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February 5, 2008

Färöer bekommen Mitte-Linksregierung

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Färöer bekommen Mitte-Linksregierung

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Veröffentlicht: 18:23, 5. Feb. 2008 (CET)
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Die Färöer im Nordatlantik streben weiterhin ihre Unabhängigkeit von Dänemark an

Tórshavn (Färöer), 05.02.2008 – Die autonomen Färöer haben eine neue Landesregierung. In der Koalition aus Sozialdemokraten, Linksrepublikanern und Christdemokraten gibt es erstmals drei weibliche Minister und einen eigenen Außenminister. Ein Referendum über eine eigene Verfassung ist bis 2010 geplant.

Nach den Wahlen zum färöischen Løgting am 19. Januar 2008 wurden die Linksrepublikaner Tjóðveldi von Høgni Hoydal stärkste Partei. Die seit 2004 bestehende Regierungskoalition unter dem Sozialdemokraten Jóannes Eidesgaard mit konservativer Volkspartei und dänemarktreuen Unionisten hätte aber mit einer Parlamentsmehrheit von 20:13 Sitzen weiter regieren können.

Stattdessen einigte man sich zur Kyndilsmessa (Lichtmess am 2. Februar) auf eine Koalition aus Sozialdemokraten (sechs Sitze), Linksrepublikanern (acht Sitze) und Christdemokraten (Miðflokkurin, drei Sitze). Zusammen verfügen sie über eine knappe Parlamentsmehrheit von einem Sitz (17:16).

Am 4. Februar konnte Eidesgaard seine neue Regierungsmannschaft vorstellen. Erstmals in der Geschichte der Färöer gibt es gleich drei Frauen in der Regierung und einen Außenminister. Das Amt des Außenministers wurde zuvor vom Ministerpräsidenten in Personalunion wahrgenommen.

Die neuen Minister sind:

  • Jóannes Eidesgaard, Ministerpräsident
  • Høgni Hoydal, Außenminister
  • Karsten Hansen, Finanzminister
  • Tórbjørn Jacobsen, Fischerei- und Resourcenminister
  • Helena Dam á Neystabø Justizministerin
  • Kristina Háfoss, Bildungs-, Forschungs- und Kulturministerin
  • Hans Pauli Strøm, Gesundheits- und Sozialminister
  • Bjørt Samuelsen, Wirtschaftsministerin

Politisch gesehen ist es eine Mitte-Linksregierung mit deutlicher Betonung auf links, denn die Sozialdemokraten stehen inhaltlich bei der skandinavischen Sozialdemokratie, und die Republikaner entsprechen sozialpolitisch am ehesten den dänischen Sozialisten. Der kleinere Koalitionspartner Miðflokkurin ist eine christdemokratische Partei, die sich eine Ordnung nach christlichen Grundsätzen vorstellt, sozialpolitisch aber „linke“ Ziele verfolgt. Während Christdemokraten und besonders die Republikaner für die staatliche Unabhängigkeit der seit 1948 autonomen Färöer eintreten, vertreten die Sozialdemokraten eher einen moderaten Kurs, der aber eine Mehrheitsentscheidung des Volkes über sein Schicksal respektieren würde.

In den Jahren 2004 bis 2008 erreichte Eidesgaards Regierung mehr Fortschritte in Richtung Selbständigkeit der Färöer als alle Regierungen vor ihm. Die neue Regierung will diesen Kurs weiter fahren, die jährlichen Blockzuschüsse aus Dänemark weiter senken und bis 2010 ein Referendum über das Grundgesetz der Färöer durchführen. Mit dem Grundgesetz würden die Färöer ihre künftige Staatsform festlegen, entweder als autonomer oder sogar souveräner Teil der dänischen Monarchie oder als Republik wie Island.

