstanden und zog in west-nordwestlicher Richtung über die Philippinensee. Am 5. Dezember um 19:00 Uhr MEZ lag der Sturm noch einige hundert Kilometer östlich der Küste und erreichte andauernde Windgeschwindigkeiten von 240 km/h und in Böen 295 km/h, teilte das Joint Typhoon Warning Center (JTWC) in Honolulu mit. Allerdings wird angenommen, dass der Sturm bei der Annäherung an die Küste an Kraft verliert.

„Ruby“, wie der Taifun von der PAGASA getauft wurde, ist ein extrem niederschlagsreicher Sturm. Nach Messungen des GPM Microwave Imager (GMI) fallen am Rand der Eyewall 76 mm Niederschlag pro Stunde, an der Südseite des Sturmes noch mehr. Aufgrund von Beobachtungen mit dem Suomi-NPP-Satellit von NASA und NOAA, der über den Sturm hinweggeflogen war, hatte das Auge des Taifuns am 5. Dezember einen Durchmesser von 19 km.

Supertaifun Hagupit am 4. Dezember um 3:12 Uhr MEZ

Etwa 50 philippinische Provinzen sind gefährdet durch den Wirbelsturm, dessen Landfall an der Ostküste der Insel Samar erwartet wird, darunter auch Gebiete, die unter den Auswirkungen von Taifun Haiyan besonders gelitten haben. PAGASA, der nationale Wetterdienst der Philippinen, sagt dann eine Zugbahn durch die zentralen Inselgruppen des Inselstaates voraus, während das JTWC, dessen Warnungen vor allem für Einrichtungen der Vereinigten Staaten in der Region bestimmt sind, eine etwas weiter im Norden liegende Zugbahn prognostiziert, die den Sturm knapp südlich an der Millionenmetropole Manila vorbeiführen könnte.

Nach Angaben des Ministeriums für soziale Wohlfahrt und Entwicklung wurden bislang eine halbe Million Bewohner in Sicherheit gebracht, doch könnte diese Zahl noch steigen. „Dieses Mal wird niemand etwas riskieren – weder die Regierung, noch die Bevölkerung oder die internationalen Hilfsorganisationen“, sagt Bradley Mellicker von der Internationalen Organisation für Migration. „Alle erinnern sich daran, was letztes Jahr passierte, und bereiten sich vor, soweit es ihnen möglich ist.“ Doch der Vorsitzende des Philippinischen Roten Kreuzes warnt: Zwar sei das Land diesmal besser vorbereitet, doch „hat die Natur die Angewohnheit, zurückzuschlagen und dich in deinen Hintern zu beißen, man muss also vorbereitet sein auf Überraschungen.“

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July 22, 2014

Opferzahlen von Taifun Rammasun weiter gestiegen

Opferzahlen von Taifun Rammasun weiter gestiegen

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Veröffentlicht: 23.07.2014, 12:35 (CEST)
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Haikou (China), 22.07.2014 – Die Zahl der Todespfer des Taifuns Rammasun in China ist mittlerweile auf 33 gestiegen. Aus Vietnam werden zurzeit elf Todesopfer als Folge von Rammasun gemeldet. Mehrere Personen werden dort noch vermisst. 600.000 Menschen wurden in Hainan inzwischen in Notunterkünften untergebracht, aber noch immer warten 240.000 Menschen auf Hilfe. Die Nahrungsmittelpreise auf Hainan sind inzwischen als Folge des Unwetters stark gestiegen. Behörden und das chinesische Rote Kreuz bemühen sich unterdessen um Unterstützung für die betroffenen Regionen, sowohl durch Nahrungsmittelspenden wie auch technische Hilfe und die Bereitstellung von finanzieller Soforthilfe.

