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March 3, 2013

Strafprozess gegen ehemalige Gesellschafter der Oppenheimbank eröffnet

Strafprozess gegen ehemalige Gesellschafter der Oppenheimbank eröffnet

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Veröffentlicht: 22:12, 3. März 2013 (CET)
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Köln (Deutschland), 03.03.2013 – Am Mittwoch, den 27. Februar wurde vor dem Landgericht in Köln der Strafprozess gegen vier ehemalige Führungspersonen der 1789 gegründeten Privatbank Sal. Oppenheim jr. & Cie. AG & Co. KGaA und gegen einen Bauunternehmer eröffnet. Ihnen wird Untreue in besonders schweren Fällen vorgeworfen, der Schaden wird auf insgesamt rund 134 Millionen Euro geschätzt. Angeklagt sind Friedrich Carl Janssen, Christopher Freiherr von Oppenheim, Dieter Pfundt und Matthias Graf von Krockow – sie waren persönlich haftende Gesellschafter der Bank.

Außerdem steht der Bauunternehmer und Immobilienentwickler Josef Esch vor Gericht, der seine meisten Projekte in Zusammenarbeit mit der Privatbank durchführte. Seine Immobilienprojekte sollen jährliche Renditen von bis zu 25 Prozent erbracht haben. Er hatte im Bankhaus ein eigenes Büro und nahm an den Gesellschafterversammlungen teil. Eines seiner Projekte waren die Nordhallen der Kölner Messe. Der Auftrag wurde ohne öffentliche Ausschreibung an Esch vergeben, die Sparkasse KölnBonn war in die Geschäfte verwickelt. Im Jahr 2010 entstand ein Verlust in Höhe von 34 Millionen Euro. Bei Fernsehstudios in Köln-Ossendorf und Hürth summierten sich bis zum Jahr 2008 die Verluste auf 80 bis 100 Millionen Euro.

Das Verfahren ist einer der größten Wirtschaftsstrafprozesse der Nachkriegszeit. Sal. Oppenheim galt 2008 noch als die größte unabhängige Privatbankgruppe Europas. Am 28. Oktober 2009 wurde die Übernahme des Gesamtkonzerns durch die Deutsche Bank bekannt gegeben. Die Führung wurde komplett ausgewechselt, und damit endete nach 220 Jahren die Geschichte als familiengeführte Privatbank.

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August 13, 2012

Brasilien: Deutsche Bank an Korruptionsskandal beteiligt

Brasilien: Deutsche Bank an Korruptionsskandal beteiligt

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Veröffentlicht: 21:13, 13. Aug. 2012 (CEST)
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Maluf war zweimal Bürgermeister von São Paulo, wird wegen Korruption beschuldigt und steht auf der Fahndungsliste von Interpol

São Paulo (Brasilien), 13.08.2012 – Mehr als 200 Millionen US-Dollar sollen unter Beteiligung der Deutschen Bank illegal in das britische Steuerparadies Jersey transferiert worden sein, so berichten brasilianische Medien. Pikant dabei: Es geht um öffentliche Gelder der Stadt São Paulo aus den Jahren 1993 bis 1996. In dieser Zeit war der jetzt 80jährige Paulo Maluf Bürgermeister der 11-Millionen-Einwohner-Stadt.

Die Stadt Sao Paulo prüft derzeit, die Deutsche Bank auf Rückzahlung des Geldes zu verklagen. Wie die brasilianischen Behörden mitteilten, gebe es Beweise dafür, dass Flavio Maluf, der Sohn des ehemaligen Bürgermeisters, die Gelder ins Ausland verschoben habe. Sein Vater bestreitet die Vorwürfe und sagte, er habe keine Konten im Ausland. Paulo Maluf war bereits in den Jahren 1969 bis 1971 Bürgermeister von São Paulo gewesen. Gegen ihn laufen mehrere Ermittlungsverfahren. Inzwischen steht er auf der Fahndungsliste von Interpol, so dass ihm bei einer Auslandsreise die Verhaftung drohen würde.

