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March 24, 2007

Färöer: Treibgut direkt vom Nordpol

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Färöer: Treibgut direkt vom Nordpol

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Artikelstatus: Fertig 23:14, 24. Mär. 2007 (CET)
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Lage der Färöer

Fámjin (Färöer), 24.03.2007 – Spielende Kinder entdeckten in Fámjin an der Westküste von Suðuroy einen sonderbaren schwarzen Kasten als Treibgut im Hafen. Er kam direkt vom Nordpol und brauchte nur drei Jahre, um sich aus dem „ewigen Eis“ zu befreien.

Der Kasten wurde von dem jungen Uhrmacher Jørgen Amundsen, einem Nachkommen des norwegischen Polarforschers Roald Amundsen, im Jahre 2004 am Nordpol vergraben. Er wollte so seinem Vorfahren ein Denkmal setzen, denn auf seiner Reise hatte er 250 Exemplare einer limitierten Edeluhr aus eigener Schmiede dabei, die extremsten Bedingungen stand halten soll. Während „The Polar Timepiece # 001/250“ am Pol vergraben wurde, gelangten die restlichen 249 Exemplare in den Handel – für gut 10.000 Euro das Stück.

Am Donnerstag zeigten die Kinder in Fámjin ihren rätselhaften Fund ihrem Großvater, der den Kasten öffnete. Darin befand sich ein weiterer Plastikbehälter und darin eine Uhr, die akkurat die Uhrzeit anzeigte, obwohl sie lange im Seewasser gelegen haben muss. Es ist eindeutig die Uhr, die 2004 am Nordpol vergraben wurde.

Quellen

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March 29, 2005

Färinger erhalten mehr Einfluss in der Außenpolitik Dänemarks

Färinger erhalten mehr Einfluss in der Außenpolitik Dänemarks

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Artikelstatus: Fertig 29. Mär. 2005 (CEST)
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Per Stig Møller und Jóannes Eidesgaard in Fámjin am 29.3.2005

Fámjin (Dänemark), 29.03.2005 – Der dänische Außenminister Per Stig Møller und der Ministerpräsident der Färöer Jóannes Eidesgaard unterzeichneten im Dorf Fámjin auf Suðuroy eine gemeinsame Erklärung zwischen beiden Regierungen, die künftig den autonomen Färöern ein Mitspracherecht in der dänischen Außen- und Sicherheitspolitik garantiert.

Das bilaterale Abkommen sichert den Färöern die Teilnahme in allen internationalen Verhandlungen, die ihre Belange berühren. Gleichzeitig erhalten die Färöer das Recht, alle diplomatischen Einrichtungen Dänemarks mitzubenutzen, wann und wo immer es die Autonomieregierung für nötig erachtet. Einen eigenen Außenministerposten in der färöischen Regierung wird es vorerst aber nicht geben. Derzeit nimmt der Ministerpräsident, genannt Løgmaður, dieses Amt wahr.

Das heutige Vertragswerk muss noch sowohl vom dänischen Folketing als auch vom färöischen Løgting ratifiziert werden. Nach seinem voraussichtlichen Inkrafttreten am 1. September 2005 bedeutet der Vertrag von Fámjin (Fámjinsskjalið) einen Meilenstein im Souveränitätsprozess der Färöer seit der Autonomie von 1948.

Ort des Geschehens: Das idyllische Dorf Fámjin an der Westküste der Südinsel Suðuroy

Per Stig Møller und Jóannes Eidesgaard trafen sich im historischen Ort Fámjin, wo das erste Exemplar der Flagge der Färöer aufbewahrt wird. Neben diesem hohen symbolischen Stellenwert des Ortes wurde er auch gewählt, weil Suðuroy die Heimatinsel Eidesgaards ist, und Fámjin aufgrund seiner Lage als besonders naturschön gilt. Das Treffen war bereits für letztes Jahr geplant gewesen, ist aber aus terminlichen Gründen verschoben worden.

Møller erklärte im Vorfeld seines Staatsbesuchs: : „Ich freue mich sehr, den Färöern einen Besuch abzustatten, und namentlich die gemeinsame Prinzipienerklärung über die Mitwirkung und Einbeziehung der Färöer in die Außen- und Sicherheitspolitik mitsamt eines Vertrages über die Zusammenarbeit zu unterzeichnen. Die Erklärung ist ein sehr wichtiges Dokument, das den Wunsch der Regierung unterstreicht, dass die Färöer eine echte Einbeziehung und Einflussnahme auf gleicher Augenhöhe in allen Fragen bekommen, wo Dänemark und die Färöer involviert sind. Mit der Annahme des Vertrages über gegenseitige Zusammenarbeit erwarten wir einen Fortschritt in der Erleichterung der täglichen Zusammenarbeit zwischen dem Büro des Ministerpräsidenten der Färöer und dem dänischen Außenministerium in allen außenpolitischen Interessen der Färöer. Ich freue mich auch auf die Treffen mit dem Løgmaður und dem Außenausschuss des Løgtings im Hinblick auf die Besprechung aktueller außenpolitischer Fragen und die färöischen Meinungen und Interessen.“