Während Rammasun mittlerweile über dem südlichen China zu einem tropischen Tiefdruckgebiet geworden ist und damit geschwächt, nähert sich der Taifun Matmo Taiwan. Der Sturm steuert direkt auf die Millionenstadt Taipei zu und wird das chinesische Festland voraussichtlich am frühen Donnerstag (Ortszeit) erreichen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Schwere Schäden durch Taifun Rammasun in China (21.07.2014)

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July 20, 2014

Taifun Rammasun trifft auf den Südwesten Chinas

Taifun Rammasun trifft auf den Südwesten Chinas

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Veröffentlicht: 04:59, 20. Jul. 2014 (CEST)
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Prognostizierte Zugbahn am 18.07.2014

Honolulu (Vereinigte Staaten) / Manila (Philippinen), 20.07.2014 – Taifun Rammasun, der stärkste Taifun der letzten Jahre im Nordwesten des Südchinesischen Meeres, traf am Freitagnachmittag (Ortszeit, 18. Juli) auf die Nordostspitze der Insel Hainan. Zuvor hatte der tropische Wirbelsturm, der vom Joint Typhoon Warning Center als „Supertaifun“ eingestuft wurde, die Philippinen überquert. Rammasun erreichte am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) das chinesische Festland in der Provinz Guandong und bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern in nordöstlicher Richtung. Bislang kamen durch die Auswirkungen des Taifuns mindestens 70 Menschen ums Leben, darunter 40 auf den Philippinen und eine Person auf Hainan. Die chinesischen Behörden haben 26.000 Menschen vor dem stärksten Sturm, der Hainan in den letzten 40 Jahren getroffen hat, vorsorglich evakuiert. Zahlreiche Touristen sind auf Hainan gestrandet, nachdem die China Southern Airlines allein 96 Flüge von Sanya und Haikuo streichen musste. Auch auf dem Flughafen von Shenzhen wurden 55 Flüge vorsorglich gestrichen.

Taifun Rammasun mit Zentrum im Nordwesten von Hainan

Auswirkungen des Sturmes in Manila

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Schwere Schäden durch Taifun Rammasun in China

Schwere Schäden durch Taifun Rammasun in China

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Veröffentlicht: 21.07.2014, 03:58 (CEST)
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Haikou (China), 20.07.2014 – Der als Supertaifun eingestufte Taifun Rammasun hat in den chinesichen Provinzen Hainan und Guangxi schwere Schäden angerichtet und mindestens 18 Menschenleben gefordert, wobei noch Menschen vermisst werden. Der Sturm der am Freitagnachmittag (Ortszeit) die Insel Hainan erreicht hatte und dann weiter in die Richtung auf das chinesische Festland zog, hatte eine Spitzenwindgeschwindigkeit von über 200 km/h.

Auf Hainan starben acht Menschen und in Guanxi starben zehn Menschen, wobei die die Zahl der Vermissten mit zwei bis vier angegeben wird. Der Sturm verursachte in Hainan allein Schäden, die sich auf mindestens 1,45 Milliarden US-Dollar belaufen. Durch das Unwetter wurden 51.000 Häuser auf der Insel Hainan zerstört und große landwirtschaftliche Flächen verwüstet. Für Guanxi belaufen sich die ersten Schadensmeldungen auf eine Summe von rund 260 Millionen US-Dollar. Der Sturm zerstörte sowohl die Elektrizitätsversorgung als auch Einrichtungen der Telekommunikation, was neben umgestürzten Bäumen, die zahlreiche Straßen blockieren, die Aufräumarbeiten zusätzlich erschwert. Der zwischenzeitlich eingestellte Flugverkehr nach Hainan wurde wieder aufgenommen, auch die Eisenbahn und Fährverbindungen in der Region haben ihren Dienst wieder aufgenommen.

Auf den Philippinen, wo der Sturm vorher wütete, wird die Zahl der Todesopfer inzwischen mit 94 angegeben. Mit dem Taifun Matmo ist bereits der nächste Sturm im Anzug. Matmo weist im Augenblick Windgeschwindigkeiten von 150 km/h auf und droht auf die gerade von Rammasun betroffenen Gebiete zu treffen. Rammasun zieht unterdessen weiter in nördlicher Richtung und wird starken Regen in die chinesische Provinz Yunnan sowie ins nördliche Vietnam bringen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Taifun Rammasun trifft auf den Südwesten Chinas (20.07.2014)

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September 25, 2013

Dutzende Tote durch Taifun Usagi

Dutzende Tote durch Taifun Usagi – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Dutzende Tote durch Taifun Usagi

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Veröffentlicht: 20:52, 26. Sep. 2013 (CEST)
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Usagi streifte Taiwan und die Philippinen und traf dann östlich von Hongkong auf das Festland