Bereits 2009 kam es zu einer ersten Vereinbarung zwischen der Deutschen Bank und der Stadt São Paulo, welche die Rückzahlung von 5 Millionen US-Dollar vorsah. Damals ging es um Gelder aus der Staatskasse, die in den Jahren 1993 bis 2001 – während der Amtszeit der Bürgermeister Paulo Maluf und Celso Pitta – unterschlagen worden waren. Die Gesamtsumme der missbräuchlich verwendeten Gelder wurde zunächst auf über 150 Millionen US-Dollar geschätzt.

Die Deutsche Bank pflegt mit Brasilien seit über 100 Jahren Geschäftsbeziehungen. Die „Deutsche Überseeische Bank“, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank, hatte am 1. August 1911 unter dem Namen „Banco Alemão Transatlântico“ eine Niederlassung in Rio de Janeiro eröffnet.

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April 3, 2011

Deutsche Spitzenmanager verdienten 2010 rund 18 Prozent mehr

Deutsche Spitzenmanager verdienten 2010 rund 18 Prozent mehr

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Veröffentlicht: 14:08, 3. Apr. 2011 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 03.04.2011 – Die Welt am Sonntag nennt es „das Ende der Bescheidenheit“ nach den Jahren der Wirtschafts- und Finanzkrise: Aufgrund der Auswertung von Geschäftsberichten der Großkonzerne kommt die Zeitung zu dem Ergebnis, dass die Manager der großen deutschen Firmen im Jahr 2010 im Schnitt 18 Prozent mehr als 2009 auf ihrem Gehaltskonto hatten. Auf das Jahr gerechnet betrug das Gehalt eines DAX-Vorstandes 2,7 Millionen Euro, im Vorjahr waren es „nur“ 2,28 Millionen Euro gewesen.

Am besten verdienten die Manager der Deutschen Bank. Die Vorstandsmitglieder des größten deutschen Geldinstituts verdienten durchschnittlich 4,92 Millionen Euro. Auf Platz Zwei und Drei der Spitzenverdiener folgen die Vorstände von Siemens (4,89 Millionen Euro) und Daimler (4,39 Millionen Euro). Die stärksten Zuwächse konnten die Mitglieder der Vorstandsetagen von MAN, ThyssenKrupp, Lufthansa und Infineon verbuchen. Ihre Gehälter verdoppelten sich ungefähr. Für MAN-Manager verdreifachten sich die Gehälter nahezu.

Die Zusammenhänge zwischen einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung und den Gehältern der Chefetage sind dabei nicht besonders aussagekräftig, um die Gehaltsentwicklung nachzuvollziehen. So erlitt der Automobilhersteller BMW in dem Jahr einen Gewinneinbruch von einem Fünftel. Die Vorstandsmitglieder durften sich dennoch über ein Gehaltsplus von 50 Prozent freuen.

Aktionärsschützer weisen außerdem daraufhin, dass ein Teil der Vorstandsgehälter versteckte Geldbeiträge enthalte, weil Pensionszahlungen nicht eingerechnet seien. Diese könnten durchaus erheblich sein. „Hohe Pensionszusagen werden oft genutzt, um die Vergütung der Vorstände optisch niedrig zu halten“, erklärte Lars Labryga, Vorstand der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK).

Auch die Aktionäre der Dax-Konzerne profitierten von dem Wirtschaftsaufschwung. Für das Geschäftsjahr 2010 flossen Dividenden in Höhe von 25,6 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch am unteren Ende der Lohn- und Gehaltsentwicklung in Deutschland, also bei den „normalen“ Arbeitnehmern, gab es Zuwächse. Zwar betrug dieser Zuwachs in 2010 nicht 18 Prozent, sondern durchschnittlich 1,8 Prozent. Das Komma steht nur an einer anderen Stelle. Das geht aus einer Untersuchung des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Rechnet man den Anstieg der Verbraucherpreise von 1,1 Prozent heraus, bleibt dem deutschen Arbeitnehmer ein Lohn- und Gehaltszuwachs von real 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die effektiven Bruttoeinkommen stiegen um 1,1 Prozent. In den sechs vorhergehenden Jahren erlitten Arbeitnehmer in Deutschland effektiv Reallohnverluste. Als wesentlichen Grund der leicht positiven Entwicklung 2010 nennt die Stiftung den Rückgang der Kurzarbeit.

