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January 16, 2015

Boko Haram ermordet 2000 Menschen in Nigeria

Boko Haram ermordet 2000 Menschen in Nigeria

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Veröffentlicht: 12:10, 16.01.2015 (CET)
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Islamisch beherrschte Bundesstaaten in Nigeria (hier grün gefärbt)

Abuja (Nigeria), 16.01.2015 – Innerhalb einer Woche sollen im Norden Nigerias bis zu 2.000 Menschen bei Angriffen der Islamistengruppe Boko Haram getötet worden sein. Amnesty International veröffentlicht aktuelle Satellitenbilder, die das Ausmaß der Zerstörung bei den Angriffen durch Boko Haram zeigen. Auf diesen Bilder sind in einem eng besiedelten Gebiet mehr als 3.000 Zerstörungen zu erkennen. Die Angriffe richten sich gegen Wohnungen, aber auch gegen Schulen und Krankenhäuser, wie Augenzeugen berichten.

Die Ereignisse überschatten die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen, die am 14. Februar stattfinden. In andern Ländern – insbesondere in Europa – wurde das Geschehen in dem afrikanischen Staat mit rund 150 Millionen Einwohnern weniger beachtet, da die Berichterstattung über das Attentat in Paris am 7. Januar auf Charlie Hebdo im Vordergrund stand.

Boko Haram gilt als terroristische Sekte und geht vor allem gegen Andersgläubige vor. Die Regierung versucht diese islamische Sekte seit einigen Jahren mit verschiedenen Maßnahmen zu bekämpfen. Bei den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Soldaten aus dem Tschad, aus Niger und Kamerun auf der einen Seite und der Sekte auf der anderen Seite gab es zahlreiche Tote. Schätzungen zufolge ist die Hälfte der nigerianischen Bevölkerung muslimisch, die andere Hälfte ist mehrheitlich christlich.

Themenverwandte Artikel

Wikinews-logo.svg   Portal:Nigeria

Quellen

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January 15, 2015

Spanien will umstrittene Abschiebepraxis in Melilla legalisieren

Spanien will umstrittene Abschiebepraxis in Melilla legalisieren

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Veröffentlicht: 12:06, 15. Jan. 2015 (CET)
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Grenze von Melilla

Melilla (Spanien), 15.01.2015 – Am Grenzzaun von Melilla sollen in Zukunft Flüchtlinge schnell, unbürokratisch und ohne Prüfung der Gründe ihrer Flucht wieder nach Marokko gebracht werden. Obwohl diese Praxis von Menschenrechtlern kritisiert wird, soll sie jetzt vom spanischen Senat gesetzlich abgesichert werden. Das Handelsblatt berichtet, dass Flüchtlinge mit sichtbaren Schnittwunden oder Prellungen durch das Überwinden der Grenze keine Seltenheit in Melilla seien. Die Verletzten würden nicht behandelt, sondern abgeschoben, wie der Deutschlandfunk berichtet.

Der spanische Innenminister Jorge Fernández reagierte auf Kritik mit den Worten: „Mit großer Freude werden wir den Bitten Europas nachkommen. Wenn uns jemand verspricht, diese Leute würdig zu behandeln, sie versorgt, ihnen Arbeit gibt, soll er uns seine Adresse geben. Wir werden ihm diese Menschen so schnell wie möglich schicken.“

Eine Sprecherin von Amnesty International, María Serrano, äußerte sich gegenüber dem Deutschlandfunk: „Der Senat wird das Gesetz sicher durchwinken. Aber früher oder später wird es gekippt werden – vom spanischen Verfassungsgericht, der EU-Kommission oder dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Es widerspricht ja ganz offensichtlich dem Völkerrecht, der spanischen Verfassung und den EU-Abkommen zur Einwanderung und dem Asylrecht. Damit will man eine illegale Praxis legalisieren.“ Amnesty International sieht in dem Gesetz einen Verstoß gegen den Grundsatz der Nicht-Zurückweisung und gegen das Verbot von Kollektivausweisungen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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November 26, 2014

Viele Opfer nach Unwetter in Marokko

Viele Opfer nach Unwetter in Marokko – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Viele Opfer nach Unwetter in Marokko

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Veröffentlicht: 16:04, 27. Nov. 2014 (CET)
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Morocco, region Guelmim-Es Semara, province Guelmim.png