Zum Thema

Quellen

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March 24, 2007

Färöer: Treibgut direkt vom Nordpol

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Färöer: Treibgut direkt vom Nordpol

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Artikelstatus: Fertig 23:14, 24. Mär. 2007 (CET)
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Lage der Färöer

Fámjin (Färöer), 24.03.2007 – Spielende Kinder entdeckten in Fámjin an der Westküste von Suðuroy einen sonderbaren schwarzen Kasten als Treibgut im Hafen. Er kam direkt vom Nordpol und brauchte nur drei Jahre, um sich aus dem „ewigen Eis“ zu befreien.

Der Kasten wurde von dem jungen Uhrmacher Jørgen Amundsen, einem Nachkommen des norwegischen Polarforschers Roald Amundsen, im Jahre 2004 am Nordpol vergraben. Er wollte so seinem Vorfahren ein Denkmal setzen, denn auf seiner Reise hatte er 250 Exemplare einer limitierten Edeluhr aus eigener Schmiede dabei, die extremsten Bedingungen stand halten soll. Während „The Polar Timepiece # 001/250“ am Pol vergraben wurde, gelangten die restlichen 249 Exemplare in den Handel – für gut 10.000 Euro das Stück.

Am Donnerstag zeigten die Kinder in Fámjin ihren rätselhaften Fund ihrem Großvater, der den Kasten öffnete. Darin befand sich ein weiterer Plastikbehälter und darin eine Uhr, die akkurat die Uhrzeit anzeigte, obwohl sie lange im Seewasser gelegen haben muss. Es ist eindeutig die Uhr, die 2004 am Nordpol vergraben wurde.

Quellen

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December 15, 2006

„Homo-Gesetz“ auf den Färöern beschlossen

„Homo-Gesetz“ auf den Färöern beschlossen

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Artikelstatus: Fertig 12:43, 15. Dez. 2006 (CET)
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Tórshavn (Färöer), 15.12.2006 – Das Parlament (Løgting) der autonomen Färöer hat heute ein Gesetz beschlossen, das die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung unter Strafe stellt.

Unerwartet stimmten die Mitglieder des Løgtings in einer Vorabstimmung am 13. Dezember mit 17 zu 13 Stimmen (bei einer ungültigen Stimme) für eine Änderung des „Rassismusparagraphen“ 266 b des Strafgesetzes, in dem es auf den Färöern bisher nur strafbar ist, Menschen aufgrund ihrer Rasse, Hautfarbe, nationaler oder ethnischer Herkunft oder Religion zu bedrohen, verhöhnen oder herabzusetzen. Heute wurde das Gesetz mit 17 zu 15 Stimmen endgültig angenommen [1].

Bereits 2005 beantragten zwei Abgeordnete der oppositionellen Linksrepublikaner (Tjóðveldisflokkurin), Annita á Fríðriksmørk und Finnur Helmsdal, eine ausdrückliche Erwähnung der sexuellen Orientierung, wie es im Mutterland Dänemark schon seit 1987 der Fall ist – als erstem Land der Welt. Die dänische Gesetzgebung in innnenpolitischen Angelegenheiten muss immer erst vom Løgting ratifiziert werden, um auch auf den Färöern zu gelten. Im Falle des Paragraphen 266 b des dänischen Strafgesetzes[2] gab es also fast 20 Jahre eine abweichende Lesart auf den Färöern.

Obwohl Regierungschef Jóannes Eidesgaard sich für ein Diskriminierungsverbot stark machte, versagten ihm seine Sozialdemokraten (Javnaðarflokkurin) und die Regierungskoalition mit den liberalen Unionisten (Sambandsflokkurin) und konservativen Volkspartei (Fólkaflokkurin) die geschlossene Gefolgschaft. Der Riss ging in dieser Frage durch alle vier großen Parteien.

Erstmals gerieten die Färöer dann im Oktober 2006 in die internationalen Schlagzeilen, als der Musiker Rasmus Rasmussen, der auf den Färöern kürzlich zum besten Gitarristen gewählt wurde, als bekennender Schwuler auf offener Straße zusammengeschlagen wurde. Anschließend erhielt Rasmussen auch Morddrohungen und musste aus psychischen Gründen stationär behandelt werden.[3][4]

Die dänische Studentin Nynne Nørup startete im Internet die Kampagne „Act against Homophobia“ und konnte damit über 20.000 Unterschriften von zumeist Färingern, Isländern und Dänen aus aller Welt sammeln[5]. Diese wurden am 7. November dem Präsidenten des Løgtings überreicht. Auf den Färöern selbst gab es eine weitere Unterschriftensammlung, die von einer Gruppe Frauen organisiert war und noch einmal 2.000 Unterschriften beisteuern konnte[6].