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November 26, 2010

Deutsche Bank strebt Mehrheit bei der Postbank an

Deutsche Bank strebt Mehrheit bei der Postbank an

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Veröffentlicht: 16:15, 26. Nov. 2010 (CET)
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Postbank-Filiale am Tegernseer Platz 7 in München

Frankfurt am Main (Deutschland), 26.11.2010 – Die Deutsche Bank will sich die Postbank einverleiben. Damit kann die Deutsche Bank in großem Stil in das Privatkundengeschäft in Deutschland einsteigen. Die Postbank hat zurzeit 14 Millionen Privatkunden in Deutschland. Mit der Übernahme wird die Deutsche Bank auch Marktführer in diesem wichtigen Geschäftsfeld. Bisher war der deutsche Marktführer vor allem im Investmentbanking tätig.

Den freien Aktionären der Postbank, die zusammen ungefähr 21 Prozent des Aktienkapitals der Postbank hielten, bot die Deutsche Bank 25 Euro je Aktie an – ein Angebot, das diese offenbar akzeptierten. Damit hält die Deutsche Bank, die schon vorher 30 Prozent der Postbankaktien besaß, nun über 51 Prozent der Aktien. Einige der so erworbenen Aktien will die Deutsche Bank jedoch sofort weiter verkaufen, um ihren Anteil an der Postbank kurzfristig knapp unter 50 Prozent zu drücken. Man will zunächst die Zustimmung der US-Kartellbehörden zu dem Übernahmedeal abwarten.

Wie die Postbank AG mitteilte, ändere sich für die Kunden der Bank nichts. Die Marke Postbank als eigenständige Aktiengesellschaft blieben ebenso erhalten wie Bankleitzahlen und Kontonummern. Auch am Filialnetz der Postbank soll festgehalten werden.

Für den Deal legte die Deutsche Bank 6,3 Milliarden Euro auf den Tisch. Mit der Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank nimmt die Konzentration im Bankensektor auch in Deutschland weiter zu. Zwischen 1997 und 2007 nahm die Zahl der Banken in Deutschland schon um 43 Prozent ab. Die 90-er Jahre und das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts war weltweit durch eine starke Konzentration auf dem Bankensektor gekennzeichnet. Weltweit kam es zu mehr als 14.000 Übernahmen und Zusammenschlüssen im Bankwesen. Der Konzentrationsprozess in diesem Sektor war in Deutschland vergleichsweise weniger stark vorangeschritten, weil die zumeist regional tätigen Sparkassen und Genossenschaftsbanken dieser Tendenz entgegenwirkten.

Während der weltweiten Finanzkrise war die Größe einer Bank eher mit Argwohn betrachtet worden. Die auf Banken gemünzte Formel des „too big to fail“ brachte zum Ausdruck, dass eine Bank ab einer gewissen Größe nicht mehr in Konkurs gehen konnte, weil ihre geschäftliche Existenz als systemrelevant eingestuft wurde, was konkret die Entfaltung staatlicher Rettungsschirme bedeutete, die aus Steuergeldern finanziert wurden.

Als Maß für den Konzentrationsgrad im Bankwesen gilt der so genannte CR5-Index, der zum Ausdruck bringt, wie groß der Anteil der jeweils fünf größten Banken an der gesamten Bilanzsumme der Banken in einem Land ist. In dem meisten europäischen Nachbarländern liegt dieser Prozentsatz weit oberhalb des CR5-Wertes der fünf größten deutschen Banken. Während Deutschland (2007) mit einem CR5-Wert von 22 Prozent auf einem der hinteren Plätze rangierte, ist der Konzentrationsprozess in der Schweiz besonders weit fortgeschritten: Die fünf größten Banken der Schweiz erzielen einen prozentualen Anteil an der Gesamtbilanz aller Banken in Höhe von 80 Prozent. In den Niederlanden liegt der entsprechende Wert sogar bei 86,3 Prozent. Frankreich liegt mit 51,8 Prozent im Mittelfeld.

