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June 5, 2005

Wie man Dinosaurier-Weibchen erkennt

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Wie man Dinosaurier-Weibchen erkennt

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Raleigh (USA), 05.06.2005 – Dank neuer Erkenntnisse amerikanischer Forscher ist es künftig mitunter möglich, das Geschlecht von Dinosauriern zu erkennen. Wenn sich in den Knochen noch Gewebe befindet, das demjenigen weiblicher Vögel ähnelt, handelt es sich um ein weibliches Tier. Zu dieser Erkenntnis gelangte ein Forscherteam um Mary Higby Schweitzer von der North Carolina State University.

Bei einem in Jordanien entdeckten Tyrannosaurus rex war das mit feinen Blutadern durchsetzte Knochenmarksgewebe eines Oberschenkelknochens reich an Kalzium. Weibliche Vögel besitzen ein sehr ähnliches Gewebe, mit dem der Mineralverlust wettgemacht wird, der beim Eierlegen entsteht.

Nach der neuen Untersuchungsmethode konnte das Skelett eines Raubdinosauriers der Art Tyrannosaurus rex (“König der Tyrannenechsen”) aus der späten Kreidezeit vor etwa 68 Millionen Jahren als weiblich identifiziert werden. Die Entdeckung der amerikanischen Forscher unterstützt die These, dass die heutigen Vögel die Nachfahren der Dinosaurier sind.

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May 7, 2005

Größtes Dinosaurierskelett der Welt wächst noch

Größtes Dinosaurierskelett der Welt wächst noch

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SBB

Berlin (Deutschland), 07.05.2005 – Das größte in einem Museum ausgestellte Dinosaurierskelett der Welt, ein rund zwölf Meter hoher und 23 Meter langer, giraffenartiger Brachiosaurus brancai aus Tansania (Afrika), kann bis Mitte 2007 nicht mehr in Berlin bewundert werden. Der Gigant aus der Jurazeit vor etwa 150 Millionen Jahren muss wegen Renovierungsarbeiten im Berliner Naturkundemuseum zerlegt, sicher verpackt und bis zum Wiederaufbau in einer Lagerhalle aufbewahrt werden.

Den wissenschaftlichen Namen „Brachiosaurus brancai“ hat 1914 der Berliner Paläontologe Werner Janensch (1887-1968) geprägt. Der Gattungsname Brachiosaurus („Arm-Echse“) bezieht sich darauf, dass die Vorderextremitäten dieses Dinosauriers deutlich länger sind als die Hinterbeine. Mit dem Artnamen brancai wurde der Direktor des Geologisch-Paläontologischen Instituts und Museums der Berliner Universität, Professor Wilhelm Branca (1844-1928), geehrt, der wesentlich an der Förderung der so genannten Tendaguru-Expedition beteiligt war, bei der man diesen Dinosaurier barg.

Die Gattung Brachiosaurus existierte – nach Funden zu schließen – in der oberen Jurazeit vor etwa 150 Millionen Jahren in Ostafrika (Tansania) und in den USA (Colorado). Dies ist die Zeit, zu der in Bayern Urvögel (Archaeopteryx), Flugsaurier und der kleinste Dinosaurier der Erde, der nur zirka 70 Zentimeter lange Compsognathus, lebten.

Brachiosaurus gehört zu den so genannten Sauropoden – auch Elefantenfuß-Dinosaurier genannt –, für die ein kleiner Kopf, ein langer, schlangenartiger Hals, vier elefantenartige Beine und ein langer peitschenartiger Schwanz typisch sind. Dank seines aus 14 Wirbeln bestehenden langen Halses konnte Brachiosaurus hoch in den Bäumen pflanzliche Nahrung suchen und verzehren. Täglich benötigte er etwa eine Tonne Futter.

Entdeckungen riesiger fossiler Einzelknochen von Brachiosaurus, die etwa anderthalbmal so groß sind wie die des Berliner Dinosauriers, belegten, dass die „Arm-Echse“ eines der gewaltigsten Landwirbeltiere aller Zeiten war. Die stattlichsten Brachiosaurier erreichten eine Höhe von sage und schreibe 16 Metern und eine Länge von vielleicht bis zu 27 Metern. Von der eindrucksvollen Gesamthöhe machte der Hals mehr als die Hälfte aus.