Lage der Färöer-Inseln

Während die Parlamentssitzung am 7. November ergebnislos blieb, kam es am 13. Dezember zur entscheidenden Vorabstimmung. Finnur Helmsdal sagte anschließend der dänischen Zeitung „Politiken“: „Ein großer Teil der Färinger glaubte Jahrzehnte lang, dass Menschenrechte im Widerspruch zum Christentum stünden. Mit dieser Abstimmung senden wir das erste Mal in der Geschichte der Färöer ein klares Signal, dass wir eine tolerante Gesellschaft wollen.“

Zwar war dies erst die zweite Lesung des Gesetzentwurfs, aber Helmsdal ging davon aus, dass die dritte Abstimmung am Freitag dem 15. Dezember nur noch eine Formsache ist. So kam es auch: Alle 17 Ja-Stimmen blieben standhaft, und es gab 15 Gegenstimmen.

Die Färöer sind das letzte Land in Nordeuropa, das Homosexuelle gesetzlich vor Schikane schützt.

Quellen

  1. Portal.fo: „Broytingin í revsilógini samtykt (Änderung im Strafgesetz beschlossen)“ (Färöischsprachige Quelle) (15.12.2006, 11:51 Uhr MEZ)
  2. Dänische Wikipedia: „Straffeloven“ (dänischsprachige Quelle) (Stand vom 15.12.2006)
  3. Politiken.dk: „Overfald åbner færøsk homo-debat (Überfall eröffnet färöische Homo-Debatte)“ (dänischsprachige Quelle) (08.10.2006)
  4. Sueddeutsche.de: „Eiland – nur für Heteros“ (21.10.2006)
  5. www.act-against-homophobia.underskrifter.dk: „Act Against Homophobia“ (englischsprachige Quelle) (unbekannt)
  6. Politiken.dk: „Lokale kvinder støtter færøske homoseksuelle (Lokale Frauen unterstützen färöische Homosexuelle)“ (dänischsprachige Quelle) (29.10.2006)

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April 6, 2006

Frauenhandball: Färöer besiegen England mit 54:8

Frauenhandball: Färöer besiegen England mit 54:8

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Artikelstatus: Fertig 15:28, 6. Apr. 2006 (CEST)
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Sarajevo (Bosnien und Herzegowina), 06.04.2006 – Die Frauenhandball-Nationalmannschaft der Färöer hat am Mittwoch, den 5. April, in der ersten Runde der „Challenge Trophy“ in Sarajevo die Engländerinnen völlig unerwartet mit 54:8 besiegt.

In der Halbzeitpause stand es bereits 26:6 für die Färingerinnen, die daraufhin 22 weitere Treffer erzielen konnten, während die Engländerinnen nur noch zwei Bälle ins gegnerische Tor warfen. Die Haupttorwerferinnen der Färöer waren Anja Heinadóttir mit zehn Toren sowie Ása á Neystabø und Heidi Maria Akselsen mit jeweils neun Toren. Die Engländerinnen waren mit ihrer sehr jungen A-Mannschaft am Start.

In der Finalrunden-Gruppe B der „Challenge Trophy“ treffen die Färöer noch am 6. April auf Albanien und am 7. April auf Georgien. Trotz des hohen Sieges haben die Färingerinnen nicht die Tabellenführung am ersten Spieltag übernehmen können, da Georgien Albanien mit 61:1 besiegte.

