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March 30, 2014

Saudischer Kronprinz Muqrin offiziell als Thronfolger eingesetzt

Saudischer Kronprinz Muqrin offiziell als Thronfolger eingesetzt

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Veröffentlicht: 30.März 2014, 15:24 (MESZ)
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Riad (Saudi-Arabien), 30.03.2014 – Zu einem Zeitpunkt, an dem US-Präsident Barack Obama seinen ersten Besuch in Saudi-Arabien seit fünf Jahren macht, mit dem er die Beziehungen zu diesem wichtigen Verbündeten der USA im Mittleren und Nahen Osten stärken möchte, versucht der saudische König Abdullah, dem Land ebenfalls eine langfristige Perspektive zu geben. Der fast 90-jährige Monarch hat in einem am 20. März 2014 unterzeichneten Dekret seinen Halbbruder Muqrin offiziell zum Thronfolger ernannt. Muqrin, der 1945 geboren wurde, ist der jüngste Sohn des Staatsgründers Abd al-Aziz ibn Saud.

Muqrin steht jetzt an zweiter Stelle in der Thronfolge hinter seinem 78-Jahre-alten Halbbruder Salman, der zurzeit die Ämter des stellvertretenden Premierministers und des Verteidigungsministers innehat. Muqrin selbst ist seit letztem Jahr der zweite stellvertretende Premierminister, eine Stellung, die bereits darauf hindeutete, dass er als Thronfolger vorgesehen ist. Er wurde in Großbritannien als Kampfjetpilot ausgebildet und diente in der saudischen Armee. Muqrin war in der Vergangenheit bereits Governeur von Ha’il und Medina sowie Leiter des Geheimdienstes. In der Berufung des neuen Thronfolgers kann man ein Zeichen dafür sehen, dass Saudi-Arabien weiterhin ein wichtiges politisches Gegengewicht der arabischen Welt zum Iran spielen möchte, denn Muqrin teilt die diesbezüglichen Ansichten von König Abdullah. Während der König und die Analysten in dem Schritt eine Sicherung der augenblicklichen Position Saudi-Arabiens sehen, wird gleichzeitig auch davor gewarnt, dass die Frage, wer aus der nächsten Generation des Königshauses die Macht einmal übernehmen wird, so weiter verschoben wird. Es gibt in Saudi-Arabien keine festgelegte Thronfolge. Der absolutistisch regierende König entscheidet allein über seinen Nachfolger, sein Thronrat stimmt dieser Entscheidung dann noch pro forma zu, was sie endgültig unabänderlich macht. Die Einsetzung des neuen Thronfolgers wird formell nach dem Mittagsgebet mit zwei Treuschwur-Zeremonien, diesmal am Sonntag, dem 30. März, und Montag, dem 31. März, jeweils durch Angehörige des Königshauses sowie durch hohe Regierungsvertreter und saudische Bürger abgeschlossen.

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June 17, 2012

Saudischer Kronprinz Naif ibn Abd al-Aziz gestorben

Saudischer Kronprinz Naif ibn Abd al-Aziz gestorben

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Veröffentlicht: 23:40, 17. Jun. 2012 (CEST)
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Der verstorbene Kronprinz Naif ibn Abd al-Aziz im November 2011

Riad (Saudi-Arabien), 17.06.2012 – Der saudische Thronfolger Naif ibn Abd al-Aziz ist tot. Der 78-jährige seit 1975 amtierende Innenminister und Halbbruder von König Abdullah starb in der Schweiz, wo er sich zur Krankenbehandlung aufhielt. An welcher gesundheitlichen Beeinträchtigung der Prinz litt, ist nicht bekannt. Naif hatte im Oktober seinen an Krebs verstorbenen Bruder Sultan ibn Abd al-Aziz abgelöst.

Das politische Vermächtnis von Prinz Naif wird unterschiedlich beurteilt. Als Verdienst rechnet man ihm sein kompromissloses Vorgehen gegen das Terroristennetzwerk al-Qaida an, als er zwischen 2003 und 2008 deren Zellen in Saudi-Arabien zerschlug. Doch Kritiker werfen ihm die Unterdrückung der Opposition im Lande vor. Auch von Frauenrechtlerinnen wurde der verstorbene Kronprinz kritisiert, weil er gegen die Forderungen der saudi-arabischen Frauen gewesen sei, alleine Autofahren zu dürfen. Außerdem habe er die Reformversuche des 87-jährigen Königs Abdullah behindert, etwa bei der Einführung des Wahlrechts für Frauen bei Kommunalwahlen.