Guelmin (Marokko), 26.11.2014 – Nach heftigem Starkregen sind im Süden von Marokko nach Medienangaben mindestens 32 Menschen zu Tode gekommen. Alleine in der marokkanischen Stadt Guelmin wurden 24 Menschen getötet. In einem Flussbett das schon lange kein Wasser mehr führte, ergoss sich eine gewaltige Wasserflut und riss hier elf Menschen in den Tod. Der Nachrichtensender des Marokkanischen Fernsehens zeigte Bilder wie die Wassermassen mit einer enormen Geschwindigkeit durch das Tal von Guelmin rauschten. Häuser, Bäume und Autos wurden mitgerissen. 214 Bewohner und Urlauber konnten bis jetzt gerettet werden, viele werden noch vermisst, sie werden laut Ministerium zurzeit mit 330 Booten und 130 Geländewagen gesucht. Der Marokkanische König Mohammed VI. kündigte an, er werde für die Kosten der Beerdigung der Toten und der Pflege der Verletzten aufkommen.

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Wikinews-logo.svg   Australische Millionenstadt Brisbane unter Wasser
Wikinews-logo.svg   Thailand: Chiang Mai überflutet, Menschen werden evakuiert
Wikinews-logo.svg   Überflutungen auf Madeira

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October 16, 2014

Fotostrecke: U21-Fußballnationalmannschafts-Freundschaftsspiel Österreich – DR Kongo

Fotostrecke: U21-Fußballnationalmannschafts-Freundschaftsspiel Österreich – DR Kongo

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Veröffentlicht: 07:08, 16. Okt. 2014 (CEST)
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Bad Erlach (Österreich), 16.10.2014 – Am 12. Oktober 2014 fand in der Sportarena Bad Erlach vor 600 Zuschauern das Debüt der österreichischen U21-Nationalmannschaft der Jahrgänge ab 1994 gegen das Team der Demokratischen Republik Kongo statt. Nach einer roten Karte für Rudy Kitumba (DR Kongo) siegte Österreich in Überzahl mit 3:0. Die Tore erzielten Kevin Friesenbichler (25.), Sinan Bytyqi (37.) und Florian Grillitsch (46.).

Quellen[Bearbeiten]

Wikimedia Commons
Wikimedia Commons hat Inhalte zu U21 Austria – DR Congo, 2014-10-12.

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September 25, 2014

Ghana: Nationalspieler Asmaoah Gyan wehrt sich gegen obskure Mordanschuldigungen

Ghana: Nationalspieler Asmaoah Gyan wehrt sich gegen obskure Mordanschuldigungen

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Veröffentlicht: 27.09.2014, 03:40 (CEST)
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Asamoah Gyan
und Gary Cahill, England (2011)

Abu Dhabi (Abu Dhabi), 25.09.2014 – Der Kapitän der ghanaischen Fußballnationalmannschaft, Asamoah Gyan, sieht sich außergewöhnlichen Anschuldigungen ausgesetzt: In Ghana kursieren Gerüchte, denen zufolge er für das Verschwinden seines Freunds Castro verantwortlich sein soll. Den Gipfel bilden hierbei Verschwörungstheorien im Internet nach denen er an dem Musiker einen Ritualmord begangen haben soll – um seine Karriere zu fördern. Am Mittwoch sah sich Gyan gezwungen, eine Pressekonferenz einzuberufen, um die Vorwürfe zu dementieren.

Castro, Auftritt in Ghana

Gyan spielt seit 2011 für den al-Ain-Club in der Liga der Vereinigten Arabischen Emirate, nachdem er vorher in Italien, Frankreich und zuletzt beim FC Sunderland in England in Europa gespielt hatte. Neben seiner Fußballerkarriere macht er unter dem Namen „Baby Jet“ auch Musik und erreichte mit seinem Musikerfreund Castro 2010 den ersten Platz in den ghanaischen Charts.

Im Sommer dieses Jahres machte Gyan nach der Rückkehr von der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien Urlaub in Ghana. An einem Wochenende war er zusammen mit seinem Bruder Baffour, Castro und einer Freundin namens Janet Bandu sowie weiteren Personen für ein Wochenende Gast in einem Strandhotel. Während Castro und Bandu zu einer Jet-Skitour in Richtung Meer aufbrachen, blieben die Gyan-Brüder zurück. Bandu soll vom Jet-Ski gefallen sein und Castro versucht haben, ihr zu helfen, wobei letztlich beide ertrunken seien. Berichte dieser Art erreichten das Hotel und veranlassten die Gruppe, eine Rettungsaktion zu starten. Während der Jet-Ski gefunden werden konnten, blieben Castro und Bandu bis heute verschwunden. Die Polizei geht von Ertrinken aus.