Quellen

  • sportal.fo: „Føroyar løgdu fyri við stórsigri (Die Färöer legten einen Großsieg vor)“ (Färöischsprachige Quelle) (05.04.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • sportfocus.com: „Challenge Trophy: England versus Faroe Islands“ (englischsprachige Quelle) (06.04.2005)
  • eurohandball.com: „OFFICIAL EHF PLAYING SCHEDULE – 2006 WOMEN’S CHALLENGE TROPHY 5 to 9 April 2006, Vogosca, Bosnia and Herzegovina“ (Angaben passen nicht zusammen) (23.03.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • eurohandball.com: „2006 Women’s Challenge Trophy / Final Round“ (englischsprachige Quelle) (06.04.2006, 13:51 Uhr)

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August 31, 2005

Island und die Färöer bilden gemeinsame Wirtschaftszone

Island und die Färöer bilden gemeinsame Wirtschaftszone

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Artikelstatus: Fertig 14:55, 2. Sep. 2005 (CEST)
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Hoyvík (Färöer) / Reykjavík (Island), 31.08.2005 – Island und die Färöer vereinbaren eine gemeinsame Wirtschaftszone. Für die Färöer ist es der größte selbstständige außenpolitische Schritt ihrer Geschichte.

Das Abkommen wurde vom isländischen Außenminister Davíð Oddsson und dem färöischen Ministerpräsidenten Jóannes Eidesgaard im Nationalmuseum der Färöer in Hoyvík unterschrieben, einem Vorort der Inselhauptstadt Tórshavn.

Von nun an herrscht freier Waren- und Dienstleistungsverkehr zwischen beiden nordatlantischen Ländern. Isländische und färöische Firmen und Einzelpersonen genießen volle Freizügigkeit im jeweils anderen Partnerland. Bereits am 2. September trat die Aufhebung aller Zölle in Kraft.

Die historischen und kulturellen Bindungen zwischen den Färöern und Island gelten als besonders eng. Beide Völker besiedelten diese Inseln ab dem 9. Jahrhundert und stammen von norwegischen Wikingern ab. Die isländische Sprache und das Färöische sind nah miteinander verwandt und daher gegenseitig verständlich. Beide Länder waren über Jahrhunderte norwegische und später dänische Kolonien. Während Island heute eine Republik ist (seit dem 17. Juni 1944), gehören die Färöer außenpolitisch noch zu Dänemark, befinden sich aber in einem stetigen Autonomieprozess, der dieses Jahr mit dem Vertrag von Fámjin eine neue Grundlage erhalten hat.

Wichtigster Wirtschaftsfaktor beider nordischer Länder ist die Fischerei. Beide sind nicht Mitglied der EU und haben eine 200-Seemeilen-Zone errichtet, in denen keine anderen Nationen ohne Sondergenehmigung fischen dürfen. Einzige traditionelle Ausnahme: die Färinger dürfen vor Island fischen und umgekehrt dürfen die Isländer in färöischen Gewässern fischen. Auch wenn die Fischerei in dem neuen Abkommen vorerst ausgeklammert ist, so geht man auf beiden Seiten davon aus, dass auch hier sehr bald alle noch bestehenden gegenseitigen Beschränkungen aufgehoben werden.