Nun wird zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres nach einem Thronfolger für den 87-jährigen Herrscher gesucht. Dabei wurde von Beobachtern der 76 Jahre alte derzeitige Verteidigungsminister Salman ibn Abd al-Aziz als Favorit genannt. Der frühere Gouverneur von Riad gilt als eher aufgeschlossen für Reformen. Die Thronfolge ist in Saudi-Arabien, im Gegensatz zu Königshäusern in Europa, nicht festgelegt. Der jeweilige Thronfolger wird von einem Familiengremium bestimmt. Dieses wird als neuen Thronfolger einen der etwa zwanzig noch lebenden Söhne des Staatsgründers Ibn Saud auswählen. König Ibn Saud starb 1953, und ihm folgten seitdem fünf seiner Söhne auf den Thron.

Die Beerdigung Naif ibn Abd al-Aziz’ ist für den 17.06.2012 in Mekka vorgesehen. König Abdullah ist hierzu bereits in Mekka eingetroffen.

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  • Portal:Saudi-Arabien

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August 7, 2011

Saudi-Arabien: Ein Wolkenkratzer soll die 1000 Metermarke knacken

Saudi-Arabien: Ein Wolkenkratzer soll die 1000 Metermarke knacken

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Veröffentlicht: 16:39, 7. Aug. 2011 (CEST)
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Dschidda (Saudi-Arabien), 07.08.2011 – Dem Burj Khalifa soll in Saudi-Arabien der Titel als höchster Wolkenkratzer der Welt streitig gemacht werden. In der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda soll der Kingdom Tower mit einer Höhe von mindestens 1001 Meter errichtet werden.

Die Investmentfirma von Prinz Alwalid bin Talal, Kingdom Holding (KHC) hat den Bauauftrag für das spektakuläre Gebäude an die saudische Bin-Laden-Gruppe vergeben. Das von Adrian Smith entworfene Gebäude soll 786 Millionen Euro kosten. Der Architekt hat Erfahrung mit der Höhe, er hat den in Dubai stehenden Burj Kalifa (828 Meter) geplant.

KHC-Vorstandsmitglied Talal Al Maiman erklärte: „Wir wollen, dass der Kingdom Tower sowohl ein Wirtschaftsmotor als auch ein stolzes Symbol für den wirtschaftlichen und kulturellen Status des Königreichs in der Weltgemeinschaft wird“. Der Kingdom Tower soll ein ikonisches Wahrzeichen werden für die historische Bedeutung Dschiddas als traditionelles Tor in die Heilige Stadt Mekka.“

Saudi-Arabien plant seit Jahren den Bau mehrerer Megastädte und will dabei viele Milliarden investieren. Darunter die Kingdom City; Auftakt soll der jetzt in Auftrag gegebene Kingdom Tower sein.

Auf den 500.000 Quatratmetern des Turmes sollen Büros, Wohnungen und ein Hotel ihre Heimat finden. Die Fertigstellung ist für 2013 geplant.

Bekannte Wolkenkratzer

Burj Khalifa, 828 m (Foto 2008 im Bau)

Taipei, 508 m (Foto 2009)

Petronas Towers, 452 m (Foto 2008)

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June 5, 2011

Jemen: Präsident Saleh wird wegen Verletzung in Saudi-Arabien behandelt

Jemen: Präsident Saleh wird wegen Verletzung in Saudi-Arabien behandelt

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Veröffentlicht: 14:40, 5. Jun. 2011 (CEST)
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Sanaa (Jemen) / Riad (Saudi-Arabien), 05.06.2011 – Der Präsident des Jemen, Ali Abdullah Salih, wurde bei einem Raketenangriff auf den Präsidentenpalast am Freitag offenbar schwer verletzt. Der 68-Jährige erlitt Verletzungen durch einen Metallsplitter in der Nähe des Herzens sowie Verbrennungen zweiten Grades im Gesicht und Brustbereich. Nach Angaben des saudischen Königshauses begab sich Salih in Begleitung von Teilen seiner Familie zur medizinischen Behandlung in ein Militärkrankenhaus in Saudi-Arabien. Gegen Mitternacht soll Salih in Saudi-Arabien eingetroffen sein, berichten Medien.

Bei dem Angriff am Freitag waren elf seiner Wachleute ums Leben gekommen. Ob die Macht nun an den jemenitischen Vizepräsidenten Abed-Rabbo übergangen ist, wie es die Verfassung des Landes in solchen Fällen vorsieht, ist indes noch unklar.

