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June 10, 2008

Fußball-EM 2008: Niederlande besiegen Weltmeister Italien – Streit um vermeintliches Abseitstor

Fußball-EM 2008: Niederlande besiegen Weltmeister Italien – Streit um vermeintliches Abseitstor

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Veröffentlicht: 20:00, 10. Jun. 2008 (CEST)
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Austellung der Mannschaften

Bern (Schweiz), 10.06.2008 – In ihrem ersten Gruppenspiel der Fußball-Europameisterschaft 2008 musste die auch „Squaddra Azzurra“ genannte italienische Nationalmannschaft gestern eine herbe Niederlage gegen die niederländische Auswahl einstecken. Im Berner Wankdorf-Stadion unterlag der amtierende Weltmeister vor 30.777 Zuschauern den „Oranjes“ mit einem deutlichen 0:3. Zum Aufreger des Abends wurde dabei eine vermeintliche Fehlentscheidung von Schiedsrichter Peter Fröjdfeldt (Schweden): Dieser hatte den 1:0-Führungstreffer von Ruud van Nistelrooy in der 26. Minute gegeben, obwohl viele Zuschauer, Fernsehkommentatoren und, wie sich später herausstellte, sogar einige der Spieler selber von einer Abseitsstellung ausgegangen waren – eine Einschätzung, die sich mittlerweile als falsch erwiesen hat.

Sekunden vor van Nistelrooys Treffer war der italienische Verteidiger Christian Panucci nach einem Zusammenprall mit seinem eigenen Torwart unabsichtlich aus dem Spielfeld geraten und gefallen. Die derzeit gültigen Fußballregeln der FIFA sehen aber vor, dass ein Verteidiger der das Spielfeld – absichtlich oder unabsichtlich – verlässt, weiter als „aktiver“ Spieler gilt. So hob Panucci das Abseits auf, obwohl sich kein weiterer italienischer Spieler zwischen van Nistelrooy und Torwart Gianluigi Buffon befand. Auch Eugen Striegel, Schiedsrichter-Lehrwart des Deutschen Fußball-Bundes, erklärte, dass die Entscheidung regelkonform gewesen sei. Er ergänzte, dass ein Spieler sogar mit einer gelben Karte verwarnt werden müsse, sofern er das Spielfeld absichtlich verlasse. Die entsprechende Regel im Regelhandbuch lautet wörtlich: „Begibt sich ein verteidigender Spieler hinter die eigenen Torlinie, um einen Gegner abseits zu stellen, lässt der Schiedsrichter das Spiel weiterlaufen und verwarnt den verteidigenden Spieler bei der nächsten Spielunterbrechung, weil er das Spielfeld ohne Erlaubnis des Schiedsrichters verlassen hat.“ Da eine Absicht hier aber nicht vorlag, wurde keine Verwarnung ausgesprochen, aber das Tor zählt völlig regulär.

Die weiteren Treffer des Spiels erzielten Wesley Sneijder in der 31. Minute und Giovanni van Bronckhorst in der 79. Minute.

Spieldaten

  • Spieldauer (mit Nachspielzeiten): 94:10 Minuten (Erste Halbzeit: 46:06 Minuten, Zweite Halbzeit 48:04 Minuten)
  • Tore für die Niederlande: van Nistelrooy (26. Minute), Sneijder (31. Minute), van Bronckhorst (79. Minute)
  • Tore für Italien: keine
  • Einwechselungen Niederlande: 70. Minute Persie für van Nistelrooy, 77. Minute Heitinga für Boulahrouz, 81. Minute Afellay für Kuyt
  • Einwechselungen Italien: 54. Minute Grosso für Materazzi, 64. Minute Del Piero für Di Natale, 75. Minute Cassano für Camoranesi
  • Gelbe Karten Niederlande: de Yong (58. Minute)
  • Gelbe Karten Italien: Toni (27. Minute), Zambrotta (35. Minute), Gattuso (51. Minute)
  • Schiedsrichter: Peter Fröjdfeldt (Schweden), Stefan Wittberg (Schweden), Henrik Andren (Schweden)
  • Spieler des Spiels: Wesley Sneijder (Niederlande)

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Fußball-Europameisterschaft 2008

Quellen

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July 10, 2006

Fußball-WM 2006: Italien ist Weltmeister

Fußball-WM 2006: Italien ist Weltmeister

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Artikelstatus: Fertig 19:02, 10. Jul. 2006 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 10.07.2006 – Am Sonntag fand das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland statt. In der siebten Minute verwandelte Zinédine Zidane einen Elfmeter und schoss Frankreich damit im WM-Stadion in Berlin vor 66.000 Zuschauern in Führung. Malouda war zuvor von Materazzi im Strafraum gefoult worden. Materazzi schoss jedoch schon in der 19. Minute für Italien den Anschlusstreffer. Gegen Ende der Verlängerung sorgte Zinédine Zidane für einen Eklat. Er stieß nach einem vorherigen Wortwechsel Materazzi den Kopf in die Brust und kassierte für diese Tätlichkeit die rote Karte von Schiedsrichter Elizondo. Über den Inhalt der Auseinandersetzung zwischen den beiden Spielern ist bislang nichts bekannt.