Chronik der isländisch-färöischen Beziehungen

  • 7. und 8. Jahrhundert – die ersten bekannten Menschen auf den Färöern sind irische Mönche. Vermutlich wurden sie von Wikingern vertrieben und zogen weiter nach Island.
  • 9. Jahrhundert – um 825 lässt sich mit Grímur Kamban der erste Wikinger auf den Färöern nieder. Ein anderer früher Siedler ist Naddoddur, der eines Tages auf einer Fahrt von Norwegen zurück auf die Färöer, jene verpasst und stattdessen Island entdeckt. Er nennt es “Schneeland”. Ihm folgen dann weitere Siedler, die teilweise von oder über die Färöer kommen.
  • Nach der Landnahme sind die Färöer und Island jeweils Freistaaten mit eigenen Parlamenten. Das Alþingi und das Løgting gelten als die ältesten heute noch bestehenden Parlamente der Welt.
  • Um 1000 – König Olav II. Haraldsson von Norwegen christianisiert nicht nur sein Land, sondern auch die Färöer und Island.
  • 13. Jahrhundert – Beide Länder geraten endgültig unter die Herrschaft Norwegens. Durch die Personalunion Norwegens mit Dänemark ab 1380 sind sie nun auch Teil des dänischen Großreichs.
  • 1536 – Die Reformation in Dänemark führt zur Auflösung des norwegischen Reichsrates. Dessen nordatlantischen Besitzungen werden nun endgültig dänische Provinzen und von Kopenhagen aus regiert. Während sich die isländische Sprache in Kirche, Bildungswesen und Literatur halten kann, wird das Färöische durch das Dänische verdrängt – überlebt aber in den färöischen Balladen, die teilweise von isländischem Sagenstoff inspiriert sind.
  • 1720-1776 – Die Färöer werden als Teil der dänischen Kolonie Island von Reykjavík aus verwaltet.
  • 1814 – Nach dem Kieler Frieden wird Norwegen von Dänemark abgetrennt. Die Färöer und Island fallen an Dänemark.
  • 1848 – Die Färöer werden der Islandabteilung des dänischen Innenministeriums unterstellt.
  • Zweiter Weltkrieg – Während Dänemark von Deutschland besetzt ist, rücken die Alliierten auf den Färöern und Island ein. Wirtschaftlich bedeutsam für alle Seiten ist das Engagement der färöischen Seefahrer und Fischer, die isländischen Fisch nach Großbritannien transportierten. Während der Versuch der Errichtung einer färöischen Republik scheitert, proklamiert Island am 17. Juni 1944 die Republik. Dennoch haben die Färöer während der Kriegsjahre eine eigene provisorische Regierung, und bekommen 1948 eine Teilautonomie innerhalb des Königreichs zugesprochen.
Wikipedia-logo.png Wikipedia bietet Hintergrundinformationen zum Thema: Geschichte Islands

Quellen

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March 29, 2005

Färinger erhalten mehr Einfluss in der Außenpolitik Dänemarks

Färinger erhalten mehr Einfluss in der Außenpolitik Dänemarks

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Artikelstatus: Fertig 29. Mär. 2005 (CEST)
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Per Stig Møller und Jóannes Eidesgaard in Fámjin am 29.3.2005

Fámjin (Dänemark), 29.03.2005 – Der dänische Außenminister Per Stig Møller und der Ministerpräsident der Färöer Jóannes Eidesgaard unterzeichneten im Dorf Fámjin auf Suðuroy eine gemeinsame Erklärung zwischen beiden Regierungen, die künftig den autonomen Färöern ein Mitspracherecht in der dänischen Außen- und Sicherheitspolitik garantiert.

Das bilaterale Abkommen sichert den Färöern die Teilnahme in allen internationalen Verhandlungen, die ihre Belange berühren. Gleichzeitig erhalten die Färöer das Recht, alle diplomatischen Einrichtungen Dänemarks mitzubenutzen, wann und wo immer es die Autonomieregierung für nötig erachtet. Einen eigenen Außenministerposten in der färöischen Regierung wird es vorerst aber nicht geben. Derzeit nimmt der Ministerpräsident, genannt Løgmaður, dieses Amt wahr.

Das heutige Vertragswerk muss noch sowohl vom dänischen Folketing als auch vom färöischen Løgting ratifiziert werden. Nach seinem voraussichtlichen Inkrafttreten am 1. September 2005 bedeutet der Vertrag von Fámjin (Fámjinsskjalið) einen Meilenstein im Souveränitätsprozess der Färöer seit der Autonomie von 1948.

Ort des Geschehens: Das idyllische Dorf Fámjin an der Westküste der Südinsel Suðuroy

Per Stig Møller und Jóannes Eidesgaard trafen sich im historischen Ort Fámjin, wo das erste Exemplar der Flagge der Färöer aufbewahrt wird. Neben diesem hohen symbolischen Stellenwert des Ortes wurde er auch gewählt, weil Suðuroy die Heimatinsel Eidesgaards ist, und Fámjin aufgrund seiner Lage als besonders naturschön gilt. Das Treffen war bereits für letztes Jahr geplant gewesen, ist aber aus terminlichen Gründen verschoben worden.