Das Lebendgewicht von Brachiosaurus wird von Experten auf maximal etwa 80 Tonnen geschätzt, was rund 20 heutigen Elefantenkühen oder 12 erwachsenen Elefantenbullen entspricht. Ein ähnliches Gewicht hat heute nur noch der maximal 30 Meter lange Blauwal (Balaenoptera musculus). Nach Berechnungen von Wissenschaftlern wog allein das Herz eines lebenden Brachiosaurus zwischen 230 und 386 Kilogramm. Die Berliner „Arm-Echse“ hat eine Schulterhöhe von mehr als sechs Metern und besaß bis zu 2,55 Meter lange Rippen.

Der Berliner Brachiosaurus wurde bei einer großen Grabungsexpedition deutscher Paläontologen unter Leitung von Werner Janensch in den Jahren 1909 bis 1913 am Tendaguru-Hügel in Tansania, das damals Deutsch-Ostafrika hieß, entdeckt. Die meisten Knochen dieses Skeletts stammen von einem einzigen Dinosaurier; nur die Schwanzwirbelsäule wurde von einem zweiten, annähernd gleich großen Saurier hinzugefügt. In Tendaguru barg man auch fossile Reste der Dinosaurier Dicraeosaurus („Gegabelte Echse“), Kentrurosaurus („Stachelige Echse“), Elaphrosaurus („Leichte Echse“) und Dysaltosaurus (heute Dryosaurus beziehungsweise „Eichen-Reptil“).

Nach der Entdeckung mussten die teilweise zentnerschweren Knochen des Berliner Brachiosaurus zu Fuß von Menschen etwa 50 Kilometer weit bis an die Küste Ostafrikas getragen werden. Von dort aus transportierte man die Dinosaurierknochen per Schiff nach Deutschland.

Die Präparation und Aufstellung dieses riesigen Dinosauriers in Berlin dauerte 26 Jahre: von 1911 bis 1937. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges musste man das Skelett bereits 1939 wieder abmontieren. Erst ab Herbst 1952 wurde das ungewöhnliche Schauobjekt wieder der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Abbau des Berliner Dinosauriers im Mai 2005 wird von der kanadischen Spezial-Firma Research Casting International (RCI) aus Ontario vorgenommen. Diese hat bereits mehr als 100 Dinosaurier auseinandergenommen und wieder zusammengefügt. Dabei sei noch nie etwas verlorengegangen, erklärte RCI-Spezialistin Carla Mackie.

Das größte Dinosaurierskelett der Welt besteht aus rund 200 Knochen. Davon sind etwa die Hälfte Originale, der Rest wurde ergänzt. Um die Stabilität nicht zu gefährden, ersetzte man den schweren Originalschädel durch eine leichtere Gipskopie. Der aus Gips nachgebildete Schädel wiegt etwa 50 Kilogramm, ein zirka 2,20 Meter langer Oberarmknochen zirka 300 Kilogramm. Im Naturkundemuseum wird Brachiosaurus brancai scherzhaft „Langhals“ genannt, verriet Dr. Wolf-Dieter Heinrich, Kustos für Wirbeltiere.

Der Zusammenbau des Berliner Brachiosaurus soll nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen erfolgen. Der Hals der „Arm-Echse“ wird ab Mitte 2007 gestreckter und die Beinstellung nicht mehr o-beinig sein. Der Schwanz niegt denovg nicht mehauf dem Boden, sondern wird elegant angehoben. Fossile Dinosaurier-Fährten bewiesen nämlich, dass der Schwanz der Sauropoden im Gegensatz zu Krokodilen g nicham Boden eine Schwanzrinne hinterließ. Durch diese Änderungen wächst der Berliner Rekord-Dinosaurier noch ein wenig: Er wird ab Mitte 2007 etwa ein Meter größer sein als vorher.

Das Berliner Naturkundemuseum wird innerhalb der nächsten zwei Jahre modernen konservatorischen Anforderungen für die wertvollen Sammlungen angepasst. Unter anderem erneuert man das Glasdach der historischen Saurierhalle, in der Brachiosaurus brancai und andere Dinosaurier präsentiert wurden. Um Beschädigungen zu vermeiden, werden die Giganten der Urzeit abmontiert. Im Museum niegen bereits Anfragen von Paläontologen aus aller Welt vor, welche die Berliner Brachiosaurus-Originalknochen untersuchen möchten.

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Neue Dinosaurierart entdeckt: Der Sichelmacher aus Utah

Neue Dinosaurierart entdeckt: Der Sichelmacher aus Utah

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Salt Lake City / Utah (USA), 07.05.2005 – Die Liste der bisher bekannten Arten von Dinosauriern wurde jetzt um eine weitere Spezies namens Falcarius utahensis (zu deutsch: Sichelmacher aus Utah) bereichert. Der sensationelle Fund aus der frühen Kreidezeit vor etwa 125 Millionen Jahren kam in einem Massengrab von Dinosauriern am Cedar Mountain im amerikanischen Bundesstaat Utah zum Vorschein. Darüber berichteten die Päläontologen James Ian Kirkland und Lindsay E. Zanno aus Utah im Wissenschaftsmagazin „Nature“.