Die Situation in dem Land ist von anhaltenden Protesten großer Teile der Bevölkerung gekennzeichnet, die den Rücktritt Salihs fordern. Dieser schlug bisher alle Vermittlungsversuche aus und will weiterhin an der Macht bleiben. Der Angriff auf den Präsidentenpalast stellte eine neue Stufe der Eskalation der Auseinandersetzungen im Jemen dar, da die Demonstranten bisher immer friedlich protestiert hatten. Eine Schlüsselrolle in den Auseinandersetzungen spielt offenbar auch die Rivalität zwischen der Familie des Präsidenten und der Al-Ahmar-Familie. Diese Familie unterstützt die Proteste gegen die Regierung, weil Salih beabsichtigt, die Macht an seinen ältesten Sohn Ahmed zu übergeben.

Deutschland schloss nach den Vorkommnissen vom Freitag seine Botschaft im Jemen. Die deutsche und britische Regierung sowie weitere Staaten forderten ihre Staatsbürger im Jemen dazu auf, das Land zu verlassen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Jemen

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February 6, 2011

Großmufti von Saudi-Arabien verurteilt Demonstrationen in arabischen Ländern

Großmufti von Saudi-Arabien verurteilt Demonstrationen in arabischen Ländern

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Veröffentlicht: 11:49, 6. Feb. 2011 (CET)
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Riad (Saudi-Arabien), 06.02.2011 – Der Großmufti von Saudi-Arabien Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich verurteilt die Demonstranten in Ägypten und Tunesien, die ihre jeweiligen Präsidenten zum Rücktritt aufforderten, als „Feinde des Islam und ihre[r] Knechte“. Die Demonstrationen bezeichnete er als von „Feinden des Islam gesteuerte chaotische Aktionen“. Das berichtet die arabische Tageszeitung „Asharq al-Awsat“ am Samstag. Die Aufstände in Tunesien und Ägypten zielten darauf ab, die Wirtschaft islamischer Länder zu schwächen, sagte der Großmufti weiter. Als solche seien sie Teil einer Verschwörung, um diese Nationen in ihrer Entwicklung zurückzuwerfen.

Auch die Selbstmorde, die in Tunesien den Auslöser des Volksaufstandes bildeten, verurteilte der Geistliche als schwere Sünde, selbst wenn diese eine Reaktion auf unerträgliche Lebensbedingungen darstellten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Saudi-Arabien

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January 15, 2011

Tunesischer Präsident Ben Ali nach Saudi-Arabien geflohen

Tunesischer Präsident Ben Ali nach Saudi-Arabien geflohen

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Veröffentlicht: 15:49, 15. Jan. 2011 (CET)
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Tunis (Tunesien) / Riad (Saudi-Arabien), 15.01.2011 – Der zurückgetretene tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali hält sich jetzt in Saudi-Arabien auf. Am frühen Samstagmorgen landete die Präsidentenmaschine in Dschidda. Das meldet die saudi-arabische Nachrichtenagentur SPA. Wie es weiter hieß, sei er dort zusammen mit seiner Familie eingetroffen. Ursprünglich wollte Ben Ali nach Frankreich fliehen, dort wurde seine Aufnahme jedoch abgelehnt, berichtete die Zeitung Le Monde. Frankreich ist die frühere Kolonialmacht Tunesiens. Viele Tunesier leben in Frankreich.

Die Proteste in Tunesien hielten auch in der Nacht nach der Flucht des Präsidenten trotz des verhängten Ausnahmezustandes weiter an. Die Menschen fürchten sich nun vor randalierenden Banden. Es kam zu Plünderungen und Gewalttaten durch die Ali-Milizen. Nach Angaben von Augenzeugen wurde der Zentralbahnhof in der Hauptstadt Tunis in Brand gesetzt. Die Innenstadt von Tunis wurde von Sicherheitskräften abgeriegelt. Bei einem Gefängnisbrand in Monastir starben mindestens 40 Menschen.

Unterdessen ernannte der Verfassungsrat den bisherigen Parlamentspräsidenten Fouad Mebazaâ zum Interimspräsidenten bis zur Durchführung von Neuwahlen. Am Freitag hatte der ehemalige Ministerpräsident Mohamed Ghannouchi die Präsidentschaft übernommen, weil Präsident Ben Ali sein Amt niedergelegt und außer Landes geflohen war.