Ankunft der Staatsmänner auf dem Beiboot der „Brimil“ in Fámjin. Im Hintergrund die Kirche, wo die erste Flagge der Färöer von 1919 aufbewahrt ist. Hier wurde angesichts des historischen Tages doppelt gehisst.

Nach seiner Ankunft auf dem Flughafen Vágar ist Møller mit dem färöischen Küstenwachschiff “Brimil“ von Miðvágur direkt nach Fámjin gefahren. Jóannes Eidesgaard, der gerade aus seinem Osterurlaub zurückkehrte, hielt zusammen mit dem Außenausschuss des Løgtings auf der Schiffsfahrt eine Konferenz über die aktuelle Lage der dänischen Außenpolitik. Bei der Unterredung ging es auch um den Ausbau der Beziehungen der Färöer zur Europäischen Union, der sie im Gegensatz zu Dänemark nicht angehören.

Auf der Pressekonferenz in Fámjin um 17:15 Uhr Ortszeit (GMT) erklärten Eidesgaard und Møller übereinstimmend, dass nur mehr ein neues Kapitel in der Geschichte der Färöer aufgeschlagen wurde. Møller betonte, dass den bisherigen Unklarheiten in den Beziehungen beider Länder ein Ende gemacht wurde, und dass beide Völker im Königreich künftig als gleichwertig gelten.

Die Dokumente wurden unmittelbar nach ihrer Unterzeichnung auf der Website des dänischen Außenministeriums (um.dk) veröffentlicht.

Stationen im Autonomieprozess der Färöer

Die Regierungshalbinsel Tinganes in der färöischen Hauptstadt Tórshavn: Über 1000 Jahre Tradition in der Landespolitik

  • zirka 900-1035 sind die Färöer eine freie Siedlerrepublik, bis sie unter die norwegische und später dänische Krone fallen.
  • 1852 wird das Løgting als gesetzgebende Versammlung wieder eingeführt, nachdem es 1816 abgeschafft wurde, als die Färöer ein dänisches Amt wurden. Das Løgting wird seitdem vom färöischen Volk gewählt und hatte von Anfang an weit mehr Befugnisse als ein dänischer Kreistag.
  • 1856 wird der Königliche Monopolhandel über die Färöer aufgehoben. In der Folge bauen die Färöer eine eigene Fischerei- und Handelsflotte auf und entwickeln sich von einer Agrargesellschaft zu einer Fischereination.
  • 1888 formiert sich die färöische Nationalbewegung mit kulturellen und später auch politischen Forderungen nach Eigenständigkeit
  • 1938 wird die färöische Sprache als Unterrichtssprache in den Schulen der Färöer anerkannt.
  • 1940-45 sind die Färöer im Zweiten Weltkrieg vom Mutterland abgeschnitten und regieren sich selbst.
  • 1946 findet eine Volksabstimmung auf den Färöern über ihre Eigenstaatlichkeit statt. Obwohl sich eine hauchdünne Mehrheit für die Loslösung von Dänemark ausspricht, wird das Ergebnis vom dänischen König für nichtig erklärt.
  • 1948 bekommen die Färöer als Kompromiss in der anhaltenden Verfassungskrise seit 1946 den Status einer autonomen Nation innerhalb des dänischen Königreiches. Die Färinger erhalten in der Folge eigene Pässe, Geldscheine, Autokennzeichen, Briefmarken usw.
  • 1973 treten die Färöer nicht zusammen mit Dänemark der EU bei.
  • 1977 erweitern die Färöer ihre Hoheitsgewässer auf die heute geltende 200-Seemeilen-Zone.
  • 1992 erhalten die Färöer die volle Verfügungsgewalt über alle Rohstoffe. Das betrifft insbesondere die vermuteten Erdölvorkommen im Schelf.
  • 2000 brechen die Verhandlungen zwischen den Färöern und Dänemark über die Selbstständigkeit vorläufig zusammen.

Bisherige Auslandsvertretungen der Färöer

  • Kopenhagen. Gesandschaft beim Nordischen Rat
  • London. Gesandschaft bei der Internationalen Maritimen Organisation Faroeislands.org.uk
  • Brüssel. Gesandschaft bei der EU Faroes.be

Fotos

Dokumente

Quellen

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