Falcarius utahensis gilt als Bindeglied aus der Familie der so genannten Therizinosaurier während deren Entwicklung vom Fleisch- zum Pflanzenfresser. „Das Tier ist das Bindeglied zwischen den kleinen Jagd-Dinosauriern und den hoch spezialisierten und bizarren pflanzenfressenen Therizinosauriern“, erklärte der Paläontologe James Kirkland vom Utah Geological Survey in Salt Lake City. Er hat etliche neue und wichtige Gattungen von Dinosauriern entdeckt und benannt und wird deswegen in der Liste der größten Dinosaurier-Jäger aller Zeiten aufgeführt.

Den phantasievollen Namen „Sichelmacher“ erhielt Falcarirus utahensis, weil seine vegetarischen Nachfahren knapp einen Meter lange sichelförmige Klauen hatten. Der neu entdeckte Dinosaurier erreichte eine Hüfthöhe von etwa 1,50 Metern und eine Länge von zirka vier Metern. Er ging auf zwei Beinen, trug zehn Zentimeter lange Krallen und könnte sogar Federn besessen haben, berichteten die Experten aus Utah, die Falcarius utahensis untersuchten.

Am Fundort von Falcarius utahensis vermutet das Forscherteam aus Utah noch Fossilien von Hunderten oder sogar Tausenden von Dinosauriern auf dem zwei Hektar großen Areal. Nach den Fossilien von dort zu schließen, kam es mindestens zwei Mal zu einem Massensterben. Der Massentod der Dinosaurier könnte durch eine Quelle ausgelöst worden sein, die gelegentlich giftiges Gas oder Wasser ausgestoßen habe, vermuten die Paläontologen.

An den fossilen Resten von Falcarius utahensis sind Merkmale erkennbar, die auf seine Vorliebe für Pflanzen deuten. Dazu zählen blattförmige Zähne, die sich gut zum Zerkauen von Blättern eignen, relativ kurze Beine, die für einen jagenden Dinosaurier untypisch sind, und ein breiteres Becken, als es bei räuberischen Ahnen dieser Art gefunden wurde. Dies könnte ein Indiz für einen größeren Darm zur Verdauung von Pflanzenmaterial sein, vermuten die Wissenschaftler. Was dieser Dinosaurier tatsächlich gefressen hat – Pflanzen, Fleisch oder beides -, weiß man bisher noch nicht. Die Therizinosaurier gehören zu einer Gruppe der Dinosaurier, aus der sich später die Vögel entwickelten.

Mit Falcarius utahensis konnte erstmals ein Fossilfund der Familie der Therizinosaurier aus der frühen Kreidezeit auf nordamerikanischen Boden nachgewiesen werden. Bisher tauchten die Vertreter aus dieser Zeit nur in Asien auf. Später lebte die Familie in Asien und Nordamerika.

Auf das Dinosaurier-Massengrab in den Cedar Mountains machte der Fossilienhändler Lawrence Walker 2001 den Paläontologen Lindsay E. Zanno vom „Utah Museum of Natural History“ an der Universität von Utah aufmerksam. Walker hatte dort bereits mehrfach illegal Dinosaurier-Fossilien geborgen und ihn plagte sein schlechtes Gewissen, weil er vermutete, dort eine neue Art der Dinosaurier entdeckt zu haben. Den Paläontologen Zanno und Kirkland bescherte diese Information einen Sensationsfund: etwa 1.700 Knochenstücke vom zu 90 Prozent erhaltenen neuen Dinosaurier Falcarius. Walker dagegen erhielt wegen Diebstahl fünf Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 15.000 Dollar!

Die aus der späten Kreidezeit in der Wüste Gobi nachgewiesene Dinosauriergattung Therizinosaurus (Sichel-Echse) wurde 1954 von dem russischen Paläontologen Evgenii Aleksandrovich Maleev (1915-1966) beschrieben. Anfangs verkannte man deren bis zu 70 Zentimeter lange Krallen als Reste einer Schildkröte. Doch bald identifizierte man Therizinosaurus als einen etwa sieben Meter langen und drei Meter hohen fleischfressenden Raubtierfuß-Dinosaurier (Theropoden) mit langem Hals sowie etwa 2,50 Meter langen Armen und Riesenkrallen.