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January 6, 2011

Saudi-Arabien: 30 Peitschenhiebe wegen „unerlaubten Herumlaufens inmitten von Frauen“

Saudi-Arabien: 30 Peitschenhiebe wegen „unerlaubten Herumlaufens inmitten von Frauen“

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Veröffentlicht: 17:08, 6. Jan. 2011 (CET)
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Ha’il (Saudi-Arabien), 06.01.2011 – Die unverschleierten Augen einer Frau, die in Begleitung ihres Mannes und eines weiteren Verwandten einen Basar der Stadt Ha’il besuchte, veranlassten laut einem Bericht der arabischen Zeitung „Al-Watan“ von gestern einen Angehörigen der islamischen Religionspolizei einzugreifen. Er forderte den Mann auf, dafür zu sorgen, dass auch die Augen der Frau verschleiert wurden. Der Mann weigerte sich jedoch. Darauf kam es zu einem Streit, in dessen Verlauf der Polizist den Mann mit einem Messer verletzte. Der Mann, der 28 Tage in Untersuchungshaft verbringen musste, und ein weiterer Verwandter erhielten nun von einem Gericht wegen „unerlaubten Herumlaufens inmitten von Frauen“ eine Strafe von je 30 Peitschenhieben. Der Polizist hatte während der Verhandlung behauptet, er sei von dem Mann angegriffen worden.

In Saudi-Arabien müssen Frauen zwar ihren Körper verschleiern, wenn sie sich in der Öffentlichkeit bewegen. Eine Verschleierung der Augen ist zwar auch verbreitet, jedoch nicht zwingend vorgeschrieben. Beide Parteien wollen gegen das Urteil Berufung einlegen. Die „Behörde für die Förderung der Tugend und die Vermeidung des Lasters“, für die der Polizist arbeitete, will das Urteil anfechten, weil es ihr als zu mild erscheint.

Themenverwandte Artikel

  • Strafe fürs Weglaufen: Sechzig Peitschenhiebe und sechs Monate Haft (25.03.2007)
  • Portal:Scharia

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January 3, 2011

WikiLeaks: USA drängte Saudi-Arabien zum Kauf von Boeing-Flugzeugen

WikiLeaks: USA drängte Saudi-Arabien zum Kauf von Boeing-Flugzeugen

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Veröffentlicht: 16:56, 3. Jan. 2011 (CET)
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Boeing 777 der Saudi Arabian Airlines

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 03.01.2011 – Laut Medienberichten hat die Enthüllungsplattform WikiLeaks eine Depesche des US-Außenministeriums veröffentlicht, wonach der ehemalige US-Präsident George W. Bush beim saudischen König Abdullah auf den Kauf von Boeing-Flugzeugen zum Nachteil des europäischen Konkurrenten Airbus gedrängt haben soll.

Bestandteil des Kuhhandels mit dem saudischen König Abdallah war offenbar auch eine Sonderausstattung der Privatmaschine des saudischen Königs ähnlich der Air Force One des US-Präsidenten. Im Ergebnis des Deals bestellte die Saudi Arabian Airlines dann im November 2010 zwölf Boeing 777-300 im Wert von mehr als drei Milliarden US-Dollar und acht Boeing 787 (Dreamliner).

Offenbar hat es seit Jahren solche Einmischungen der US-Politik in die Geschäftswelt gegeben, obwohl es Vereinbarungen zwischen den Regierungen der USA und Europas gegeben hat, wonach die Politik sich aus Geschäften in der Luftfahrtbranche heraushalten sollte.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Boeing
  • Portal:Luftfahrt

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December 27, 2010

Saudi-Arabien plant Einstieg in eigene Automobilproduktion

Saudi-Arabien plant Einstieg in eigene Automobilproduktion

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Veröffentlicht: 22:28, 27. Dez. 2010 (CET)
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Riad (Saudi-Arabien), 27.12.2010 – Saudi-Arabien will künftig aktiv in den Automarkt einsteigen; zu diesem Zweck plant das Land ein Joint Venture mit einem südkoreanischen Automobilhersteller. Das Startkapital der neuen Firma in Höhe von 500 Millionen US-Dollar sollen saudi-arabischen Medieninformationen zufolge die König-Saud-Universität mit 10 Prozent, der südkoreanische Autobauer Digm Automotive Technology mit 30 Prozent sowie private Investoren aufbringen. Ein entsprechender Vertrag wurde am Sonntag zwischen dem Präsidenten der König-Saud-Universität in Riad, Abdullah Al-Othman, und dem südkoreanischen Autobauer unterzeichnet. Strategisches Ziel der saudi-arabischen Wirtschaft ist langfristig die Verringerung der Abhängigkeit vom Erdölexport.