Schon kurz nach dem Verschwinden von Castro und Bandu wurde in sozialen Netzwerken über Zusammenhänge von Gyans Anwesenheit und Todesfällen während der WM 2006 in Deutschland, dem Africa Cup 2012 und eben jetzt spekuliert. Als Gyan und die ghanaische Nationalmannschaft Anfang September in Kumasi ein Qualifikationsspiel für den nächsten Africa Cup gegen Uganda bestreiten sollten, kam es bei einer Pressekonferenz zum Eklat. Ein Journalist der ghanaischen Zeitung „Daily Graphic“ stellte die direkte Frage an Gyan, ob die Gerüchte über seine Beteiligung an einem Ritualmord zutreffen würden. Der Journalist musste die Pressekonferenz unter dem Protest des Trainers gegen solche Fragen danach zwar verlassen, doch die Moral des Teams war schwer getroffen von diesen Unterstellungen. Später kam es noch zu einer Auseinandersetzung zwischen Baffour Gyan und dem Journalisten – ein Vorgang, den Asmaoah Gyan in seiner Presseerklärung bedauert.

Da die Gerüchte immer noch nicht verstummen wollen, berief Gyan nun eine Pressekonferenz ein, auf der er zusammen mit seinem Anwalt eine Erklärung veröffentlichte, in der er sich gegen alle Unterstellungen wehrt. In der Erklärung, in der auch die Umstände des verhängnisvollen Strandurlaubs und die Suchaktion geschildert werden, heißt es, dass derartige Gerüchte aberwitzig seien, denn, so betont er, er habe nichts das geringste mit dem Verschwinden der beiden Menschen zu tun. Gyan betont, wie geschockt und entsetzt er über die Gerüchte und den – wahrscheinlichen – Tod der beiden Freunde sei. Behauptungen, er wisse, wo sich die beiden vermissten Personen befänden, tritt er mit der Forderung entgegen, dass der Urheber dieser Behauptung dann doch sein offensichtliches Wissen offenlegen solle, das er – Gyan – jedenfalls nicht habe. Die Erklärung endet mit einem Aufruf an die Medien, weitere Spekulationen in diesem Fall zu unterlassen.

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September 24, 2014

Kapstadt: „Offene Moschee“ nach zwei Tagen wieder geschlossen

Kapstadt: „Offene Moschee“ nach zwei Tagen wieder geschlossen

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Veröffentlicht: 25.09.2014, 01:43 (CEST)
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Gay-friendly-mosque-to-open-in-South-Africa t.jpg

Kapstadt (Südafrika), 24.09.2014 – Am 19. September hatte die „Offene Moschee“ in Kapstadt ihre Türen zum ersten Freitagsgebet geöffnet, doch nach zwei Tagen wurde sie von der Stadtverwaltung wieder geschlossen.

Die Eröffnung der Moschee hatte Aufsehen erregt, weil ihr Gründer Taj Hargey erklärt hatte, dass ihr Name Programm sei, dass in dieser Moschee alle Menschen willkommen seien. Er meinte damit ausdrücklich auch Menschen, die sich zu ihrer Homosexualität bekennen – etwas, das vom Islam kaum toleriert wird. Entgegen der ansonsten für Moscheen gültigen Regeln des Islam lud er auch ausdrücklich Menschen aller Konfessionen und Agnostiker zum Gebet ein. Dabei sollte es Frauen erlaubt sein, direkt mit den Männern zu beten und sogar zu predigen. Hargey erhielt wegen dieser als „unislamisch“ bezeichneten Regeln Morddrohungen, und eine Gruppe von islamischen Gelehrten in Südafrika, das Muslim Judicial Council, forderte alle Muslime des Landes auf, die Eröffnung der Moschee durch Proteste zu verhindern. Am Freitag versammelten sich dann auch zehn Demonstranten vor der Moschee, doch das von Harvey geleitete Gebet, in dem er auf Englisch zum Thema Zusammenleben von Christen und Muslimen predigte, verlief ohne Störungen.