Hongkong / Guangzhou (Volksrepublik China) / Manila (Philippinen), 25.09.2013 – Die Zahl der Opfer durch Taifun „Usagi“, der am Sonntag (23.09.) gegen 12:00 Uhr MESZ auf das chinesische Festland getroffen war, ist auf mindestens achtundvierzig gestiegen. „Usagi“ ist der neunzehnte tropische Sturm im westlichen Pazifik und der bisher intensivste Sturm in diesem Jahr weltweit. Der Wirbelsturm hatte sich einige hundert Kilometer östlich der Insel Luzon gebildet und sich rasch in einen Taifun intensiviert. An der Nordspitze Luzons erreichte „Usagi“ in Böen bis zu 250 Kilometer pro Stunde. Der Taifun war dann in einer grob west-nordwestlichen Richtung durch die Luzonstraße gezogen. Sein Durchzug hatte auf den Philippinen und in Taiwan erhebliche Starkregenfälle ausgelöst. Im Großraum Manila, wo mehr als 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen waren und außerhalb wurden niedrig gelegene Gebiete überflutet. Nach Angaben des UK Met Office fielen auf Taiwan bis zu 700 Liter Regen pro Quadratmeter.

In der chinesischen Provinz Guangdong starben durch die Auswirkungen des Taifuns fünfundzwanzig Menschen, dreizehn davon in der Stadt Shanwei und ihrer Umgebung. Zuvor kamen beim Durchzug des „Kaninchens“, so die deutsche Bedeutung des japanischen Namens des Taifuns, zwei Personen auf Taiwan und über zwanzig auf den Philippinen um. Zwei Personen waren in der Provinz Aurora ertrunken, als ihr Boot durch hohen Wellengang kenterte. Fünfzehn Bewohner der Stadt Subic in der Provinz Zambales wurden durch zwei Erdrutsche verschüttet und waren tot, als man sie ausgrub, teilte der Bürgermeister des Ortes, Jeffrey Khonghun, mit. Bei zwei weiteren Erdrutschen in derselben Provinz kamen weitere fünf Menschen um. Die Erdrutsche wurden durch die Starkregenfälle ausgelöst, die der Sturm mit sich führte.

Der Taifun kurz vor dem Auftreffen auf das chinesische Festland

Die chinesischen Behörden hatten vor dem Eintreffen des Wirbelsturms 226.000 Bewohner küstennaher, durch den Taifun gefährdeter Gebiete evakuieren lassen. In Hongkong wurden Schulen geschlossen und am internationalen Flughafen der Stadt 370 Flüge gestrichen. Auch auf dem chinesischen Festland fielen hunderte von Flügen aus, und der Hochgeschwindigkeitszugverkehr zwischen Guangzhou und Peking wurde vorübergehend eingestellt. Der Taifun traf die Region zu einer Zeit, in der wegen des in China, Korea, Taiwan und Japan gefeierten Mondfestes besonders viele Reisende unterwegs sind. Außerdem wurden der Vormittagshandel an der Wertpapierbörse ausgesetzt und der öffentliche Nahverkehr eingestellt. Die Meteorologen hatten zunächst vorausgesagt, dass der Taifun die 7,1 Millionen Einwohner zählende Metropole direkt treffen würde, doch dieser blieb der Stadt erspart, weil der Landfall weiter östlich bei Shanwei erfolgte, äquivalent zur Stärke eines Kategorie-2-Hurrikans. Hongkong lag somit auf der schwächeren Seite des Sturms. Dennoch wurden 17 Personen wegen Verletzungen behandelt, die durch die Auswirkungen des Sturmes verursacht wurden. Das Hong Kong Observatory meldete Windgeschwindigkeiten um 65 Kilometer pro Stunde und in Böen 80 Kilometer pro Stunde sowie rund 100 Liter Regen pro Quadratmeter.

Infolge des Sturms wurden in der Provinz Guangdong 7100 Häuser zerstört, und der Sachschaden wurde vorläufig auf 500 Millionen US-Dollar geschätzt, teilte Xinhua mit. 170.000 Haushalte verloren zeitweise die Versorgung mit elektrischem Strom, weil starker Wind und Sturzfluten Versorgungsleitungen niederrissen. Vier der sechs Reaktoren des Kernkraftwerks Daya Bay wurden aus Sicherheitsgründen in der Leistung reduziert, bis der Sturm vorübergezogen war. Ein steigender Wasserspiegel ermöglichte es zwei Nilpferden, aus dem Zoo von Shantou auszubüchsen. Die Geflohenen konnten inzwischen wieder eingefangen werden. In der Nachbarprovinz Fujian wurden mehr als 80.000 Bewohner in Sicherheit gebracht. Mehr als 70.000 Fischerboote mussten in beiden Provinzen im Hafen bleiben, und die Fahren zwischen Hngkong und Macao beziehungsweise Taiwan stellten ihren Betrieb ein.