Der in Europa bisher weitgehend unbekannte südkoreanische Autobauer ist bisher als Zulieferer einiger bekannter Marken in Erscheinung getreten: der General Motors-Tochter Daewoo oder dem Geländewagenspezialisten SsangYong Motor Company.

Erstes Produktionsziel ist der Bau des Prototyps eines Billigautos, dessen Preis sich zwischen 35.000 und 45.000 Rial bewegen soll (rund 8.100 Euro). Zurzeit importiert das Königreich rund 500.000 Autos jährlich. Der Markt für Automobile in Saudi-Arabien ist ein Wachstumsmarkt, der pro Jahr um 25 Prozent zulegt. Die geplante Limousine mit fünf Sitzplätzen soll aber auch in andere nordafrikanische Staaten sowie benachbarte Golfstaaten exportiert werden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Saudi-Arabien
  • Portal:Automobilindustrie

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December 8, 2010

Wikileaks: Saudi-Arabien wollte Hisbollah-Entmachtung auf militärischem Weg

Wikileaks: Saudi-Arabien wollte Hisbollah-Entmachtung auf militärischem Weg

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Veröffentlicht: 23:23, 8. Dez. 2010 (CET)
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Wikileaks-Logo

London (Vereinigtes Königreich), 08.12.2010 – Die britische Tageszeitung The Guardian veröffentlichte in ihrer Berichterstattung über die von Wikileaks verbreiteten Dokumente einen Bericht der US-amerikanischen Botschaft in Saudi-Arabien. In diesem als „geheim“ eingestuften Dokument wird über ein Zusammentreffen zwischen dem saudischen Außenminister Prinz Sa’ud al-Faysal mit US-Botschafter David Satterfield berichtet. Bei dem Gespräch am 10. Mai 2008 ging es um die Vorstellungen Saudi-Arabiens zur Stabilisierung der libanesischen Regierung unter ihrem damaligen Ministerpräsident Fuad Siniora durch eine Auflösung der Hisbollah mit militärischer Gewalt.

In dem Dokument heißt es unter anderem: „Während Irak das Hauptthema der Diskussion war, sprach Saud auch Ereignisse an, die sich in Beirut abspielen und betonte die Notwendigkeit für eine ‚Sicherheitsreaktion‘ auf Hisbollahs ‚militärische Herausforderung an die Regierung Libanons‘. Insbesondere setzte sich Saud für eine ‚arabische Streitkraft‘ ein, die Ordnung in und um Beirut schaffen und unterhalten solle, die in ihren Bemühungen unterstützt würde und unter dem ‚Deckmantel‘ einer Stationierung käme von UNIFIL-Truppen aus dem südlichen Libanon. USA und NATO müssten Transport und logistische Unterstützung leisten, außerdem ‚Marine- und Luftraumüberwachung‘. Saud sagte, dass ein Hisbollah-Sieg in Beirut das Ende der Regierung Siniora und eine ‚iranische Übernahme‘ des Libanon bedeuten würde.“[1]

Das Zusammentreffen fand nur wenige Tage nach dem Ausbruch von Unruhen in Beirut statt und stand unter dem Eindruck der Besetzung mehrerer Stadtteile Beiruts durch Milizen der Hisbollah am Tag vor dem Treffen. Dem Botschaftsbericht zufolge habe al-Faysal gesagt, der Plan werde von „Siniora stark unterstützt“, dass jedoch nur Jordanien und Ägypten sowie Amr Moussa, der Generalsekretär der Arabischen Liga, Kenntnis von dem Plan hätten.

Das überwiegend sunnitische Saudi-Arabien unterhält enge Beziehungen mit den Sunniten im Libanon, die laut Verfassung den Ministerpräsidenten des Landes stellen, derzeit Saad al-Hariri, während Hisbollah maßgeblich durch den überwiegend schiitischen Iran und durch Syrien unterstützt wird.

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Wortlaut

  1. Im englischen Originaltext heißt es: „While Iraq was the main topic discussed, Saud brought up events taking place in Beirut and emphasized the need for a ‚security response‘ to Hizballah′s ‚military challenge to the Government of Lebanon.‘ Specifically, Saud argued for an ‚Arab force‘ to create and maintain order in and around Beirut, which would be assisted in its efforts and come under the ‚cover‘ of a deployment of UNIFIL troops from south Lebanon. The US and NATO would need to provide movement and logistic support, as well as ‚naval and air cover.‘ Saud said that a Hizballah victory in Beirut would mean the end of the Siniora government and the ‚Iranian takeover‘ of Lebanon.“

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