Møller erklärte im Vorfeld seines Staatsbesuchs: : „Ich freue mich sehr, den Färöern einen Besuch abzustatten, und namentlich die gemeinsame Prinzipienerklärung über die Mitwirkung und Einbeziehung der Färöer in die Außen- und Sicherheitspolitik mitsamt eines Vertrages über die Zusammenarbeit zu unterzeichnen. Die Erklärung ist ein sehr wichtiges Dokument, das den Wunsch der Regierung unterstreicht, dass die Färöer eine echte Einbeziehung und Einflussnahme auf gleicher Augenhöhe in allen Fragen bekommen, wo Dänemark und die Färöer involviert sind. Mit der Annahme des Vertrages über gegenseitige Zusammenarbeit erwarten wir einen Fortschritt in der Erleichterung der täglichen Zusammenarbeit zwischen dem Büro des Ministerpräsidenten der Färöer und dem dänischen Außenministerium in allen außenpolitischen Interessen der Färöer. Ich freue mich auch auf die Treffen mit dem Løgmaður und dem Außenausschuss des Løgtings im Hinblick auf die Besprechung aktueller außenpolitischer Fragen und die färöischen Meinungen und Interessen.“

Ankunft der Staatsmänner auf dem Beiboot der „Brimil“ in Fámjin. Im Hintergrund die Kirche, wo die erste Flagge der Färöer von 1919 aufbewahrt ist. Hier wurde angesichts des historischen Tages doppelt gehisst.

Nach seiner Ankunft auf dem Flughafen Vágar ist Møller mit dem färöischen Küstenwachschiff “Brimil“ von Miðvágur direkt nach Fámjin gefahren. Jóannes Eidesgaard, der gerade aus seinem Osterurlaub zurückkehrte, hielt zusammen mit dem Außenausschuss des Løgtings auf der Schiffsfahrt eine Konferenz über die aktuelle Lage der dänischen Außenpolitik. Bei der Unterredung ging es auch um den Ausbau der Beziehungen der Färöer zur Europäischen Union, der sie im Gegensatz zu Dänemark nicht angehören.

Auf der Pressekonferenz in Fámjin um 17:15 Uhr Ortszeit (GMT) erklärten Eidesgaard und Møller übereinstimmend, dass nur mehr ein neues Kapitel in der Geschichte der Färöer aufgeschlagen wurde. Møller betonte, dass den bisherigen Unklarheiten in den Beziehungen beider Länder ein Ende gemacht wurde, und dass beide Völker im Königreich künftig als gleichwertig gelten.

Die Dokumente wurden unmittelbar nach ihrer Unterzeichnung auf der Website des dänischen Außenministeriums (um.dk) veröffentlicht.

Stationen im Autonomieprozess der Färöer

Die Regierungshalbinsel Tinganes in der färöischen Hauptstadt Tórshavn: Über 1000 Jahre Tradition in der Landespolitik

  • zirka 900-1035 sind die Färöer eine freie Siedlerrepublik, bis sie unter die norwegische und später dänische Krone fallen.
  • 1852 wird das Løgting als gesetzgebende Versammlung wieder eingeführt, nachdem es 1816 abgeschafft wurde, als die Färöer ein dänisches Amt wurden. Das Løgting wird seitdem vom färöischen Volk gewählt und hatte von Anfang an weit mehr Befugnisse als ein dänischer Kreistag.
  • 1856 wird der Königliche Monopolhandel über die Färöer aufgehoben. In der Folge bauen die Färöer eine eigene Fischerei- und Handelsflotte auf und entwickeln sich von einer Agrargesellschaft zu einer Fischereination.
  • 1888 formiert sich die färöische Nationalbewegung mit kulturellen und später auch politischen Forderungen nach Eigenständigkeit
  • 1938 wird die färöische Sprache als Unterrichtssprache in den Schulen der Färöer anerkannt.
  • 1940-45 sind die Färöer im Zweiten Weltkrieg vom Mutterland abgeschnitten und regieren sich selbst.
  • 1946 findet eine Volksabstimmung auf den Färöern über ihre Eigenstaatlichkeit statt. Obwohl sich eine hauchdünne Mehrheit für die Loslösung von Dänemark ausspricht, wird das Ergebnis vom dänischen König für nichtig erklärt.
  • 1948 bekommen die Färöer als Kompromiss in der anhaltenden Verfassungskrise seit 1946 den Status einer autonomen Nation innerhalb des dänischen Königreiches. Die Färinger erhalten in der Folge eigene Pässe, Geldscheine, Autokennzeichen, Briefmarken usw.
  • 1973 treten die Färöer nicht zusammen mit Dänemark der EU bei.
  • 1977 erweitern die Färöer ihre Hoheitsgewässer auf die heute geltende 200-Seemeilen-Zone.
  • 1992 erhalten die Färöer die volle Verfügungsgewalt über alle Rohstoffe. Das betrifft insbesondere die vermuteten Erdölvorkommen im Schelf.
  • 2000 brechen die Verhandlungen zwischen den Färöern und Dänemark über die Selbstständigkeit vorläufig zusammen.