Unterdessen zieht der schwere Tropensturm Pabuk auf Japan zu – die Meteorologen gehen aber davon aus, dass dieser keine Gefahr für Land bedeutet, sondern zuvor nach Nordosten abdreht – und die Wettermodelle sagen die Bildung eines weiteren tropischen Systems im Laufe der Woche im Südchinesischen Meer voraus. Der September ist auf der Nordhalbkugel traditionell der Monat mit den meisten tropischen Wirbelstürmen. Im Atlantik und im östlichen Pazifik ist es derzeit allerdings außergewöhnlich ruhig, nachdem in der vergangenen Woche gleich zwei tropische Wirbelstürme auf Mexiko getroffen waren.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Pazifische Taifunsaison 2013“.

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September 27, 2011

Taifun „Nesat“ trifft auf die Philippinen

Taifun „Nesat“ trifft auf die Philippinen

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Veröffentlicht: 02:55, 27. Sep. 2011 (CEST)
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Voraussichtliche Zugbahn des Taifuns

Grafik: JTWC

Manila (Philippinen), 27.09.2011 – Taifun „Nesat“, der 17. benannte Wirbelsturm und achte Taifun der pazifischen Taifunsaison, ist mit 150 Stundenkilometern (gemittelter Wert) auf den Osten Luzons, der nördlichen Hauptinsel der Philippinen getroffen. In der Provinz Albay wurden am Montag im Zuge des für Dienstag in der Region erwarteten Taifuns etwa 50 000 Menschen in Sicherheit gebracht, weitere 60 000 sollten ebenfalls ihre Häuser verlassen. „Die Evakuierungen sind eine Vorsichtsmaßnahme, weil die Leute in Regionen mit Überschwemmungs- und Erdrutschgefahr wohnen“, sagte der Gouverneur von Albay, Joey Salceda.

In der 325 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila gelegenen Provinz wurden auch Schulen geschlossen und Boote in die Häfen zurückbeordert. Sechs Fischer galten am Montagabend als vermisst. Sie waren am Sonntag in See gestochen. 34 Inlandsflüge wurden gestrichen. In mehreren Provinzen wurden Schulen geschlossen und der Fährverkehr eingestellt. Rund drei Dutzend Inlandsflüge wurden am Montag (26.September) gestrichen. Die Behörden gingen davon aus, dass der Landfall des Taifuns mit andauernden Windgeschwindigkeiten von 140 Kilometern pro Stunden und Böen von 170 Kilometern pro Stunden bei Casiguran in der Provinz Aurora erfolgt.

„Nesat“ am 25. September 2011

Foto: MODIS

Durchschnittlich treffen jährlich sechs bis sieben Taifune auf die Philippinen. Ende August 2011 hatte Taifun Nanmadol den äußersten Norden Luzons gestreift und dabei erheblichen Schaden angerichtet, etwa 35 Menschen kamen damals ums Leben. Mindestens 70 Menschen starben bei zwei weiteren Tropenstürmen im Juli. Besonders schlimme Auswirkungen hatte jedoch eine Abfolge von mehreren tropischen Wirbelstürmen im September und Oktober 2009. Der folgenschwerste davon, Taifun „Ketsana“, war auf den Tag genau vor zwei Jahren auf Luzon getroffen und hatte im Großraum Luzon zum Ertrinken von 464 Personen geführt. An dieses Ereignis erinnerte die damalige Gouverneurin der Provinz Isabela bei einem Gottesdienst zum Gedenken der damals Gestorbenen. „Als es anfing zu regnen, sagte ich, ‚okay, wir werden an Onday erinnert.‘ Als es heftiger schüttete, rief ich ‚Herr, wir haben verstanden‘“, sagte Padaca der philippinischen Zeitung „Inquirer“.