In der Verlängerung dominierte durchgehend Frankreich das Spiel und ließ den Italienern keinen Raum für die eigene offensive Spielentfaltung. Jedoch brachte auch die Verlängerung keine Wende im Spiel; die Italiener konnten die numerische Überlegenheit auf dem Platz nicht in ein Tor ummünzen. Im anschließenden Elfmeterschießen konnte Italien alle fünf Torschüsse verwandeln, wohingegen der Schuss des Franzosen David Trézéguet von der Latte abprallte. Italien erzielte somit das Endergebnis 6 zu 4 gegen Frankreich und ist damit Fußball-Weltmeister 2006. Die italienischen Fans feierten ihre Mannschaft im Anschluss frenetisch.

Quellen

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July 5, 2006

Tooooor! Italien steht im Endspiel

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Tooooor! Italien steht im Endspiel

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Artikelstatus: Fertig 22:29, 5. Jul. 2006 (CEST)
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Dortmund (Deutschland), 05.07.2006 – Der deutsche Traum von der Weltmeisterschaft ist ausgeträumt: Italien erzielte gestern Abend im Halbfinalspiel gegen Deutschland zwei Treffer in den letzten Minuten der Verlängerung. Die siegreichen Treffer schossen Grosso (119. Minute nach einer Vorlage von Pirlo) und kurz darauf Del Piero (120.+1. Minute, Pass von Gilardino). Die deutsche Nationalmannschaft hat nun noch die Chance, am Samstag in Stuttgart den dritten Platz gegen den Verlierer des heutigen Spiels von Portugal gegen Frankreich zu erzielen.

Für große Aufregung schon vor dem Spiel hatte die Sperre des deutschen Mittelfeldspielers Torsten Frings nach dem Spiel Deutschlands gegen Argentinien gesorgt. Nach dem am letzten Freitag ausgetragenen Spiel war es zu Handgreiflichkeiten gekommen. In derem Verlauf soll Frings dem argentinischen Spieler Julio Ricardo Cruz einen Faustschlag in das Gesicht gegeben haben. Frings bestritt den Vorfall und auch Cruz sagte, dass er keinen Schlag bemerkt habe. Dennoch entschied die FIFA nach Sichtung von Videoaufzeichnungen am Vorabend des Spiels gegen Italien den Spieler Frings für ein Spiel zu sperren. Ausserdem bekam dieser Spieler eine weitere Sperre mit einer sechsmonatigen Bewährungsfrist. In diesem Zusammenhang wurde durch verschiedene, insbesondere deutsche Medien, Kritik an Italien geäußert. Es wurde unterstellt, dass die FIFA erst durch italienische Medien auf den Vorfall aufmerksam gemacht worden sei. FIFA-Sprecher Markus Siegler bestritt diese Behauptung allerdings. Er sagte, dass die Bilder von einem deutschen Fernsehsender gezeigt worden seien.

Als Ersatz für den gesperrten Frings hatte Bundestrainer Klinsmann den für Borussia Dortmund spielenden Sebastian Kehl eingesetzt. Auch Bayern München-Spieler Sebastian Schweinsteiger kam zunächst nicht zum Einsatz. Schweinsteiger war zuletzt ein wenig in die Kritik geraten und als „überspielt“ bezeichnet worden. An seiner Stelle wurde das Spiel mit dem Bremer Tim Borowski eröffnet. Beide Mannschaften traten im Spiel offensiv auf, wobei Italien in der ersten Stunde eine etwas überlegenere Darstellung bot. So musste der deutsche Torwart Lehmann mehrere Torschüsse der Italiener halten. Auch die deutsche Mannschaft hatte mehrere Torchancen, konnte aber keine davon verwandeln. Klinsmann baute in der Folge die Offensive durch Auswechslung von Borowski gegen Schweinsteiger (73. Minute) und Schneider gegen den mit Heimvorteil spielenden Dortmunder Odonkor (83. Minute) noch aus. Dennoch ging das Spiel mit 0:0 in die Verlängerung.

Nur zwei Minuten nach Beginn der Verlängerung: Der in der 74. Minute für den Italiener Luca Toni eingewechselte Gilardino trickste Ballack vor dem deutschen Tor aus, doch der Ball traf nur den Torpfosten. Wenig später platzierte Zambrotta einen für Torhüter Lehmann unhaltbaren Schuss, der jedoch nur die Latte des deutschen Tores traf. Der weitere Verlauf der Verlängerung blieb ohne nennenswerte Chancen für beide Mannschaften, so dass Bundestrainer Klinsmann sich bereits auf ein Elfmeterschießen einstellte und in der 111. Minute den schussstarken Neuville gegen Klose einwechselte. Deutschland wäre klarer Favorit des Elfmeterschießens gewesen, doch durch die zwei späten Treffer der Italiener kam es nicht mehr dazu.

Themenverwandter Artikel

  • Torsten Frings fehlt Deutschland im Halbfinale gegen Italien (03.07.2006)

Quellen

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