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January 15, 2009

Deutsche Bank meldet Milliardenverluste im 4. Quartal 2008

Deutsche Bank meldet Milliardenverluste im 4. Quartal 2008

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Veröffentlicht: 07:35, 15. Jan. 2009 (CET)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 15.01.2009 – „Das extrem schwierige Marktumfeld hat einige Schwächen in der Bank aufgezeigt.“ So kommentierte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, den Verlust von 4,8 Milliarden Euro im vierten Quartal des Jahres 2008, den das Unternehmen bekanntgab. Dadurch rutscht auch die Gesamtbilanz des vergangenen Jahres in den roten Bereich. Die größte deutsche Bank machte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von 3,9 Milliarden Euro (nach Steuern). Dieser Verlust stellt nach Ansicht von Beobachtern für Bankchef Ackermann einen erheblichen Rückschlag auf dem Weg der Deutschen Bank zu einer Bank globalen Zuschnitts dar. Noch im Jahr 2007 hatte der deutsche Marktführer einen Vorsteuergewinn von 8,7 Milliarden Euro (6,5 Milliarden Euro nach Steuern) ausweisen können. Dennoch sieht Ackermann die Bank in einer guten Ausgangsposition im internationalen Wettbewerb: Die Bank sei „mittlerweile die einzige Investmentbank weltweit, die weder auf Staatsfonds zurückgreifen noch den Steuerzahler belasten muss“. Die Bank habe auf die von der internationalen Finanzkrise veränderten Bedingungen reagiert und die davon ausgehenden Risiken bei „Übernahmefinanzierungen und gewerblichen Immobilien deutlich reduziert“.

Die Börse quittierte die Nachricht mit einem Einbruch der Nachfrage für Aktien der Deutschen Bank. Zeitweilig verlor die Aktie neun Prozent an Wert.

Außerdem wurde am Abend des 14. Januar bekannt, dass sich die Konditionen der Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank geändert haben. Die Deutsche Post steigt dabei befristet bei der Deutschen Bank ein und erhält Anteile der Bank in Höhe von acht Prozent. Die Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank wird über einen längeren Zeitraum gestreckt. Dadurch gelingt es der Deutschen Bank, ihre Eigenkapitalquote auf über 10 Prozent zu halten. Insgesamt gehe es bei der Transaktion um einen Barwert von 4,9 Milliarden Euro. 3,1 Milliarden Euro sind bereits Anfang des Jahres an die Deutsche Post bezahlt worden. Der Vorteil für die Deutsche Post bei den neuverhandelten Übernahmebedingungen besteht demnach darin, dass die Post nun „schneller und mit weniger Risiko aus dem Bankgeschäft“ aussteigen könne. Anzumerken ist, dass die Förderbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau ein Drittel der Aktien der Deutsche Postbank AG hält und der Staat über diesen Umweg Anteile an der Deutschen Bank erwirbt.

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April 1, 2008

Nach Milliardenverlusten bei der Schweizer Bank UBS: Bankchef Marcel Ospel zurückgetreten

Nach Milliardenverlusten bei der Schweizer Bank UBS: Bankchef Marcel Ospel zurückgetreten

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Veröffentlicht: 19:36, 1. Apr. 2008 (CEST)
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Zürich (Schweiz), 01.04.2008 – Die internationale Finanzkrise zieht weitere Kreise. Die Schweizer Großbank UBS veröffentlichte heute neue Quartalszahlen. Danach verzeichnet das Geldinstitut Verluste in Höhe von 12 Milliarden Franken (umgerechnet 7,6 Milliarden Euro). Bereits im letzten Quartal des Jahres 2007 hatte die Bank ähnlich hohe Verluste eingefahren. Im gesamten Jahr 2007 machte sie einen Verlust in Höhe von 4,4 Milliarden Franken (2,8 Milliarden Euro). Die Aktionäre sollen nun einer Kapitalerhöhung von 15 Milliarden Franken zustimmen. Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel zog heute die Konsequenzen und erklärte seinen Rücktritt. Die Bank hatte sich auf dem US-amerikanischen Hypothekenmarkt verspekuliert. Nach der Nachricht vom Rücktritt des Bankpräsidenten stiegen die Aktienkurse der Bank am Nachmittag um sieben Prozent. An die Spitze der Bank soll künftig Peter Kurer treten, der seit 2002 der Konzernleitung angehört.