Die Behörden haben Taifunwarnungen für die den Großraum Manila und die Provinzen Ilocos Norte, Ilocas Sur, Abra, Apayao, La Union, Benguet, Pangasinan, Zambales, Tarlac, Pampanga, Bulacan, Rizal, Quezon, Bataan, Camarines Norte, Camarines Sur und Catanduanes ausgelöst. Wenn „Pedring“, wie der Name des Taifuns auf den Philippinen lautet, Luzon überquert hat, setzt er seinen Weg über das südchinesische Meer fort und wird voraussichtlich auf die Insel Hainan treffen, so das Joint Typhoon Warning Center der US-Navy.

Themenverwandte Artikel

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Quellen

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September 20, 2011

Japan: Massen-Evakuierung wegen Taifun „Roke“

Japan: Massen-Evakuierung wegen Taifun „Roke“

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Veröffentlicht: 23:20, 20. Sep. 2011 (CEST)
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Prognostizierte Zugbahn

Grafik: Joint Typhoon Warning Center

Tokio (Japan), 20.09.2011 – Ein ganzes Land wappnet sich: Japan wird erneut von einem Taifun bedroht. Am Mittwoch soll „Roke“ um 17:00 Uhr Ortszeit (ca. 10:00 Uhr MESZ) in Zentraljapan auf das Festland treffen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 144 Kilometern pro Stunde wird er sich laut dem japanischen Wetterdienst vermutlich Richtung Nordwesten wenden – dorthin, wo die Atomruine Fukushima liegt. Die Behörden der Stadt Nagoya, wo unter anderem der Hauptsitz von Toyota liegt, hat etwa 80.000 Einwohner, insgesamt rund 30.000 Haushalte, zur Evakuierung angewiesen. Fast eine Million weiterer Einwohner sollen freiwillig die Stadt räumen. Es wird gefürchtet, dass die Flüsse Tenpaku und Shonai über die Ufer treten. Trotz der Warnungen hätten bis Dienstagnachmittag laut CNN erst rund 60 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Die meisten würden wahrscheinlich gegen Abend fliehen, wenn der Sturm sich nähere. Die Stadt hatte bereits beim japanischen Militär um Truppen zum Katastrophenschutz angefragt.

Der Taifun „Roke“ am 17. September

Landesweit seien, so berichtete der Fernsehsender NHK, insgesamt 1,32 Millionen Menschen von den Evakuierungen betroffen. Der Taifun nähert sich der Hauptinsel Honshū. Zu rechnen sei mit starken Überschwemmungen, Dammbrüchen und Erdrutschen. Autobahnen wurden gesperrt, der Zugverkehr teilweise eingestellt. Die Behörden rechnen an einigen Orten mit bis zu 80 Millimetern Niederschlag pro Stunde.

Die Vorhut des Sturms hat bereits zwei Opfer gefordert: Ein neunjähriger Junge sei von einem angeschwollenen Kanal in der Stadt Tajimi fortgeschwemmt worden. In der Stadt Shirakawa soll ein 84 Jahre alter Mann in einen Fluss gefallen sein. Beide werden vermisst. Das berichtet die Mainichi Daily News unter Berufung auf Behörden- und Polizeiangaben. Die Süddeutsche Zeitung meldet ein weiteres Opfer. Der Mann soll beim Versuch, einen verstopften Abfluss freizumachen, umgekommen sein. Es soll sich dabei laut der Nachrichtenagentur Jiji um einen 65-Jährigen aus Nagoya handeln.

Bereits Anfang September hatte der Taifun „Talas“ in Japan gewütet. Rund 100 Menschen kamen dabei um. Die Behörden hatten 46.000 Einwohner zur Evakuierung aufgefordert. „Talas“ sei der folgenschwerste Sturm nach dem Taifun von 2004 gewesen, berichtet Die Welt. Zwischen Mai und November liegt der Höhepunkt der Pazifischen Taifunsaison, in der sich im westlichen Pazifik besonders viele tropische Wirbelstürme bilden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Naturkatastrophen
  • Mehr als 50 Japaner sterben durch Taifun Talas (12.09.2011)
  • Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Taifun Roke (2011)“.
  • Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Pazifische Taifunsaison 2011“.