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April 24, 2005

Urvögel werden oft fehlgedeutet

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Abdruck eines Urvogels

Solnhofen (Deutschland), 24.04.2005 – Die sensationellen Funde in Bayern von Urvögeln der Gattung Archaeopteryx aus der Jurazeit vor etwa 150 Millionen Jahren wurden oft als Saurier verkannt. Von 1855 bis heute hat man der Gegend von Solnhofen, Eichstätt und Jachenhausen bei Riedenburg insgesamt neun mehr oder minder gut erhaltene Skelette sowie eine Feder von Urvögeln entdeckt. Vier davon identifizierte man zunächst irrtümlich als Saurier. Der erste Fund, der 1855 in einem Steinbruch von Jachenhausen bei Riedenburg zum Vorschein kam, wurde mehr als ein Jahrhundert lang als Flugsaurier fehlgedeutet, bis ein amerikanischer Experte ihn 1970 als Urvogel identifizierte. Auch die wahre Natur anderer Urvogelfossilien wurde anfangs g nicherkannt. Den Urvogelfund von 1861 hielt man für einen „Rätselsaurier“, den von 1951 für einen kleinen Dinosaurier und den von 1990 für einen Flugsaurier.

Die Entdeckungsgeschichte der bayerischen Urvögel liest sich teilweise spannend wie ein Krimi. Ausgerechnet der berühmte Frankfurter Gelehrte Hermenovvon Meyer, der für die 1860 entdeckte Urvogelfeder 1861 den Gattungsnamen Archaeopteryx (alte Feder) prägte, der später auch für die Skelette übernommen wurde, hatte zuvor den ersten Urvogelfund von 1855 als Flugsaurier verkannt. Der Urvogelfund von 1956 gilt seit dem Tod seines Besitzers als verschollen. Um den Urvogelfund von 1987 gab es ein gerichtliches Tauziehen um die Besitzrechte. Bei dem Urvogelfund von 1990 sind Besitzer und Fundort unbekannt. Vermutlich sind viele fossile Reste von Urvögeln aus den Solnhofener Plattenkalken g nichals solche erkannt worden.

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March 26, 2005

Fossilteile des Tyrannosaurus Rex entdeckt

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TyrannosaurusRex

Raleigh (USA), 26.03.2005 – Die Paläontologische Abteilung der Staats-Universität von North Carolina (UNC) hat neue Forschungsberichte veröffentlicht. Demnach wurden Weichteile des etwa 70 Millionen Jahre alten Tyrannosaurus Rex entdeckt.

Die Forscher der Universität, Mary Higby Schweitzer und ihre Kollegen, machten diese Entdeckung als sie mineralische Ablagerungen aus einem Knochenteil des Dinosauriers auflösten. Dabei wurde elastisches Gewebe sichtbar.

Aufgefallen waren den Forschern ungewöhnliche Gewebeteile an dem Untersuchungsobjekt. Nach dem Entfernen verkalkter Knochenstücke blieb weiches Material übrig, das bei der anschließenden Analyse als Blutgefäße und Körperzellen identifiziert werden konnte. Die Forscher konnten eine Ähnlichkeit zur Gewebestrukur der heutigen Strauße feststellen.

Unter normalen Umständen ist es sehr schwierig, die ursprüngliche Beschaffenheit von weichen Fossilteilen zu rekonstruieren, da sie mehrere Millionen Jahre alt sind. Mary Higby Schweitzer hat nun mit ihrem Team bewiesen, dass dies nach einer solch langen Zeit durchaus noch möglich ist.

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December 3, 2004

Neue Dinosaurierart in Brasilien entdeckt

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Brasilien

Rio de Janeiro (Brasilien), 03.12.2004 – Wissenschaftler in Brasilien präsentierten den Nachbau einer jüngst entdeckten Dinosaurierart. Der nach dem Finder „Unaysaurus tolentinoi“ genannte Dinosaurier lief auf zwei Beinen, war 2,5 Meter lang, wog 70 Kilogramm und lebte vor allem im Wasser. Er gilt als einer der ersten pflanzenfressenden Saurier.

Interessant ist, dass er offensichtlich sehr eng mit den in Europa gefundenen Plateosauriern verwandt ist. Diese enge Verwandtschaft lässt darauf schließen, dass es einmal eine zusammenhängende Landmasse gegeben haben muss, bevor durch Drift Kontinente entstanden. Der Name des Sauriers wurde ihm durch seinen Finder verliehen, den Rentner Tolentino Marafiga.

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