Die Schließung der Moschee kam nun aber nicht wegen ihrer Ansichten oder aufgrund von Protesten. Die Stadtverwaltung von Kapstadt schloss die Moschee, da sie nicht genügend Parkplätze für Besucher bereitstelle. Nach den für das Gebäude der Moschee geltenden städtischen Bestimmungen muss jetzt für jeweils zwei Besucher ein Parkplatz vorhanden sein. Die Moschee, die sich in einem umgebauten Lagerhaus befindet, hat aber selbst nicht genug Platz auf ihrem Gelände, um dies zu gewährleisten. Eine mögliche Lösung wäre der Erwerb eines Nachbargebäudes, das dann entsprechenden Raum zu Verfügung stellen würde. Eine andere, von Hargey angestrebte Lösung sieht eine offizielle Einstufung des Gebäudes nicht mehr als Lagerhaus, sondern als Moschee vor, was die Parkraumanforderungen für die „Offene Moschee“ erfüllbar machte. Der Prozess einer Neueinstufung des Gebäudes könnte sich aber bis zu sechs Monate hinziehen, und Hargey wurde von der Stadt wenig Aussicht auf Erfolg signalisiert. Er ist aber – wie bei seinen religösen Ansichten – nicht bereit, seine Meinung zu ändern, und erklärte, die Moschee werde wieder öffnen.

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September 2, 2014

Lesothos Premierminister kehrt nach angeblichem Putsch zurück

Lesothos Premierminister kehrt nach angeblichem Putsch zurück

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Veröffentlicht: 02.09.2014, 16:41 (CEST)
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Flagge der SADC

Maseru (Lesotho), 02.09.2014 – Premierminister Tom Thabane kehrt nach Lesotho zurück, nachdem er am Wochende unter der Angabe, es sei ein Putsch gegen ihn vorbereitet worden und er hätte um sein Leben fürchten müssen, nach Südafrika geflohen war. Dies erklärte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Der Entscheidung vorausgegangen waren Gespräche mit dem südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma, der als Vertreter der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) – einer Interessenvertretung der Länder im südlichen Afrika – tätig war. In den Gesprächen wurde die Entsendung von Truppen durch die SADC nach Lesotho ausgeschlossen, lediglich eine zivile Beobachtermission soll es geben.

Der genaue Hintergrund der Vorgänge in Lesotho bleibt weiterhin im Dunkeln. Der Koalitionspartner von Premierminister Thabanes All Basotho Convention der Lesotho Congress for Democracy (LCD) sagte eine für Montag geplante Demonstration gegen Thabane ab. Motloheloa Phooko, ein Minister der LCD erklärte am Montag er sei der amtierende Premierminister gemäß den Regeln des Parlaments. Die beiden Parteien, die eigentlich eine Regierung der nationalen Einheit bilden, sind tief zerstritten, ein Umstand unter dem das Parlament seit Monaten von Premierminister Thabane suspendiert ist. Ein Ergebnis der Gespräche mit Zuma war, das umgehend Schritte von Thabane unternommen werden sollen diesen politischen Stillstand zu beenden.

Die Armee, in der sich ein Führungsstreit abspielen soll, wird von Premierminister Thabane für den Putsch verantwortlich gemacht, was von Südafrika als korrekte Interpretation der Vorgänge akzeptiert zu werden scheint. Die Armee selbst bestreitet eine Verantwortung für die Vorgänge, die den Premimerminster zur Flucht veranlaßt hätten. Premierminister Thabane soll den Oberbefehlshaber der Armee, Generalleutnant Kennedy Tlali Kamoli, entlassen haben, was von der Armee ebenfalls dementiert wird. Neuer Befehlshaber soll, so wurde berichtet, der Brigadier Maaparankoe Mahao sein. Aus Geheimdienstkreisen heißt es dazu laut der Zeitung New Zimbabwe dies sei der Anlaß für den Putschversuch gewesen. Die Armee erklärte, das Kamoli „ohne Zweifel“ weiterhin der Oberfehlshaber sei, während Mahao sich einem Kriegsgerichtsverfahren wegen Disziplinlosigkeit stellen müsse. Mahao, der nach einem bewaffneten Angriff auf sein Wohnhaus nach Südafrika geflohen ist, bezeichnete seinerseits Kamoli als „abtrünnigen General“, der seine Stellung aus Angst vor Verfolgung wegen nicht genauer genannter krimineller Handlungen, nicht aufgeben wolle. Möglicherweise geht es dabei um die Weigerung Kamalis, acht Soldaten, die sich wegen Angriffen u.a. auf das Wohnhaus des Polizeichefs Khothatso Tsooana verantworten sollen, der Polizei zu übergeben. Der Vorgang soll das Vertrauensverhältnis von Premierminister Thabane zu Armeechef Kamoli zerstört haben. Die Armee soll aber, so erklärte Mahao auch, die Polizeistationen im Zuge des Putsch angegriffen haben, weil sie Akten, die den Stellvertretenden Premierminister Mothetjoa Metsing vom LCD mit Korruptionsvorwürfen belasten, in ihren Besitz bringen wollte.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Möglicher Putsch in Lesotho (01.09.2014)