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September 12, 2011

Mehr als 50 Japaner sterben durch Taifun Talas

Mehr als 50 Japaner sterben durch Taifun Talas

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Veröffentlicht: 15:31, 12. Sep. 2011 (CEST)
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Taifun Talas am 2. September

Photo: NASA MODIS

Ōsaka (Japan), 12.09.2011 – Eigentlich waren die andauernden Winde des Taifuns Talas gar nicht so kräftig und beim Landfall in der Präfektur Kōchi war Talas zwar bereits zu einem schweren tropischen Sturm abgestuft, doch extreme Starkregenfälle haben zu Überflutungen geführt und Erdrutsche ausgelöst. Die Bilanz: 57 Tote, 44 Vermisste, zahlreiche unterbrochene Straßenverbindungen, mehrere Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten, mindestens 4500 Personen mussten noch mehrere Tage nach dem Durchzug des Tropensturmes durch Hubschrauber mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser versorgt werden.

Besonders schwer getroffen hat es die Kii-Halbinsel mit der Präfektur Wakayama, wo die meisten Toten zu verzeichnen waren. Zu Überschwemmungen kam es auch in der Präfektur Okayama, über die Talas direkt hinweggezogen war, doch auch weiter nordöstlich, im Raum Tokio, wurden Straßen überflutet. Der Gesamtsachschaden wird auf mindestens 150 Millionen US-Dollar geschätzt, könnte jedoch bis zu 600 Millionen US-Dollar betragen. Diese Zahlen beruhen auf einer Einschätzung von AIR Worldwide. Das Unternehmen ist ein Dienstleister der Versicherungswirtschaft im Bereich Risikoeinschätzung durch Naturkatastrophen und Terrorismus.

Hoher Wellengang an der Südseite von Awaji-shima

Eine andere Berechnung ergab, dass alleine in der Präfektur Wakayama der Sachschaden in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Fischereiwesen mehr als zwei Milliarden Yen betragen könnte. Nach dieser vorläufigen Berechnung der Präfektur entfallen 880 Millionen Yen auf Ernteausfälle, 160 Millionen Yen auf das Fischereiwesen und 500 Millionen Yen auf die Forstwirtschaft. Hinzu kämen demnach weitere 490 Millionen Yen für Schäden durch Erosion von landwirtschaftlichen Nutzflächen, Schäden an Bewässerungskanälen und anderen landwirtschaftlichen Einrichtungen. Schäden in der Viehwirtschaft sind in dieser Berechnung noch nicht eingeflossen.

Talas hatte sich in der letzten Augustwoche zwischen den Marianen und den Philippinen gebildet. Nachdem der Sturm kurz in Richtung der Philippinen zog, was aufgrund des Fujiwhara-Effektes durch den Taifun Nanmadol erwartet wurde, zogen beide Sturmsysteme jedoch in verschiedene Richtungen. Talas hatte sich nach Norden gewandt und dabei zu einem Taifun intensiviert. Doch dann verlor der Sturm an Kraft und verlangsamte sich. Dabei war Talas mit 600 Kilometern Durchmesser ein sehr weitreichender Sturm.

Kumulierte Niederschlagsmengen beim Durchzug des Sturmes

Grafik: NASA

Talas zog langsam über Shikoku und Honshu in Richtung Japanisches Meer, zu langsam, denn so führte er lange sehr feuchte Luft in die Region, die sich dann abregnete. „Nach dem Landfall gelangte Talas in ein Gebiet mit mäßiger Windscherung (15-20 Knoten, die Red.); diese Windscherung – gelegen entlang des westlichen Randes eines bodennahen subtropischen Rückens – hat den Sturm wesentlich verlangsamt“, sagte der leitende Geowissenschaftler bei AIR Worldwide, Dr. Peter Sousounis. „Weil Talas so langsam zog, dauerte es ihm einen ganzen Tag, um über Japan hinwegzuziehen, was fast doppelt solange ist, wie prognostiziert wurde, die schweren Regenfälle [des Sturmes] waren dementsprechend besonders schädigend.“

Nach den Angaben der Japanischen Feuer- und Katastrophenmanagementagentur (JFDA) wurden etwa 3000 Häuser bis ins erste Obergeschoss überschwemmt, und weitere 13.000 Häuser wurden nur im Erdgeschoss überflutet.