Auch die größte deutsche Privatbank, die Deutsche Bank, meldete heute Milliardenverluste. 2,5 Milliarden Euro müssen abgeschrieben werden. Wegen der Hypothekenkrise in den Vereinigten Staaten musste die Deutsche Bank bereits im letzten Jahr 2,3 Milliarden Euro abschreiben. Trotz der hohen Abschreibungen im Jahr 2007 konnte die Bank allerdings im letzten Jahr einen Vorsteuergewinn von 8,7 Milliarden Euro ausweisen. Für das laufende Jahr gab die Bank eine Gewinnwarnung aus. Das Ziel von 8,4 Milliarden Euro vor Steuern könnte möglicherweise wegen weiterer Abschreibungen nicht erreicht werden.

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February 8, 2008

Deutsche Bank mit Rekordergebnis 2007

Deutsche Bank mit Rekordergebnis 2007 – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Deutsche Bank mit Rekordergebnis 2007

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Veröffentlicht: 13:44, 8. Feb. 2008 (CET)
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Deutsche Bank Zentrale in Frankfurt am Main

Frankfurt am Main (Deutschland), 08.02.2008 – Die Deutsche Bank AG hat im Krisenjahr 2007 einen Rekordgewinn von 6,5 Milliarden Euro eingefahren.

Das gab Vorstandsvorsitzender Josef Ackermann auf einer Presse- und Analystenkonferenz an seinem 60.Geburtstag am Donnerstag, den 7. Februar 2008, in Frankfurt am Main bekannt. Die Deutsche Bank habe zwar erhebliche Einbußen im Investmentbanking, aber nur geringe Einbußen in der US-Immobilienkrise erlitten.

Nachdem die Deutsche Bank im Rahmen der US-Immobilienkrise im dritten Quartal 2007 noch Sonderabschreibungen von 2,3 Milliarden Euro vornehmen mußte, waren es im vierten Quartal 2007 weniger als 50 Millionen Euro. Weitere geringe Abschreibungen wegen der US-Immobilienkrise schloss Ackermann nicht aus. Durch Beteiligungsverkäufe (Verkauf der Linde-Aktien) und Sondereffekte brach der Gewinn im vierten Quartal 2007 um 47 Prozent auf nur noch 1,0 Milliarden Euro ein.

Im Bereich Corporate an Investment Banking (CIB) sank der Gewinn um 15 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Demgegenüber konnten im Bereich Private and Business Clients (PBC) weltweit über eine Millionen neue Kunden gewonnen werden. Im Privatkundengeschäft wuchsen die Erträge um acht Prozent auf 30,7 Milliarden Euro. Die Rückstellungen für faule Kredite (NPL) wurden auf 612 Millionen Euro erhöht.

Die Deutsche Bank AG baute die Anzahl ihrer Mitarbeiter im vierten Quartal 2007 weiter leicht aus: Die Vollzeitstellen stiegen von 68.849 Stellen Ende 2006 um 9.442 Stellen auf 78.291 Stellen Ende 2007. In Deutschland stiegen die Vollzeitstellen von 26.401 Stellen Ende 2006 um 1.378 Stellen auf 27.779 Stellen Ende 2007. Trotz des Stellenaufbaus stiegen die Lohnkosten um fünf Prozent auf 13,1 Milliarden Euro, vor allem wegen der deutlich geringeren Bonuszahlungen.

Die Deutsche Bank AG konnte ihre Eigenkapitalrendite vor Steuern von 31 Prozent im Jahre 2006 zwar nicht halten, aber mit 26 Prozent im Jahre 2007 immer noch ein hervorragendes Ergebnis erzielen. Die Bank will die Dividende um 12 Prozent erhöhen und ihren Aktionären für das Jahr 2007 eine Dividende von 4,50 Euro je Aktie ausschütten.

Vorstandschef Josef Ackermann bekräftigte seine Vision 2008, nach der die Deutsche Bank auch in schwierigen Zeiten einen Gewinn von 8,4 Milliarden Euro vor Steuern erzielen wolle. Die Deutsche Bank Aktie legte zunächst deutlich zu, verlor aber aufgrund eines schwachen Aktienmarktes wieder auf 75,20 Euro.

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January 31, 2008

Stadt Hagen verklagt Deutsche Bank auf 57 Millionen Euro Schadenersatz

Stadt Hagen verklagt Deutsche Bank auf 57 Millionen Euro Schadenersatz

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Veröffentlicht: 23:36, 31. Jan. 2008 (CET)
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Rathausplatz Hagen

Hagen (Deutschland), 31.01.2008 – Die Stadt Hagen verklagt die Deutsche Bank Wuppertal wegen des 57-Millionen-Euro-Verlustes aus Spekulationsgeschäften auf Schadensersatz.