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September 1, 2014

Möglicher Putsch in Lesotho

Möglicher Putsch in Lesotho – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Möglicher Putsch in Lesotho

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Veröffentlicht: 01.09.2014, 02:25 (CEST)
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Tom Thabane

Maseru (Lesotho), 01.09.2014 – Tom Thabane, der Premierminister von Lesotho, ist nach eigenen Angaben vor einem Putsch nach Südafrika geflohen. Die Lage ist aber sehr unklar, denn von Seiten des Militärs wird erklärt, es habe keinen Putsch gegeben.

Das Militär sagt, man sei gegen die Polizei vorgegangen, die versucht haben soll, bestimmte Gruppen zu bewaffnen. Die Armee sei, nachdem sie vorübergehend unter anderem Polizeistationen besetzt hatte, nun wieder in die Kasernen zurückgekehrt – eine Situation, die von der Lesotho Times als gesetzlos bezeichnet wird. Die Armee soll alle Polizeifahrzeuge beschlagnahmt haben, die Polizisten sollen aus den Polizeistationen geflohen sein, und verschiedene Straftäter, die auf ihren Prozess warteten, seien freigelassen worden, heißt es dazu. Auch der Regierungssprecher Ramakhula Ramakhula sagte dazu, dass es kein Putsch, sondern lediglich „ein Missverständnis zwischen Polizei und Militär“ gewesen sei.

Folgt man der Darstellung von Premierminister Thabane, so ist er geflohen, nachdem er von einem bevorstehenden Attentat auf ihn gehört hat. Er seinerseits beschuldigt die Armee der Disziplinlosigkeit. Thabane gibt an, dass er den Oberbefehlshaber der Armee, Generalleutnant Kennedy Tlali Kamoli, entlassen habe, was von der Armee jedoch bestritten wird. Neuer Befehlshaber soll, so wurde berichtet, Brigadier Maaparankoe Mahao sein. Von der Lesotho Times wird dazu berichtet, dass Mahao wegen Disziplinlosigkeit vom Dienst suspendiert sei und auf ein Verfahren vor dem Militärgericht warte. Wie die Zeitung ebenfalls berichtet, soll auf ihn am frühen Samstagmorgen ein Anschlag von Soldaten verübt worden sein, den er unverletzt überstand.

Thabane hat die Mitgliedsstaaten der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft SADC um Hilfe bei der Wiederherstellung der Ordnung gebeten – etwas, das von Südafrika bereits signalisiert wurde. Auch der Commonwealth dem Lesotho angehört beobachtet die Entwicklung mit Sorge. Illegale Regierungswechsel in den Mitgliedstaaten würden nicht tolerieriert, hiess es von seiten der Staatengemeinschaft ehemaliger britische Kolonien.

Folgeartikel: Wikinews-logo.svg  Lesothos Premierminister kehrt nach angeblichem Putsch zurück

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August 28, 2014

UN-Hubschrauber im Südsudan abgestürzt

UN-Hubschrauber im Südsudan abgestürzt

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Veröffentlicht: 28.08.2014, 12:33 (CEST)
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Mi-17 der UN

Bentiu (Südsudan), 28.08.2014 – Ein UN-Transporthubschrauber vom Typ Mi-8 ist am Dienstag nahe Bentiu, der Hauptstadt des Bundesstaates Unity, im Südsudan abgestürzt. Die Ursache des Absturzes steht offiziell noch nicht fest, aber ein UN-Sprecher sagte, der Hubschrauber sei abgeschossen worden. Ein Sprecher der Regierung des Bundesstaates, die auf der Seite der südsudanesischen Regierung steht, beschuldigte die Rebellen, dafür verantwortlich zu sein. Bei dem Absturz starben drei Personen, ein weiteres Mitglied der russischen Besatzung wurde verletzt und wird von Ärzten der Organisation Ärzte ohne Grenzen versorgt. Der Hubschrauber war durch die UN von einer russischen Firma gechartert worden.