Der neugewählte Premierminister Japans, Yoshihiko Noda, hat am Freitag bei einer Besichtigungstour erklärt, seine Regierung werde ihr möglichstes tun, um den Wiederaufbau in der betroffenen Region zu unterstützen. Die erklärte Noda bei einem Zusammentreffen mit Bürgermeistern der Präfektur Wakayama und Yoshinobu Nisaka, dem Gouverneur der Präfektur. Noda drückte seie Bewunderung für Nisaka aus, der in den Fluten seine Tochter verloren hat und dennoch die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen leite.

Nach Angaben der Behörden handelt es sich, obwohl der Sturm beim Landfall nur noch andauernde zehnminütige Windgeschwindigkeiten von 40–45 Knoten erreichte, um den Tropensturm mit den schlimmsten Auswirkungen in Japan seit siebenundzwanzig Jahren. Japan liegt während der Taifunsaison häufig in der Zugbahn von Taifunen, doch in den vergangenen Jahren blieb das Land von schweren tropischen Wirbelstürmen weitgehend verschont.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Pazifische Taifunsaison 2011“.

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May 30, 2011

Taifun Songda verschont Philippinen

Taifun Songda verschont Philippinen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Taifun Songda verschont Philippinen

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Veröffentlicht: 22:45, 30. Mai 2011 (CEST)
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Die Grafik zeigt die Zugbahn des Wirbelsturmes

Manila (Philippinen), 30.05.2011 – Taifun Songda, der zweite benannte tropische Wirbelsturm im nordwestlichen Pazifischen Ozean in diesem Jahr, hat beigedreht und den Osten der philippinischen Hauptinsel Luzon nur gestreift. Infolge des Wirbelsturmes starben auf den Philippinen drei Menschen. In der Bicol-Region ertranken ein 70-Jähriger und ein 27-Jähriger Mann in getrennten Zwischenfällen. Das dritte Opfer war ein Bergarbeiter in der Provinz Benguet, der in einem Stollen eingeschlossen wurde und nach über 24 Stunden durch den weiter ansteigenden Wasserstand ertrank. Einige Küstengebiete waren evakuiert worden. Starkregen führte örtlich zu Überschwemmungen und behinderte den Verkehr. Wie Landschaftsminister Proceso Alcala bekanntgab, waren die Schäden in der Landwirtschaft „sehr gering“, da viele Felder bereits abgeerntet seien.

Der Sturm, der den Namen eines Flussarmes des Mekong in Vietnam trägt, zog in der Folge nordwärts und passierte Taiwan an dessen Ostseite, während er die Inseln der japanischen Präfektur Okinawa, die einige hundert Kilometer südlich der japanischen Hauptinseln liegen, überquerte.

Diese TRMM-Satellitenaufnahme zeigt Songda nordöstlich der Philippinen am 27. Mai. Die stärksten Niederschläge (rote Flächen) fallen über dem Meer.

Foto: NASA

Der bisher stärkste Sturm der diesjährigen Taifunsaison gelangte somit über kühleres Wasser, wodurch die Transition in ein außertropisches Frontensystem einsetzte. Den Prognosen zufolge wird der Sturm keine hohen Windgeschwindigkeiten mehr entwickeln, wenn er etwa 150 bis 200 km südlich des havarierten Kernkraftwerkes Fukushima vorüberzieht, möglich sind jedoch starke Niederschläge, auch im Zusammenhang mit dem jahreszeitlich bedingten Südwestmonsun.

Wie die Japan Meteorological Agency (JMA) mitteilte, zogen 2004 acht tropische Stürme über Ostjapan hinweg, vergangenes Jahr kamen zwei Taifune näher als 300 Kilometer an das Kernkraftwerk heran. Die Betreibergesellschaft Tokyo Electric Power Co. (Tepco) will bis zum Oktober eine Abdeckung über beschädigte Reaktorgebäude fertigstellen. Takeo Iwamoto, ein Sprecher von Tepco, bestätigte in einem Telefoninterview, dass man zwar Maßnahmen wegen des Taifuns überlege, konnte jedoch keine detaillierteren Absichten bekanntgeben. Tepco ist seit dem Unglück wegen seiner Informationspolitik in die Kritik geraten.