Bisherige Auslandsvertretungen der Färöer

  • Kopenhagen. Gesandschaft beim Nordischen Rat
  • London. Gesandschaft bei der Internationalen Maritimen Organisation Faroeislands.org.uk
  • Brüssel. Gesandschaft bei der EU Faroes.be

Fotos

Dokumente

Quellen

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March 24, 2005

Färöer: Glimpfliche Notlandung auf dem Sørvágsvatn

Färöer: Glimpfliche Notlandung auf dem Sørvágsvatn

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Vágar

Flughafen Vágar (Färöer), 24.03.2005 – Kurz nach Mittag wollte ein US-amerikanischer Privatpilot bei seiner Alleinüberquerung des Atlantik von Norwegen nach den USA regulär auf den Färöern zwischenlanden. Allerdings klemmte das Fahrwerk der einmotorigen Maschine. Als er der färöischen Flugsicherung meldete, dass es sich aber um ein Wasserflugzeug handele, wurde die Notlandung auf dem größten See der Färöer, dem Sørvágsvatn, eingeleitet.

Der sechs Kilometer lange See diente schon während der britischen Besetzung der Färöer im Zweiten Weltkrieg als Wasserflugplatz, bevor unmittelbar an seinem Ufer der heutige Flughafen gebaut wurde. Der Flieger wurde sicher in die „alternative Landebahn“ eingewiesen und anschließend von der Flughafenwehr zur Reparatur an Land geschleppt – an den historischen Wasserflugplatz der Briten in Vatnsoyrar. Weder Menschen noch die Maschine kamen zu Schaden.

Techniker von Atlantic Airways reparierten die Maschine unter Zuhilfenahme eines Wagenhebers und kräftiger Hände. Frisch aufgetankt startete die Maschine noch am gleichen Nachmittag wie sie gekommen war – auf dem „Vatnið“. Einheimische können sich nicht erinnern, dass hier eine Flugzeugwasserung seit dem Zweiten Weltkrieg erfolgte.

Vágar hat die kürzeste Jetlandebahn Europas. Hier dürfen nur Piloten mit besonderer Ausbildung und Passagierjets mit besonderen Bremsen landen – ansonsten besteht die Gefahr, dass sie in besagtem See landen.

Unglücke am Flughafen Vágar:

  • 1970 stürzte eine Maschine der Icelandair auf der vorgelagerten Insel Mykines ab und zerbrach in zwei Teile. Die Dorfbewohner konnten acht Menschen nur noch tot bergen.
  • 1996 stürzte eine dänische Militärmaschine beim Anflug auf Vágar ab. An Bord kam der Oberbefehlshaber der dänischen Streitkräfte ums Leben.

Themenverwandte Artikel

  • Themenportal Luftfahrt

Quellen

  • portal.fo: „unbekannt“ (Färöischsprachige Quelle) (ohne Datum) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Portal.fo: „(Fotostrecke)“ (Färöischsprachige Quelle) (ohne Datum)

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