Der Bundesstaat Unity verfügt über große Erdölvorkommen und ist im augenblicklichen Bürgerkrieg hart umstritten zwischen Rebellen und der Regierung. Die UN stellen mit Lebensmittellieferungen eine wichtige Hilfe für das Überleben der vom Bürgerkrieg vertriebenen und unter Druck gesetzten Bevölkerung dar, aber es werden auch militärische Überwachungen mit Hilfe der UN durchgeführt. Ein UN-Hubschrauber eines Überwachungsteams der IGAD war am Wochenende von Rebellen unter der Führung von Peter Gadet festgehalten worden, nach kurzer Zeit allerdings doch wieder freigegeben worden. Gadet hatte die UN in der Woche zuvor gewarnt, nicht über das von ihm kontrollierte Gebiet zu fliegen, und nun wird er von der Regierung von Unity dafür verantwortlich gemacht, den Hubschrauber mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen zu haben.

Gadets Aktionen lassen Fragen danach laut werden, ob ihn der als Führer der Rebellen geltende Riek Machar wirklich noch kontrollieren kann. Machar vereinbarte mit der Regierung am Tag vor dem Absturz eine Frist von 45 Tagen, in der ein dauerhafter Waffenstillstand durchgesetzt und eine Regierung der nationalen Einheit gebildet werden soll. Derartige Vorhaben waren zuletzt Anfang August gescheitert, nachdem sich Regierung und Rebellen zuvor im Mai ebenfalls auf eine Übergangsfrist zur Umsetzung dieser Maßnahmen geeinigt hatten.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Südsudan: Hungersnot droht nach gescheitertem Waffenstillstand (13.08.2014)

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August 13, 2014

Südsudan: Hungersnot droht nach gescheitertem Waffenstillstand

Südsudan: Hungersnot droht nach gescheitertem Waffenstillstand

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Veröffentlicht: 13.08.2014, 03:07 (CEST)
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Südsudan

Juba (Südsudan), 13.08.2014 – Die Bürgerkriegsparteien im Südsudan hatten sich im Mai 2014 zunächst auf eine Einstellung der Kampfhandlungen und für den 10. August auf die Bildung einer Übergangsregierung geeinigt. Auch die Waffenruhe vom Mai war wie ein zuvor im Januar vereinbarter Waffenstillstand äußerst brüchig, und nun ist auch das Datum für die Regierungsbildung ungenutzt verstrichen.

Die Verhandlungen für eine dauerhafte Lösung, die im benachbarten Äthopien abgehalten wurden, sind im letzten Monat, nachdem sie sich lange ohne Fortschritte dahin geschleppt hatten, offensichtlich ohne Aussicht auf Wiederaufnahme eingestellt worden. Dabei beschuldigte Hilde Johnson, die bis Juli die Leiterin von UNMISS im Südsudan war, die Führer beider Bürgerkriegsfraktionen, nur an sich selbst zu denken und nicht an eine Lösung des Konflikts.

Trotz der vereinbarten Friedensmaßnahmen wurden zuletzt Kämpfe um die Stadt Nasir im Norden des Landes gemeldet. Die Offensive der Rebellen gegen die Stadt gilt als die größte Militäraktion seit Mai; allerdings haben schwere Regenfälle größere Truppenbewegungen und Militäraktionen zwischenzeitlich unmöglich gemacht. Nasir war der Sitz der Rebellen unter Führung von Riek Machar im Sezessionskrieg, und sie ist angeblich wieder vollständig unter ihrer Kontrolle. Die UNMISS sieht die Schuld für das Scheitern des Waffenstillstandes eindeutig bei den Rebellen.

Das Land steuert nun laut der Hilfsorganisation CARE International auf eine Hungersnot zu, wenn die Bürgerkriegsparteien nicht schnell einen Waffenstillstand nicht nur vereinbaren, sondern auch wirklich einhalten. 400.000 Menschen sind bereits in Nachbarländer geflohen, und auch innerhalb des Landes gibt es 1,1 Millionen Flüchtlinge, die auf Hilfe zum Überleben angewiesen sind.

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