Auch nach dem Abzug von Chedeng, wie der Taifun von der philippinischen Meteorologiebehörde PAGASA getauft wurde, kam es auf Luzon und im Westen von Visayas noch zu erheblichen Niederschlägen. Der Wetterdienst warnte deswegen auch weiterhin vor Sturzfluten, Überschwemmungen und Erdrutschen. Für dieses Jahr geht PAGASA davon aus, dass 18 bis 21 tropische Wirbelstürme Auswirkungen auf den Inselstaat haben würden. Für den Monat Juni rechnet die Behörde mit drei solchen Wetterereignissen. Aufgrund von tropischen Wirbelstürmen kommen jedes Jahr zahlreiche Bewohner Ostasiens und Südostasiens um.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Philippinen
  • Portal:Japan
  • Portal:Naturkatastrophen

Quellen

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October 21, 2010

Taifun Megi bedroht nun Südchina

Taifun Megi bedroht nun Südchina – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Taifun Megi bedroht nun Südchina

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Veröffentlicht: 13:46, 21. Okt. 2010 (CEST)
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Taifun Megi im Südchinesischen Meer am 20. Oktober 2010

Foto: NASA

Karte des Südchinesischen Meeres

Tōkyō (Japan) / Manila (Philippinen) / Honolulu (Vereinigte Staaten), 21.10.2010 – Taifun Megi, einer der stärksten jemals beobachteten Taifune, hat die philippinische Hauptinsel Luzon überquert und das Südchinesische Meer erreicht. Inzwischen hat der tropische Wirbelsturm eine nördliche Zugrichtung eingeschlagen. Den gegenwärtigen Prognosen des US-amerikanischen Joint Typhoon Warning Center (JTWC) zufolge wird das Zentrum des Taifuns am 23. Oktober etwa 250 Kilometer östlich von Hongkong in der Provinz Guandong auf die Küste Chinas treffen. Nach Angaben der staatlichen Meeresbehörde wird dann mit einer Wellenhöhe von sieben Metern gerechnet. Um 14:00 Uhr Hongkonger Zeit befand sich der Taifun rund 600 Kilometer südöstlich der Stadt.

Auf den Philippinen sind durch die Auswirkungen des Wirbelsturmes mindestens 15 Menschen gestorben. Der Taifun war am Montag, dem 18. Oktober mit einem minimalen Luftdruck in seinem Zentrum von 885 Hektopascal auf die Ostküste Luzons getroffen und hatte dann die Insel westwärts ziehend überquert. Dabei handelte es sich um den niedrigsten jemals bei einem tropischen Wirbelsturm aufgezeichneten Luftdruck beim Landfall. Durch die Einwirkungen des Landes hat sich der Taifun bei der Überquerung Luzons abgeschwächt; über dem offenen Wasser des Südchinesischen Meeres intensiviert sich der Sturm derzeit wieder. Das JTWC nimmt an, dass „Megi“ am Mittwoch, dem 21. Oktober einminütige andauernde Windgeschwindigkeiten von 230 Kilometern pro Stunde erreicht, bevor eine allmähliche Abschwächung des Taifuns einsetzen wird.

Voraussichtliche Zugbahn von Taifun Megi (magenta)

Grafik: JTWC

Chinas Präsident Hu Jintao und Premierminister Wen Jiabao haben größere Anstrengungen von den örtlichen Behörden verlangt, um Menschen sowie Hab und Gut vor Flutwasser und Windschäden zu schützen. Im Süden Chinas sind nach einer Reihe von tropischen Wirbelstürmen die Wasserstände vieler Gewässer in den Provinzen Hainan und Guangdong hoch. Mehr als 2000 Menschen sind in diesem Jahr im Süden Chinas bereits durch Hochwasser umgekommen.

Die Schäden an Infrastruktur, Landwirtschaft und der Fischerei auf Luzon werden bislang vom nationalen Katastrophenschutzrat mit 1,4 Milliarden Philippinischen Pesos angegeben; mindestens 518 Häuser wurden durch die Auswirkungen von „Megi“ zerstört und mindestens 4392 weitere beschädigt.

Die Zahl der Toten wurde bislang mit 19 angegeben. Gemessen an der Stärke des Taifuns „Megi“ ist diese Zahl verhältnismäßig gering. Im Juli 2010 waren bei einem Taifun auf den Philippinen mehr als 100 Menschen gestorben; im September und Oktober 2009 kamen innerhalb einer Woche durch die beiden Taifune Ketsana und Parma mehr als 1000 Bewohner der Philippinen ums Leben.

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