Im März 2005 hatte die Stadt Hagen und zwei Tochtergesellschaften versucht, durch sogenannte Swap-Geschäfte (Zinsswap die Zinszahlungen für Kommunalkredite über 170 Millionen Euro deutlich verringern zu können. Nachdem die Zinsentwicklung anders als vorhergesagt lief, ergaben sich erhebliche Verluste. Erst im Juni 2007 vereinbarte die Stadt Hagen mit der Deutschen Bank nachträglich eine Verlustobergrenze. Der Gesamtverlust aus den bis 2010 laufenden Swap-Geschäften wird damit auf 51 Millionen Euro begrenzt. Bisher haben die Swap-Geschäfte die Stadt Hagen schon über 25 Millionen Euro gekostet. Hinzu kommen Verluste von fünf bis sechs Millionen Euro für zwei kommunale Tochtergesellschaften.

Die Stadt Hagen wirft der Deutschen Bank vor, sie nicht ausreichend über die Risiken der Swap-Geschäfte informiert zu haben. Eine Einigung mit der Bank ist auch nach monatelangen Verhandlungen nicht erfolgt. Daher hat die Stadt Hagen nunmehr Klage auf Schadenersatz von 51 plus sechs Millionen Euro beim Landgericht Wuppertal eingereicht.

Aufgrund ähnlicher Zinsgeschäfte sind noch weitere Klagen von Städten und kommunalen Unternehmen gegen die Deutsche Bank anhängig; so fordert die kommunale Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-Gmb (WVV) etwa 2,6 Millionen Euro Schadensersatz von der Deutschen Bank.

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August 19, 2007

Zwei Tote bei Brand am Ground Zero in New York

Zwei Tote bei Brand am Ground Zero in New York

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Veröffentlicht: 16:42, 19. Aug. 2007 (CEST)
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New York (Vereinigte Staaten), 19.08.2007 – Am Ground Zero in New York ist am Samstag (Ortszeit) das leerstehende ehemalige Gebäude der Deutschen Bank in Brand geraten. Zwei Feuerwehrleute sind bei der Bekämpfung des Feuers ums Leben gekommen. Nach Angaben von Bürgermeister Michael Bloomberg erlitten sie eine Rauchvergiftung.

Zunächst befürchteten die Behörden, dass das Gebäude einstürzen könnte. In der Umgebung stieg eine riesige graue Rauchwolke auf. Sie weckte Befürchtungen, dass giftige Substanzen aus dem Inneren des Gebäudes freigesetzt werden könnten. Luftmessungen hätten zunächst keine Hinweise auf eine Gefährdung ergeben. Die Brandursache war zunächst unklar.

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 steht das Gebäude leer. Seitdem wurden in den Trümmern menschliche Überreste entdeckt. Beim Einsturz des Südturms des World Trade Centers wurde es schwer beschädigt. Das nicht sanierungsfähige Haus wird gegenwärtig abgerissen. Bis zu Wochenbeginn hatten die Bauarbeiter 14 der 40 Stockwerke abgetragen.

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April 20, 2007

Schifffahrtsmärkte sollen weiterhin wachsen

Schifffahrtsmärkte sollen weiterhin wachsen

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Artikelstatus: Fertig 09:42, 20. Apr. 2007 (CEST)
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Hamburg (Deutschland), 20.04.2007 – Die Schifffahrt auf der ganzen Welt profitiert vom steigenden Welthandel. Dies gab das Unternehmen DB Shipping, das zur Deutschen Bank gehört und sich auf die Schifffahrt spezialisiert hat, am 17. April bekannt. Der Markt sei bereits seit fünf Jahren in einer guten Situation und wachse weiter, hieß es. Der für die Schifffahrt wichtige Welthandel war 2006 um 8,9 Prozent gestiegen und soll 2007 noch ein Wachstum von 7,6 Prozent erreichen. Besonders die Container-Schifffahrt wird sich nach Aussage von Torsten Wagner, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, in Zukunft stark verändern. Der Trend gehe zu größeren Schiffen. In Singapur entstehe außerdem ein neues Weltzentrum der Containerschifffahrt.

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